Beiträge von Charly

    auf dem Feldweg an der Brücke der U9. Den gut betonierten Feldweg müsste man zwar im Wechsel befahren um Begegnungen zu vermeiden aber das war es auch schon. Man müsste nur wollen und eine Ausnahmegenehmigung erteilen.

    Eine recht abenteuerliche Idee, die nur von einem Laien stammen kann.


    1.) Der gut "ausgebaute Feldweg" macht östlich der Brücke zwei scharfe Knicks nach Süden und Osten und endet mitten in Alt-Bonames in der Straße "Im Burghof". Der östliche Teil ist nicht asphaltiert, sondern naturbelassen.
    2.) Der Weg ist auf gesamter Länge zu schmal für zwei Busse gleichzeitig, ergo müsste vor den Einfahrten jeweils der Gegenbus abgewartet werden. Bei teilweise Schritttempo auf nicht asphaltierter Strecke würde die Durchfahrt über ca. 1 km Engstelle etwa 5 Minuten dauern wenn man den Fahrgästen kein Schiffsschaukelerlebnis a la Dippemess bieten will (Midibusse reagieren aufgrund ihres kurzen Achsstandes leider recht heftig auf Bodenunebenheiten). Mehr wie ein 12 Minutentakt wäre so nicht machbar.
    3.) Wie wolltest Du dann mit stündliche 5 Midibussen die Fahrgastmassen der U-Bahn wegschaffen, abgesehen davon, dass in Frankfurt kaum Midibusse verfügbar sind?
    4.) Last, but not least das K.O.-Kriterium: Die Kurve vom Unteren Kalbacher Weg rechts in die Straße Am Burghof ist selbst für Midibusse nicht zu bewältigen, eine andere Zufahrtmöglichkeit gibt es dort nicht. Etwa Kleinbusse als U-Bahn SEV? :D

    Mich würde interessieren, wie viele Stumpfendstellen bei der P-Wagen-Einführung noch vorhanden waren. Möglicherweise war eine weitere Beschaffung von Einrichtungswagen auch nicht mehr möglich, da die Möglichkeiten auf der Strecke fehlten.

    Fehlanzeige, reine Stumpfendstellen gab es 1972 nur 2, wovon die eine erst im Vorjahr für die Stadtbahn entstanden war (Gonzenheim, A2). Die andere (Offenbach Markt) war auch nur 2 Jahre älter und der Grund für die Anschaffung der O-Wagen gewesen. Mit viel Goodwill könnte man noch Eckenheim als Zwitter mitzählen, allerdings wurde dort meistens über das (alte) Gleisdreieck umgesetzt, sofern Linie 5 nicht mit Solowagen fuhr.

    Ich wünsche dem Fahrdienstleiter eine gute Besserung

    Es handelt sich doch nicht nur um einen Fahrdienstleiter.


    Personalreserven kann man haben. Muß man aber offenbar nicht.

    Liebe Leute, Ihr vergesst immer wieder, dass die Regierung Kohl es damals so wollte, die vom deutschen Volk bekanntlich immer wieder gewählt wurde. Von Protesten aus der Bevölkerung gegen diese "Privatisierungspläne" war damals nichts zu vernehmen!


    Vor der Bahnreform hatten DB und DR zusammen fast 600.000 Mitarbeiter. Nach der Verschmelzung von DB/DR wurde der Personalbestand im Hinblick auf Wettbewerbsfähigkeit und Börsengang um 2/3 auf knapp 200.000 zurück gefahren. Wo soll denn da bitte noch eine Personalreserve herkommen? Davon abgesehen fehlen derzeit ohnehin fast 25.000 Arbeitskräfte, für die sich nur noch schwer Bewerber finden lassen angesichts der nur noch mageren Vergütungen. Hier wird mal wieder Ursache und Wirkung verwechselt...

    Eine theoretisch mögliche Lösung könnten "mobile Blumenkästen" sein, die in Ginnheim bei der Einfahrt in die Stadtbahnstrecke ausgefahren werden und bei der Einfahrt in die Straßenbahnstrecke wieder eingefahren werden.

    Aber auch wirklich nur theoretisch. Du willst doch nicht ernsthaft für 6 Wochen hunderttausende von Euro in ein paar über 40 Jahre alte Fahrzeuge investieren? Es ist doch nicht damit getan 8 Kästen für alle Wagentüren mit ein bisschen Pattex (oder so :D) dran zu kleben. Das Konstrukt muss auch stabil und belastbar sein, zum ein- und ausfahren braucht es motorische Antriebe usw., zuguterletzt muss das Ganze noch von der Aufsichtsbehörse abgenommen werden. Das kostet alles Summen, die sich nicht in 6 Wochen amortisieren. Da ist die Idee allein schon fast ketzerisch....

    Okay, okay, okay. Korinthen... Der SEV-T basiert also auf einem Vertrag der VGF mit Taxiunternehmern, die Mitglied in der Taxi Frankfurt eG sind.

    Ob Du das Korinthen oder Sultaninen nennst ist egal, solange es falsch ist ist es falsch. Nochmal: Die VGF hat keinen Vertrag mit Taxiunternehmen, sondern mit Taxi Frankfurt (danke tunnelklick für die Korrektur, die hatte ich gemeint). Sinn der Sache ist, dass die VGF-Leitstelle einen SEV mit einem einzigen Anruf in Bewegung setzen kann. Die Taxizentrale setzt dann wiederum eine Datenfunkmeldung an alle SEV-Taxis ab, die sich daraufhin in Bewegung setzen sofern sie frei und in passabler Reichweite sind.

    Wir haben die ganze Zeit die Diskussion über die hohen Vorhaltekosten für SEV-Busse, da frage ich mich doch, wie denn die Taxen das schaffen plötzlich verfügbar zu sein? Oder sind da tatsächlich einfach viel zu viele vorhanden, die dann den ganzen Tag nichts zu tun haben?

    In der Tat haben die meisten Taxis bei regulärem Betrieb nichts zu tun, stehen entweder herum oder fahren leer. Der Fahrgast zahlt beim Taxi die Bereithaltung über die hohen Tarife mit, vor allem über die Grundgebühr. Die Taxitarife sind eine Mischkalkulation für den Regelfall. Ein Taxiunternehmer der nicht fährt, verdient schlicht nichts, ist dagegen z.B. Messe in Frankfurt und es regnet außerdem Bindfäden, kann es sein, dass er dabei einen richtig guten Schnitt macht, aber auch nur solange der Verkehr nicht zusammen bricht. Ein leeres Taxi, das eine halbe Stunde im Stau auf der Stelle steht, verdient wiederum kein Geld. Daher ist das nicht ohne weiteres mit der Subventionierung des ÖPNV durch die öffentliche Hand vergleichbar.


    Der SEV-T basiert auf Verträgen zwischen der VGF und den Taxiunternehmern,

    Dem ist nicht so, wie viele Verträge hätte die VGF sonst wohl abschließen und sich in die Regale legen sollen? Wie viele Taxiunternehmer gibt es in Frankfurt bei 1712 Konzessionen? 1500? 1600? Vermutlich meinst Du das auch gar nicht. Die VGF hat nur einen Vertrag mit dem Taxiverband, der wiederum Verträge mit denjenigen Taxi-Unternehmern schließt, die an dem SEV-T teilnehmen möchten. Die können dazu nicht gezwungen werden, weil sie natürlich nicht sofort Geld dafür erhalten.

    Die steckten aber bisher auch im Wettbewerb und mussten entsprechend kalkulieren. Vielleicht hat die ICB jetzt Dank Direktvergabe auch einen größeren Spielraum.

    Nein, den hat sie nicht. Auflage für die Direktvergaben war die in regelmäßigen Intervallen erfolgende Überprüfung von Kostenentwicklung und Preisgestaltung der ICB durch traffiQ auf deren Fluktuation in annähernd marktüblichem Rahmen, anderenfalls die direkt vergebenen Aufträge erneut ausgeschrieben werden könnten. Mehr als zwingend erforderliche Reservebusse herumstehen zu lassen dürfte daher auch künftig kaum möglich sein. Ferner gab es früher auf jedem Betriebshof mehrere Bereitschaftsdienstler, weshalb es zumindest zu Stadtwerkezeiten noch kein Problem war kurzfristig einen SEV zu organisieren.


    Das Problem beim SEV sind auch weniger die Direktvergaben im Schienenverkehr oder an die ICB, sondern die Tatsache, dass die ICB ein von der VGF separierter Betrieb ist. Die VGF beschäftigt seitdem keine Busfahrer mehr (abgesehen von einer Handvoll noch vorhandener Schienenbahnfahrer, die außer ihrer Fahreignung auf der Schiene von früher her noch zusätzlich den FS-Schein der Klasse D besaßen und sich damals für Verbleib bei der VGF entschieden hatten). Die ICB dagegen beschäftigt fast ausschließlich Busfahrer. Leute kurzfristig aus der (VGF-)Leitstelle oder dem Kundenservice abzuziehen wie hier vorgeschlagen, ist deshalb nicht mehr ohne weiteres möglich, selbst wenn dort Beschäftigte einen D-FS besitzen sollten was nur selten noch der Fall ist. Das würde außerdem arbeitsvertragliche und tarifliche Fragen aufwerfen.


    Mich würde daher vielmehr interessieren, wie Herr Reinhold sich die kurzfristige Anforderung "bei anderen Anbietern" (welche denn?) vorstellt, die aufgrund des hier herrschenden Wettbwewerbs ebensowenig Reservebusse wie Reservefahrer vorhalten können wie die ICB, nämlich quasi gar keine?

    Nur um Missverständnisse auszuschließen, ich verteidige nicht das, was Condor "System" nennt oder sehe Ausfälle gar als naturgegebene Ereignisse an. Ich wehre mich nur dagegen, systemimmanente Fehler den Mitarbeitern der Verkehrsbetriebe anzulasten, die sich in der Regel die größte Mühe geben den Betrieb am laufen zu halten.


    Zugausfälle sind auch ungeplante Kosten.....da muss schon abgewogen werden was günstiger ist.

    Sicher. Nur ist das nicht Aufgabe eines Disponenten oder Teamleiters. Die Berechnung und Bewertung muss an höherer Stelle erfolgen. Wenn die dort Verantwortlichen aber von der Politik vorgeschrieben bekommen, unter allen Umständen mindestens "eine schwarze Null" zu schreiben, dann wird auch da kaum jemand seinen Kopf für ungeplante Kosten übernehmen wollen. Dann liegt der schwarze Peter am Platz der Republik Nr. 1 oder in der Invalidenstraße 44. Insofern liegen wir da alle nicht weit auseinander.

    S-Wagen 253 :
    Das war eine rein rhetorische Frage, die Antwort kenne ich natürlich selbst. Nur weißt Du so gut wie ich, dass die DB nicht mehr Bundesbahn heißt und niemand bereit wäre, sich für ungeplante Kosten rechtfertigen zu müssen. Wenn man Dich aus dem Urlaub holen wollte, würde Du vielleicht sagen okay, wenn Ihr mir dafür eine Woche extra Urlaub oder einen halben Riesen auf die Hand gebt, geht das in Ordnung. Dann würde Dein Teamleiter oder Disponent aber den Hörer schnell wieder auflegen...

    Mir persönlich würde Dein knapper Satz genügen, aber kurzfristiger Personalmangel läuft letztlich doch auf das gleiche hinaus. Da ich kein Mitarbeiter der Presseabteilung bin, kann ich nicht beurteilen warum man die Gründe so ausführlich schildert. Durch die detailliertere Darstellung hofft man vielleicht größeres Verständnis bei den Fahrgästen erzeugen zu können, damit nicht aller Frust nur bei den Mitarbeitern vor Ort abgeladen wird. Das wäre eher ein lobenswerter Gedanke, weswegen ich Deinen Ausdruck unangebracht fand.


    Zitat

    unaufschiebare Urlaubsansprüchen heißt wohl eher, sie sind im Urlaub und wollen nicht auf ihren wohlverdienten Urlaub verzichten.

    Du sagst es, aber was ist daran wieder verkehrt? Für alle Arbeitnehmer gelten tarifliche und betriebsinterne Urlaubsregelungen. Alle Mitarbeiter mit schulpflichtigen Kindern haben das Vorrecht ihren Jahresurlaub in den Sommerferien zu nehmen, allen anderen wird das verweigert sofern nötige Personalbesetzungen keine höheren Zahlen zulassen. Selbst alle Familien mit Schulkindern können in Verkehrsbetrieben aber nicht gleichzeitig 30 Tage Urlaub bekommen, deshalb werden die Ansprüche meist geteilt. D.h., es wird in der Mitte der Ferien ein Schnitt gemacht, ein Teil bekommt die erste Hälfte genehmigt, der andere die zweite. Die dadurch fehlenden Urlaubstage müssen davor oder dahinter angehängt werden (sofern die MA diese restlichen Tage nicht ohnehin zu anderen Zeiten nehmen möchten). Durch diese Regelung entstehen zeitliche Überhänge und bei höherem als durchschnittlich zu erwartendem Krankenstand eben solche Engpässe.


    Insofern verstehe ich die unterschwellige Kritik nicht (dass Kollegen nicht auf ihren Urlaub verzichten "wollen"). Hast Du schonmal in der Personaldisposition gearbeitet? Wenn nicht, kannst Du gerne mal versuchen jemanden, der einen Urlaub auf Mallorca oder in der Türkei gebucht hat, von dort zurück zuholen. Das wird Dir kaum gelingen, die meisten gehen nämlich gar nicht erst ans Telefon wenn sie sehen dass ihre Firma anruft. Außerdem ist "Urlaub abbrechen" auch nicht immer einfach, selbst wenn ein MA dazu bereit wäre, z.B. wäre bei einem Pauschalurlaub der Rückflug extra zu zahlen, wenn er vor dem gebuchten Rückflugtermin erfolgen soll, wer hätte die Kosten zu tragen? Was man für sich selbst beansprucht, muss man auch anderen zugestehen, selbst wenn es manchmal schmerzt...

    Interessant nur das rumgeeiere um die Begründung.

    Wo siehst Du da ein rumeiern? Für mich ist hoher Krankenstand bei unaufschiebbaren Urlaubsansprüchen weder eine zweideutige noch eine unzutreffende Aussage, die den Versuch erkennen liesse das Problem zu verschleiern.

    auf dem 73er fährt dann einer der ex VGF Citaro G, oder? (der F-VV 3714 fuhr ja auch in Bad Homburg, gibt's den noch?)

    Deine Frage kann ich nicht uptodate beantworten. Eine "Gelenkbuspremiere" kann auf der 73 aber nicht mehr gefeiert werden, denn 3714, 15 und 16 durften die 73er Strecke schon früher mal für jeweils eine Runde in der Früh-HVZ erkunden (Grund war Fahrzeugmangel).