Beiträge von Colaholiker

    Ich kenne niemanden, der sich Alexa und Ähnliches zulegen würde, auch wenn es manche Leute einfach nicht lernen wollen, dass man bei Amazon nichts kauft.

    Ich persönlich kenne auch niemanden, der das nutzt. Aber es gibt genug, wie die Verkaufszahlen belegen. Bei Amazon kaufe ich aber trotzdem, regelmäßig.


    Darum ging es mir aber gar nicht, man braucht diesen Sprachquatsch nicht, um sich zu informieren, wo man die Sachen findet, die man sucht, um dann dieses Geschäft gezielt anzusteuern. Das war der Punkt, auf den ich eigentlich hinaus wollte, und somit das Argument "man sieht die Geschäfte nicht" als Argument gegen eine Tunnellösung wohl ein vernachlässigbares Gewicht hat.

    Das Problem bei Tunnellstrecken ist halt, der Fahrgast bekommt nichts von der Oberfläche mit. In Bezug auf Geschäfte natürlich problematisch. Es setzt dann schon ein Wissen über vorhandene Ziele voraus, ebenso eine Gewisse Zielstrebigkeit.

    Die Frage ist, in wieweit dieser vom Grundsatz richtige Einwand heute noch relevant ist. Mag sein, daß ich grundsätzlich zu zielstrebig und daher voreingenommen denke, aber heute wird es doch immer normaler, wenn man X braucht, Google/Siri/Alexa/Cortana* oder welche digitale Lebensform auch immer zu fragen, wo es das gibt, und dann eine passende Quelle in der Nähe zu wählen und anzusteuern. Einfach wahllos durch die Geschäftsstraßen ziehen und schauen, wo man X bekommt, ist doch ein gewaltiger Zeitfresser mit recht großem Mißerfolgsrisiko. Ich denke, der klassische "Schaufensterbummel" war eigentlich schon vor Corona vom Aussterben bedroht, und dürfte nach Corona noch viel toter sein. Selbst wenn die Leute die gesuchten Artikel in wieder geöffneten Läden vor Ort kaufen, wird der Trend dahin gehen, daß man sich zuerst informiert, wo es was gibt, wenn man nicht ohnehin schon weiß, wo.

    *)Zugegeben, Alexa legt einem das gleich in den Amazon-Einkaufswagen, aber ich wollte sie der Gleichberechtigung halber auch nennen.

    Zugegeben, der gedankliche Schritt liegt nahe, trägt aber nicht gerade zur sachlichen Diskussion bei. Zumal bei der Hindenburg der Wasserstoff nicht Treibstoff war. Nur Traggas. Die Motoren, die die Propeller angetrieben haben, hatten flüssigen Kraftstoff, ich müßte nachsehen ob Benzin oder Diesel, in jedem Fall kein Wasserstoff. Kolbenmotoren, die die Temperaturen von Wasserstoff-Verbrennung aushalten, gab es damals noch nicht.

    mit der Einschränkung, dass es wenig Sinn macht, für das Frankfurter Netz noch Wendeschleifen zu bauen 😉


    mit der Einschränkung, dass es wenig Sinn macht, für das Frankfurter Netz noch Wendeschleifen ;)

    Die Baureihen K*-N sehen das anders. ;) Und da steht ja auch noch die Wiederauferstehung des Buchstabens F auf dem Programm, der zwar ein Zweirichter ist, aber wenn er sein kleines f dabei hat, an den üblichen Stumpfendstellen mit Kreuzweiche auch dumm aus der geteilten Frontscheibe guckt.

    *) vom betrieblich als Einrichter zu sehenden Ebbelex ausgehend. Für den nicht umgebauten K gälte das für den F gesagte analog.

    Ja, aber das bringt halt nix, wenn ich die Zielgruppe erreichen will, die gegen 8/9 Uhr "auf Arbeit" sein möchte.

    Es würde auch voraussetzen, daß man die Wahl hat. Bei meinem Arbeitgeber sah es 2019, als ich einen Termin in Antwerpen hatte, so aus, daß ich theoretisch die Wahl hatte zwischen Auto (wäre für mich nicht in Frage gekommen, viel zu weit), ICE bis Brüssel, dann mit dem Zug weiter (wäre mein Favorit gewesen) oder Flug von Frankfurt bis Brüssel, dann mit dem Zug nach Antwerpen. Die Zugverbindung war in der Gesamtzeit (also von zu Hause weg bis Ankunft am Bahnhof in Antwerpen, alle Umsteige- und Wartezeiten eingerechnet) 30 Minuten länger (taktbedingt im Zubringer nach Frankfurt, ansonsten hätte es sich vermutlich gar nichts genommen).
    Antwort vom Arbeitgeber: "WAS??? 30 Minuten mehr? Sie fliegen!", obwohl der Flug teurer war, in der Bahn hätte ich ja meine private Bahncard anrechnen lassen können. Wenn jetzt also eine lange Fahrt durch die Nacht gegen einen deutlich kürzeren Flug ansteht, dürfte zumindest im geschäftlichen Umfeld der Preis der Zeit gegen den Preis des Verkehrsmittels gerechnet werden und das schnellere gewinnt.

    Herausforderungen sehe ich eher bei Tanken in Höchst / Wartung und Pflege der Fahrzeuge in ?? (Königstein? ).

    Nach meinen Infos soll die Wartung bei der DB in Griesheim stattfinden.
    Zum Glück, denn wenn ich mir den Zustand der Fahrzeuge aus Königstein anschaue, hätte ich Angst, wenn diese statt des recht gutmütig brennenden Diesels hochentzündlichen Wasserstoff durch die Gegend kutschieren würden.

    "Beschreiben Sie Deutschland in zwei Sätzen."

    Wenn der sich in Hessen mit der vollgestellten Garage erwischen lässt , kann das auch schon mal Geld kosten.

    Garagen müssen nutzbar gehalten werden.

    Danke.
    (Was Du sagst ist natürlich inhaltlich richtig, aber an sich schon ziemlich absurd.)

    HP hätte in Deutschland demnach nie eine Chance gehabt.

    Nicht nur HP, auch mein Arbeitgeber begann als Einmannunternehmen in einer Garage in den USA.


    Aber zurück zum Thema, ich verstehe das Gejammer auch nicht. Es geht ja nicht drum, eine neue Bahnstrecke irgendwo ins idyllische Naturschutzgebiet zu setzen, sondern unterm Strich nur darum, auf einer bestehenden Bahnstrecke leisere Fahrzeuge einsetzen zu können. Ja, Bauarbeiten können nervig sein, ich hatte das Vergnügen ja bei der großen Sanierung der Offenbacher Landstraße in Oberrad. Ja, der monatelange Dreck hat genervt, ebenso Baulärm und Vibrationen, und auch die, die auf den SEV angewiesen waren, haben mir ernsthaft leid getan, aber es ging vorbei. (Und dann bin ich weggezogen, was aber nicht am Umbauergebnis lag.)

    Der X17 ist, auch wenn er von Sippel gefahren wird, im Grunde heute schon eine "Insellinie" - der Fuhrpark, der dort zum Einsatz kommt, ist ja ausschließlich auf dieser Linie im Einsatz. Von daher macht der grundsätzlich richtige Einwurf von Holger Koetting an dieser Stelle vermutlich keinen allzu großen Unterschied. Natürlich könnte Sippel das mit einer Mischkalkulation anders auffangen als ein kleineres Unternehmen.

    Ich kann nur von meinem Arbeitgeber reden, und da haben jetzt mehr Kollegen die Möglichkeit, von zu Hause zu arbeiten als noch im letzten Frühjahr. Wird auch rege genutzt. Im Gegensatz zum letzten Frühjahr bin ich allerdings wieder auf 100% Präsenz, was daran liegt, daß ich das, was ich momentan mache, aus technischen Gründen nicht von zu Hause machen kann. Die notwendige Infrastruktur kann ich nicht mit nach Hause nehmen, und "virtuell" übers Netz funktioniert das nicht.


    Was den Einzelhandel angeht, bin ich mittlerweile bei so ziemlich allem, was nicht Lebensmittel ist (oder Kleinkram aus dem Baumarkt, wenn die wieder öffnen) auf den Onlineeinkauf umgestiegen. Vieles frustriert mich einfach nur noch, bestes Beispiel hatte ich im vergangenen Sommer - beim lokalen Elektrohändler hätte ich für einen Gefrierschrank so viel zahlen sollen, wie bei einem Großhändler in Mittelhessen für den Gefrierschrank und die Spülmaschine zusammen. Ach ja, und für die Lieferung (1,5 km Fahrt, Lieferung nur bis zur Haustür) wären noch einmal 60€ pro Gerät(!) dazugekommen. Da war's billiger mir einen Transporter zu mieten und die Teile selbst in Mittelhessen zu holen. Etwas teurer als beim Großhändler hätte ich ja noch verstanden, aber mehr als das Doppelte? Nein.

    Die von Dir angesprochene soziale Komponente sehe ich genau andersherum. Ich habe es im vergangenen Frühjahr genossen, alleine zu Hause auf der Couch zu sitzen mit dem Laptop, Musik hören zu können, und einfach in Ruhe zu arbeiten. Ja, ich war froh, die ganzen Pappnasen (eigentlich mag ich meine Kollegen) nicht sehen zu müssen und nicht ständig wegen Nichtigkeiten gestört zu werden. Alleine zu sein macht mir persönlich (für andere Menschen mag das anders aussehen) absolut nichts aus.

    Ich habe diese Bußgelder nicht als Zwangsposten hier einbezogen, sondern bewusst als "etwaige" Kosten, deren Wahrscheinlichkeit ich allerdings etwas höher ansetze als die bei den anderen Verkehrsmitteln. So, wie hier in Frankfurt vielfach geparkt wird, sind etwaige Bussgelder durchaus realistisch - Du selbst beschwerst Dich ja gelegentlich über Behinderungen der Tram in Oberrad durch Falschparker.

    Ich habe seit bald 23 Jahren den Führerschein. Die Anzahl der Bußgeldbescheide, die ich seitdem bekommen habe, ist einstellig, und ca 40% davon ließen sich niederschlagen, weil sie schlichtweg falsch waren. Ein einziger davon (der aber in den 40% drin ist), wäre wegen falsch Parkens gewesen - zu einer Zeit, zu der ich überhaupt nicht im Lande war, das Delikt wäre zudem in einer Ecke der Stadt gewesen, in der ich (und auch mein Auto) bis heute nicht gewesen bin. Allerdings stimmten auf Nachfrage weder Farbe noch Fahrzeugtyp, es wurde vermutlich beim Erfassen des Kennzeichens eine Fehleingabe gemacht.

    Das Falschparkerproblem in Oberrad ist mir durchaus bekannt, wenngleich die Beschwerden meinerseits über eineinhalb Jahre zurück liegen müßten - ich wohne schon geraume Zeit nicht mehr in Frankfurt. Im Grunde hab ich nur gewartet, daß ich mit dem Umzugs-LKW wieder vors Haus komme, und dann war ich weg. ;) Nichtsdestotrotz habe ich in meiner Zeit in Oberrad nicht ein einziges "Knöllchen" kassiert - nicht, weil ich nicht erwischt worden wäre oder weil ich einen gemieteten Stellplatz gehabt hätte (den hatte ich nur die letzten 14 Monate von 13 Jahren, so lang war die Wartezeit), sondern weil ich, wenn es nicht anders ging, eben auch mal ne Viertelstunde vom geparkten Auto nach Hause gelaufen bin. Das einzige Halteverbot, in dem ich geparkt habe war das, das ich zwecks meines Umzugs vor dem Haus für einen Tag habe einrichten lassen. (Bevor wir was falsch verstehen, ganz offiziell mit Genehmigung und Protokoll!) Allerdings hatte ich als Auftraggeber ja den "Derfschein".

    Was ich damit sagen möchte - die Frage, ob Bußgelder die persönliche Bilanz belasten oder nicht ist eine reine Charakterfrage. Für eine generelle Betrachtung ist sie daher vollkommen irrelevant. Und meiner Meinung nach sind Bußgelder in Frankfurt sogar zu unrealistisch, es wird deutlich zu wenig kontrolliert und abgeschleppt.

    Beim Auto dürften die einschlägigen Ansätze des Finanzamtes wie des ADAC im Bereich 30 - 60 Cent / km realistisch sein, hinzu kommen noch etwaige Bußgelder

    (Hervorhebung von mir)

    Ich gestehe, ich finde ja einige Dinge, die Du postest, etwas schräg. Aber etwas, was sich zu 100% durch regelkonformes Verhalten vermeiden läßt als "Zwangsposten" in eine Kostenrechnung einzubeziehen, ist wirklich kreativ. Dann doch bitte auch 2-3 "Wunderbäume" im Jahr einrechnen, die man für frischen Duft (würg) im Auto braucht. ^^

    Die typische Kombination in Frankfurt war L+l, M+m oder N, da hat es ein neuer R oder S relativ schwer.

    Als man nach anfing, nach Alternativen zu suchen, die letztlich zum Bau der U-Bahn führten, war Straßenbahn noch gleichbedeutend mit Zweiachserzug. Die Überlegungen begannen ja schon in den frühen 50ern, und die beiden ersten L/l-Garnituren kamen erst 1955. Der M/m sogar erst 1959. In dem Jahr, als der erste N-Wagen Frankfurt erreichte, wurde schon fleißig drauflosgebuddelt. (1963) Sicher, die von dir genannten Kombinationen waren typisch, aber nicht für die Zeit, als man den Verkehr an der Oberfläche als "zu viel" erkannte und die Alternativen suchte.;)

    Nein, allerdings waren das damals so viele Straßenbahnen, dass die Bahnen sich gegenseitig behindert haben dazu war der MIV gar nicht notwendig. Die geringen Zeitabstände und die vielen natürlich nicht kreuzungsfreien Verzweigungen der Strecken sorgten dafür.

    Heute bräuchte man aber, selbst wenn das Verkehrsmittel weiter die Straßenbahn wäre, weniger Fahrten und somit weniger Fahrzeuge pro Zeiteinheit, um die gleiche Beförderungsleistung zu erbringen. Die Gefäßgröße ist doch um einiges angewachsen seither.

    Ein anderer Punkt, der mir in meiner Pendlerzeit auf der RB12 aufgefallen ist, sind Schiebetritte. Da man ja leider die Dinger immer rein und raus kurbelt, egal ob jemand mit Rollstuhl oder Kinderwagen einsteigen will, kriegen die nicht nur ordentlich Betriebsstunden drauf, sondern es fällt auch allerlei Dreck da rein, gerade im Winter, wenn mit nicht schmelzendem Streumaterial gearbeitet wird. Wenn der Schiebetritt dann erst mal fest ist, natürlich grundsätzlich nur um ausgefahrenen Zustand, muß der erst mal händisch rein geleiert werden, um ihn dann abzuschalten (was zum Glück geht). Es betrifft dann zwar nicht direkt die Tür, aber eine Einrichtung, die direkt mit der Tür zusammenhängt.