Hallo,
das Schulprojekt habe ich vorgetragen und die Daten daher ausgewertet. Es haben insgesamt 195 Personen an der Umfrage teilgenommen, was deutlich über meinen Erwartungen liegt. Neben den Usern hier im Forum haben auch manche Lehrer meiner Schule und viele Schüler meiner Jahrgangsstufe (Klasse 12) teilgenommen. Auch Personen aus meinem Bekanntenkreis wurden befragt.
Zunächst erst einmal das Alter der Befragten:

Weiter geht es mit 3 Fragen, welches Verkehrsmittel am häufigsten benutzt wird
(durch Mehrfachauswahlmöglichkeit ergeben die Prozente nicht 100%)



Mit den nächsten beiden Fragen wollte ich herausfinden, welches Verkehrsmittel man unter idealen Bedingungen eher nutzen würde:

Interessant ist, dass rund zwei Drittel unter idealen Bedingungen eher die Bahn nutzen würden, als das Auto. Daran kann man auch gut sehen, wie viel Mehrpotenzial an Fahrgästen möglich wäre.
Auch sehr interessant, dass die Hälfte der Leute, die für das Auto unter idealen Bedingungen abgestimmt haben, einsehen, dass Investitionen in die Schiene wichtiger sind:

Auch hier spiegelt sich wider, dass die Straßeninfrastruktur deutlich besser ausgebaut ist als die Schieneninfrastruktur.

Durchschnitt: ≈5,88

Durchschnitt: ≈7,38
Der Durchschnitt ist bei den Straßenverbindungen also um 1,5 Skala-Punkte größer als bei den Bahn- und Busverbindungen.
Die wichtigste Frage für mein Schulprojekt war diese hier, da ich unter anderem auch den Pendlerzufluss nach Frankfurt beachtet habe. Frankfurt besitz an Werktagen täglich circa 400 Tausend Einpendler, aber nur rund 100 Tausend Auspendler. Das Pendlersaldo (Einpendler - Auspendler) beträgt also etwa 300 Tausend Personen, die sich an Werktagen tagsüber also mehr in Frankfurt aufhalten. Frankfurt hat somit mit Abstand den höchsten Pendlerzufluss deutschlandweit, danach folgen Hamburg und München.
Daher muss Frankfurt auch die Infrastruktur für deutlich mehr als 1 Million Personen bereitstellen, was man auch sehr stark zur HVZ merken kann.
Auch in meiner Umfrage sieht man, dass deutlich mehr Personen nach Frankfurt einpendeln wie aus Frankfurt auspendeln, allerdings fällt es hier nicht so deutlich aus, wie ich es mir erhofft hatte:

Zuletzt hatte ich in der Umfrage noch gefragt, was in Frankfurt nicht gut läuft. Hier durfte jeder einen freien Text schreibe, was auch fast alle der 195 Teilnehmer gemacht haben. Ich habe mir die Mühe gemacht und alles geordnet aufgeschrieben, während die KI im Vorhinein bereits doppelte oder ähnliche Texte zusammengeführt hat:
Allgemein ÖPNV:
- Unzuverlässigkeit des ÖPNV
- Häufige Verspätungen
- Häufige Ausfälle
- Gravierende Streiks
- Schlechte Fahrgastinformation
- Vor allem bei größeren Störungen (z.B. Sperrung S-Bahn Tunnel)
- Unzuverlässige und häufig falsche Echtzeitdaten der VGF und ICB zu den Frankfurter Bus- & Straßenbahnlinien
- Wenig Informationen zu privaten EVU (z.B. HLB & Vias)
- Fahrkarten zu teuer
- Viele Baustellen, die Bus und Bahn einschränken
- Würde man sich direkt darum kümmern statt zu warten, würde es solche Probleme eigentlich nicht mehr geben.
- Fehlende Tangentialverbindungen
- Z.B. von Nieder-Eschbach nach Hausen, da sich der Umstieg an der Hauptwache mehr lohnt
- Z.B. um im Westen von Frankfurt unterwegs zu sein, muss man immer über den Hauptbahnhof fahren
- Zeitverlust und Verspätungen durch mangelhafte oder fehlende Bevorrechtigung des ÖPNV an Ampeln
- Straßenbahnen & Busse stehen ständig vor roten Ampeln
- Ampelschaltung für Straßenbahnen könnte an vielen Stellen optimiert werden
Nur Bahnverkehr:
- Ständig Verspätungen & Ausfälle
- Komplett überlastete Eisenbahninfrastruktur
- Vor allem Strecken rund um den Frankfurter Hauptbahnhof
- Marodes Schienennetz
- Zu viele Einschränkungen durch Bauarbeiten
- Zu kurzfristige Ankündigungen von Bauarbeiten (teilweise unter einer Woche)
- Zu geringe Kapazität bei stark nachgefragten Verbindungen
- Z.B. RE 2, RB 10, RE 30 & RE 54/55
- Zu dünner Takt des Regional- & Fernverkehrs
- Häufige Unregelmäßigkeiten & Großstörungen im S-Bahn-Verkehr
- Zwischentakte der S1, S2, S5 & S8 fallen sehr häufig aus
- S3 & S4 fallen oft zwischen Niederhöchstadt und Bad Soden/Kronberg aus
- Häufige Ausfälle der S4 wegen Personalmangel
- Bei den Linien S7, S8 & S9 sind Verspätungen garantiert
- Strecke zum Flughafen überlastet
- Allerdings: Viele Verspätungen und Ausfälle entstehen durch höhere Gewalt (z.B. Sachbeschädigungen, Gefährliche Ereignisse an/auf der strecke)
- City-Tunnel (Frankfurt & Offenbach) führt oft zu Ausfällen und Verspätungen
- „Personen im Gleis“ zu oft als Grund für Verspätungen & Ausfälle
- Im Ausland (z.B. in Südkorea) gibt es Barrikaden, die es Menschen erschweren, auf die Gleise zu springen
- Main-Neckar-Bahn (RB68/RE60) unzuverlässig
- Zu geringe Wendezeiten an ihren Endstationen
- Z.B. bei S2, S3, S6, RB 10, RE 50, RB 51 & RE 60
- Dadurch können Verspätungen fast nur durch vorzeitige Wenden kompensiert werden (seltener in Frankfurt, häufiger im Umland)
- Umstellung auf monatelangen Busersatzverkehr aufgrund nicht ausgereifter Fahrzeuge
- Problembahnhof Frankfurt Hauptbahnhof
- Umständlicher Umstieg zwischen den Linien (bessere Lösung: Berlin Hbf)
- Ebenenwechsel zwischen Bahnhofshalle (oben) und S-Bahn / U-Bahn (unten)
- Je nach Einfahrtsgleis und Bahnsteig ist der Fußweg bei 5 Minuten Umsteigezeit zu lang
- Unsicher, vor allem abends und nachts
- Zu viele Obdachlose und vor allem Drogenabhängige
- Schlechter Zustand der (unterirdischen) Bahnstationen
- Verwahrloste und stinkende Bahnhöfe, selbst an Bahnhöfen mit hohem Fahrgastaufkommen
- Dreckig
- Züge ohne Klimaanlage im Sommer
- Fehlende Verknüpfung zwischen S-Bahn, Regionalverkehr und Straßenbahn in Offenbach
- Beim Einpendeln aus Dietzenbach/Rodgau ist man aufgeschmissen, wenn im City-Tunnel eine Störung vorliegt
- Westliche Vororte hingegen können auf den Regionalverkehr ausweichen
- Straßenbahnen werden durch Falschparker und Stau behindert
- In Sachsenhausen (z.B. Textorstraße)
- Am Allerheiligentor parken und halten Autos häufig auf den Schienen
- Total überfüllte Straßenbahnen
- Frankfurt setzt noch sehr kurze und enge Straßenbahnen ein
- Kurze Bahnen mit teilweise nur 3-4 Türen
- Verzögern alles & macht das Bahnfahren stressig und unattraktiv
- Vor allem in der HVZ Gequetsche in der Straßenbahn
- Schlechte Anbindung von Frankfurt-Oberrad
- Takt der Straßenbahnen sollte erhöht werden
- Bus-Alternative sollte eingeführt werden, da es oft zu Falschparkern kommt
Nur Busverkehr:
- dünne Takte des kommunalen Busverkehrs
- Busverbindungen insbesondere am Wochenende teilweise nur zweistündlich (z.B. Weiltal)
- Teilweise nur wochentags sinnvoll möglich (z.B. Rhön)
- Zu wenig Buslinien in Frankfurt
- Mehrere mögliche Linien werden in eine komprimiert
- Diese fährt dann erst alle Seitenstraßen ab und braucht viel länger
- Busse der ICB fallen oft aus
- Staugefährdete Buslinien
- Teilweise relativ langsame ÖPNV-Verbindungen durch Stau und mangelnde Vorrangschaltung
- Ampelschaltungen bevorzugen Individualverkehr und Busse müssen warten
- Bus M34 muss häufig warten
- Klappt in anderen Städten deutlich besser
Autoverkehr:
- Viele Staus
- Während des Berufsverkehrs ist die Stadt voll mit Stop-and-go-Verkehr
- Zu viel Innenstadtverkehr
- Hanauer Landstraße zwischen Ortseingang und A661
- Eschborner Dreieck von der A66 runter zu den Hauptverkehrszeiten Chaos (besonders mit der aktuellen Baustelle)
- Verkehr am Hauptbahnhof zu chaotisch
- Gefährlich wurde es erst durch die Radwege, wo kaum einer fährt
- Autos müssen sich eine Spur teilen
- Dadurch werden künstlich Staus erzeugt
- Unnötige Abgase und Lärm (durch Hupen)
- Keine mehrspurigen Aus- und Einfallstraßen mehr, dafür überbreite Radwege
- Zu viele & große Baustellen
- Viele Baustellen an der Autobahn
- Nach 2–3 Jahren immer noch nicht fertig
- Viel zu starker Fokus auf „Verkehr = Auto“
- Parkmöglichkeiten
- Zu viele (parkende) Autos ohne Grünflächen in der Innenstadt
- Bei Autos schlechte Parkmöglichkeiten
- Zu wenige Ladestationen für E-Autos
- Zu geringe Rücksichtnahme zwischen den einzelnen Verkehrsteilnehmenden
Radverkehr:
- Radwege sind nicht perfekt gelöst
- Teils unvollständige Radwegführung
- Fahrradwege meist eine Katastrophe und nicht zu Ende gedacht
- Radwege enden häufig im Nichts
- Viele Radwege sind nicht existent
- Zu wenig echte Radwege
- Ausbaufähige Fahrradinfrastruktur
- Zu wenig Radwege im Frankfurter Westen
- Fehlende Linksabbiegemöglichkeit an Kreuzungen
- Gefährliche Wege für Fahrradfahrer
- Frankfurt ist nicht fahrradfreundlich genug (zu wenig Fokus auf dem Fahrrad)
- Gefährliche Situationen durch Fehlverhalten von Autofahrern
- Gefährliches Überholen von Radfahrern im Überholverbot, z.B. zwischen Breitenbachbrücke & Westbahnhof
- Zu wenig Fokus auf Multimodalität (mit Fahrrad + Bahn)
- Ignorante Radfahrer & E-Roller-Fahrer, die sich an keine Regeln halten
- Gehwege benutzen
- E-Roller als Stolperfallen abstellen
- Rotlichtmissachtung
- Zu schnelle Geschwindigkeiten
Wenn noch Fragen oder Unklarheiten bestehen, könnt Ihr gerne nachfragen. 