Beiträge von Colaholiker

    Das ist keine Vorleistung, vielmehr befand sich an dieser Stelle bis 1987 der alte Bahnsteig der Station.

    Es wurde aber beim Bau der Unterführung etwas vorgeleistet, Wie es genau ausgeführt ist, kann ich nicht sagen - aber der Wanddurchbruch dort, wo die Treppe zum Bahnsteig rauf wäre, ist quasi schon mit eingebaut worden. Bei genauem Hinsehen fällt es im Fliesenmuster sogar auf. ;)

    Ja, ich weiß, das als Bauvorleistung zu deklarieren, ist schon weit aus dem Fenster geleeeeehhhh.....

    Nur 'ne ganz kurze Frage: Warst Du seit dem Beginn der Brückenproblematik mal in Wiesbaden gewesen? Schmink Dir das mit einem "qualifizierten Bus-Shuttle" mal ganz schnell ab. Die Busse stehen allesamt massiv im Stau, so daß Du zu Fuß fast schneller unterwegs bist.

    Dafür braucht man nicht mal dagewesen zu sein. Es reicht, Wiesbaden zu kennen (irgendwie ist da doch immer Stau), und zu dieser Ausgangssituation dann die zusätzliche Belastung der Umleitung zu addieren. Wer da momentan hin fährt, ohne hin zu müssen, ist vermutlich Masochist.

    Mal ganz davon abgesehen, das hätte ja nichts sinnhaftes mehr und dient ja nur der eigenen Eitelkeit. Eine T(ram) dient dem öffentlichen Beförderungsauftrag und keinem Künstler-Ego. Nichts dagegen, dass Künstler ihr geistiges Eigentum schützen wollen - siehe auch Kommentar von zip-drive - aber wenn es um Verbesserungen für den Fahrgast geht gehört bvei einem Veto dessen dieser in einen richtig weich gepolsterten Raum - oder besser - einen solchen Habitus von Anfang an vertraglich ausschließen.

    Ich stimme Dir da vollumfänglich zu. Ein Schutz gegen Plagiate ist vollkommen nachvollziehbar, egal um welches Produkt es sich handelt. Auch wenn es eben ein Design ist, das sich ein Künstler schützen läßt. Aber wir reden eben nicht von Kunst, die um der Kunst Willen geschaffen wird (Gemälde, Skulpturen, ...) sondern von Gebrauchsartikeln. Nach dem Erwerb eines Produktes dieses nicht anpassen zu dürfen (sofern die Betriebssicherheit gemäß geltender Normen bestehen bleibt und alles, was Gewährleistungsansprüche gegen den Hersteller angeht außen vor) ist meines Erachtens vollkommen lächerlich. Sofern die Verkehrssicherheit gewährleistet ist (was dann eben unter Umständen im Detail von Sachverständigen zu klären ist), könnte ich ja auch an meinem Auto optische Veränderungen nach Lust und Laune vornehmen lassen, ohne daß die Designer des Autos etwas dagegen sagen könnten.


    Aber ich erinnere mich vage, daß es in den R-Wagen anfänglich auch aus genau diesem Grunde keine Mülleimer gab. Man fand keine, die dem Herrn Designer gut genug waren, und so gab es eben für eine Weile keine. Da greift man sich doch an den Kopf...

    Ich halte es daher hier für wahrscheinlicher, dass man hier besonders vorsichtig ist, weil man weder die Erfahrung mit einem derartigen Fahrzeug hat, noch den Zustand der Lager genau kennt.

    Die Kiste wurde immerhin vor 50 Jahren außer Betrieb genommen und seitdem quasi nicht bewegt. Ohne Komplettzerlegung dürfte man auch das (50 Jahre) alte Fett eher nicht aus dem Lager bekommen.

    Neben dem alten oder eventuell fehlenden Fett ist sicher auch die lange Standzeit ein Punkt, weshalb man vorsichtig ist.

    Selbst die betriebsfähigen historischen Fahrzeuge werden momentan, wo kein Anmietverkehr stattfindet, regelmäßig bewegt - obwohl sie bereits ab Werk Rollenlager und keine Gleitlager mehr haben, die allgemein pflegeleichter sind.

    Und beim RMV: Ich hatte noch keine einzige Fahrkarte, die der RMV verkauft hat. Die Automaten auf den Bahnsteigen verkauften auf Rechnung von DB Fernverkehr AG. Das "Servicepersonal" in den VIAS-Zügen verkauft auf Rechnung von VIAS Rail GmbH.

    Der RMV versucht zudem auch nicht den Anschein zu erwecken, selbst die Transportleistung zu erbringen. Auf egal welchem nach RMV-Tarif verkehrenden Verkehrsmittel steht deutlich das Unternehmen, das dahinter steckt, egal ob das die DB bei den S-Bahnen ist, die VGF bei U- und Straßenbahnen in Frankfurt oder HEAG Mobi* bei Bussen und Bahnen in Darmstadt. (Daß genug Leute den Unterschied zwischen Verkehrsbverbund, LNO und Verkehrsunternehmen nicht auf die Kette kriegen, steht auf einem anderen Blatt. Ist aber sicher nicht der bösen Absicht des RMV geschuldet.)
    Angemietetes Rollmaterial im Bahnverkehr ist vielleicht im Personenfernverkehr eher die Ausnahme, aber allgemein nichts besonderes. Die Fahma versorgt ja im Regionalverkehr mehrere EVU mit Fahrzeugen, die HLB hat ja auch LINTs von der Fahma im Fuhrpark. Das macht sie aber nicht weniger zu einem EVU als ein beliebiges EVU unter dem Dach der DB. Flixtrain oder Flixmobility oder wie auch immer die heißen, ist halt kein EVU, wie hier richtig festgestellt wurde.

    Ich persönlich schwanke da zwischen Anerkennung für die Fähigkeit der Flixler, andere davon zu überzeugen, das Risiko zu tragen, während sie selbst die Kohle einstreichen (auch im Busbereich) und Verachtung für so eine Geschäftspraxis. Für mich kommt der Zug ohnehin nicht in Frage - so bald man ihn mit DB-Tickets im Vor- und Nachlauf kombinieren muß, um von da, wo man ist, dort hin zu kommen, wo man hin will, ist es preislich nicht mehr attraktiv. Außerdem bin ich für längere Fahrten in der 2. Klasse einfach zu groß (außer es gibt plötzlich wieder ICE 1 mit originaler Inneneinrichtung), und zumindest vor Corona hatte der "Flixtrain" keine 1. Klasse.

    Was ist das besondere an diesen Wagen? Kenne mich mit Wagenbezeichnungen nicht so gut aus xD

    Das waren die Bistrowagen aus dem InterRegio. Halb 1. Klasse, halb Bistro. Am 1.-Klasse-Ende eine Drehfalttür mit Möglichkeit zur Verbreiterung, um mit einem Rollstuhl (mit Lift auf dem Bahnsteig) rein und raus zu kommen. Die Wagen fahren heute üblicherweise im IC-Verkehr (also richtige ICs, nicht die doppelstöckigen Teppich-REs).

    Keine Fake-News, das ist eine Vorsichtsmaßnahme um Lagerschäden zu vermeiden. Rollfähig sind die Fahrzeuge schon, nur wenn sie jetzt verhältnismäßig viel unterwegs sind ist das zur Vermeidung von Verschleiß.

    Ich meine, die Hilfsdrehgestelle brächten auch noch andere Vorteile, wie eine höhere Schleppgeschwindigkeit und den Entfall von Zwischenstopps zur Prüfung der Lagertemperatur.

    Daß man den Wagen nach Eckenheim gebracht hat, läßt mich noch hoffen - hätte man das Projekt abgebrochen, gäbe es keinen Grund, ihn nicht wieder nach Schwanheim zu bringen.

    Aber haben die "Vorfeld-Citaros" (als Beispiel) so einen großen Unterschied zu dem normalen Innenleben im Fahrgastraum?

    Zumindest die, die ich als Fahrgast kenne, hatten deutlich weniger Sitze (Größenordnung ca ein Dutzend in einem Gelenkbus), und natürlich ein Fahrgastinformationssystem das auf den Flughafen zugeschnitten ist, mit mehrsprachigem Welcome-Video und so Scherzchen. Logischerweise haben sie keine Fahrscheindrucker (stattdessen ein Display, das den Fahrern Informationen gibt, wo sie als nächstes hin müssen), und was den Funk angeht, kann ich nicht einschätzen, ob der Betriebsfunk Fraport technisch kompatibel ist mit dem der "Stadtbusse".
    Gepäckregale kenne ich nur aus kleinen Crew-Bussen, aber möglicherweise haben auch Passagierbusse diese.

    Das ist im Prinzip auch richtig, wurde bei der FAG auch so praktiziert. Nur gab es vor ganz vielen Jahren mal ein Skandälchen (erinnere mich nicht mehr genau was da war) mit einem "Follow Me" Fahrzeug das keine Kennzeichen hatte. Seit dem haben alle Fahrzeuge die auf dem Flughafengelände unterwegs sind auch eine "richtige" Zulassung.

    Man möge mich korrigieren.

    Zumindest zu meiner Zeit am Flughafen, die zugegebenermaßen schon eine Weile her ist, gab es genug Fahrzeuge (gerade bei den Sonderfahrzeugen), die nicht ohne weiteres oder überhaupt nicht zulassungsfähig für den Straßenverkehr gewesen wären. Natürlich betrifft das weniger Fahrzeuge wie Follow Mes, die ja auf handelsüblichen Fahrzeugen wie VW-Bussen basieren, und auch nicht für die Vorfeld-Busse, die auf Standardtypen basieren. Aber Fahrzeuge wie die überbreiten Cobus-Vorfeldbusse, oder auch das ganze Spezialequipment wie Belt Loader (die fahrbaren Förderbänder, mit denen Gepäck in kleineren Fliegern von Hand verladen wird), Container Loader (die großen Hubplattformen, mit denen ULD-Container und Paletten in die Frachträume geladen werden), und die großen Schlepper (so ein Goldhofer AST-1 X wiegt über 30 Tonnen bei nur zwei Achsen) werden nach wie vor keine Straßenzulassung haben. Auch mindestens eine Generation der "Simba"-Löschfahrzeuge war breiter als 2,55m, hatte allerdings Straßenzulassung mit Ausnahmegenehmigung.


    In meiner Dienstzeit führte das einmal zur kuriosen Situation, daß ich "gefangen" war - das Fahrzeug, das ich zugeteilt bekommen hatte, hatte keine Straßenzulassung, der Plan wäre gewesen, über das Vorfeld zum nächsten Einsatz zu fahren. Blöd nur: Ich hatte keinen Vorfeldführerschein und durfte mich zwar auf dem Vorfeld aufhalten, aber nicht selbst fahren. (Zur Erklärung sei hier gesagt, daß zwischen dem öffentlich zugänglichen Bereich, den jeder kennt und dem Vorfeldbereich noch der sogenannte Betriebsbereich liegt, für den schon keine Straßenzulassung mehr erforderlich ist, aber der normale Führerschein (+ die Berechtigung, sich dort aufzuhalten) ausreicht. Dort verirren sich keine Flugzeuge hin, deshalb braucht's keinen speziellen Führerschein, wie fürs Vorfeld.)


    Um den Bogen von diesem Exkurs zurück zu den abgestellten Bussen und dem Thema ÖPNV zu schlagen, die meisten Busse, die dort im Einsatz sind, sind in der Tat für den Stadtlinienverkehr nur begrenzt geeignet. In der Regel haben sie sehr wenige Sitzplätze, was bei den wenigen Minuten Fahrzeit zwischen Flieger und Terminal kein Problem darstellt, aber ansonsten doch recht unangenehm sein dürfte.

    New York - San Francisco sind 2900 Meilen -> 4640 km

    Bei 300 km/h sind das 16 Stunden Fahrzeit...für Nachtsprung etwas viel....

    Das ist natürlich ein Extrembeispiel. Allerdings, wie Condor auch schon anmerkte, dürfte das nur einen Bruchteil der Verkehrsnachfrage ausmachen. Es ließe sich in den USA schon viel Flugverkehr einsparen, wenn das, was ab den großen Luftverkehrs-Hubs in 1-2 Flugstunden mit Regionaljets bedient wird, auf "Flughöhe 0" verlagert werden kann.

    Nicht nur dort. Eine Freundin von mir in den USA hatte letztens Mietwagenbedarf (absolut kein Urlaubsziel, aber Ballungsraum mit ~1,4 Millionen Einwohnern) nachdem ihr Auto unfallbedingt zwei Wochen aussetzen mußte. Was da an Preisen aufgerufen wurde, ist nicht mehr feierlich. ÖPNV? Keine Chance. Ein rudimentäres Busnetz und minimaler Schienenverkehr "Downtown" waren da nicht gerade hilfreich. Und bei 45 Minuten Fahrzeit einfache Strecke mit dem Auto (kaum Stau, überwiegend autobahnähnliche Strecke) ist das Fahrrad auch keine Alternative.

    Ein großer Teil des Landes hat da noch einen verdammt weiten Weg vor sich. Zu begrüßen wäre es.

    Im Gegensatz zu Deutschland würden die Distanzen dort auch ordentlichen Hochgeschwindigkeitsverkehr hergeben, ohne unterwegs alle Nase lang Städte bedienen zu müssen. Oder im Nachtsprung durchs ganze Land.

    Nein, muss und kann er nicht. Er kann auch z. B. nicht wissen, daß die Endstation "Sternwarte" (als sie noch so hieß) der Linie 3 in Halberstadt nichts mit einer Sternwarte zu tun hatte, sondern nach einer (ehemaligen) Gaststätte dieses Namens bezeichnet war. Um mal die Verwirrung zu vervollständigen.

    An der Haltestelle "Wasserpark" in Frankfurt sucht man ja auch vergeblich nach Wasserrutschen, Lazy River, Wellenbecken und ähnlichen Spaßfaktoren.
    Namen, die zum Verständnis Hintergrundwissen benötigen, können wir auch. 8)

    Das kommt auf die Verkehsgesellschaft an und das Konzept. Ob das jemand macht, keine Ahnung. Aber in Frankfurt haben die Unfallhilfswagen kein Blaulicht.

    Als jemand, der selbst mal mit Blaulicht gefahren ist, kann ich mir kaum vorstellen, daß das für Falschparker geht. Da besteht keine Gefahr für Leib und Leben oder erhebliche Sachwerte. Bei einem Turmwagen des Fahrleitungsbaus kann ich mir das schon eher vorstellen, wenn irgendwo die Strippe am Boden liegt, ist das definitiv eine Gefahr.