Beiträge von Colaholiker

    Sehr bedauerlich! Somit entfällt eine halbwegs zuverlässige Alternative für die notorisch verspätete RB12. Der Fahrplan, vor allem morgens und abends, ist ja nur eine grobe Orientierung (wenn die Bahn nicht direkt ausfällt) was auch der Grund ist warum ich wieder meist mit dem Auto fahre.

    Vielleicht läuft mit einem neuen Betreiber der Betrieb da ja auch stabiler und die "halbwegs zuverlässige Alternative" wird dank "zuverlässiger Grundvariante" entbehrlich. ;)

    Da bin ich bei dir: Ein ordentliches Rolland mit entsprechender Bedruckung und Konstast ist eigentlich das Beste ;) .


    Auf der Nachteilsseite steht hier natürlich teuer (der Mechanismus ist sicher billiger als ne RGB-Matrix, aber dafür ist jede Änderung mit einem neuen Zielfilm recht kostspielig) und komplett unflexibel. Insofern kann ich den Trend zu elektronischen Anzeigen schon verstehen. Ich persönlich fände statt dessen e-Ink-Anzeigen einfach nur scharf. (Kalauer beabsichtig). Toller Kontrast, wesentlich höhere Auflösung als LED-Matrix, aber so flexibel wie elektronische Anzeigen eben sind. Und mit seltenen Wechseln (wenn man nicht gerade "Blinkziele" einbaut) ist das genau das Anwendungsgebiet für diese Displaytechnologie.

    (Ich hatte ja schon mal überlegt, ob man nicht für die L- bis O-Wagen passende e-Ink-Displays bekommen kann, die fast wie Schilder aussehen, aber bei Bedarf für Sonderfahrten schnell anzupassen gehen...)

    Wobei die weißen LED auch top sind, z.B. die Matrix von Annax welche in den MAN 12C der ICB verbaut sind.

    Weis nicht welche die DB in Höchst nutzt, aber die sind grausam.

    Seit ich nicht mehr in Frankfurt wohne, bin ich da nicht mehr wirklich auf dem aktuellen Stand. Was ich bei weißen LEDs oft störend finde, ist die zu helle Darstellung, die gerade auf Entfernung die Schrift unscharf wirklen läßt. (Auf Englisch sagt man da "blooming", keine Ahnung, ob es dafür einen deutschen Begriff gibt)

    Also beim R-Wagen ist es so, dass immer noch Zieltexte auf dem Flashspeicher abgelegt sind.

    Angeblich wurden die aber umgerüstet, um auch "ds003a" zu verstehen. Das ersetzt natürlich nicht die bisherige Methode, kann sie aber ergänzen. Inwiefern das auch genutzt wird, weiß ich natürlich nicht. Aber theoretisch könnte der Bordrechner der Anzeige (wenn sei auf "ds003a" umgestellt ist) auch sagen, stelle "Hallo Welt<Zeilenumbruch>die VGF grüßt Frankfurt" dar, und die Anzeige würde es machen, ohne daß man im Flash etwas ändert. Wenn der Rest des Equipments im Fahrzeug das entsprechend mitmacht.

    Optimal sind natürlich RGB's welche auch farblich was darstellen können. Das sieht halt nach was aus statt nur so nen schnöder Text da

    Farbe ist durchaus eine nette Angelegenheit, gab es bei Zielfilmen (und ganz früher) ja auch. Ich sage nur "grüner Bembel" oder, bekannter, weiße U-Linie auf blauem Grund.;)
    Aber auch RGB-LED-Matrix hat oft ein "Blooming"-Problem, wobei ein sinnvoll durchdachtes Farbkonzept das entschärft, wenn das Erkennen der Farbe auf die Entfernung ausreichend fut möglich ist.

    Und: In einer bestimmten Systemumgebung muss man bei den Flipdots die Zieltexte neuformatieren, Layouts überarbeiten, Steuergeräte "füttern" was bei neuen Generationen von Matrixanzeigen nicht in diesem Aufwand nötig ist.

    Hey, selbst die guten alten Brose SA535-4-Steuergeräte (die in den originalen Anzeigen von R und U4 verbaut waren und beim R glaube ich noch sind) für die Flipdots können den Inhalt ihres Flash-Speichers (wo abgelegt ist, was sie anzeigen sollen) über den Wagenbus aktualisieren. Daß das bei der VGF nicht geht, weil der Rest der Technik da nicht mitspielt (und die Funktion daher möglicherweise in der Software deaktiviert ist), ist nicht die Schuld der Flipdots. Und wir reden hier von Technik aus den frühen 90ern. Und auch vieles, was Formatierung angeht, könnten die Dinger... nur halt nicht mit der Software, die die VGF ursprünglich drin hatte. War vermutlich die preiswertere Lösung. ;)

    Für den R-Wagen wurde nach meinen Informationen irgendwann mal die Software geändert, die Anzeigen können jeden beliebigen Text statt nur eine Nummer für vordefinierte Ziele, und dann muß dieser natürlich auch automatisch formatiert werden.

    Es ist doch vollkommen egal, ob eine Technik überholt oder brandaktuell (für ca. 6 Monate... :D ) ist, solange sie tut, was sie soll und mit vertretbarem Aufwand "am Leben gehalten" werden kann.

    So sehr ich Flipdots mag - die Lesbarkeit eines ordentlich gedruckten Schildes oder Zielfilms ist, alleine durch die signifikant höhere Auflösung des Siebdrucks, deutlich besser als selbst die neusten LED-RGB-Matrixanzeigen. Neu ist nicht immer in allen Belangen besser.

    Mit Eröffnung der RTW sollen die betroffenen Linien sowieso gekürzt werden. (X17 Hofheim Bhf-Gateway Gardens Mitte

    Die X17-Fahrten, die ich üblicherweise erwische, enden sowieso am T1. Von daher wäre ein Ende am Bahnhof GG Mitte keine wirkliche Verkürzung aus meiner Sicht. ;)
    Mir graut es allerdings schon vor der T2-Schließung, im Vergleich zu T1 international bekannt als "You end up in a maze of twisty passages, all alike" ist T2 ja nun wirklich ein Paradebeispiel für kurze Wege. Von der Sicherheitskontrolle zu A40 ist es, wenn ich mich recht erinnere, mehr als ein Kilometer Wanderweg. Die Bus-Situation am T2 ist allerdings, um zum Bus zurück zu kommen, wirklich grenzwertig.

    Ich bin dankbar dass nicht alle Busse den Umweg via T2 fahren wie der 61/62 da ich meistens zum T1 fahre.

    Tja, und anderen geht es genau andersherum. Wenn ich mit dem X17 am Flughafen ankomme, muß ich meist weiter zum T2. Das heißt dann also entweder gucken, welcher Linienbus als nächstes fährt, hoffen, daß irgendwann mal ein Shuttlebus kommt, oder mit Sack und Pack durch T1, rauf zur Skyline, rüber ans T2, mit Sack und Pack wieder Treppen runter...

    So kann man am Hauptbahnhof schneller erkennen, ob die Bahn in die gewünschte Richtung fährt

    Ähm.. nö. Wenn da was weiß/grünes steht, könnte das mit ner 50/50-Chance passen oder auch nicht. Klar, wenn es statt ner S2 eine S1 war, könnte ich in Griesheim wieder aussteigen. Aber dann stehe ich doch lieber im Hbf...

    Frankfurts Problem ist, dass die Gewerbeflächen sich nicht in dem Maß vermehren wie sie nachgefragt werden. Deshalb ist ein zähes und zeitintensives Ringen zu erwarten. Mal schauen wie sich die OB-Kandidaten zu dem Thema positionieren.

    Ist dem so? Wird deshalb in der Bürostadt "Niederrad" (Liegt ja überwiegend auf Schwanheimer Gemarkung, aber das nur am Rande) Bürofläche zu Wohnfläche umgebaut? ?(

    Auch auf der Südseite des Südbahnhofs könnte ein städtebaulich ansprechender kleiner Platz geschaffen werden - geht natürlich zulasten des MIV.

    Der Abstand zwischen den Hausfassaden an der Mörfelder Landstraße in Höhe des Südausgangs beträgt ~25 Meter. Das schließt bereits die recht großen Fußgängerflächen mit ein. Wenn du da einen Platz schaffen willst, geht das nicht zu Lasten des MIV, sondern erst mal zu Lasten der Bausubstanz.

    Aber ist es da nicht genauso schnell mit dem Shuttle-Bus

    Definitiv nicht. Wenn man mit einem RMV-Ticket am T1 ankommt, ist es oft die schnellste Methode, einfach einen Linienbus zu nehmen, der zum T2 fährt.

    Ich überlege gerade in wie weit es eine Ausschilderung zum Shuttlebus gibt....bisher bin ich

    immer per SkyLine zwischen den Terminals gefahren.

    Die Haltestelle am T1 ist recht gut zu finden, sie ist ~ in Höhe von Bussteig 17/18, aber eine Spur weiter in Richtung Terminal, nicht in der Spur mit den Bus-Haltebuchten. Am T2 weiß ich nicht, wo der Shuttlebus abfährt, da ich ihn normal nicht nutze.


    Jetzt mal ein paar Wprte zur aktuellen Sicherheitssituation der Sky Line. Richtig ist, daß derzeit ein Wagen "landseitig" ist, also der Wagen, der auch für Flughafenbesucher zugänglich ist, während der andere Wagen sich rechtlich "außerhalb des Schengenraums" befindet, was eine Notwendigkeit ist, um den Umstieg zwischen T1 und T2 zu ermöglichen, wenn man nicht in den Schengenraum einreisen möchte oder darf.

    Allerdings sind beide Wagen nicht Teil der "sauberen" Zone. Nach einer Fahrt mit der SkyLine ist immer eine Sicherheitskontrolle nötig, um zu den Gates zu gelangen.


    Die Schwierigkeit ist heirbei, daß Personen am Flughafen in vier verschiedene Kategorien fallen können:

    • "Unsauber" / Schengen - das sind im Prinzip alle, die von der Landseite kommen und keine Sicherheitskontrolle absolviert haben. (oder, falls es das gibt, Ankünfte aus Schengen-Staaten mit unzureichender Sicherheitskontrolle, da fällt mir gerade kein Land zu ein)
    • "Sauber" / Schengen - diejenigen, die entweder von der Landseite kommen und die Sicherheitskontrolle durchlaufen haben oder mit dem Flug aus einem anderen Land des Schengenraums, beispielsweise ankommende Passagiere aus Spanien. Diese Gruppe passiert keinerlei Kontrollen nach der Ankunft, einzig bei Anschlüssen nach außerhalb des Schengenraums erfolgt die Passkontrolle zur Ausreise.
    • "Unsauber" / Non-Schengen - Ankünfte aus Nicht-Schengen-Staaten, deren Sicherheitskontrollen nicht den EU-Richtlinien genüge tun. Ankommende Fluggäste passieren grundsätzlich die Passkontrolle, bei Anschlüssen egal wohin auch die Sicherheitskontrolle (die entfällt natürlich wenn Frankfurt das Ziel ist).
    • "Sauber" / Non-Schengen - Ankünfte aus Staaten, die nicht zum Schengenraum gehören, aber deren Sicherheitskontrollen den Standards entsprechen, beispielsweise USA, oder (zumindest vor dem Brexit, wie es heute aussieht weiß ich nicht) UK. Diese Fluggäste müssen nach der Ankunft alle durch die Passkontrolle, aber brauchen für Anschlüsse keine Sicherheitskontrollen zu durchlaufen.

    Sobald sich "unsauber" und "sauber" berühren, gelten alle "sauberen" Passagiere als "unsauber". Deshalb wird zum Beispiel der Bereich Z für saubere non-Schengen-Ankünfte verwendet, daß Passagiere mit Anschlüssen in andere Schengenstaaten nur die Passkontrolle durchlaufen müssen, wenn sie von A oder dem Schengen-Teil von B abfliegen, aber nicht durch eine Sicherheitskontrolle.


    Das ist übrigens keine Sache, die spezifisch für Frankfurt ist, kürzlich bin ich über Amsterdam aus den USA zurückgekommen und habe für den Anschlussflug von Amterdam nach Frankfurt dort nur die Passkontrolle durchlaufen, aber keine weitere Sicherheitskontrolle, da ich als "saubere" Non-Schengen-Ankunft gegolten habe. Letztlich ist das aber das, was im T1, dessen Design wesentlich älter als das Schengen-Abkommen ist, zu den verwirrenden Wegeführungen geführt hat, die ganzen Umbauten waren halt nicht so einfach...


    Mit vier verschiedenen Kategorien und nur zwei Wagen wird das also nichts, alle Gruppen grundsätzlich zu trennen. Würde man in B die Sicherheitskontrolle vorverlagern (was letztlich wirtschaftlich eine Schnapsidee ist, da man nicht-Fluggästen damit sehr viele Möglichkeiten zum Geld ausgeben nimmt), könnte man im T1 den derzeitigen "unsauberen" Schengen-Wagen zu einem "sauberen" machen. Das würde für A/Z und B funktionieren (A/Z hat für diesen Wagen ohnehin nur Zugang zu einer Sicherheitskontrolle, die dann nach A führt, diese könnte man dann entfallen lassen, was ich persönlich sehr schade fände, da es der schnellste Weg nach A ist), für C wäre es egal, da die Haltestelle im Non-Schengen-Bereich ist und der westliche Wagen die Türen nicht öffnet, aber im Terminal 2 wird das nicht klappen. Man kann nicht den Mittelbahnsteig nutzen - der ist Nicht-Schengen, und die Passagiere dürfen sich auf keinen Fall vermischen. Die Außenbahnsteige kann man auch nicht einfach umfunktionieren, da es keinen "sauberen" Korridor durch die Schalterhalle zu den Gates gibt, wie für die Nicht-Schengen-Passagiere. Dieser Korridor müßte zudem nicht nur eine Etage tiefer wie der bestehende, sondern gleich zwei Etagen tiefer auf der anderen Seite ansetzen, wo die Schengen-Gates sind. Also die Ebene des Check-In. Zumal es mir dort auch so aussah, als würde der Zugang zum jetzigen Abfahrtsbahnsteig auch zugleich der Zugang zum neuen PTS werden...


    (Hey, imemrhin am Ende habe ich den Bogen zum neuen PTS bekommen. Ich bin gut... 8))

    sondern Abrieb von den Bremsklötzen

    Gerade in dem Punkt sind doch Straßenbahnen dem gummibereiften Verkehr haushoch überlegen. Straßenbahnen wandeln doch den größten Teil der Bewegungsenergie wieder zurück in elektrische Energie (um sie dann früher in Widerständen zu verheizen, und heute, wenn möglich, ins Netz zurück zu speisen). Dabei entsteht kein Abrieb (okay, bei alten Gleichstrommotoren am Kommutator, aber die haben ja heute nur noch Museumsfahrzeuge, Drehströmer haben das ja nicht mehr). Die mechanischen Reibungsbremsen werden ja nur für maximale Bremsleistung im Notfall oder für das letzte Stück bis zum Stillstand genutzt. (Ich weiß, die S-Bahn kann das auch, und dir ist das, was ich hier schreibe,bekannt ;))

    Im Straßenverkehr ist selbst bei Fahrern, die wissen, wie man die Motorbremse nutzt, ihr Anteil an der Gesamtbremsleistung wesentlich geringer.

    Bei der IBAN brauchte ich als neue Information nur die zwei Stellen Prüfziffer hinter dem DE, der Rest ist meine BLZ und Kontonummer die ich seit 45 Jahren kenne, getrennt von einer Null.

    Da ist das Problem wohl eher, dass Du das Konto erst relativ kurze Zeit hast.


    Genau das schrub ich ja ;-). Bei meinem vorherigen Konto war die Umstellung auf IBAN kein Problem, da ging es mir so wie du es beschreibst. Für das jetzige Konto hatte ich formal diese Daten nicht mehr, auch wenn man die IBAN natürlich nach wie vor so aufteilen könnte. Wäre aber auch nicht weniger Akt, sich den Zahlenwust zu merken, die Gesamtzahl der Ziffern ändert sich damit nicht, und das DE ist für mich als Bankkunde in Deutschland trivial.

    Meine Kreditkartennummern (30 und 25 Jahre die gleichen) kenne ich nicht auswendig.

    Meine primäre KK habe ich mittlerweile im "muscle memory" meiner rechten Hand. Einfach zu oft beim Onlineshopping eingetippt. Und die habe ich erst seit geschätzten 15 Jahren. Zugegeben, als ich letztens am Laptop (dessen Tastatur keinen richtigen Ziffernblock hat) saß und die Ziffern auf der Zahlenreihe über den Buchstaben eingeben wollte, mußte ich etwas nachdenken.

    Ich kann Dir genau sagen, warum wir in Deutschland keine Kreditkarten mögen. Die haben nämlich auch technische Probleme.

    Solange nur die Kreditkartendaten hinterlegt werden müssen - super. Kommt aber das Sicherungsverfahren dazu, funktioniert es bei mir nicht mehr. Entweder bin ich oder mein Browser zu langsam, oder wir beide. Und da ist es egal, ob ich PC oder Smartphone nutze.

    Das fällt glaube ich unter "Individualproblem". Seit unzähligen Jahren kaufe ich (nicht nur) online mit Kreditkarte ein und habe damit keine Probleme. Von USA bis China, alles kein Ding.

    Was die Sicherungsverfahren angeht, habe ich festgestellt, daß, bei bestimmten Zahlungdienstleistern mein NoScript irgendwas abfängt. Das äußert sich dann in einer Anzeige, daß das "3D Secure" oder wie das heißt geladen wird, und nach 20-30 Sekunden der Vorgang von alleine fortgesetzt wird, ohne daß ich die Zahlung in meiner App freigeben müßte. :/


    Das einzige technische Problem, das ich mit meiner Kreditkarte in letzter Zeit hatte, war schlicht und ergreifend ein verreckender Chip in der Karte. Weder kontaktlos noch kontaktbehaftet ging noch was. Das kann einem bei der Girocard, die sich ja technisch nicht sonderlich von der Kreditkarte unterscheidet, genauso passieren.

    Lastschrift-Einzug oder Sofort-Ueberweisung. Da klappt auch die Sicherheitsabfrage.

    Also meine Kreditkartennummer kann ich ja noch auswendig eintippen. Aber meine IBAN merken? Dieses gefühlt endlose Zahlenmonster? Keine Chance. (Ja, ich weiß, das setzt sich aus der "alten" Kontonummer und BLZ zusammen. Das Konto habe ich aber erst nach Umstellung auf IBAN bekommen, von daher habe ich auch die "alten" Nummern nicht im Kopf.


    Und "Sofort-Überweisung" und "Sicherheit" in einem Satz nennen ist echt genau mein Humor. :D

    Es ging um meine EC-Karte. Und da sagten sie mir gleich, im Bahnhof und heute in einem Café, ich sollte bar bezahlen. Bin aber auch sicher als Ausländer erkennbar.


    Die Nicht-Akzeptanz ausländischer Karten wird aber gerade im ÖPNV und Bahnverkehr ein Back-up mit Bargeld erfordern, weil ja gerade in von Touristen besuchten Gegenden viele ausländische Gäste zu erwarten sind.

    Es ging also um EC-Karte. Und damit ist das ein "ziemlich deutsches Problem". Touristen, insbesondere solche, die nicht aus Deutschland kommen, haben tendenziell eher eine Kreditkarte. Ich als jemand, der (vor Corona und hoffentlich irgendwann wieder) viel gereist ist, habe beispielsweise gar keine "EC-Karte" mehr, weil meine Bank dafür extra Geld will, anders als für die Kreditkarte.Und die Anzahl derer, die "bei uns nur EC-Karte" sagen, wird ja auch immer kleiner. (Und wenn jemand Terminals von SumUp nutzt, und behauptet, Kreditkarten würden nicht genommen, Verweis auf SumUp-AGB. Kreditkarten ablehnen dürfen Händler, die SumUp nutzen, nämlich nicht. Außer natürlich, die Zahlung selbst wird abgelehnt, weil bspw. die Karte gesperrt ist. ;))


    Ich glaube, diese Kreditkarten-Abneigung bei Vergötterung der einer Nationalen Frickellösung, die lange Zeit nicht mal dem Kunden die Wahl ließ, ob sichere Zahlungsabwicklung mit PIN oder der offene Kontozugriff alias Elektronisches Lastschriftverfahren, also das mit Unterschrift auf dem Kassenzettel, genutzt wird, ist ein deutsches Phänomen. Meine Kreditkarte war schon lange bevor es allgemeiner Standard wurde auf "PIN bevorzugt" konfiguriert. (Bei Kreditkartenzahlungen legt die Karte die Priorisierung der Autehntifizierungsmöglichkeiten fest, bei Girocard der Händler oder Zahlungsdienstleister.)

    Die Daten müssen die Kontrolleure halt von den Chipkarten auslesen (können)

    Zugegeben, meine letzte RMV-Jahreskarte ist gute drei Jahre her, aber bei mir wäre auch auf dem Chip keine Personenzuordnung auszulesen gewesen. Den Rohling hatte ich mir an irgendeinem Ticket-Kiosk gekauft, die Jahreskarte PS4 konnte man mir dort mangels Kreditkartenakzeptanz nicht verkaufen (bzw. ich hatte eben keine Bezahlmöglichkeit). Das hat der freundliche VGF-Automat um die Ecke dann gerne erledigt. Da der Automat keine personenbezogenen Daten abgesehen vom Bezahlvorgang, der seinerseits aber nicht auf der Karte kandet, erfaßt, kann nach meinem Ermessen auf dem Chip nur die Gültigkeit (zeitlich und räumlich) gespeichert gewesen sein. Aber nicht mein Name.

    Klar, bei Abo-Tickets sieht das anders aus, aber bei diesen Fahrkarten ist eine persönliche Zuordnung technisch wohl nicht möglich.


    Für mich wird es jedenfalls nach deerzeitigem Stand kein 9€-Ticket geben. Für den Weg zur Arbeit bringt es mir nichts, wenn dann, wenn ich los muß, bei mir noch kein Bus fährt. Meine FV-Fahrten werde ich garantiert nicht ersatzweise im NV in der 2. Klasse machen (so geizig bin ich dann auch nicht), undd für Spaßfahrten ist under den derzeitigen Bedingungen definitiv der Spaß fehlend. (Davon abgesehen hätte ich dafür auch gar keine Zeit).

    Da ich es gestern übersehen habe...


    Den Unmut über die Eintracht-bedingten Einschränkungen teIle ich nicht. Einschränkungen in der Innenstadt und auch manchmal in anderen Stadtteilen gibt es verglechsweise oft, wenn auch nicht immer in so großem Ausmaß. Bei jeder Demo gibt es Sperrungen und Einschränkungen. Bei manchen laufe ich selbst mit - etwa bei Fridays for Future oder gegen den Krieg in der Ukraine. Manche finde ich blöd, wie die der "Querdenker". Aber das ist nunmal unser demokratisches Grundrecht - und das finde ich gut !

    Ich finde es befremdlich, daß Du das demokratische Grundrecht auf Demonstration und etwas, das der Inbegriff des Kommerzes (Profifußball) hier in einen Topf wirfst. Da liegen inhaltich Welten dazwischen.


    Man könnte jetzt argumentieren, Veranstaltungen wie das Mainfest seien auch Kommerz, aber als Fest mit Traditionen, die hunderte von Jahren zurück reichen, ist das doch was anderes als eine Mannschaft von Leuten, deren Verbindung zu Frankfurt größtenteils nur ein Arbeitsvertrag ist. Bitte versteh mich nicht falsch, ich beziehe mich hier nicht auf die Nationalitäten der Spieler, sondern darauf, daß kaum einer (überhaupt irgendwer?) von denen ein Frankfurter Bub, oder wenigstens ausdem näheren Umland der Stadt kommt. Ich behaupte ja auch nicht, irgendeine Beziehung zu Kelkheim zu haben, nur weil ich dort arbeite. Ich habe es in 16 Jahren nicht einmal bis ins Stadtzentrum geschafft. Mehr als die Ecke, in der ich arbeite, kenne ich da nicht mal.

    Ja, dann nehmen wir doch einfach Eishockey zum Vorbild. Die Löwen haben die Zweitligameisterschaft auf der Eisbahn im … äh … Kaisersaal des Römers und dem Balkon gefeiert. Und tun mit nichtrepräsentativen Umfragen im Internet das, wozu sie am besten geeignet sind: ignorieren.

    Daß es andere auch so machen, macht es nicht besser. Würde man das als Argument heranziehen, endet man wieder bei den Fliegen und ihrer Leibspeise.

    Repräsentativ im wissenschaftlichen Sinne ist diese Umfrage sicher nicht. Aber die eintrachtlastige Berichterstattung zieht in erster Linie entsprechendes Klientel an, und einerecht gut versteckte Umfrage hat auch nicht die Öffentlichkeit, genug Besucher auf die Seite zu ziehen um das Ergebnis nennenswert in ie andere Richtung zu beeinflussen. Ich würde es daher nicht völlig wegwerfen.

    (Es ist übrigens gar nicht Paradox, wenigstens nicht im Kontext von Menschen, dass diejenigen, die sich bekriegen, mehr miteinander gemeinsam haben als diejenigen, für die sich bekriegt wird. Das ist viel mehr das Wesen von Krieg.)

    :thumbup:

    Sie sind in Frankfurt zu Hause, und der Römer ist unser Zentrum. Da gehört auch die Eintracht hin.

    Nein. Fußball gehört auf einen Fußballplatz, bzw. in ein Stadion. So wie Eishockey aufs Eis gehört und Tennis auf einen Tennisplatz.


    Im Online-Morgenticker der Hessenschau gab es heute früh eine Umfrage, wo die Leser dem Spiel heute Abend schauen. Als ich zuletzt geguckt habe, war der Größte Teil der Antworten (über 40%), keine absolute Mehrheit, aber dennoch mehr als die zweitmeisten Antworten "Gar nicht! Mann, das interessiert wirklich nicht JEDEN!".

    Angesichts des inhaltlich doch sehr eintrachtlastigen Programms dort, das viele, denen das auf den Zünder geht, schon abschrecken dürfte, ist das doch recht eindeutig. Es ist und bleibt eine Minderheit, die hier meint, einen auf dicke Hose machen zu müssen, nur weil ein paar Millionäre auf einen Ball eintreten.


    (Es ist übrigens Paradox bei Fan-Schlägereien, daß die "verfeindeten" Gruppen wesentlich mehr miteinander gemeinsam haben, als mit denjenigen, die sie jeweils unterstützen...)