Beiträge von olieisenbahn

    Meine Erfahrung ist, dass sämtliche Apps (egal ob Öffi, RMV oder DB Navigator) im Störungsfall auf der Suche nach alternativen Verbindungen leider meistens nicht weiterhelfen.


    Beispiel letzte Woche Freitagmorgen, Odenwaldbahn. Als ich um kurz nach halb sieben zum Bahnhof Mühltal komme, ist der Bahnsteig noch voll mit Fahrgästen. Dem erfahrenen Pendler ist klar, die RB 81 06.25 Uhr nach Darmstadt war noch nicht da. Laut Öffi soll der Zug aber zu diesem Zeitpunkt mit fünf Minuten Verspätung gerade zwischen TU-Lichtwiese und Darmstadt Ost unterwegs sein. Auch auf DFI und DSA kein Hinweis, dass der Zug noch nicht in Mühltal war.


    Kurze Zeit später kommt die verspätete RB 81 nach Eberbach. Nachdem diese Ober-Ramstadt erreicht hat, fährt die RB 81 nach Darmstadt in Ober-Ramstadt los. DSA, DB Navigator und Öffi zeigen jetzt auch korrekt die Verspätung an, die DFI vor dem Bahnhof Mühltal nicht. Mühltal wird mit plus 16 gegen 06.41 Uhr erreicht. Alternative zur jetzt zwangsläufig auch verspäteten RB 82 um 06.44 Uhr nach Frankfurt wäre, die RB 81 nach Darmstadt zu nehmen und dort zum RE 60 umzusteigen. Ankunft der RB wäre in Darmstadt Hbf. so gegen 06.57 Uhr, der RE fährt um 06.58 Uhr und steht mit plus 1 in der Öffi-APP.


    DB Navigator meldet Anschluss vs. nicht erreichbar und zeigt weiter an, dass beide Züge von Gleis 6 abfahren sollen. Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten: Der RE fährt von Gleis 5 ab, dann würde der Anschluss am gleichen Bahnsteig wohl klappen. Wird aber die RB 81 auf ein anderes Gleis verlegt, klappt der Anschluss mit Sicherheit nicht und man steht erstmal sinnlos in Darmstadt rum. Also bleibt man in Mühltal stehen und wartet auf die RB 82, die dann mit ungefähr plus 12 kommt.


    Klar: Die eigentliche Ankunftsverspätung meiner RB 82 in Frankfurt von sechs Minuten war jetzt keine große Sache. Ich wollte am Beispiel nur darstellen, dass man mit Wischgerät am Freitagmorgen genau so schlau war, wie ohne.

    Ein ähnliches Beispiel gabs neulich auch im Verhältnis VIAS und EC.


    VIAS RB 82 nach Eberbach steht seit ca. 16.10 Uhr aus der Abstellung kommend am Bahnsteig. Planabfahrt ist ja 16.25 Uhr.

    Am Nachbargleis soll um 16.20 Uhr der EC nach Salzburg abfahren. So gegen 16.23 Uhr wird aber der EC erst am Bahnsteig bereit gestellt. Nun sollte eigentlich klar sein, dass das Einsteigen der Passagiere und alles was sonst noch erforderlich ist, nicht in zwei Minuten erledigt ist.

    Wer darf aber zuerst raus? Richtig: So gegen 16.32 Uhr fährt der EC zuerst, danach dann die VIAS. Für den RE 60 um 16.34 Uhr gabs dann zwangsläufig auch noch ein paar Minuten Verspätung.


    Statt einem verspäteten Zug -> Drei verspätete Züge. Und statt verspäteter Bereitstellung hieß es dann Verzögerung im Betriebsablauf...

    Bei der RB 81 gibt es im Fahrplan 2020 eine Änderung bei der Abfahrt in Darmstadt Hbf. Diese wird von der Minute 37 auf die Minute 35 verlegt. Der Zug kommt dann aber nicht früher in Ober-Ramstadt an, sondern bummelt die Zeit unterwegs ab. So gibt es neben Darmstadt Nord jetzt auch in Darmstadt Ost und Darmstadt TU-Lichtwiese keinen richtigen Stundentakt mehr, sondern die RB 81 fährt eine bzw. in Darmstadt Nord zwei Taktminuten früher als die RB 82.


    Interessant ist auch, dass die beiden Fahrten 08.16 und 10.16 Uhr an Sonn- und Feiertagen ab Darmstadt Nord nach Darmstadt Hbf. nach derzeitigem Stand der Fahrplanauskunft von Gleis 2 abfahren sollen. Bisher wird der Triebwagen ja in Darmstadt Nord auf Gleis 4 vom Zug aus Erbach abgehängt. Von daher wäre meine Vermutung, dass es sich wohl um einen Fehler in der Auskunft handelt,


    Vor einiger Zeit schrieb jemand hier im Forum von "Dulden und Liquidieren". Das trifft die Situation auf der Odenwaldbahn zumindest gefühlt recht gut. Das Zusammenspiel von Technischer Störung am Zug, technischer Störung an der Strecke und am Donnerstag eine auf den ersten Blick nicht nachvollziehbare Dispositionsentscheidung im Knoten Frankfurt brachten bei 6 Fahrten diese Woche nach Frankfurt und wieder zurück dreimal die 10-Minuten-Garantie.

    Wir hatten heute das schöne Wetter genutzt, und uns am Lui ins Eiscafe gesetzt. Alle 15 Minuten schauten wir dann mal nach dem Anschluss zwischen 9 und 9E. Das Ergebnis ist leider ernüchternd:


    Richtung Griesheim (Übergang von Straßenbahn auf Bus): Von 5 beobachteten Anschlüssen hätte einer am Schloß geklappt (Straßenbahn kam zuerst). Zwei hätten mit zügigem Umstieg über den Lui geklappt und zwei klappten gar nicht. (Bus fuhr jeweils auf die Sekunde am Lui pünktlich ab, obwohl die Straßenbahn noch nicht da war, bzw. gerade einfuhr,)


    Richtung Bölle (Übergang von Bus auf Straßenbahn): Von ebenfalls 5 beobachteten Anschlüssen hätte einer am Schloß geklappt und zwei hätten problemlos am Lui geklappt. Bei einem weiteren fuhr die Straßenbahn ab, obwohl der 9E gerade ankam und bei einem weiteren hatte der Straßenbahnfahrer offenbar nur im Blick, unbedingt vor dem H am Schloß zu sein. Von daher kam nur ein rübersprintendes Mädchen mit, der Rest der Umsteiger sah nur die Rücklichter der Straßenbahn...

    Die Personaldecke muss im Moment sehr dünn sein, auch der 07.06 Uhr ab Groß-Umstadt Wiebelsbach und der 17.42 Uhr ab Frankfurt (beides RE 85) fallen im Moment leider wieder häufiger aus. Am Brückentag fiel auch eine Leistung Wiebelsbach - Frankfurt - Wiebelsbach auf RB 82 im morgendlichen Berufsverkehr aus.

    Auch gestern (Samstag) Nachmittag Rückstau stadtauswärts bis zum Institut für Wohnen und Umwelt. Am Freitagnachmittag war auf der SL9 mindestens ein Tw ohne Bw im Einsatz und das trotz des Lilienspiels am frühen Abend.

    Wenn ichs richtig gesehen habe, fuhr die SL 9 auch am Freitag komplett ohne Beiwagen. Es fuhren aber Zusatzbahnen mit BW ab der Haltestelle Maulbeerallee zum Böllenfalltor. Außerdem gab es noch Zusatzbusse Richtung Böllenfalltor. Diese hielten leider an allen Unterwegshaltestellen, was angesichts der Überfüllung die Geduld von Fahrpersonal und Fahrgästen auf eine harte Probe stellte. Ich sage nur Lichtschranke...


    Warum die Zusatzbusse nicht ab der Haltestelle Schulstraße oder auch Schloß ohne Halt zur Haltestelle Merck-Stadion fahren/fahren dürfen - es ist schwer zu verstehen.

    Eher dumm gelaufen, da die Linie 9 lt. Fahrplan eine Minute vor der 9E am Schloss sein soll. ab

    Nicht am Sonntag.
    Am Sonntag fährt die 9E laut Fahrplan zur Minute 10/25/40/55 am Darmstadtium ab, die Linie 9 zur Minute 10/25/40/55 an der Schulstraße. Nun ist der Weg vom Darmstadtium zum Schloß kürzer, als von der Schulstraße zum Schloß. Logische Folge: Fährt der Busfahrer der 9E pünktlich am Darmstadtium ab, ist die 9E zu diesen Zeiten immer vor der 9 am Schloß. (selbst dann, wenn diese absolut pünktlich an der Schulstraße abfahren würde) Der Anschluss klappt dann nur am Luisenplatz.

    In der Linie 9 (Straßenbahn) kommt nach der Haltestelle Schulstraße eine Durchsage, dass die Straßenbahn über die Bismarckstraße zum Hauptbahnhof fährt und Fahrgäste nach Griesheim an der Haltestelle Schloß in den Ersatzbus umsteigen sollen. Wie ich aber schon weiter oben schrieb, soll der Bus der 9E am Darmstadtium zur Minute 10, 25, 40, 55 abfahren. Zu diesem Zeitpunkt ist die Straßenbahn erst an der Haltestelle Schulstraße.


    Also passierte es heute mehrfach, dass die 9E an der Haltestelle Schloß schon weg war, als die 9 vom Böllenfalltor dort ankam. Es ist leider wieder mal eine sehr unglückliche Fahrplangestaltung.

    Im Spätverkehr haben die Fahrplaner wieder gnadenlos zugeschlagen. Der 9E soll schon zur Minute 10 bzw. 40 am Darmstadtium (im Fahrplan wohl fehlerhaft als Schloß bezeichnet) abfahren. Dadurch gibt es keinen barrierefreien Umstieg am Schloß zwischen 9 und 9E, sondern die Fahrgäste müssen über den Luisenplatz laufen. Sinnvoll wäre es gewesen, den 9E erst zur Minute 13 und 43 am Darmstadtium abfahren zu lassen, dann könnte bequem am Schloß zwischen 9 und 9E umgestiegen werden.


    Warum die 9 abends (und Sonntags) ab Hbf. schon zur Minute 05 und 35 abfährt (Linie 3 fährt abends 06 und 36 ab) erschließt sich einem auch nicht. Durch die eine Minute frühere Abfahrt kann es am Lui zu Konflikten mit leicht verspäteten "WE-Linien" kommen.

    Ja, es waren 5 von 10 Fahrten meiner Fahrten pünktlich. Habe ich doch auch geschrieben. Da ich außerdem in Mühltal aussteige, hatte ich am Mittwoch in der Ankunft etwas mehr als 20 Minuten Verspätung. Und weiter habe ich geschrieben:

    Zitat

    Beim Kunden bleibt das Gefühl, dass wieder "jeden Tag irgendwas war" -> also regelmäßig.

    Damit wollte ich eine (etwas subjektive) Definition von Regelmäßigkeit aus Kundensicht geben. Insofern verstehe ich Deinen Beitrag ehrlich gesagt auch nicht.


    Und die letzte Woche von MO-FR (und auch heute wieder) ständig in der Fahrtzeit verschobenen/ausfallenden Züge am späten Nachmittag/Abend (Deine erwähnten Zugnummern) habe ich nur deshalb nochmals erwähnt, um mich gegen den Vorwurf der Verbreitung von "Fake News" zur Wehr zu setzen.

    Was ist aus Kundensicht, also für den Fahrgast, regelmäßig? Pro Arbeitswoche ein Ereignis ( + verpassten Anschluss), multipliziert für viele Wochen = regelmäßig. Auch wenn es zufällige Verteilungen auf die Wochentage sind.

    Da kann eine statistische Definition von regelmäßig sein wie sie will. Entscheidend ist das, was und wie es beim Kunden ankommt.

    Zustimmung!


    Bilanz für diese Woche nach Frankfurt und zurück: Von 10 Fahrten waren zwei 20 Minuten verspätet, eine 15 Minuten und zwei hatten harmlose 5 Minuten Verspätung. Bei einer Fahrt fehlte außerdem ein Triebwagen. Beim Kunden bleibt das Gefühl, dass wieder "jeden Tag irgendwas war" -> also regelmäßig.


    Die beiden Verspätungen von 20 Minuten gehen - aber das nur nebenbei - auf das Konto von DB Netz. (Dienstag laut Ansage Tf. langsamer Güterzug vor die VIAS geschickt, Mittwoch RB67 nach Mannheim darf in Frankfurt zuerst raus...)


    Regelmäßig waren diese Woche zumindest unstreitig die Ausfälle/Verschiebungen am Nachmittag/Abend -> die gab es leider täglich.

    Wer einen Blick in die Abfahrtstafel von Hanau und Darmstadt wirft, wird für heute Nachmittag/Abend folgendes feststellen:

    16.08 Uhr ab Hanau fällt aus, ebenso 18.22 Uhr ab Wiebelsbach. Und ab Darmstadt werden 19.03 Uhr und 21.03 Uhr nach Pfungstadt und 20.37 Uhr und 22.37 in den Odenwald um 15, bzw. 20 Minuten verschoben.

    Ja hat die DB, hat man in den letzten Wochen gut sehen können, als die Strecke Dieburg - Darmstadt gesperrt war und die DB die Einzelfahrt der VIAS (mit Fahrt über Niederrad, weil man sonst keinen verfügbaren Bahnsteig in Frankfurt Hbf erreichen konnte) übernommen hat. Aber die Fahrt ist nun mal im Paket der Odenwaldbahn ausgeschrieben worden, also wird man die wohl kaum einfach an die DB abgeben können. Davon abgesehen würde dies eben aufgrund der Überlastung des Hbfs auch die Fahrzeit dieser Einzelfahrt stark verlängern. Also wird dies wohl auch keine Möglichkeit sein.

    Das verstehe ich jetzt nicht.

    Im Moment fährt die Dreieichbahn ab Neu-Isenburg vor, kommt um 08.32 Uhr am Hauptbahnhof Frankfurt (Gleis 12) an und fährt um 08.38 Uhr als RE 85 weiter Richtung Hanau. RB 82 von Eberbach fährt bzw. zockelt ab Dreieich-Buchschlag hinter der Dreieichbahn her und kommt um 08.36 Uhr(Gleis 10) am Hauptbahnhof an. Danach fährt der Zug in die Abstellung.


    Wenn die Fahrt der Dreieichbahn von DB Regio übernommen wird, müsste man doch nur die Trassen beider Züge ab Buchschag tauschen. RB 82 käme dann zur Minute 32 an und würde zur Minute 38 als RE 85 weiterfahren. Dreieichbahn käme zur Minute 36 an und würde dann in die Abstellung fahren.


    Die Ausschreibungsproblematik ist natürlich noch mal eine andere Baustelle.

    Es ist mir durchaus bewusst, dass die Direktfahrten nach Frankfurt ein Komfortgewinn und wichtig sind. Deshalb würde ich den Verzicht auch nur für eine Übergangszeit vorschlagen. Wenn die Leute auf der Strecke ständig mit überfüllten Zügen und u.a. daraus resultierenden Verspätungen zu tun haben, ist das meiner Meinung nach eine Einschränkung, die zu verkraften wäre.

    Wie von mir oben schon erwähnt, müssten die Direktfahrten durch neue Pendelfahrten Darmstadt-Nord - Frankfurt ersetzt werden, die dann bei Verspätungen der Odenwaldbahn auf diese warten, so dass das Anschlussrisiko entfallen würde.

    Aber wenn umgestiegen werden muss, entsteht ja zwangsläufig noch mehr Verspätung. Insbesondere müsste ja - wie schon geschrieben wurde - in Darmstadt Nord der Bahnsteig gewechselt werden.