Beiträge von Spiessgang

    Auch gegen Abend scheint es noch nicht allzu gut zu laufen, am Industriehof stand Richtung Heerstraße, beobachtet um 18:15, ein komplett abgerüsteter SEV-Bus und blockierte die Haltestelle, bei Rückkehr ca. eine Stunde später stand er weiterhin am gleichen Ort.

    Teils kam gar kein Bus, dann 5 innerhalb von 3 Minuten, das kann aber natürlich auch dem Feierabendverkehr geschuldet sein.

    Es ist ja schön, wie Du Deinen Arbeitgeber in Schutz nimmst. [Bösemodus ein:] Wenn Du ihm so ergeben bist, einfach das nächste Mal geringere Lohnforderungen stellen. Dann wäre auch mehr Geld da für mehr Fahrzeuge [Bösemodus aus]. Andere Antwort: 1. Lösungen finden, nicht lamentieren (gilt natürlich in erster Linie fürs Management). 2. Politik überzeugen, mehr Geld zu geben (gilt für alle; damit kann schon bei der Kommunalwahl am 15. März begonnen werden).

    Auweia. Ich hatte mir eine klügere Antwort erhofft.

    Es geht hier nicht darum, jemanden in Schutz zu nehmen. Mich über die DB oder andere EVU und EIU beschweren kann ich auch gut. Euer Gebrabbel über "oh nein, hier hatte die doofe Bahn 8 Minuten Verspätung" oder "die doofe Bahn ist einfach mit einem Fahrzeug zu wenig gefahren, wollen die etwa, dass die Leute keinen Sitzplatz haben???" nervt einfach inzwischen tierisch.

    Übrigens auch nicht ganz so einfach mit "weniger Geld für Arbeitnehmer = mehr Geld für Fahrzeuge", denn wenn die Tarifverträge weniger Geld für das Personal vorsehen, haben *alle* Unternehmen mit diesem Tarifvertrag weniger Personalkosten, und wer zusätzlich mehr Ersatzfahrzeuge stellen möchte verliert dann durch die höheren Kosten unter Umständen wieder die Ausschreibung. So etwas muss klar vorgeschrieben sein, damit jedes sich bewerbende EVU diese zusätzlichen Fahrzeuge mit einberechnen muss.


    Welche Lösungen schlägst du denn vor? Ich persönlich würde vorschlagen, mehr Ersatzfahrzeuge zu haben und mehr Personal einzustellen, damit es (wieder mehr) Bereitschaften gibt, die im Störungsfall von anderswo das fehlende Fahrzeug bereitstellen können. Damit wären wir dann wieder beim Geld und somit der Politik und den Ausschreibungen vom Verbund.

    Heute morgen fuhr die S6, 06:05 Uhr ab DA Hbf auch nur als Vollzug. Warum man auch am frühen Morgen nicht allen Fahrgästen einen Sitzplatz gönnen möchte, erschließt sich mir nicht. Der Gegenzug kreuzte in Egelsbach als Langug.

    Woher hast du denn die Information, dass man das nicht möchte? Ich lese hier schon länger mit und es wird sich wirklich über jede Kleinigkeit beschwert. Ein verpasster Anschluss aufgrund von 8 oder 15 Minuten Verspätung ist mMn keine Großstörung. Übrigens kommt es durchaus mal vor, dass aus verschiedensten Gründen ein Zugteil fehlt. Von allen möglichen Gründen, die ich da bereits miterlebt habe, war aber kein einziger, dass man den Fahrgästen "keinen Sitzplatz gönnen möchte".

    Zudem fahren die Züge ja offensichtlich (weitestgehend) außerplanmäßig lang, was zusätzliche Fahrzeuge und Personal benötigt. Wenn es im Regelbetrieb bereits passieren kann, dass ein Fahrzeug fehlt, so kann es unter diesen Umständen ja wohl erst recht mal vorkommen. Doof ja, aber keine Großstörung.


    Kannst gerne mal Fahrgast in so einem vollkommen überfüllten Vollzug sein. Oder noch besser: Triebfahrzeugführer - Der ist nämlich der Dumme, weil er an jedem Bahnhof zwischen Frankfurt Hauptwache und mindestens Erzhausen Ewigkeiten stehen muss, bis der Fahrgastwechsel abgeschlossen und alle Türen wieder zu sind.

    Lass dir von einem der dummen AnDerHauptwacheEwigRumsteher aka. Triebfahrzeugführer eines sagen: ein fehlendes Fahrzeug ist auch für uns doof, aber definitiv weit von einer Großstörung entfernt. Macht man halt mal 5 Minuten Verspätung über die paar wichtigsten Halte verteilt, wenn der Zug wirklich gottlos voll ist. Im Tunnel steht man in der HVZ eh gerne rum, ob ich die zusätzliche Zeit jetzt langsam auf den nächsten Halt zurolle, weil davor noch rot ist, oder am Bahnsteig etwas länger brauche, macht dann auch nicht mehr sooo den Unterschied. Und ab Süd hält man dann eh nix anderes mehr auf, wenn's mal länger dauert.

    Mal ganz im Ernst, was soll die doofe Bahn denn sonst machen, wenn das Fahrzeug nunmal fehlt? Den Zug komplett ausfallen lassen, damit der Folgetakt dann den doppelten Spaß hat? Der hat ja dann die Überfüllungsprobleme erst recht...

    Der Führerschein ist KEIN amtlicher Lichtbildausweis, der zur Identifikation einer Person geeignet ist. Der Führerschein beweist nur, dass eine bestimmte Person zum Führen von Kraftfahrzeugen bestimmter Klassen berechtigt ist - es wird nicht bescheinigt, dass die abgebildete Person auch tatsächlich die im Führerschein genannte Person ist.

    Da habe ich auf Seiten von Verkehrsverbünden (z.B. mvg, VVO) widersprüchliche Informationen gefunden. Dass er allgemein nicht zwingend als amtlicher Lichtbildausweis gilt scheint allerdings zu stimmen, auch wenn mehrere Verbünde bei meiner stichprobenartigen Suche ihn als Beispiel dafür explizit auflisten.

    Beim RMV hingegen konnte ich keine Erwähnung des Führerscheins finden, eventuell gibt es hier dann auch einfach unterschiedliche Standards je nach Verbund, in dem man sich befindet.


    Da fände ich es ja mal interessant, wenn jemandem, der das D-Ticket bspw. beim VVO gekauft hat, der Führerschein hier nicht anerkannt wird. Auf der Seite des Verbunds steht ja explizit, er wird anerkannt.

    Die Kontrolleure verlangten ausdrücklich den Personalausweis.

    Dieser muss allerdings nicht zwingend mitgeführt werden.


    Ich habe bei einer Kontrolle in einer Regionalbahn in RLP zusätzlich zu meinem D-Ticket meine Krankenkassenkarte vorgezeigt, auf der Name und Foto enthalten sind. Das hat dem Kontrolleur genügt.


    Warum haben dann die Kontrolleure in der 21 nur Personalausweise gelten lassen?

    Gude,


    Meines Wissens nach wird ein amtlicher Lichtbildausweis gefordert, so steht es z.B. auch in der App vom RMV. Das muss nicht zwingend der Personalausweis sein, alternativ ginge auch so etwas wie ein Reisepass oder Führerschein. Eine Krankenkassenkarte hingegen ist kein amtlicher Lichtbildausweis und sie anzuerkennen geschieht rein aus Kulanz des jeweiligen Mitarbeiters.


    Bedeutet, besagter Prüfdienst in der 21 sollte auch andere amtliche Lichtbildausweise gelten lassen. Sollten die "Ausweise", die sie nicht anerkannt haben, aber Krankenkassenkarten oder andere nicht-amtliche Ausweise sein, oder kein Lichtbild besitzen, müssen sie diese nicht anerkennen.

    In der Anlage 1, zu finden unter dem zitierten Link, spricht man von "Einsparungen der Busbetriebsleistung im Umfang von etwa 45%". Der (scheinbare) Wegfall der Buslinie 43 wird da sicherlich keine geringe Rolle spielen.


    Was mich verwundert: Dort werden teils andere Linienwege genannt als in den Ausschreibungsunterlagen. (https://ted.europa.eu/de/notice/-/detail/707023-2025)

    So heißt es, "Linie 41 entspräche in etwa der aktuellen Linie 41", ebenso "Linie 42 verliefe von Weißkirchen Ost über die Haltestellen Stadtwerke, Hammergarten, Bommersheimer Straße, An der Friedenslinde, Lange Straße, Willy-Brandt-Straße, Bahnhof und zeitweise weiter in den Bereich Erich-Kästner-Schule."

    Gleichzeitig steht in den Ausschreibungsunterlagen folgendes: "Linie 41: Oberstedten – Oberursel Bahnhof – Bommersheim – Stierstadt – Weißkirchen-Ost und zurück Linie 42: Oberursel Hauptfriedhof – Stierstadt Bahnhof"


    Ersteres würde bedeuten, dass die Verbindung von Stierstadt Bf nach Weißkirchen Ost sowie das Wohngebiet dort verloren geht, aufgrund der direkten Führung via die Stadtwerke nach Bommersheim. Also ohne Abstecher über den S-Bahn-Halt Stierstadt, den die Linie 42 aktuell bedient, während über Stadtwerke die Linie 43 fährt. Dies ist scheinbar auch in der Abbildung 1 (ebenfalls im Dokument "Anlage 1", s.o.) zu erkennen, die tatsächliche Bushaltestelle Stierstadt Bf bleibt frei von roten Linien. Stattdessen wird etwa 500 Meter vorher (Fahrtrichtung Weißkirchen) in die Ludwig-Erhard-Straße abgebogen, von dort dann weiter zu den Stadtwerken.


    Als ehemaliger Anwohner des dortigen Wohngebiets hält sich mein Verständnis in Grenzen. Hier werden bisher S- und U-Bahn mit Wohngebieten, und alle drei mit jeder Menge Einkaufsmöglichkeiten verbunden (Haltestellen Weißkirchen Ost, Pfeiffstraße, In den Schwarzwiesen, Altes Rathaus/Zimmersmühlenweg, alle auf den Linien 42 und 43 (ausgenommen Zimmersmühlenweg, dafür die in unmittelbarer Nähe befindliche Haltestelle Altes Rathaus)). Es verbleibt dann mit dem "angepassten" Laufweg der Linie 42 lediglich die Verbindung zwischen Weißkirchen Ost und Pfeiffstraße.


    Vielleicht verstehe ich hier etwas grob falsch, ich bin nun auch kein Experte darin, bei solchen Unterlagen wirklichen Durchblick zu haben. Das wäre zumindest irgendwo meine Hoffnung, denn den Anschluss an die S-Bahn in Stierstadt aufzugeben halte ich nicht für sinnvoll.

    Macht man das falls der Rücktausch der S3/4 auf ihre alten Trassenlage erfolgt so

    ist der Halt trotzdem keine gute Idee.

    Vor dem Trassentausch S3/4/5/6 hat die S3 besonders in der HVZ durch die eingleisigen Abschnitte

    an beiden Enden und kurzen Wendezeiten Verspätungen über längere Zeit mitgeschleppt[...]

    Naja, die Zugkreuzung auf dem Abschnitt Erzhausen - Egelsbach könnte zum (größeren) Problem (als es durch Flugsicherung ohnehin schon ist) werden. Die Ausschreibung für das Gallusnetz ab 2032 sieht aber meines Wissens nach Wendezeiten von 39 Minuten in Darmstadt und 11 Minuten in Bad Soden vor, verglichen mit heute 11 Minuten in Frankfurt Süd und 7 in Bad Soden.

    Die S4 könnte allerdings schwieriger werden, da sie in Langen weiterhin nur 7 Minuten Wendezeit hat. Woher man da eine zusätzliche Minute für den Halt nehmen will wüsste ich jetzt nicht, früher in Kronberg ab würde wohl kaum gehen, und die Fahrzeit Süd - Langen ist jetzt auch nicht gerade großzügig, da etwas rauszukürzen kann man vergessen. Auch die S5-Zwischentakte würden wertvolle Wendezeit verlieren, aktuell sind 8 Minuten in Bad Homburg geplant.

    Der einzige Abschnitt wo du schneller als 120 fahren könntest ist Höchst - Mainzer Landstraße, aber das macht praktisch kaum einen Unterschied.

    Zum einen das, zum anderen sind nach meinem letzten Stand in den Fahrplänen weiterhin 120km/h dort, was auch ein Überbleibsel aus dem regelmäßigen 143er-Einsatz sein dürfte. Somit ist mit der Baureihe 143 der Fahrplan aufgrund ihres besseren Beschleunigungsverhaltens sogar leichter zu halten als mit der Baureihe 114.

    So oder so sind die Fahrzeiten aber völlig ausreichend, die RB hat einiges an Fahrzeitreserve (würde über 6 Minuten schätzen), der RE ist etwas strammer, muss ja aber auch nicht so oft anfahren. Zudem liegen etwa 2 Minuten der Reserve zwischen Höchst und F-Hbf, da kann man auch 100km/h fahren und ist trotzdem noch bequem pünktlich.

    Was ich noch für möglich halte wäre, eine Linie (hier dann wohl die S3) über Gleis 8 in Frankfurt West fahren zu lassen und in Hbf (oben) zu wenden, sofern die Kapazität dort ausreicht (sonst ggf. Bad Soden < - > Niederhöchstadt). Dieser Weg wurde gestern auch von mindestens einer RB15 genutzt (24582), scheint also zumindest in der Theorie eine Option zu sein. Es kann natürlich trotzdem sein, dass andere, weniger offensichtliche Faktoren dagegensprechen oder auch einfach nicht genügend Kapazität in den Gallusgleisen im Hbf vorhanden ist.

    Eine Kuriosität die ich gestern gesehen hatte: Eine S6 hatte sich nach Rödelheim verirrt (Solange das nicht nur eine falsche Anzeige am ZZA war)

    Das kommt manchmal bei (hoher) Verspätung vor, wenn selbst der Weg bis Bad Vilbel zu lang ist. In Frankfurt West wenden ist kaum machbar, da dort mangels Weichenverbindung zwischen Messe und West je nachdem entweder ab Ausfahrt Galluswarte bzw. (auf der Folgeleistung) bis Einfahrt Galluswarte das Gegengleis befahren werden müsste, und das Wenden in Eschersheim geht, ebenfalls dank fehlender Weichenverbindung vor dem Bahnsteig, auch nur mit vergleichbaren Einschränkungen, letzteres hab' ich allerdings auch schon gesehen. Somit ist die Wende in Rödelheim in vielen Fällen die einzige realistische Option zwischen Bad Vilbel und Frankfurt Hbf.

    Ich habe seinen Beitrag als Satire gesehen und verstanden.

    Ich auch, dass er nicht im Wortlaut ernst zu nehmen ist, ist doch relativ eindeutig. Das bedeutet nicht, dass ich ihn für angemessen halte, gerade in Anbetracht der vergangenen Kommentare zu diesem Thema.


    Welche Diskussion nun genau seit Monaten abgeschlossen sein soll, verstehe ich nicht so richtig, aber ich kann PN empfangen.

    Konkret meine ich die Diskussion in Rheingau-Linie: Mit bekannter Betreiberin häufiger unterwegs vor ca. 3-4 Monaten, bei der auch du deinen Teil dazu beigetragen hast, dass die so ausgeartet ist. Dementsprechend halte ich es für eher weniger angebracht, dann bei der nächstbesten Gelegenheit die Sticheleien wieder aufzunehmen. Wäre die Diskussion damals anders verlaufen, hätte ich hiermit vermutlich gar kein Problem. Musst du aber letztendlich wissen, den Mund verbieten kann ich dir nicht - aber meine Meinung zu deinen Beiträgen kundtun kann ich dennoch.

    Das schlimmste überhaupt, deutschlandweit? Lässt sich schwer sagen, aber rein aufgrund der hohen Anzahl an EVU in DE würde ich das zumindest ohne genauere Statistiken nicht behaupten. Aber manche Leute hier bestehen wohl darauf, die berechtigte Kritik an deren Betriebsqualität so zu interpretieren, als wären die Kritiker der Meinung, die Vias GmbH wäre das einzige EVU, welches (größere) Probleme hat oder Kritik verdient. Wie wir hier eindeutig sehen ist dies nicht der Fall.


    Im Fall von NX hier kann ich den Frust auf beiden Seiten durchaus verstehen. Trotz Gesprächen scheint beim Streit um vertragliche Anpassung keine vernünftige Lösung in Sicht zu sein, daher auch die doch sehr strenge Maßnahme. Andererseits läuft diese Maßnahme letztendlich auf Kosten der Fahrgäste und vor allem sehr kurzfristig, "immerhin nur" am Wochenende, doch auch da haben Leute Termine, müssen arbeiten usw.. Und der durchschnittliche Fahrgast realisiert mit Sicherheit nicht, dass das Problem hier eben tiefer liegt als nur "die blöde Bundesbahn fährt nicht". Allgemein einfach keine schöne Situation, zumal NX selber ja scheinbar nicht die besten Leistungen erbringt, immerhin haben sie ja in den letzten 12 Monaten bereits 2 Abmahnungen erhalten, wie der oben verlinkte Artikel auch erwähnt. Ich fände es auch mal interessant, was da genau abgemahnt wurde, "nicht ausreichende Qualitätsverbesserung" ist doch relativ vage formuliert.


    P.S. - baeuchle wie wäre es mal damit, sich wie ein erwachsener Mensch zu benehmen und nicht andere Themen mit seit Monaten abgeschlossenen, damals schon komplett sinnlosen Streitereien zuzumüllen? Es soll Leute geben, die sich auf das relevante Thema konzentrieren möchten. Wenn du unbedingt noch Gesprächsbedarf hast bzgl. welches EVU jetzt wie schlecht genau ist und wo die Vias GmbH und Vias Rail GmbH dort stehen, mach doch gerne dazu ein Thema auf - aber ich bezweifle, dass sachliche Diskussion hier deine Absicht ist.

    Ideal wären Fahrten in beiden Richtungen jeweils 5 min vor der S6 - ich habe das mal

    durchgerechnet...wäre eine 2 min Wende im F West und in F Süd 5 min (bzw sollte man

    20 min machen). Von den Trassen her zwischen F West und F Galluswarte ist dann kaum

    Luft. (F Galluswarte müsste zweiter Tf hinten aufsteigen und da dann schon Ablösegespräch

    führen während auf die freie Trasse im Gegengleis gewartet wird [12/27/42/57 auf 14/29/44/59])

    2 Minuten Wende ist selbst mit 2 Tf nicht machbar, mal abgesehen von jeglichen, noch so kleinen Verzögerungen (z.B. Fahrgastwechsel an Hauptwache/Hbf/Galluswarte) oder auch einfach den üblichen 2-3 Minuten Verspätung, die man sich in der HVZ im City-Tunnel oft einfängt. Kommt eine S-Bahn dann, wie so oft, mit +3 in West an, gibt es eines der beiden Szenarien:

    - Sie fährt mit +5 zurück und blockiert somit die S6, die dann ihr Zeitfenster im Tunnel verliert und mit +5 in Langen ankommt. Das bedeutet 2-3min Folgeverspätung, wodurch sie in der Regel am Schlachthof warten muss und wieder auf +5 kommt. Da wird es dann mit dem Abschnitt Vilbel - Friedberg schon kritisch.

    - Sie darf die S6 vorlassen und mit +7 hinterher, hat dann keinen Platz im Tunnel und kommt mit +10 in Süd an.

    Da ist auch noch nicht mit einberechnet, wie es bei derartigen Verspätungen mit dem Abschnitt Galluswarte - West aussieht, dass eventuell auch mal eine S1/2/8/9 verspätet sein kann (passiert ja bekanntlich nie...) oder sonstige übliche Verzögerungen von wenigen Minuten, das ist nur der "best case".

    Ja, weil da das Geld besser investiert ist.

    Mehr Disponenten anzustellen kann ich allerdings absolut unterstützen. Das würde das Problem mit so kurzfristigen Ausfällen nicht beheben, vielleicht in manchen Fällen die Auswirkungen einschränken, ist aber unabhängig davon bitter nötig. Leider ist es in der aktuellen wirtschaftlichen Lage der Bahn schwer, so etwas zu rechtfertigen.


    Allerdings, wenn es so einfach wäre, könnte man auch anstelle mehr Disponenten einfach mehr Fdl einstellen, und man bräuchte diesen Aufwand gar nicht. Weder SEV noch ewiges Umplanen der Schichten.

    Aber muss denn so oft innerhalb eines Tages die Linie/Fahrzeug gewechselt werden?

    Reicht es nicht, wie oben erwähnt, 4 Stunden eine Linie und dann mit bezahlter Übergangszeit den Ort zu wechseln und die andere Linie zu fahren?

    Würde es nicht bei Neuausbildungen helfen, Azubis auf Linienbündel (S1/S2/S8/S9 bzw. S3-S7) zu beschränken, um die Ausbildungen stärker voranzutreiben und das Personal nicht täglich so stark zwischen einzelnen Fahrten hin und zurück abzuhetzen?

    Soooo oft ist es nicht, es gibt sogar Schichten, da fährt man nur eine Linie (gerade auf Außenstellen). Als Friedberger Personal z.B. fährt man viel S6 (logischerweise), gelegentlich S3-S5 und kaum den Rest.

    Schichtplanung ist auch einfach deutlich komplizierter als "fahr mal für die Dauer die Linie". Im Gegensatz z.B. zur U-Bahn haben Tf deutlich mehr Arbeit als nur das Fahren selbst, es gibt Schichten ohne eine einzige Zugfahrt.


    Was Azubis angeht, nein, es gibt eine feste Prüfungsstrecke anhand der man bewertet wird, ebenso soll die Prüfungsfahrt (und mehr) im und am 430 stattfinden. So wäre man als "S3-S7-Azubi" enorm benachteiligt, denn man hätte nur die S4, um das Fahrzeug kennenzulernen, und hätte kaum Erfahrung auf der Prüfungsstrecke. Und wenn ein Azubi später im ganzen Netz fahren können soll, sollter er auch im ganzen Netz fahren lernen.

    Den Punkt mit "zwischen einzelnen Fahrten hin und zurück abhetzen" verstehe ich auch nicht ganz. Ob ich nun in Süd von S6 auf S4 wechsle oder auf der S6 bleibe macht nicht viel Unterschied, bei keinem von beidem fühlt man sich "gehetzt". Ebenso wenig wenn ich am Hbf von S5 auf S8, S1 auf S3 oder was auch immer wechsle. Man hat die Schichten ja eben so geplant, damit möglichst wenig Tf benötigt werden, um alle Arbeiten an allen Ecken erledigt zu kriegen und dabei Pausen und Arbeitszeit einzuhalten, und beim Wechsel der Linien ist stets genug Zeit für den Übergang.


    Übrigens muss ich auch mal unabhängig von etwaiger Effizienz sagen: Schichten nur noch auf eine einzige Linie zu beschränken wäre für so manche Tf Grund, sich mal nach anderen EVU umzuschauen. Der Job ist hart genug, die Abwechslung ist für viele einer der Gründe, ihn überhaupt machen oder behalten zu wollen. Stellt man die Schichten so um, dass man nur hin und her und hin und her pendelt, und das bei jeder Schicht, schadet das langfristig auch der Motivation der Tf.

    Die Gastfahrten zwischen Hauptbahnhof und Südbahnhof kann man ja immer noch mit der S6, der U-Bahn (allerdings mit Umstieg), der Straßenbahn oder dem Regionalzug machen.

    Mit der S6 ja, da müssen dann halt die Zeiten stimmen. Regio geht unter Umständen, U-/Straßenbahn geht auf keinen Fall, ich würde vermuten, u.a. aus versicherungstechnischen Gründen, die genauen Hintergründe kenne ich nicht. Aber es ist auf jeden Fall nicht zulässig, genau wie (im Regelfall) Gastfahrten mit anderen EVU, womit auch z.B. der RE85 als Alternative wegfällt.


    Das Tf Problem bekäme man etwas entschärft, wenn die Schichten Linienrein wären, also 4-6 Stunden fahren, Pause und nochmal 4-6 Stunden auf der selben Linie fahren. Ist meines Wissens in Frankfurt nicht der Fall und bringt andere Nachteile mit sich

    Richtig, ist in Frankfurt nicht der Fall. Alle Tf müssen stets alle Linien fahren können und selbst die Außenstellen haben so ihre 3-4 Linien, die sie regelmäßig fahren. Finde ich auch besser so, immer nur eine Linie würde mich (je nach Linie) in den Wahnsinn treiben. Man kann nur so viel S7 auf einmal aushalten...

    Naja, „massiv umgeplant“ jetzt nicht.

    Über den Ausdruck "massiv" kann man diskutieren, aber es wäre schon nicht wenig erforderlich. Kommt Personal aus der Meldestelle in Süd rechtzeitig wieder hin (Arbeitszeit usw.)? Stehen überhaupt genug Fahrzeuge zur Verfügung, oder sind die Fahrzeuge in der Abstellung in Süd "eingesperrt", da kein Fdl? Passen die Postschichten zeitlich noch mit den Änderungen (besonders für Süd), da ja Gastfahrten ausfallen? Welche Schicht soll jetzt genau welche ablösen? Personal bleibt ja nicht immer auf einer Linie sondern wechselt auch mal die Linie, hat Feierabend, Pause, Ortsdienst usw. Auch darf man den Arbeitsaufwand für das Ändern von dutzenden, wenn nicht hunderten Schichten nicht vernachlässigen.

    Man muss auch bedenken, dass das keine Arbeit wäre, die von Leuten erledigt wird, die sonst nichts zu tun haben. Das ist alles zusätzliche Arbeit, die irgendwo dazwischen gestopft werden muss, und das so kurzfristig.

    All das kommt eben zu den anderen, betrieblichen Problemen. Dieses Ausfallkonzept gibt es nicht ohne Grund.