Oder, ganz wilde Vorstellung, wir gehen hier den Weg wie in Luxemburg und machen den gesamten Nahverkehr kostenlos...
Das ist die eine gute Lösung.
Wenn man aberunbedingt am Fahrscheinverkauf und somit auch an die -kontrolle festhalten will, braucht man nicht unbedingt des liebsten Kind - das Rad immer neu erfinden - lange diskutieren, wenn man Nachbarländer hat, die schon funktionierende Systeme haben. Wobei das nicht landesweit, sondern an Schwerpunkten einsetzt.
Ein solches Nachbarland ist die Niederlande. Hier kommt man nur mit einem Fahrschein auf den Bahnsteig. Der ist natürlich digital. Egal ob Papier oder Plastik oder gar Mobiltelefon. Man hält den Fahrschein einfach

ans Erfassungsgerät und die Türe, wie hier in Dordrecht öffnet sich und gewährt somit den Durchlaß. Die Zugänge sind an den Bahnsteigen, oder wie in Utrecht, von den beiden Zugängen zu den Bahnsteigen. Wer keinen Fahrausweis hat, der muß einen Umweg ohne Zugang zu den Bahnsteigen im Bahnhofsgebäude nehem, um auf die andere Bahnhofsseite zu kommen. Ach ja, die unterschiedlichen Farben stehen für die unterschiedlichen Bahnunternehmen beziehungsweise Verkehrssysteme. Gelb für die NS (Nederlandse Spoorwegen) im Bereich Eisenbahn und RET (Rotterdamse Electrische Tram) im Bereich U-Bahn alias Metro.
Übrigens, der Umstieg ist auch geregelt. Geht auch digital. Die Niederländer halten ihre Fahrkarte einfach wieder an Lesegeräte, wie

hier an einem Bahnsteig des Hoofdstation (hier nicht Centraal!), wo von einer zur anderen Bahngesellschaft umgestiegen wird.
Braucht man alles nicht, wenn der ÖPNV kostenlos betrieben wird. Wobei, der Fernverkehr ist auch in Luxemburg kostenpflichtig. Und auch die 1. Klasse, wenn vorhanden. Kontrollen sind auch immer weiterhin notwendig, um eventuelle Gefahren möglichst zu verhindern. Es werden leider auch Menschen mit Fahrkarte gewalttätig.
Der Istfürkostenlosenpersonennahverkehringesamtdeutschlandgünter