Beiträge von Charly

    aber alles steht und fällt mit dem Personal und dem Geld natürlich. Durchaus möglich das sich noch da etwas tut aber ich sehe den Fachkräftemangel/ Fahrermangel als größeres Problem an. Siehe SEV Verkehr auf der A-Strecke, dort sind einige Konsorten unterwegs, die den Namen Busfahrer nicht verdienen, dass sind einfach Menschen mit Busführerschein.

    Wie auch seit Beginn der Ausschreibungen die Qualität in Hessen ganz allgemein sehr nachgelassen hat. Das wird sich solange nicht ändern wie die Politik nicht erkennt, dass Qualität ihren Preis hat.

    Problematisch wäre eher, dass ein möglicher Gelegenheit das Gefährt in die nächste Mauer oder Reihe parkender Autos setzt.

    Eben deshalb sollen Busse bei Abwesenheit des Fahrers immer geschlossen sein, im Gegensatz zu (modernen!) Bahnen, bei denen fremde Personen keinen freien Zugang zum Führerstand haben. Es kam schon vor, dass Jugendliche "nur mal so" herumgespielt hatten und dabei die Feststellbremse lösten, wonach der Wagen sich auf leicht abfallendem Gelände selbständig machte, bis er irgendwo auf ein Hindernis traf. Wenn inzwischen schon Fahrgäste eingestiegen waren, kann sowas fatal enden.

    Editierter Zusatz: "modern" hatte ich bewusst in Klammern gesetzt, weil gleiches früher auch bei den Zweiachserzügen vorkam...

    Früher war der Ton hier im Forum auch schon mal freundlicher... :rolleyes:

    Zwar weiß ich nicht was daran unfreundlich sein soll wenn jemand eine Entfernung anders berechnet - aber selbst wenn man eine zusätzliche Strecke von nur 400 m zugrunde legt, so ist doch für gehbehinderte oder unfallgeschädigte Patienten, die nunmal zur Klientel eines Unfallkrankenhauses gehören, jeder zusätzlich zu Fuß zurückzulegende Meter schon einer zu viel.

    @Moderatoren: Könnt ihr bitte der Überschrift ein B spendieren, auf Kosten eines S?

    Oh, im Text ist es auch falsch habe ich gerade gesehen, außerdem mangelt es an einem großen B. Muss beim schreiben wohl mit den Gedanken in Stuttgart gewesen sein. :(

    Ferner fällt mir gerade auf, dass der Artikel nicht mehr kostenfrei online steht. Daher für alle die den Artikel nicht lesen konnten ein kurzes Fazit der Antworten von Andreas Meyer, der die Unterschiede übrigens treffend aus persönlicher Erfahrung beurteilen kann, da er früher bei der DB Verantwortung trug.

    Die erste Frage bezog sich auf die Pünktlichkeitsquote die bei der SBB deutlich höher liegt als in Deutschland, obwohl sie nach strengeren Kriterien ermittelt wird. So gelten Züge bei der SBB schon ab 3 Minuten als verspätet, bei der DB dagegen erst ab 6 Minuten. Ferner misst die DB nur die Zugpünktlichkeit (wobei ausgefallene, sprich nicht gefahrene Züge gar nicht mit erfasst werden), während in der Schweiz die Kundenpünktlichkeit gemessen wird, z.B. wenn Anschlußzüge nicht erreicht werden.

    Andreas Meyer hebt dabei hervor, dass ein eindeutiger Bezug zwischen Verpätungen und Infrastruktur besteht, wobei die DB eindeutig ggü. der SBB im Nachteil ist. Zum einen durch die vielen Streckenstillegungen vergangener Jahrzehnte, zum anderen durch vernachlässigte Investitionen in das verbliebene Streckennetz, die sich heute rächen. Er erklärt das mit den politischen Vorgaben durch die Bahnreform, deren Ziel prioritär der Börsengang war, worauf auch die Organisations-Strukturen ausgerichtet wurden.

    Beides sei in der Schweiz anders, einerseits weil das Schienennetz über die Zeit kontinuierlich unterhalten wurde, andererseits weil es in der Schweiz keine Bahnreform im deutschen Sinne gab. Die Organisations-Struktur der SBB wurde schon vor langer Zeit auf Effizienz ausgelegt, wobei nicht der Ertrag im Vordergrund steht, sondern der Kunde. Er erklärt das mit Mentalitätsunterschieden. In Deutschland spiele der Straßenverkehr in den Köpfen der Bürger und in der Politik immer noch die Hauptrolle, während dies in der Schweiz die öffentliche Mobilität sei. Dementsprechend reagiert die Politik. So hat in der Schweiz seit einem Bürgerentscheid der Ausbau bzw. Erhalt des Netzes Vorrang vor Neubau, während man in Deutschland erstrangig in Neubauten investiert hat.

    Als Resümee schließt Andreas Meyer mit der Anmerkung, er sei froh nun unter so idealen Voraussetzungen arbeiten zu können und beneide seine deutschen Kollegen nicht um deren Sisyphos-Aufgabe, die Mtarbeiter um Richard Lutz machten unter den gegebenen Rahmenbedingungen trotzdem einen hervorragenden Job.

    In einem Artikel unter der Überschrift "Was die Deutsche Bahn von den Schweizern lernen kann" hat die FAZ ein Interview mit dem Chef der Schweizerischen bundesbahnen (SSB), Andreas Meyer, geführt, in dem dieser die Unterschiede zwischen der SSB und der DB erläutert. Die Überschrift ist leider nicht ganz zutreffend, da die DB anderen politischen Vorgaben unterliegt als in der Schweiz. Trotzdem (oder gerade deshalb) ist der Artikel aufschlußreich.

    Noch weiter kann man einen Berufszweig kaum abwerten. Dies war mit Sicherheit mit fairem Wettbewerb nicht gemeint. Das ist desaströs.

    Vier Jahre nach Beginn der Ausschreibungen hatte ich mal ein Gespräch mit einem Gewerkschaftler. Seine Aussage dazu war: "Durch die Ausschreibungen ist das Niveau*) In den Betrieben mit Betriebsrat von ehemals 100 % auf 50 % abgesunken. In Betrieben ohne Betriebsrat liegt es inzwischen schon bei -10 %."

    *) gemeint war das in Hinblick auf das Gesamtpaket aus Tariftreue, Arbeitsbedingungen und Betriebsklima.

    Odenwaldstraße weg ... dafür dann Knibisstraße (dürfte dann auch der Ersatz für die Bushaltestelle Bruchfeldplatz werden)

    Klingt für mich absolut plausibel

    Du hast völlig recht, ich hatte Bruchfeldplatz nur flüchtig überlesen und "kurz vor" fälschlich auf den Haardtwaldplatz bezogen, dann wäre das unplausibel.

    Der behindertengerechte Ausbau dürfte bei der Gelegenheit gleich mit erledigt werden, vielleicht kommen Haltestellenkaps?

    Eschnemer :
    Der komplette Film war damals hier bei uns verlinkt worden.

    DUEWAG-IBK :
    Du hattest aber oben direkt nach meiner Aussage, in den 50ern habe es keine Brosebänder gegeben, darauf bestanden es müsse eins gewesen sein, indem Du schriebst "Könnte also wirklich jedes Ziel auf dem Broseband sein und nur die der Linie 8 sind angeschrieben auf der Karte" und wolltest sogar einen Screenshot dazu hochladen. Das hatte ich so auf sich beruhen lassen.

    Wenn man entgegen aller Einwendungen so sehr auf seiner Ansicht beharrt, muss man sich aber doch über solche Monierungen wie von Eschnemer nicht wundern, oder?

    Zielfilm wäre für 50er Jahre außergewöhnlich modern.

    Wie man es nimmt. Die H-Wagen waren bei ihrer Auslieferung vor dem Krieg schon mit Zielfilmen (System Brose) ausgerüstet. Die hat man aber später wieder ausgebaut, weil sie sich wahrscheinlich nicht bewährten. Schließlich gab es noch nicht solche Materialien wie in den 70ern. In den 50er gab es jedenfalls keine und selbst wenn, hätte der Fahrer kein Gerät gebraucht, das ihm anzeigt wann er das Ziel wechseln muss. Von automatischen Ansteuerungen hat man damals ohnehin nur träumen können...

    Aber weder sieht [....] das andere nach Kursplan aus.

    So genau kennst Du die damaligen :huh:?

    Tarifzonen mussten die Fahrer gar nicht wissen und Schaffner hatten sie im Kopf, jedenfalls auf den Stadtlinien, Höchstens den Busfahrern auf der 58 oder 65 hätte sowas evtl. helfen können. Die Annahme von K-Wagen halte ich da für viel wahrscheinlicher, weil man in den 50ern sehr bemüht war Maßnahmen gegen den drohenden Verkehrsinfarkt zu ergreifen.

    Ein Radio für AFN-Empfang, damit der Dienst nicht so eintönig wird ^^.

    Was rechts in den Kasten integriert war, weiß ich leider auch nicht, sorry, solche Teile waren in den 60ern nicht mehr gebräuchlich. Links enthält der Kasten jedenfalls den Handfahrplan, der später separat auf kleinen Blechtafeln ausgegeben wurde. Eine Uhr oder eine Art Wecker zur Einhaltung der Fahrzeiten wäre daher denkbar, doch dafür sieht das Gerät zu merkwürdig aus mit den diversen Aufschriften auf dem, was man für ein Ziffernblatt halten könnte.

    Sehr viel früher gab es bei der Straßenbahn ähnliche Geräte, die als Stromzähler die Fahrer zu wirtschaftlicher Fahrweise anhalten sollten. Kann es hier aber wiederum nicht sein weil es nicht fest eingebauit war.

    ich finde, im Eingemeindungsvertrag mit Offenbach sollte man die (Wieder)einführung der Straßenbahn vorsehen.
    hat doch mit Höchst damals auch super geklappt, oder?

    100 Jahre nach Höchst wäre doch ein gebührendes Datum, in den bis dahin verbleibenden 9 Jahren sollte man es aber zügig angehen :D