Beiträge von Colaholiker

    und wehe es fällt auch nur ein Parkplatz weg


    Das ist in Frankfurt kein Argument (mehr). Der Umbau der Offenbacher Landstraße 2017/2018 hat nach eigener konservativer Zählung 17 Parkplätze gekostet, mit kleineren, enger geparkten Autos können es auch 20 sein. (Mir ist bekannt, daß die offiziellen Zahlen da abweichen, aber das Milchmädchen, das das ausgerechnet hat, habe ich noch nicht kennengelernt.)
    Proteste wurden vollkommen ignoriert, mit dem Resultat, daß eine recht große Anzahl von Autos jetzt einfach auf Gehwegen geparkt wird (abgeschleppt wird ja eh nur noch im Ausnahmefall), und es auch schon Zwischenfälle gab, wo nicht eingehaltene Halteverbote die Feuerwehr beeinträchtigt haben.

    Ich verstehe nicht, daß es keine "interne Reserve" in der Form zu geben scheint, daß für gewisse kritische Positionen Mitarbeiter qualifiziert sind, die sonst in weniger kritischen Positionen arbeiten. Wenn Not am Mann ist, wird intern umdisponiert, irgendwas weniger kritisches bleibt liegen, aber der Betrieb läuft weiter. Kostet zwar auch etwas Geld, aber nicht so viel wie echte Bereitschaften.

    Liebe Leute, Ihr vergesst immer wieder, dass die Regierung Kohl es damals so wollte, die vom deutschen Volk bekanntlich immer wieder gewählt wurde. Von Protesten aus der Bevölkerung gegen diese "Privatisierungspläne" war damals nichts zu vernehmen!


    Vor der Bahnreform hatten DB und DR zusammen fast 600.000 Mitarbeiter. Nach der Verschmelzung von DB/DR wurde der Personalbestand im Hinblick auf Wettbewerbsfähigkeit und Börsengang um 2/3 auf knapp 200.000 zurück gefahren. Wo soll denn da bitte noch eine Personalreserve herkommen? Davon abgesehen fehlen derzeit ohnehin fast 25.000 Arbeitskräfte, für die sich nur noch schwer Bewerber finden lassen angesichts der nur noch mageren Vergütungen. Hier wird mal wieder Ursache und Wirkung verwechselt...

    Ich kann ohne das Wahlgeheimnis zu verletzten sagen, ich habe diese Regierung nicht gewählt. Damals war ich noch nicht wahlberechtigt. Hätte ich aber auch nicht, wenn ich es gedurft hätte. Außerdem, wenn die Politik damals schon so war wie heute, hat man den Wahlschafen doch sonstwas versprochen, aber wer hätte damals schon die echten Konsequenzen überschauen können?

    Bei mir sah's so aus:



    Aufgrund eines dringenden Termins außerplanmäßig in Höchst von der RB12 auf die S2 gewechselt, um mir den Umweg der 16 zu sparen und erst am Mühlberg in die Straßenbahn zu kommen statt am Hbf. Bei der Einfahrt der S-Bahn sprang die ZZA am Bahnsteig von "Dietzenbach" auf "Frankfurt Hbf" um (16 Uhr, Störung war also schon im Gange). In der Bahn dann in der Einfahrt zum Hbf eine kurze Ansage daß wegen einer Stellwerksstörung hier Ende ist. Ist natürlich ganz toll, wenn man gaaanz hinten ist, wei man ja damit rechnet, dort am passenden Ausgang zu sein. Und dann hat die träge Masse der Schlafwandler und Smombies ja leider die Angewohnheit immer die volle Bahnsteigbreite in Beschlag zu nehmen statt irgendwo einen Weg für die, die wissen, wohin sie wollen, und das zügig tun möchten, frei zu lassen. Irgendwie habe ich mich dann doch zur Straßenbahn durchgeboxt und war dank des Umwegs statt 15 Minuten vor dem Termin 5 Minuten zu spät da - aber mein Termin (mit dem Auto da) verspätete sich sogar noch mehr, was will man da sagen.
    Öffi zeigte übrigens die S2 als pünktlich und normal verkehrend an. X(

    Nicht ganz, denn dann machen die 16 (und auch die 15) nur in Richtung Offenbach einen kleinen Schlenker über den S-Bahnhof Stresemannallee und die Mörfelder Landstraße zum Südbahnhof.

    Das stört mich herzlich wenig, wenn die Bahnen dann eben ein paar Minuten länger brauchen und Haltestellen auslassen, an denen ich weder aus- noch einsteige. ;)
    Sie fahren wieder von Oberrad zum Hauptbahnhof und retour durch, und zumindes zum Hbf, wo Anschlüsse wichtig sind, im Originalplan. Zu meiner Wohnungstür habe ich ja keine fixe Umsteigezeit. 8) Diese unsägliche Sardinenbusorgie ist jedenfalls damit erst mal vorbei, und damit wohl auch der letzte planmäßige SEV für mich hier. :thumbsup:

    Solobusse habe ich in der Tat seit Montag keine mehr gesehen, wenigstens diesen Fehler hat man korrigiert.
    Allerdings scheint bei den Busfahrern Uneinigkeit zu herrschen, wo in Richtung Südbahnhof am Mühlberg gehalten werden soll. Manche Fahrer haben an der Nachtbushaltestelle gehalten, manche schon vor dem Fußgängerüberweg zur Haltestelle, somit wesentlich näher am Zugang zur S-Bahn, und ich habe sogar eine Sichtungsmeldung erhalten, wo der Bus an der Straßenbahnhaltestelle gehalten hat. Vielleicht war auch eine Haltestelle für die ICB, eine für Winzenhöler und eine für Müller gedacht, man weiß es nicht... :D
    Das nachmittägliche Chaos hingegen hat sich nicht gebessert, gestern habe ich am Mühlberg nach drei Bussen, in die keiner mehr einsteigen konnte, weil sie alle voll waren, aufgegeben, und bin nach Oberrad gelaufen. In der gesamten Zeit bis zu meiner Ankunft zu Hause, was ja doch 'ne ganze Weile ist, habe ich nicht einen einzigen weiteren Bus in diese Richtung fahren sehen. ;( Zum Glück läuft hier alles ab Montag wieder normal.

    Ich würde ohnehin vermuten, dass die Erklärung für die eher mäßig gefüllten SEV-Busse auch die Nutzung der S-Bahn ab Mühlberg (westliches Oberrad) bzw. Kaiserlei (östliches Oberrad) ist.


    Zumindest zwischen Oberrad und Mühlberg (irgendwie muß man da ja auch hin kommen und nicht jeder nutzt dafür Mittel, über die man hier nicht reden darf 8) ) sind die Busse wohl mehr als nur voll. Auf meinem Heimweg kamen am Mühlberg auch nicht mehr alle in den Bus (was aber auch an einem renitenten Fahrradmitnehmer lag, der trotz bereits mit zwei Kinderwagen belegtem Mehrzweckbereich sich noch reinquetschen mußte).
    Von "mäßig" konnte da nur gestern sehr früh die Rede sein. Östliches Oberrad zum Kaiserlei ist meine ich nur eine Matschwanderung irgendwo an der Leitplanke der Autobahn entlang, also auch nicht wirklich eine Alternative.

    Wie läuft das eigentlich mit der Weiche Mainzer Landstraße => Ottostraße von der Hohenstaufenstraße her kommend?


    Irgendwann habe ich hier mal gelesen, dass die Weiche klemmt und die Fußballschleife deshalb immer in der anderen Richtung befahren wird.....


    Danke Euch!


    Da es keine Züge gibt, die einen Linienweg Messe -> Galluswarte fahren würden, gehe ich davon aus (ohne mich persönlich überzeugt zu haben), daß die fragliche Weiche (Abzweig in die Ludwig- (nicht Otto-)straße vom Gleis Stadtauswärts) in abzweigender Lage verkeilt ist. Die Züge, die sonst am Platz der Republik vom Hbf kommend abbiegen biegen ja schon vor der eigentlichen Haltestelle ab und kommen an der Ludwigstraße auf die Mainzer, wo sie links abbiegen und mit der vermutlich verkeilten Weiche nicht in Berührung kommen.


    Theoretisch können sogar alle Weichen auf der Mainzer in abzweigender Lage festgelegt sein. Die einzige Weiche, deren Lage relevant ist, ist die Ausfahrt aus der Ludwigstraße auf die Mainzer, wo je nach Linie links oder rechts abgebogen wird. Alle anderen Weichen werden derzeit entweder nur in einem Strang oder stumpf befahren.


    Nachtrag:

    Quelle der Karte: OpenStreetMap
    Die blauen Linien zeigen die einzigen derzeit genutztzen Fahrtbeziehungen dieser Einmündung an, die rot markierten Weichen könnten daher in abzweigender Lage verkeilt sein, die grüne Weiche ist die einzige, die regelmäßig gestellt werden muß.

    Die Busse haben laut ihren Vorgaben zu fahren, sprich sich an die Route zu halten.

    Dazu gehört auch, an den Haltestellen zu halten, oder? So weit würde ich Dir sogar zustimmen.



    Es sind täglich mehrere Funkwagen der Leitstelle und anderer Abteilungen unterwegs um den SEV zu überwachen damit die Fahrer auch richtig halten und sich an die Anweisungen halten. Leider kann man nicht überall sein und die Kollegen geben sich Mühe im Einsatz.


    Will ich nicht abstreiten, und überall sein kann man wirklich nicht. Aber Solche Fehler wie die schlechtere der möglichen Routenwahlen werden nicht im täglichen operativen Geschäft gemacht, sondern sind von Anfang an falsch geplant. Und selbst wenn man argumentiert, die VGF könne den Stau nicht kennen, da in der Darmstädter Landstraße keine eigenen Linien verkehren, sollte er wohlbekannt sein, denn der Rückstau in den Kreuzungsbereich Textorstraße bzw. die sich in der Textorstraße staudenden Autos sorgen bei den Straßenbahnen ja auch regelmäßig für Verspätung. (Wenn die Busse hier auf der Straßenbahntrasse fahren, und bei Autos, die zu dicht am Profil stehen, auch mal etwas weiter links fahren können, was die Straßenbahn technisch bedingt nicht kann, wären sie gegenüber dem Stau in der Textorstraße sogar weitestgehend immun.)



    Die Route ohne die Heister-/ Seehofstr. ist nicht optimal, dass stimmt. Das mit den Finanzen war eigentlich allgemein gemeint, nicht auf die aktuelle Unterbrechung bezogen. Lediglich das man nicht mehr Busse einsetzt.


    Wobei ich hier nicht verstehe, daß die hochgelobte Traffiq nicht einschreitet. Ohne Zweifel ist in der HVZ durch die Überlagerung der Linien eine stündliche Kapazität von 12 Straßenbahnzügen (wo genau der rechnerische Wert bei den unterschiedlichen Kapazitäten von R und S liegt, weiß ich nicht, aber da gibt es sicher eine Zahl für) gegeben. Da die VGF diese nicht "aus Jux und Dollerei" erbringt, ist das mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit von der Traffiq so bestellt und wird auch bezahlt. Diese Kapazität können nicht mal Gelenkbusse im 5-Minuten-Takt bringen, noch viel weniger ein Mix aus ~75% Solo- und 25% Gelenkbussen. Eigentlich ist es da am Aufgabenträger zu intervenieren, wenn so eine deutliche Minderleistung geliefert wird.
    Und nochmal - dem Fahrgast ist es herzlich egal, wie die Finanzen dahinter aussiehen. Den Fahrgast interessiert nur, wie er von A nach B kommt für das nicht unerhebliche Geld, das der RMV dafür aufruft. Und wenn die Leistung so massiv schlechter ist, ist es sein gutes Recht, darüber verärgert zu sein und das zu artikulieren. Ich bekomme ja auch nicht anteilig für diese Woche einen Betrag X zurück, weil die Leistung nicht die ist, die es zum Vertragsabschluß meiner Jahreskarte war.

    Naja, alle Kollegen, die die Maßnahmen überprüft haben sind wohlbehalten wieder zurück gekommen.


    Es sind halt immer Momentaufnahmen. Morgens um viertel vor sechs lief es ja noch gut.


    Das die Situation nicht optimal ist, dass ist klar. Das liegt auch in der Natur der Sache. Nur unendlich finanziellen Spielraum und Ressourcen haben weder die Busunternehmen noch die VGF um noch mehr zu organisieren.


    Okay, es ist also finanziell nicht machbar, daß (erinnere Dich an meine Kritikpunkte) ein Busfahrer an der Haltestelle, die für den Umstieg Bus/Strab vorgesehen ist, auch wirklich anhält? Die Fahrgäste im Bus protestierten übrigens auch so laut, daß man es bis außen hören konnte. War dem Fahrer egal, er verschwand schnell um die Ecke gen Südbahnhof, wo gar kein Übergang zur 16 mehr möglich ist.
    Es ist also finanziell nicht machbar, daß der Bus eine Route fährt, die unter realen Verkehrsbedingungen die meiste Zeit des Tages sinnvoller und schneller ist, und zudem mehr Haltestellen erschließt? Lediglich das Argument des Taktes und der unsäglichen Solobusse kann man auf die Finanzen abwälzen. Aber dann muß man diese Kosten eben in die Baumaßnahme einrechnen, die sich damit entsprechend verteuert. Das auf dem Rücken der Fahrgäste abwälzen, die im Jahr hohe dreistellige oder gar vierstellige Beträge bezahlen, ist inakzeptabel.


    Das ganze als "nicht optimal" zu verschwurbeln zeigt schon verdammt viel Betriebsblindheit und "mein Arbeitgeber macht alles richtig"-Rosarotbrille.
    Edit: Mißverständliche doppelte Verneinung entfernt

    Keine Sorge: Bei dem Kollegen dauert es noch bis er in Rente geht :P ;)


    Um so besser, daß ich bald aus Frankfurt weg bin. Wenn sich im SEV-Bus jemand in VGF-Klamotten hätte sehen lassen, wäre er vermutlich gelnycht worden, aber wenn Du lieber die Unfähigkeit feierst statt auf das Problem einzugehen, spricht das Bände, auch wenn Du hier privat und nicht im Namen Deines Arbeitgebers unterwegs bist.. :thumbdown:

    Okay, halten wir mal fest: Die Ersatz-Haltestelle Platz der Republik ist mit Abstand das widerlichste, was die VGF im Netz an Haltestellen zu bieten hat.
    Man hat einen schmalen Streifen Fußweg neben etlichen Großmüllcontainern als Wartezone, die gesamte Gegend stinkt vollgepißt, und die Dealer sind dort noch dreister und unverschämter als an der regulären Haltestelle. (Side note: Man sieht zwar öfter mal, daß die Polizei jemanden mitnimmt, aber ein paar Tage später sieht man genau die gleichen Gesichter wieder. Echt ätzend.)
    Der SEV nach Oberrad ist in den 13 Jahren, die ich schon hier wohne, der mit Abstand schlechteste. Heute früh um viertel vor sechs sah es noch ganz gut aus - es wirkte, als seien viele Fahrgäste aufs Auto umgestiegen. Der Bus war jedenfalls leerer als die 16 um diese Zeit. Leider hat sich die Situation nach Augenzeugenberichten schon am etwas späteren Morgen stark verschlechtert, und heute Nachmittag gab es dafür nur noch ein Wort: Katastrophe.
    Wer auf die Idee kommt, man könne eine volle Straßenbahn alle fünf Minuten durch Busse im gleichen Takt ersetzen, ist von Anfang an schief gewickelt. Wenn man dann noch überwiegend Solobusse einsetzt, macht es die Sache nicht gerade besser. Das zierende Krönchen setzte dann der SEV-Busfahrer auf, der an der Haltestelle Südbahnhof/Schweizer Straße (irreführenderweise noch mit "Ginnheim" beschriftet) einfach die Haltestelle trotz etlicher wartender Fahrgäste ausließ und schwungvoll um die Ecke gen Südbahnhof entschwand. Der nächste Bus hielt dann endlich.
    Die Route des Busses ist auch ziemlich realitätsfern geplant. Warum folgt der Bus nicht ab Südbahnhof dem Linienweg, bis er kurz vor der Haltestelle Heister/Seehofstraße die Siemensstraße quert, biegt einmal links und gleich wieder rechts ab, und kommt von der Seehofstraße zum Mühlberg? Stattdessen wird geradeaus gefahren bis zum "Darmstädter Landstau" und dann über den Wendelsplatz und die Offenbacher Landstraße zum Mühlberg. Nicht nur, daß man so die komplette Textorstraße nicht bedient und auch die Haltestelle Heister/Seehofstraße verwaist, die Darmstädter ist in den Nachmittagsstunden ein absoluter Staugarant. Was das für den "Fahrplan" dieser Busse heißt, kann man sich leicht ausmalen. Aber vermutlich hat Google Maps angezeigt, daß die Route so kürzer ist...
    Ganz ehrlich, wer auch immer das geplant hat, hat offenbar zum ersten Mal eine solche Maßnahme geplant - und hoffentlich auch zum letzten Mal. :cursing:

    Sehen wir es mal von der anderen Seite. Politiker aller Farben landauf und landab schwadronieren (meist aus dem dicken Dienstwagen heraus) davon, daß doch bitte alle auf den öpnv umsteigen können.
    Daß dieser es von der Kapazität her gar nicht leisten kann, und man weder gewillt ist, dem mit entsprechenden Geldern und schnellem Schaffen von Kapazitäten abzuhelfen mal außen vor - aber dann sollte man die Nutzung desselben auch so einfach wie möglich machen. Das Tarifsysrem des RMV ist ein Paradebeispiel dafür, wie es nicht geht. Drölfzig Regeln, von denen ausnahmslos jede eine Ausnahme hat (abgesehen von denen, die zwei haben), die ihrerseits wieder Ausnahmen von den Ausnahmen haben.
    Wenn man dann noch das eigentliche Handling der Fahrkarte so kompliziert macht, muß man sich doch wirklich nicht wundern, wenn die Leute in solchen Fällen lieber mit dem Auto fahren.