Beiträge von BrisVegas

    'Tschuldigung wenn das platt klingt, aber:


    Strom kommt aus der Steckdose.


    Dem Strom ist es total egal, ob er aus Marketinggründen grün, gelb, rot oder kariert ist. Er wird immer aus einem Mix der bestehenden Kraftwerke erzeugt, der je nach Wetter einen etwas mehr oder einen etwas weniger geringen Anteil aus fossilen Quellen enthält. Durch den Bezug nach einem Ökostromtarif wird keine einzige Kilowattstunde Strom mehr regenerativ erzeugt, dafür sorgen Einspeisevergütung und Einspeisebevorrechtigung von Windkraftanlagen, Photovoltaikanlagen etc. Der Zuwachs dieser Kraftwerke entscheidet sich allein an der Wirtschaftlichkeit und damit Förderung und ist von einer "Nachfrage" nach "grünem" Strom absolut unabhängig. Kann man nur besser mit verdienen. Und es klingt im Marketing besser.


    Die Vorteile des Elektroantriebs sind sicherlich andere: Schadstofffreisetzung an anderer Stelle als in der Innenstadt (und auch geringere), Rückspeisung ins Netz (bzw. in die Batterie) bei Bremsvorgängen, geringeres Gewicht durch fehlende Abgasreinigung im Fahrzeug (wird durch Batterien kompensiert, dafür hilft nur Oberleitung), längere Nutzungsdauer der Elektroantriebe, Wegfall Schaltgetriebe, ggf. Geräuschentwicklung. Geht und gilt übrigens alles auch mit Atom-, Kohle-, Erdgas- und Erdölstrom.

    Hier einige neue Bilder von der Bismarckstraße. Alle von mir, mit dem Mobiltelefon, letzte Woche aufgenommen.



    Wir beginnen wieder auf der Hauptbahnhofseite. Hier noch vor der Kurve, wo das erst wenige Jahre alte Gleis an die neue Führung angepasst wurde. Im Hintergrund ist der Beton des neuen Gleises erkennbar.



    Weiter in der Kurve. Die gesamte nördliche Seite ist, inkl. Gehweg, bereits neu gestaltet. Es fehlen natürlich noch Markierungen und Bepflanzung.



    Hier die Verschwenkung, die oben diskutiert wurde. Standpunkt ist ungefähr auf dem neuen Radstreifen. Links von mir die Spur für den Geradeausverkehr über die Brücke, rechts das Gleis in Richtung Hauptbahnhof auf der neuen Linksabbiegerspur. Da wo die Baumaterialien im Hintergrund lagern, beginnt die Verschwenkung des Gleises.



    Blick in die andere Richtung auf Höhe Einmündung Kirschenallee. Hier laufen beide Gleise zusammen bzw. auseinander, da zwischen beiden Gleisen noch die Linksabbiegerspur Hauptbahnhof -> Kirschenallee ist.



    Der zukünftige Haltestellenbereich der Haltestelle "Kirschenallee". Hier ist noch einiges zu tun.



    An der bisherigen Haltestelle "Feldbergstraße" vor einem Fliesenfachgeschäft. Zumindest der Gleisbereich ist dort wieder fertiggestellt. Fahrbahn und Gehweg sind noch fern von jeglicher Fertigstellung.



    Blick wieder nach Westen, etwas weiter die Straße runter, ungefähr in Höhe Einmüdung "Feldbergstraße". Gleiches Bild auch hier.



    Am östlichen Ende der Baustelle, vor der Feuerwehr. Blick nach Westen, auch hier nur der Bahnkörper halbwegs fertig.

    Das Darmstädter Echo berichtet unter http://www.echo-online.de/loka…se-geoeffnet_16472012.htm dass ab Mitte Januar ein erster Teil der Bismarckstraße, von der Kirschenallee bis zum Hauptbahnhof, wieder benutzbar sein wird. Verzögerungen sind wohl der Suche nach Weltkriegsresten (Blindgänger) geschuldet. Insgesamt sind bereits die Hälfte der Gleise verlegt, die Arbeiten sollen im Herbst 2016 abgeschlossen werden.


    Passend dazu einige Bilder von letzter Woche, alle von mir, mit dem Handy:



    Diese Strecke soll demnächst wieder befahrbar sein, in Richtung Hbf fotografiert.



    Gleiche Stelle, Gegenrichtung.



    Hier war mal der Gleisanschluss vor der Firma Goebel. Für Fußgänger weiterhin ein unübersichtliches Labyrinth.



    Blick auf die im Echo-Artikel erwähnte Kreuzung. Die Asphaltarbeiten müssten eine Woche später schon recht weit sein. Dann würden nur noch Beschilderung, Oberleitung und Laternen sowie beide Gehwege fehlen.



    Weiter die Straße runter in Richtung Stadt, fotografiert in die Gegenrichtung: Die betonierten Abschnitte der zukünftigen Trasse sind immer wieder mal unterbrochen.



    Wechsel der Straßenseite. Betonkörper auch hier unterbrochen.



    In Höhe der alten Haltestelle "Feldbergstraße" wird die Trasse vervollständigt.



    Vor der Feuerwehr stehend, Blick Richtung Hbf.



    Gleiche Stelle, Gegenrichtung.

    Die FAZ hat online in ihrem Regionalteil einen Artikel zur Infoveranstaltung letzte Woche, bei der es um die Straßenbahn zur Lichtwiese ging.


    Die Baukosten der 1,3 km langen Strecke sollen 17 Mio. € betragen. Das hat natürlich zu den üblichen Diskussionen wie "mehr Busse gingen doch auch", "Studenten können laufen", "Lichtwiese wird zu voll" geführt. Abgesehen davon, dass dort auch 2000 Mitarbeiter der TU arbeiten und nicht nur Studenten dort hin müssen, möchte der Kanzler der TU, Efinger, die Studenten nicht als ÖPNV-Nutzer 2. Klasse sehen. Die SPD hingegen macht den Ausbau der Straßenbahn zum Wahlkampfthema. Mehr dazu im FAZ Artikel online: Klick!


    Auf der HEAG mobilo Webseite wurde währenddessen eine Seite mit weiteren Informationen und Plänen online gestellt: https://www.heagmobilo.de/de/lichtwiesenbahn

    Sag mal, was ist denn in Darmstadt los?


    Als ich dort noch wohnte, brauchte man für Idee, Konzipierung, Planung und Bau neuer Straßenbahnstrecken Jahrzehnte. Und jetzt fangen die an der Lichtwiese echt schon an zu bauen???


    Mag damit zusammenhängen, dass es die Uni ist, die baut. Die bisherigen Radwege sind tatsächlich in einem sehr miesen Zustand, die wären auch ohne Straßenbahn zu erneuern.

    Zitat

    Es soll auch Leute geben, die Fussball nicht interessiert. ;) Und wenn dann wegen sowas solche Verspätung entstehen, ist es nervig.


    Wenn man in Darmstadt wegen ein paar Hundert Abiturienten den Verkehr auf 2 Straßenbahnlinien einmal im Jahr lahmlegen darf, dann darf man das auch wegen ein paar zehntausend Fussballbegeisterten. Wenn in/vor der Krone gefeiert wird, und ein sicheres Durchkommen nicht mehr gewährleistet werden kann, liegt das sicherlich nicht an den Verkehsbetrieben, die dann nicht mehr fahren können.

    Stell Dir vor: Du stehst am Luisenplatz an der Haltstelle 1. Was interessiert Dich da die Linie 5 nach Kranichstein (von Haltstelle 4) oder die Buslinie F zur Haasstraße (ab Haltestelle 6). Du willst wissen, wann die Linie 2 (bzw. 9) zum Böllenfalltor fährt, oder die Buslinie H zum Alfred-Messel-Weg. Willst Du eine Übersicht, gehst Du zum Kundenzentrum, wo die kompletten Abfahrten auf zwei Monitore angezeigt werden.
    Und genau das ist der Fall bei dem hier gezeigten Foto: Eine Gesamtübersicht, welche allerdings an einer einzigen Haltestelle am Ostbahnhof steht. Wo steht denn da geschrieben "Ja, hier bist Du richtig - von hier fährt die Linie K 55 nach Überau"?


    Stell dir vor, du stehst am Luisenplatz und willst zum HBF. Da gibt es mehrere Möglichkeiten, und die fahren nicht alle vom gleichen Platz ab. Bis ich im Kundenzentrum bin, sind vielleicht schon 2 Möglichkeiten gefahren. Solche Übersichttafeln haben schon ihre Berechtigung. Kommt immer auf den Ort und Einsatzzweck an.

    Zum Zeitfenster am Rossdörferplatz / Heinrichstr. / Herdweg: Eine Bahn die dort aus dem Stand anfährt, braucht länger zum Überqueren als eine Bahn, die direkt passieren kann. Mit einer intelligenten (!) Schaltung kann man doch aufgrund des Halts an Rossdörfer Platz und Herdweg erwarten, dass diese ohne einen Umlauf abzubrechen die Bahn immer dazwischen einfügen kann. Schließlich kann die Ampelschaltung schon während des Fahrgastwechsels eine Grünphase verlängern oder verkürzen, so dass es insgesamt für alle schneller gehen sollte (Türstörungen oder -aufhalter sind natürlich bei der Betrachtung nicht berücksichtigt). Derzeit schaltet die Ampel teilweise nach 2-3 Autos wieder auf rot, um die Bahn passieren zu lassen, nachdem diese schon 30 Sekunden steht. Warum die Bahn nicht zuerst und die Autofahren dann länger grün bekommen haben, ist nicht zu erkennen. Das wäre aber die schnellere Lösung. Die Ampel ist so alt nicht, da wurde Mist gekauft oder Mist programmiert. Ich tippe auf letzteres, und da ist eindeutig dann die Stadtregierung schuld. Außerdem:

    Zitat

    da sie nur Fahrt frei bekommen, wenn die Durchfahrt gewährleistet ist

    Bei welcher Geschwindigkeit? Bei einigermaßen zügiger Fahrweise steht die Bahn fast immer an der Heinrichstr stadteinwärts bzw. am Herdweg stadtauswärts.



    Zur Berliner Allee: Ein fester Umlauf mit Abbiegezeiten für ÖPNV wäre hier wahrscheinlich die bessere Lösung, da hast du sicherlich Recht.


    Um beim Thema zu bleiben: Den großen Wurf im Hinblick auf ÖPNV vermisst man bei den Grünen tatsächlich. Die Gelder, die man in Fahrradstraßen versenkt, könnte man sicherlich auch sinnvoller nutzen.

    Wann man die potentiellen Arbeitskräfte auch lieber den Dampfzug putzen lässt (bis sie keine Lust mehr haben und nicht mehr kommen), anstatt ihnen beizubringen, das Holz zu bearbeiten, werden das mit Sicherheit auch in Zukunft nicht mehr werden...

    Das ist ein Problem, das sehr viele Vereine in Deutschland haben: Zurückgehendes Engagement der Mitglieder. Mal abgesehen davon, glaube ich nicht, dass das Forum der richtige Platz für diese Diskussion ist.

    Das Problem wird man weiter haben. Wenn die ST12 ersetzt werden, dann kommen irgendwann die ST13 in die Jahre. Da müssen dann einige Teile erneuert werden, Ersatzteile sind nicht mehr lieferbar, etc. - genau das gleiche wie jetzt bei den ST12. Eine größere Reserve kann sich heute eben kein Betrieb mehr leisten, da die Politik eine höhere Wirtschaftlichkeit als früher vorschreibt. Einige ausgefallene Fahrten im Jahr sind eben günstiger als ein weiterer ST14.


    Eine Alternative wäre der Einsatz von "Museumswagen", aber auch das geht nur, wenn diese - wie auch immer - in Werkstätten mit ausreichender Kapazität von Mitarbeitern, die man bezahlen muss, regelmäßig in Stand gehalten werden. Auch hier ist die Wirtschaftlichkei zu betrachten: Warum HU für zwei alte Gelenktriebwagen, wenn schon einer nicht regelmäßig gebucht wird? Warum zwei historische Beiwagen, wenn man eh nur einen anhängt? Und sagt man jetzt die Ersatzfahrt mit historischem Gerät auf Linie ab, oder fällt die Sonderfahrt dann aus?

    Die LED-Paddel wie z. B. am Roßdörfer Platz sind zwar auch sehr "funktionabel", werden aber meiner Meinung nach falsch programmiert eingesetzt. Zum einen hätte man kleinere LED verbauen sollen, damit die Auflösung an sich besser ist. Durch die nun gewählte dicke Schrift laufen nun auch schon an sich "kurze Ziele" als Laufschrift durch. Das ist eigentlich unnötig. Wie gesagt, kleinere LED und somit bessere Auflösung, oder eben weg von der dicken Schrift.

    Sind dort auch ausgetauscht.


    Komisch, eben wegen genau der falschen Art, diese einzusetzen, mit Laufschriften schon bei so "langen" Zielen wie Hauptbahnhof, zum anderen, weil sie mit 3(?) Stück dieser Paddelveriante in Darmstadt wieder eine Untergruppe darstellten und irgendwann jede Haltstelle in Darmstadt wohl ihre eigene Anzeige gehabt hätte...