Beiträge von Tobi88

    Zitat von »der Roßdörfer«




    Der Landkreis betreibt keine Politik der "Zwangsbeglückung", das ist gut so und daher werden diese Pläne interessante Gedankenspiele bleiben. Ein weiterer Hinderungsgrund sind die anteiligen Kosten, die Roßdorf nicht übernehmen kann und will. Der Haushalt in Groß-Zimmern sieht die benötigten finanziellen Spielräume auch nicht vor.


    Du wurdest bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass es nicht nur eine Angelegenheit von Roßdorf und Groß-Zimmern ist, sondern auch und gerade von Darmstadt, da dort sämtliche Busse rudelweise eintreffen. Insofern müssen alle Beteiligten angehört werden und nicht nur die, die du nicht "zwangsbeglückt" sehen willst!

    Der ÖPNV fällt in die Zuständigkeit der Landkreise und kreisfreien Städte, damit sind die Planungsträger zunächst der Lkr Darmstadt-Dieburg und die Stadt Darmstadt. Vernünftigerweise werden in den Prozess die Kommunen, die am Ende wenn es um die Umsetzung und den evtl. Bau geht mitzuentscheiden und mitzufinanzieren haben, über eine "Lenkungsgruppe" einbezogen.
    Es wird hier so gerne verschwiegen, insbesondere von "der Roßdörfer", dass solche Verkehrsprojekte unter die Förderkriterien des Bundes fallen. Demnach sind ca. 70 - 80 % der förderfähigen Kosten in Form von Fördermitteln zu erwarten (sofern der volkswirtschaftliche Nutzen nachgewiesen ist). Es bleiben also nur ca. 25% übrig, die direkt vor Ort aufgebracht werden müssen. Ich bin überzeugt, dass die Gemeinden in der Lage sind diese Mittel aufzubringen - wenn die Bedingungen stimmen.
    Was an Kosten auf die jeweiligen Gemeinden zukäme ist am Ende eine Sache von Verhandlungen. Warum muss denn immer alles aus unberufenem Munde vorweggenommen werden, was noch keiner wissen kann?


    Vor dieser Diskussion hätte ich es nicht für möglich gehalten, dass jemand so gegen eine Bahnanbindung sein kann. Es fällt mir wirklich schwer zu lesen, wie sämtliche belegbaren Pro-Bahn-Argumente durch unbelegbare Pseudo-Argumente widerlegt werden sollen.

    Ich glaube, dass sich am Ende Fakten und vernünftige Argumente durchsetzen. Die ÖPNV-Nutzer sehen ja selbst täglich die Probleme, das wird dazu beitragen, dass manch einer anfängt umzudenken.

    ich glaube, dass in der Spitzenzeit zwischen 7:00 Uhr und 8:30 zu viele Busse auf den Linien 672/673 eingesetzt werden, da kann man sicher etwas reduzieren, oder vereinzelt andere Ziele als den Luisenplatz ansteuern lassen.

    Da sagt der Nahverkehrsplan etwas ganz anderes. Die Faghrgastzahlen der regelmäßigen Erhebungen sprechen für sich, Holger Koetting hat da bessere Einblicke und kann das bestimmt bestätigen. Die große Zahl an Bussen zwischen Roßdof und Darmstadt wird aus Kapazitätsgründen eingesetzt, nicht weil man Geld übrig hätte.
    Und andere Ziele als die Innenstadt anzusteuern würde die Zerschlagung vieler Umsteigebeziehungen bedeuten, Reisezeitverlängerung und damit dann tatsächlich eine qualitative Verschlechterung des Angebots. Das sollte man mal bedenken, wenn man solche unbelegten Thesen hier anbringt.

    Insgesamt halte ich die Nutzerzahlen aus Roßdorf/Groß-Zimmern für zu niedrig, eine Straßenbahn verkehren zu lassen. Auch eine Entlastung würde außer der oben beschriebenen Zeit kaum eintreten, da der Luisenplatz in der Regel jeweils stündlich von den Linien 672, 673, 682 bedient wird.

    Es geht hier nicht um drei Buslinien, sondern um den gesamten einbrechenden Verkehr aus dem Ostkreis plus die Linie L, die auf dieser Verkehrsachse betroffen sind. Das sind 11 Buslinien! Würde man hier nur einen Stundentakt auf jeder Linie in der TVZ annehmen, dann wären dies alleine 11 Fahrten pro Stunde.
    In der HVZ sind es, sofern ich richtig gerechnet habe, 20 Fahrten. Bis hin zum Spitzenwert von 46 Fahrten stadteinwärts zwischen 7 und 8 Uhr morgens.


    Für Pendler aus Dieburg macht die Straßenbahn ebenfalls keinen Sinn, sie fahren zumeist mit den Linien 671/674 direkt nach Darmstadt, statt mit dem teureren 672 über Dörfer zu pendeln.
    Für Pendler aus Groß-Umstadt gibt es ebenfalls morgens und nachmittags Schnellbusse nach Darmstadt.

    Auch diese Buslinien sind im Gesamtzusammenhang des Verkehskonzeptes zu betrachten. Eine Straßenbahn hätte Auswirkungen auf das gesamte Busnetz.


    Insgesamt finde ich ein gut ausgebautes, flexibles Bussystem deutlich besser. Aber man soll ruhig Vor-und Nachteile gegeneinander abwägen, habe da überhaupt nichts dagegen. Die Mehrheitsfraktion in Roßdorf steht den Tram-Plänen aber äußerst skeptisch gegenüber, die anteiligen Kosten, die Roßdorf übernehmen müsste, lassen eine Umsetzung nicht zu.
    Wer sich die Haushaltslage der Gemeinde mal bildlich vor Augen führen möchte, sei ein Besuch auf der Tartanbahn am Sportzentrum nahe gelegt. Oder kürzer formuliert: Wo Geld und Wille fehlt, fährt keine Straßenbahn.

    Die "Mehrheitsfraktion" weiß offenbar Dinge, die man noch gar nicht wissen kann!? Woher kommen denn diese Annahmen?
    Sind Untersuchungsergebnisse zu Kosten, zu Betriebs-, Bau- oder Folgekosten veröffentlicht worden? Nein. Es sind nur ungelegte Eier über die hier gesprochen wird.
    Leider denken viele nur über die Gegenwart nach als sich Gedanken darüber zu machen, wie Verkehrspolitik in der Zukunft aussehen soll. Mit Scheuklappen zu agieren führt nicht weit. Wenn man in Karlsruhe vor Jahren so gedacht hätte, würde man heute mit Sicherheit eine ganz andere Verkehrssituation vorfinden - und im Übrigen auch ganz andere struktuelle Verhältnisse. Der Film "Tramland Karlsruhe" (?), der hier verlinkt wurde zeigt dies ganz deutlich.
    Geld ist der Maßstab für (verkehrs)politisches Handeln, ja. Aber langfristige Investitionen zahlen sich aus. Die Attraktivität einer Schienenverbindung ist nicht zu unterschätzen, für wirtschaftliche und Einwohnerentwicklung von Gemeinden. Das sind keine Investitionen für ein paar Jahre, sondern für Jahrzehnte!
    All die volkswirtschaftlichen Aspekte, die eben auf den ersten Blick nicht monetär messbar sind, werden in einer Nutzen-Kosten-Untersuchung monetarisiert und damit als Geldwert dargestellt. Dadurch wird gezeigt, dass die finanziellen Investitionen eben doch der Volkswirtschaft in hohem Maße an unterschiedlichsten Stellen wieder zugute kommen.
    Ich empfehle eine sachgerechte und unvoreingenommene Diskussion über Fakten und keine ideologischen Kämpfe.

    Was ist denn das für ein Unsinn?? Das passt ja kein Stück zu den bisherigen DFIs...
    Man sieht ja auf dem kleinen Bildschirm die Abfahrtszeiten erst wenn man direkt davorsteht. Hat die HEAG zuviel Geld und einfach mal irgendeine Marktneuheit gekauft? Wer weiß mehr?

    Im Ausschreibungskalender des RMV steht als Fahrzeugtyp bei den drei Bündeln "Lok-Dosto" und beim Teilnetz Kinzigtal noch "Dosto-ET". Heißt das, dass diese Fahrzeuge vorgeschrieben sind? (Immerhin ist es beim Teilnetz Main-Lahn-Sieg anders gekommen)...

    Zitat

    Original von GoaSkin
    Klar kann man auch Eberstadt mit einfacheren Mitteln sanieren, aber nach dem was ich in der Zeitung gelesen haben, möchte man dort einen eher größenwahnsinnigen Umbau betreiben. Da sollen ein Busbahnhof und eine P&R-Anlage auf der gegenüberliegenden Seite des bestehenden Aufganges errichtet werden und von dort aus barrierefreie Zugänge zu den Bahnsteigen geschaffen werden. Das hört sich für mich nach einem Aufwand wie im Falle von Offenbach Ost an.


    Wo steht denn das alles? Kannst du paar Links dazu liefern?


    Die Straßenbahn nach Roßdorf und Groß-Zimmern wurde ja 2003 geprüft, ohne akzeptables Ergebnis bzw. ohne Chance auf Realisierung. Und deswegen wird das so schnell nicht funktionieren. Ich teile die Skepsis in Bezug auf das Brechen der Buslinien auf die Tram, aber du musst auch die Odenwaldbahn einbeziehen, die viele Fahrgäste mitbringt und für die ist die Weiterfahrt per Tram auf jedenfall komfortabler als in den (vollen) Bussen. Zumal ja die Haltestellen weit auseinander liegen. Die NKU wirds ja zeigen. Aber eine Straßenbahn auf dieser Achse zu haben ist aus meiner Sicht schon sinnvoll. Wenn die Stunde der Roßdörfer Tram schlägt kann ja leicht verlängert werden.
    Auf jedenfall muss aber die Fläche vor dem Ostbahnhof neugeordnet werden. Umsteigen darf nicht solch lange Märsche bedeuten. ist aber glaub ich in Planung.

    Zitat

    Original von Steppi


    Beziehungsweise die massive Attraktivitätsverminderung der Verbindung Ostkreis - Darmstadt Innenstadt durch das Umsteigen. Mal sehen, was die NKU dazu sagt...


    Da stimme ich dir natürlich zu. Umzusteigen ist für viele Fahrgäste ein Hemmnis, weil es zu Zeitverlust und (gerade zu dieser Jahreszeit) zu kalten Füßen führt. Andererseits kann man die finanziellen Mittel, die beim Brechen auf die Straßenbahn frei werden (wegen Wegfall Ostbhf - Hbf) wieder in zusätzliche Fahrten stecken und damit das Angebot erheblich verbessern. Die Frage ist hier dann: Was ist mir als Fahrgast lieber? Eine Direktverbindung oder ein Taktverkehr nach Darmstadt, auf den ich mich verlassen kann!?

    Für die Fahrgäste aus dem Odenwald ist der Ostbahnhof das Tor zur Innenstadt, nicht der Hbf. Und gerade im Berufsverkehr können die Regionalbusse, die sowieso schon voll sind, kaum ausreichend Kapazität anbieten. Deswegen wäre die Anbindung per Straßenbahn sehr wichtig! Die Frage ist dann nur, ob dann die regionalen Buslinien am Ostbahhof gekappt werden. Da wär dann ein gewisses Kapazitätsproblem wieder da.

    Zitat

    Original von Steppi
    Die FR berichtet heute über den Fortschritt der Planung


    Zum Artikel


    Mir war bisher vom Umbau bestehender Haltestellen nichts bekannt. Da stellt sich natürlich schon die Kostenfrage, zumal noch keine Aussage über die Kosten getroffen werden können.


    Vier Minuten Zeitersparnis sind aber schon sehr wenig. Da kann ich die Dame von den Grünen verstehen, wenn sie sich mehr wünscht.

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    Original von Bob
    Auch DB Heidekraut will auf dem RE9 ja wohl FLIRT einsetzen.


    Nicht nur das, ich verstehe auch nicht, warum die Fahrzeuge so gelobt werden – komfortmäßig, und damit meine ich die Sitzpolsterung, – wird es wohl auch Verschlechterungen geben. Die Dostos, insb. die alten auf dem RE9 kann man dann wohl fast schon als Luxus bezeichnen.


    Ich gebe dir absolut Recht, das Sitzgefühl in den Dostos ist wesentlich besser als in den Flirt-Triebwagen. Ich kann nicht ganz nachvollziehen warum diese Triebwagen so beliebt sind!?


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    Original von Bob
    Aber die ÖPNV-Aufgabenträger haben es ja so gewollt.


    Eben das macht mich stutzig. Schaut euch mal diese Vergabeliste an: http://www.rmv.de/coremedia/ge…ilnetze,property=data.pdf


    Warum macht der RMV verbindliche Angaben zu den Fahrzeugen und dann kommts doch anders...? Hat da jemand mal ne Erklärung?

    Zitat

    Original von BO61462
    Was dann wohl auf BR 146 + Görlitzer 160er Hinauslaufen wird :) .


    Wenn du mir noch sagst, was das ist eine "Görlitzer 160"? Sind das die Dostos von Bombardier?

    Zitat

    Original von MdE
    Ich nehme an, dafür sind die ausgeschriebenen ET. Wird interessant.


    Soweit ich weiß, hat der RMV für dieses Bündel Lok+Dostos vorgeschrieben (zumindest lt. dem Vergabefahrplan).