Beiträge von dortelweiler

    Dem kann man nur beipflichten. Der ÖPNV ist als öffentliche Darseinsführsorge von staatlichen Organisationen und Akteuren auszuführen. Es wird so viel Steuergeld z.B. in die Rüstung usw ausgeben. Wenn es mit der Verkehrswende klappen soll, dann ist eine Finanzierung über Steuern unabwendbar. Auch eine Erhöhung der Mittel muss erfolgen wenn das Angebot ausgebaut werden soll. Ich bin absolut dagegen die Verkehrswende und den damit verbundenen Ausbau sowie die Erweiterung der Kapazitäten auf dem Rücken der Beschäftigten auszutragen und zu finanzieren. Qualität kostet auch etwas.

    Nun was das Personal an geht: Jeder Betriebshof in Frankfurt (VGF und ICB) haben pro Schicht zwei Bereitschaften. Theoretisch hat man dann acht Fahrerinnen und Fahrer. Ob die aktuell alle Busführerscheine haben steht jetzt nicht zur Debatte.

    Es würde je nach Streckenunterbrechung und Störfall Fahrpersonal theoretisch zur Verfügung stehen.

    Es wäre natürlich eine neue Organisation des Fahrpersonals nötig um dieses auch effektiv einzusetzen.

    Busse sollten dann einer gewissen Zeit die Taxen ablösen bzw diese ergänzen.

    Es könnten auch nur drei Busse vorgehalten werden, je nachdem.


    Zum Thema Steuern und den finanziellen Ressourcen: Wenn wir so viel Geld für den Verteidigungsetat haben und ihn auch ausgeben, sprich für die Nato, dann sollte eine Erhöhung der Mittel für den öffentlichen Nahverkehr eigentlich kein Problem sein. Der Etat könnte einfach gekürzt werden. Aber egal, dass ist jetzt nicht das Thema.

    nd es dürfte schwer fallen, Argumente zu finden, warum Fahrgäste und Steuerzahler vier, fünf, sechs Busse plus Fahrer als Reserve teuer finanzieren, die die meiste Zeit jedoch nutzlos im Betriebshof wartend herumstehen, anstatt dauerhaft das Grundangebot zu verstärken.

    Und wieso sollte die öffentliche Darseinsführsorge nicht mehr kosten? Wenn es besser wäre und funktioniert bin ich persönlich bereit mehr Steuern zu zahlen. Wenn man mal betrachtet, wofür noch so Steuergelder verschwendet werden soll auf einmal für Bereitschaften kein Geld mehr da sein?



    Bereits die Frage danach, was "Zeitgemäß" sei hat was von -erfolgreich untergeschobener- NLP-Taschenspielertrickmanipulation. Und fast alle springen begierig auf das semiotische Leimrütlein auf.

    Und das zieht er dann je nach Bedarf mal in die und mal in jene Richtung. Ich fands faszinierend. Da hat jemand einen aktuellen Metatrend der Medien gut ins kleine weitertransportiert.

    Nun: Wir sprechen von Verkehrswende, die Verbrennerautos sollen verschwinden. Es geht nur darum, dass zwei oder drei Busse save weniger Co² produzieren als 50 Taxen.

    Den Rest fasse ich mal als Kompliment auf ;).


    Bernemer   tunnelklick sind halt die Vertreter der möglichst günstigen und marktkonformen öffentlichen Darseinsführsorge. Ist okay, eure Meinung. Ich sehe es anders geht aber am Thema vorbei.

    Wenn man mal Beachtet, dass es in anderen Verkehrsbetrieben in Deutschland doch eben nicht nur auf Taxen setzt, sondern auch auf Busse, ist das wieder eine typische Frankfurter Sicht.


    In der Schweiz wie z.B. in Bern, Basel und Zürich stehen ausgemusterte Busse als Notreserve zur Verfügung. Der Außendienst der dortigen Verkehrsunternehmen ist aber auch anders aufgebaut: Dort haben Außendienstmitarbeiter der Leitstelle, des Prüfdienstes usw auch Busführerscheine die dann im Störfalle diese Busse steuern können.


    Mir geht es einfach um einen besseren Service und mehr Personaleffizienz in den Unternehmen selber.


    Was in der Schweiz geht, sollte auch hier gehen, stelle ich einfach mal so in den Raum.

    Als wenn das beim Busverkehr anders gewesen wäre bzw. noch so ist. Bis die Busse da sind, haben sich fünf Drei-Wagen-Züge mit x hundert Fahrgästen entleert. Und die wollen dann alle den ersten ankommenden Bus entern.

    Und dennoch nimmt der Bus am Anfang mehr Leute mit. Für den Beginn einer Störung sollten dennoch Taxen eingesetzt werden, wegen der schnellen Verfügbarkeit und der Flexibilität.


    Am besten wäre natürlich es entstehen erst gar keine Störungen ^^.

    Das ist bei Bus-SEV ähnlich, nur nicht ganz so ausgeprägt. Der SEV-T läuft ja trotzdem weiter.


    dortelweiler möchte hoffentlich nicht ganze Buslinien für einen SEV-B ausdünnen/einstellen oder alternativ eine Busflotte samt Personal als hot-stand-by bereitgestellt haben.

    Ne, einstellen nicht. Aber das Störfallkonzept sieht eindeutig ein Abzug von Bussen von Linien vor. Jedoch wären sogenannte Ersatzverkehrbereitschaften nicht verkehrt. Gibt es ja in anderen Städten auch. Wie viele das sein sollen, will ich gar nicht beurteilen. Das sollen andere machen.




    Kennst du oder jemand sonst das Störfallkonzept? Da Störungen in der Regel nicht vorhersehbar sind, dürfte rasche und flexible Reaktion geboten sein. Was könnte flexibler sein als der SEV-T und schneller verfügbar? Ist doch eigentlich ganz schlau.

    Keine Frage: Ein Taxi SEV ist sinnvoll wegen der Flexibilität. Das mag bei Straßenbahnen noch klappen. Nur sollte eine Störung länger andauern, sollten Busse zum Einsatz kommen. Zudem sind Taxen nicht wirklich 100% barrierefrei bzw diese ist schwer in einem Störfall umzusetzen. Bspw Rollstühle, Kinderwagen, Rollatoren etc.

    Welche corona- und klimagerechte Alternative gäbs denn? E-Scooter austeilen? Oder Fahrräder? Ansonsten gilt: der gesündeste Weg zum Ziel ist er Fußweg.


    Busse, falls du darauf hinaus willst, sind jedenfalls kein adäquates Alternativkonzept, das hatten wir schon dutzendfach in diesem Forum diskutiert.

    Nun: Ein Bus kann mehrere Menschen transportieren und nur ein Motor bläst Co² raus.

    Hallo alle zusammen,


    neulich hatte ich das Vergnügen in Oberrad ein SEV Taxi zu nutzen welches im Auftrag der VGF fuhr.

    Wegen der Corona Situation durften auch immer nur zwei Personen mitfahren.

    Scheinbar hat die VGF dann entsprechend viele bestellt sodass ganz Oberrad eigentlich nur aus Taxen bestand.

    Im Hinblick auf das Klima kann das ja nicht gut sein, Stichwort Co² und Co.

    Ob ein Ersatzverkehr mit Taxen jemals zeitgemäß war, da hat wohl jeder seine Meinung dazu.


    Auf jeden Fall sollte die VGF oder die Traffiq dringend etwas an ihrem Störfallkonzept ändern.


    Bei SEV Taxen gilt auch jeder ist sich selbst der Nächste. Da spielen sich teilweise wüste Szenen ab. Selber erlebt.


    Was habt ihr für Erfahrungen mit Taxi SEV so gemacht?

    Ganz unironisch: Sowas wie Linie 19 gibt es anderswo ohne Liniennummer. Mal im Fahrplan, mal nicht. Die Betroffenen kennen die Fahrten sowieso. Auf dem Netzplan stehen dann nur Linien, die man den ganzen Tag lang antrifft.

    Das ist nur möglich wenn es wie die von mir erwähnten örtlichen Aufsichten gibt und Züge z.B. im Netz auf Bereitschaft stehen. Des Weiteren muss die Kommunikation zwischen Leitstelle, Betriebshof und der "Strecke" funktionieren.

    Wie ich aber Frankfurt kenne, würden solche V-Wagen Bereitschaften aufgrund der knappen Personaldecke längst auf anderen Linien "verbraten" werden.

    In längst vergangenen Zeiten hatte man teilweise acht Bereitschaften gehabt. Klar, die Kosten Geld aber es gab kaum Ausfälle und man war flexibel.

    Klar, die Idee geht. Das funktioniert aber leider nicht bei Taktverkehren. Man könnte also allenfalls die 19 einstellen und rein zufällig jeden Schultag einen Einsatzwagen losschicken...

    Und wie soll der Bedarf nach einem Einsatzwagen täglich im Betrieb ermittelt werden? Steht da täglich jemand von der VGF Leitstelle? Die VGF/ TraffIQ hat sich schon Mitte der 00er Jahre gegen örtliche Aufsichten entschieden.

    In anderen Städten sind solche Aufsichten noch gang und gebe.


    Jedenfalls ist die Linie 19 vom Stadtschulamt bezahlt und nicht von der TraffIQ.

    Aber das Konzept der V-Wagen ist an sich nicht verkehr.

    Ein einfacher Blick in das Gleisnetz der Straßenbahn Frankfurt hätte genügt, um zu sehen, daß in Höchst eine im Einrichtungsverkehr befahrene Häuserblockschleife existiert. Somit erübrigt sich der Vergleich mit Offenbach, zumal das hier nicht das Thema war.

    Und auch in Offenbach genügt ein Blick in den Fahrplan, um zu wissen, welche Bahn zuerst abfährt.

    Naja.

    Wir leben im Jahr 2021. Eine digitale Info sollte eigentlich schon längst zum Standard gehören. Auch Informationen zu Störungen sollten in Höchst an der Straßenbahn zur Verfügung stehen. Meistens wird ja bei Störungen im Abschnitt Zuckschwerdtstraße <> Nied Kirche kein SEV eingerichtet. Bedeutet: Fahrgäste von der Zuckschwerdtstraße aus müssen zum Bolongaropalast laufen um die Buslinien 51, 54 und 59 zur Nied Kirche zu nutzen. Aber ohne DFI und Lautsprecher erfährt kein Fahrgast von der Störung.

    Deshalb sollte es flächendeckend mehr DFIs geben. Und DFIs zählen auch zur Barrierefreiheit, eigentlich.

    Zitat: "Wenn allerdings sonntags im 15er-Takt bestenfalls 6 Minuten lang zwei 16er dort nebeneinander stehen, wirds schwierig."


    Zugzielanzeiger mit "nicht einsteigen" und verriegelte Türen bei der später fahrenden Tram wäre eine einfache und effektive

    Lösung......

    Dazu musst du erstmal das Fahrpersonal bringen. Diese von dir genannte Möglichkeit, könnte man heute eigentlich umsetzen.

    Drei :D? Im Frankfurter Falle vielleicht sogar fünf: RMV, RMV Frankfurt/ TraffIQ, Deutsche Bahn und die VGF.

    Es gibt beim Deutschen Patentamt ein Designregister, worin man nach Herbert Lindinger recherchieren kann. Dort sieht man, dass fast alle seine Schutzrechte abgelaufen sind, liegt vielleicht auch daran, das er schon recht betagt und vielleicht länger nicht beruflich aktiv ist. Der R-Wagen oder Teile davon sind schon gar nicht mehr aufgeführt, wie lange das Design des R-Wagen-Äußeren oder des Innenraums oder Teile dessen geschützt waren, lässt sich also nicht mehr recherchieren, wenn man die Verträge nicht kennt. Vielleicht lags ja irgendwann gar nicht am Design, sondern an konstruktiven Zwangspunkten.

    Gab doch beim U4 Wagen die selben Probleme mit der Fahrerklima.

    ^ Wie soll das gehen? Wenn die Autobus Sippel GmbH zum Jahresende liqudiert wird, hört sie auf zu existieren und kann die Rechte und Pflichten aus den Verkehrsverträgen nicht mehr wahrnehmen, also auch nicht einen kleinen Teil. Die bestehenden Verkehrsverträge müssen also von anderen erfüllt werden, die TraffiQ u.a. suchen und finden müssen. Wenn diese gefunden sind, wird sich Frage stellen, ob sie Verträge ohne Änderungen übernehmen und zu Ende führen, oder ob neu ausgeschrieben wird. Das werden wir sicher bald erfahren, denn in eine geordnete Liquidation werden sie sinnvollerweise ihre Vertragspartner einbeziehen. Vielleicht wirds auch keine Liquidation, sondern eine Fusion, ein Management-Buy-Out oder so was.

    Aber die Traffiq hat ja an sich nix mehr mit der Traffiq am Hut oder? Die sind ja im Frankfurter Stadtverkehr aktuell nur ein Sub der ICB. Entweder sucht sich die ICB einen neuen Sub oder fährt es selber.

    Wenn Sippel außerhalb von Frankfurt noch Verkehrsverträge hat, dann müssen die diese auch weiterfahren oder abgeben. Wenn sie die weiterfshren, kann Sippel natürlich nicht das Gewerbe abmelden.

    Wäre das den überhaupt nötig? Eine gute Vorrangschaltung hat das gleiche Ergebnis. Ob der Bus jetzt auf oder neben den Gleisen fährt.

    Für Fahrgäste ist eine gemeinsame Haltestelle Bockenheimer Warte hingegen sehr vorteilhaft.

    Aber auch die Adalbert-/ Schloßstraße Richtung Ginnheim könnte eine Kombihaltestelle sein. An der Bockenheimer Warte wüsste ich nicht, wie man dort die Haltestelle umbauen könnte.

    Bleibt die Straßenbahnhaltestelle wo sie aktuell ist, müsste man die Linienführungen der M32 und M36 Richtung Westbahnhof anpassen. Heißt via Sophienstraße. Die Ausstiegshaltestellen und Wartepositionen der Linien 50 und 75 müssten auf die andere Seite verlegt werden. Auch beim 50er und 75er müsste die Linienführung im Bereich Bockenheimer Warte angepasst werden.

    So wäre dann an der Bockenheimer Warte eine gemeinsame Nutzung der Straßenbahnhaltestelle möglich.