Beiträge von Disponent

    Auf der 9E verkehren 10 Kurse. DaniDADI ob Busse rosten oder nicht ist auch immer eine Sache des Baujahrs und der Qualität der verbauten Teile. Wenn ein Unternehmen gezwungen ist Busse sehr lange einzusetzen, sehen sie dem entsprechend aus. Das sagt über die Qualtität des Unternehmens nichts aus. Durch die jährliche Sicherheitsprüfung ist auch die Betriebssicherheit sichergestellt. Der Rest ist Kosmetik.

    Ein Kurs L/K fährt aus, der zweite kommt von der Tages-L. Bevor man sich Gedanken macht wie was wo fährt, muss man erst mal die tatsächliche Reichweite feststellen. Die meisten derzeit in anderen Städten eingesetzten Fahrzeuge erreichen die angegebenen Km bei Weitem nicht.

    tunnelklick , dazu brauchst du erst mal Betriebsräte, das gibt es bei den Privaten fast gar nicht. Subunternehmer zahlen ihrem osteuropäischen Personal oft nur den Mindestlohn, auch so wird der Tarif unterlaufen. Über Aushilfen reden wir besser nicht. Wenn du als Mitarbeiter gegen deine Firma klagst, brauchst du dich nicht mehr anderswo zu bewerben, die Herren Unternehmer und Personaler kennen sich. Kontrolle gibt es nur in der ersten Reihe. Das damals geforderte Gesetz ging in der Urfassung auch darauf ein, hat man aber angepasst. Es ist auch absolut krank, dass die Bundesländer, Baden-Württemberg, Bayern und selbst Rheinland-Pfalz höhere Tariflöhne zahlen. Die Unternehmer halten die Löhne trotz drohenden Streiks für angemessen und alle Forderungen für unangebracht. Hier stimmt etwas mit der Einstellung gegenüber dem Personal nicht. Und um kein Geld in die Hand nehmen zu müssen, akzeptieret man in zwischenzeit Personal, dass kein Wort Deutsch spricht und als Hintergrund auf dem Handy einen Hinweis auf fehlende Deutschkenntnisse und die Rufnummer des Unternehmens bei sich trägt. Noch weiter kann man einen Berufszweig kaum abwerten. Dies war mit Sicherheit mit fairem Wettbewerb nicht gemeint. Das ist desaströs. Wenn ich Menschen zum ÖPNV bringen will muss die Qualität passen.

    Zumindest in Darmstadt, hier hat man ebenfalls zu niedrige Haltestellen gebaut, ist der CBF im Interesse der mobiltätseingeschränkten Fahrgäste sehr rührig. Sie versuchen über die maßgeblichen Stellen Anpassungen zu erreichen. Gerade mit den kleinrädrige Elektrorollstühlen ist ein Einstieg ohne Hilfe nicht möglich.

    Fakt ist, dass es anscheinend den so günstigen Privaten bei den Tarifverhandlungen immer wieder gelingt, höhere Löhne und Verbesserungen für die Fahrer zu verhindern. Wären sich die Unternehmen einig, müssten die Aufgabenträger zahlen. DaniDADI , du hast ab 5,5 Mitarbeiter einen Betriebsrat zu haben. Das Verhindern viele Unternehmen mit Druck. Das interessiert die Aufgabenträger nicht. Hauptsache es läuft irgendwie. Es wird Zeit wirkliche Verbesserungen für das Personal zu schaffen. Die Maxime „Fußvolk gibt es Massenhaft“ hat sich erledigt. Hinzu kommt, das viele Menschen jetzt schon Angst haben, ob sie angesichts des Wahns nach autonomem Fahren in 10, 15 Jahren noch nen Job haben. Anfang der 70er Jahre waren die Bedingungen in diesem Gewerbe schon mal so bescheiden. Damals haben viele Kolleginnen und Kollegen begriffen, dass der Weg über die Gewerkschaft der einzig Wahre ist. Damals hat man mal betriebsübergreifend 4-5 Stunden ganze Bundesländer bestreikt und sehr schnell Erfolg gehabt. Man weigert sich noch immer flächendeckend das Tariftreuegesetz zu verabschieden. Bei Ausschreibungen in Hessen reicht die Orientierung am LHO, das eißt aber nicht dessen Einhaltung. Habe ich heute eine gewerkschaftlich organisierten Betrieb, wird der BR auf diese Dinge bestehen. Das will kein privater Betreiber und dann kann wohnortbezogen Frondienst angesagt sein.

    stimmt es sind dann nur noch vier im Schnellfahrabschnitt. Durch die geänderte Verkehrsführung in der Heidelberger Straße kommt es wegen des verzögerten Ablaufs zu Störhalten, an denen die Schnelllinie durchfahren soll. Das ganze Konzept passt nicht mehr. Die Verschlechterungen bei den Signalisierungen sind in der Tat politisch gewollt, allerdings sind die Wendezeiten so knapp bemessen, dass ein Ausgleich oft nicht möglich ist. Der Halt an der Marienhöhe und Lincoln-Siedlung kommt, auch politisch gewollt, klar wenn da jetzt Wohnraum für 3500 Menschen entsteht, der eine Anbindung an den ÖPNV und Car-Sharing vorsieht. Ob die Linie 3 da hin fährt ist noch offen, da auch hier NKU keine Bezuschussung zulässt. Evtl endet die Linie 3 in der Cambrai-Fritsch-Kaserne. Die Linie 7 kann jetzt schon häufig die Last nicht mehr tragen. Der derzeit gefahrene Fahrplan stammt von 2004. Eine durchgehende Verbindung im 15 Minutentakt, mit Halt an allen Haltestellen ist eine Angebotsverbesserung. Die Linie 7 bleibt ebenfalls. Ja die Linie 6 war ein Top-Angebot, aber leider spielt der ÖPNV politisch keine ganz so große Rolle mehr. Auch wenn man es vielleicht nicht so empfindet, die Pünktlichkeit ging von über 93% auf knapp 80% zurück. Auf allen Straßenbahnlinien. Lediglich die Linie 9 in Griesheim wird nach wie vor bevorzugt bedient.

    Selbst wenn es einen Aufschrei der Nutzer geben sollte, ist es auch in den Fraktionen angekommen, dass die Linie 6 so nicht mehr zu halten ist. Es gibt einen zusätzlichen Halt an der Marienhöhe, die Vorrangschaltungen sind nahezu aufgehoben, was soll die Durchfahrt an vier Haltestellen noch bringen? Die Haltestelle Marienplatz kommt mit dem Baubeginn des neuen Wohnquartiers dort. Die Schnelllinie ist so nicht mehr zu betreiben, es passt nicht mehr. Im Übrigen ist jetzt schon absehbar, wie viele Leute stehen bleiben, die die Linie nicht benutzen können, weil sie eben an der Marienhöhe aussteigen wollen. Dies führt regelmäßig zu einer überfüllten Linie 7, die ja auch in Zukunft als Verstärker zur Linie 6 weiter fahren wird.

    Man sollte überhaupt kein Linienfahrzeug auf den Rhönring umleiten. Wegen des ab 1. geltenden Dieselfahrverbots wird dieser noch mehr Verkehr aufnehmen müssen, noch dazu wenn der City-Ring nicht zur Verfügung steht. Das Betriebskonzept ist seit 1999, mit Ausnahme von zusätzlichen Fahrtangeboten das Gleiche und hat sich bewährt. Wer ein solches Fest vor Augen hat, weiß was der Nahverkehr an diesen Tagen leistet und dann mit unschlagbarem Dilettantismus verschlimmbessern will, dem empfehle ich einen Blick in die angedachten Umleitungsstrecken während der Veranstaltung. Die Betriebe gehen sowohl was das Personal, als auch die Fahrzeuge anbelangt an die Grenze des Machbaren. Nur mal zur Info die Planung für Dadina, HEAG Feuerwehr und Polizei beginnen schon gut 3 - 4 Monate vorher und auch wenn du vielleicht anderer Meinung bist, das sind alles Fachleute. Hier geht es ausnahmsweise nicht nur um den ÖPNV, sondern auch um Rettungsdienste, Feuerwehr und Polizei, die auch noch irgendwo durchfahren müssen.

    Die Haltestellen im Gesamtnetz erhalten eine Mindestlänge von 45m, dies ermöglicht auch auf der SL 3 den Einsatz größerer Züge. Diese benötigen die Energie auch wegen der vielen Nebenverbraucher, wie z.B. Klimaanlage, die politisch gewünscht ist, um den Komfort zu erhöhen. Natürlich ist das mit den Masten eine Katastrophe, aber man möchte aus Sicherheitsgründen keine Wandanker mehr.

    In dere Tat war das Verhalten des Fahrers korrekt. Es gibt n Darmstadt nur 2 Doppelhaltestellen. Die Haltestelle Schloss und die Rhein-/Neckarstraße. Am Luisenplatz kann es daher dazu kommen, dass das Fahrzeug an dritter Stelle dreimal halten muss. Begründet wird dies am Luisenplatz damit, dass auf Grund der Zuglängen bis zu 60 Meter zum Fahrzeug zu laufen wären, was man schlicht und ergreifend für fahrgastunfreundlich hält. Nun weiß dies der Fahrgast und pocht auf sein Recht.......

    Die Trassen, die bereits jetzt von Bus und Bahn genutzt werden sind jetzt schon vollkommen überlastet. Wenn mann jetzt 20% mehr Verkehr anbieten will, fragt man sich wo? Es gibt keine alternativen Routen für den Busverkehr. HInzu kommt der immer weiter voranschreitende Abbau der Vorrangschaltungen an den Signalanlagen. Hier arbeitet die Stadt gegen den "eigenen" Verkehrsbetrieb

    Wenn man weiß, dass das Ganze nicht passt, dann muss man, wie auch auf der Linie 9 in Griesheim, oder im Spätverkehr am Dreieichweg und in Alsbach die Wendezeiten von 20 Minuten in Kauf nehmen. Der Vorteil wäre, man könnte den Fahrplan anpassen und in beiden Richtungen pünktlich fahren. Hier kann sich auch die Dadina nicht so einfach herausreden. Auch dort sind die Probleme bekannt, und zwar nicht nur die Probleme auf der Linie H, sondern auch all die anderen Probleme mit nicht mehr funktionierenden Ampelschaltungen, städig wachsenden Fahrgastzahlen und und und. Doch der Grundfahrplan ist seit 2004 der Gleiche. Es sind höchsten Minutenschiebereien vorgenommen worden. Darmstadt kann kaum noch zusätzlichen ÖPNV aufnehmen, wenn sich an den Rahmenbedingungen nichts ändert. Es stehen gar nicht genügend Trassen zur Verfügung. Spitzenzeiten fahren alleine 10 HEAG Linien mit 12 Kursfahrten in 15 Minuten über die Berliner Allee/Rheinstraße zum Hauptbahnhof und wieder zurück, welche LSA soll das verarbeiten? Wie soll da eine Linie pünktlöich sein? Die Fahrzeuge von der Berliner Allee zum Hauptbahnhof und zurück werden hier an der LSA bevorzugt, das hilft aber nicht, wenn vorne ein Zug oder Bus steht der geradeaus fahren will, der steht dann manchmal minutenlang im Weg. Das alles interessiert Niemanden, weder bei der Stadt noch bei den Aufgabenträgern. Die Anpassung der LSA Berliner Allee soll mit dem Umbau der Brücke über die DB-Gleise kommen, der eigentlich 2018 schon hätte beginnen sollen. Nun wartet man immer noch auf des Ende der Baumaßnahmen an den beide anderen DB-Brücken, da die den IV-Umleitungsverkehr tragen sollen. Viele andere Signalanlagen sind inzwischen auf die Bedürfnisse der Radfahrer angepasst und bremsen den ÖPNV zusätzlich aus. Man wünscht sich ein gleichberechtigtes Miteinander. Und somit bleibt alles beim Alten. Nach einer Stärkung des ÖPNV sieht das nicht aus.

    Wenn man jetzt noch bedenkt, dass Luisenplatz - Kesselhutweg und zurück gut 8 Kilometer sind, ergibt das eine Reisegeschwindigkeit von knapp 32km/h. Die Kranichsteiner Straße ist bis zum Rhönring 30er-Zone, die Haltestellen im Martinsviertel alle gut ausgelastet, dass ist eigentlich kaum zu schaffen. Ein Übriges kommt noch durch den Fahrscheinverkauf und würde man auf der Anweisung beharren im Spätverkehr Fahrkarten zu prüfen, wäre der Ofen längst aus.