Beiträge von Charly

    Noch weiter kann man einen Berufszweig kaum abwerten. Dies war mit Sicherheit mit fairem Wettbewerb nicht gemeint. Das ist desaströs.

    Vier Jahre nach Beginn der Ausschreibungen hatte ich mal ein Gespräch mit einem Gewerkschaftler. Seine Aussage dazu war: "Durch die Ausschreibungen ist das Niveau*) In den Betrieben mit Betriebsrat von ehemals 100 % auf 50 % abgesunken. In Betrieben ohne Betriebsrat liegt es inzwischen schon bei -10 %."

    *) gemeint war das in Hinblick auf das Gesamtpaket aus Tariftreue, Arbeitsbedingungen und Betriebsklima.

    Odenwaldstraße weg ... dafür dann Knibisstraße (dürfte dann auch der Ersatz für die Bushaltestelle Bruchfeldplatz werden)

    Klingt für mich absolut plausibel

    Du hast völlig recht, ich hatte Bruchfeldplatz nur flüchtig überlesen und "kurz vor" fälschlich auf den Haardtwaldplatz bezogen, dann wäre das unplausibel.

    Der behindertengerechte Ausbau dürfte bei der Gelegenheit gleich mit erledigt werden, vielleicht kommen Haltestellenkaps?

    Eschnemer :
    Der komplette Film war damals hier bei uns verlinkt worden.

    DUEWAG-IBK :
    Du hattest aber oben direkt nach meiner Aussage, in den 50ern habe es keine Brosebänder gegeben, darauf bestanden es müsse eins gewesen sein, indem Du schriebst "Könnte also wirklich jedes Ziel auf dem Broseband sein und nur die der Linie 8 sind angeschrieben auf der Karte" und wolltest sogar einen Screenshot dazu hochladen. Das hatte ich so auf sich beruhen lassen.

    Wenn man entgegen aller Einwendungen so sehr auf seiner Ansicht beharrt, muss man sich aber doch über solche Monierungen wie von Eschnemer nicht wundern, oder?

    Zielfilm wäre für 50er Jahre außergewöhnlich modern.

    Wie man es nimmt. Die H-Wagen waren bei ihrer Auslieferung vor dem Krieg schon mit Zielfilmen (System Brose) ausgerüstet. Die hat man aber später wieder ausgebaut, weil sie sich wahrscheinlich nicht bewährten. Schließlich gab es noch nicht solche Materialien wie in den 70ern. In den 50er gab es jedenfalls keine und selbst wenn, hätte der Fahrer kein Gerät gebraucht, das ihm anzeigt wann er das Ziel wechseln muss. Von automatischen Ansteuerungen hat man damals ohnehin nur träumen können...

    Aber weder sieht [....] das andere nach Kursplan aus.

    So genau kennst Du die damaligen :huh:?

    Tarifzonen mussten die Fahrer gar nicht wissen und Schaffner hatten sie im Kopf, jedenfalls auf den Stadtlinien, Höchstens den Busfahrern auf der 58 oder 65 hätte sowas evtl. helfen können. Die Annahme von K-Wagen halte ich da für viel wahrscheinlicher, weil man in den 50ern sehr bemüht war Maßnahmen gegen den drohenden Verkehrsinfarkt zu ergreifen.

    Ein Radio für AFN-Empfang, damit der Dienst nicht so eintönig wird ^^.

    Was rechts in den Kasten integriert war, weiß ich leider auch nicht, sorry, solche Teile waren in den 60ern nicht mehr gebräuchlich. Links enthält der Kasten jedenfalls den Handfahrplan, der später separat auf kleinen Blechtafeln ausgegeben wurde. Eine Uhr oder eine Art Wecker zur Einhaltung der Fahrzeiten wäre daher denkbar, doch dafür sieht das Gerät zu merkwürdig aus mit den diversen Aufschriften auf dem, was man für ein Ziffernblatt halten könnte.

    Sehr viel früher gab es bei der Straßenbahn ähnliche Geräte, die als Stromzähler die Fahrer zu wirtschaftlicher Fahrweise anhalten sollten. Kann es hier aber wiederum nicht sein weil es nicht fest eingebauit war.

    ich finde, im Eingemeindungsvertrag mit Offenbach sollte man die (Wieder)einführung der Straßenbahn vorsehen.
    hat doch mit Höchst damals auch super geklappt, oder?

    100 Jahre nach Höchst wäre doch ein gebührendes Datum, in den bis dahin verbleibenden 9 Jahren sollte man es aber zügig angehen :D

    auf dem Feldweg an der Brücke der U9. Den gut betonierten Feldweg müsste man zwar im Wechsel befahren um Begegnungen zu vermeiden aber das war es auch schon. Man müsste nur wollen und eine Ausnahmegenehmigung erteilen.

    Eine recht abenteuerliche Idee, die nur von einem Laien stammen kann.


    1.) Der gut "ausgebaute Feldweg" macht östlich der Brücke zwei scharfe Knicks nach Süden und Osten und endet mitten in Alt-Bonames in der Straße "Im Burghof". Der östliche Teil ist nicht asphaltiert, sondern naturbelassen.
    2.) Der Weg ist auf gesamter Länge zu schmal für zwei Busse gleichzeitig, ergo müsste vor den Einfahrten jeweils der Gegenbus abgewartet werden. Bei teilweise Schritttempo auf nicht asphaltierter Strecke würde die Durchfahrt über ca. 1 km Engstelle etwa 5 Minuten dauern wenn man den Fahrgästen kein Schiffsschaukelerlebnis a la Dippemess bieten will (Midibusse reagieren aufgrund ihres kurzen Achsstandes leider recht heftig auf Bodenunebenheiten). Mehr wie ein 12 Minutentakt wäre so nicht machbar.
    3.) Wie wolltest Du dann mit stündliche 5 Midibussen die Fahrgastmassen der U-Bahn wegschaffen, abgesehen davon, dass in Frankfurt kaum Midibusse verfügbar sind?
    4.) Last, but not least das K.O.-Kriterium: Die Kurve vom Unteren Kalbacher Weg rechts in die Straße Am Burghof ist selbst für Midibusse nicht zu bewältigen, eine andere Zufahrtmöglichkeit gibt es dort nicht. Etwa Kleinbusse als U-Bahn SEV? :D

    Mich würde interessieren, wie viele Stumpfendstellen bei der P-Wagen-Einführung noch vorhanden waren. Möglicherweise war eine weitere Beschaffung von Einrichtungswagen auch nicht mehr möglich, da die Möglichkeiten auf der Strecke fehlten.

    Fehlanzeige, reine Stumpfendstellen gab es 1972 nur 2, wovon die eine erst im Vorjahr für die Stadtbahn entstanden war (Gonzenheim, A2). Die andere (Offenbach Markt) war auch nur 2 Jahre älter und der Grund für die Anschaffung der O-Wagen gewesen. Mit viel Goodwill könnte man noch Eckenheim als Zwitter mitzählen, allerdings wurde dort meistens über das (alte) Gleisdreieck umgesetzt, sofern Linie 5 nicht mit Solowagen fuhr.

    Ich wünsche dem Fahrdienstleiter eine gute Besserung

    Es handelt sich doch nicht nur um einen Fahrdienstleiter.


    Personalreserven kann man haben. Muß man aber offenbar nicht.

    Liebe Leute, Ihr vergesst immer wieder, dass die Regierung Kohl es damals so wollte, die vom deutschen Volk bekanntlich immer wieder gewählt wurde. Von Protesten aus der Bevölkerung gegen diese "Privatisierungspläne" war damals nichts zu vernehmen!


    Vor der Bahnreform hatten DB und DR zusammen fast 600.000 Mitarbeiter. Nach der Verschmelzung von DB/DR wurde der Personalbestand im Hinblick auf Wettbewerbsfähigkeit und Börsengang um 2/3 auf knapp 200.000 zurück gefahren. Wo soll denn da bitte noch eine Personalreserve herkommen? Davon abgesehen fehlen derzeit ohnehin fast 25.000 Arbeitskräfte, für die sich nur noch schwer Bewerber finden lassen angesichts der nur noch mageren Vergütungen. Hier wird mal wieder Ursache und Wirkung verwechselt...