Beiträge von gruga

    Linie 26 von Niederrad zur Louisa wurde auch Wallmann-Linie genannt. Sie sollte Niederräder samstags zum Einkaufen nach Sachsenhausen bringen und fuhr auf Rechnung der Stadt. Sie war zwar mit FVV-Fahrscheinen zu benutzen, aber buchhalterisch gesehen kein FVV-Verkehrsmittel. Die heutige 19 ist eher ein Schulbus auf Schienen.

    So süß sie auch sein mögen, aber bitte keine Kinderstimmen. Auch keine Dialektansagen, da denk ich noch mit Grausen an Darmstadt, auch wenn es heute vielleicht ein gewissen Kultcharakter hat. Und auch bitte keine Menschen, bei denen es schon fast eine Zumutung ist, wenn sie in ein Mikro sprechen. Wenn ich an die Dame in den Offenbacher Bussen der achtziger Jahre denke, bekomme ich heute noch Alpträume, dass ich bei der Ansage des Marktplatzes durch den Lautsprecher nass gespuckt werde.

    Zur guten alten Tonbandzeit waren die meisten Ansagerinnen (selten Ansager) einfach Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter des jeweiligen Betriebes, Ich erinnere mich dunkel an ein Interview, das ich zufällig im NDR gesehen habe. Dort meinte die damalige Sprecherin der Ansagen in Hannover sinngemäß, dass es eine Ehre gewesen sei, für seinen Betrieb die Ansagen machen zu dürfen. Selbstverständlich außerhalb der Arbeitszeit und natürlich ohne Bezahlung.

    Vielleicht findet sich ja bei der VGF jemand mit einer geeigneten Stimme und Aussprache.

    Also bleibt es im Abschnitt Bad Homburg- Friedrichsdorf bei der S5 beim 30-Minuten-Takt. Die Friedberger Bahn fährt dann auch nach HG. Und die Taunusbahn fährt meist nur bis Usingen. Dann ist das ja für Friedrichsdorf eine Verschlechterung oder kapier ich da was falsch?

    Wenn in Friedrichsdorf gekuppelt wird, fahren dann alle S5er mindestens bis Friedrichsdorf? Ist dann Bad Homburg also kein Zwischenendbahnhof mehr? Kann man den gesamten S-Bahnverkehr dann wirklich auf einem Gleis abwickeln? Und wo sollen dann die abgekuppelten Züge abgestellt werden? Verstehe ich alles nicht.

    Das Außen-Werbeverbot wurde vor einigen Jahren aufgehoben. Prinzipiell wäre kommerzielle Werbung möglich. In München gibt es auch einige Werbe-423er. In Rhein-Main (noch) nicht. Vielleicht mangels Nachfrage, auch bei der U-Bahn sind, im Gegensatz zur Straßenbahn, Werbungen auch eher selten. Dass die Wappen-Aktion nicht fortgesetzt wurde, finde ich auch schade.

    Irgendwann in den 2000ern wurde von Mehdorn ein Werbeverbot wegen des neuen Corporate Designs erlassen.Schon lange davor gab es kaum noch Außenwerbungen. Coca Cola (420 239) und Brillen Bouffier (420 201 + 203) waren glaube ich eine der letzten.In den 80ern gab es haufenweise solcher Werbungen: Kaiser Friedrich Quelle, Mainz - Stadt des ZDF, Bauknecht weiß, was Frauen wünschen (heute undenkbar...) und viele andere mehr. Mittlerweile wurde das Verbot meines Wissens wieder aufgehoben. In München und Berlin habe ich auch schon kommerzielle Werbungen gesehen. In Rhein-Main gibt es noch keine bzw. man will hier keine.

    Die Nordwestzentrumsbahn war ganz sicher Wagen 351 und es war mit ziemlicher Sicherheit September/Oktober 1998, als die Umstellung der U7 von Pt auf U2e geschah, Über die Frühstücksbahn erinnere ich mich noch an einen Beitrag in der Hessenschau, in der die damalige Gewerkschaft öTV bedauerte, dass dieser Versuch nicht dauerhaft fortsetzt werde, da er auch zur Erhöhung der Sicherheit beitrüge.

    Die Sprecherin der alten Alpina-Ansagen war Elke Kuhlen, eine Lehrerin aus Reutlingen. Im Gegensatz zu anderen Großbetrieben legte die VGF, vormals Stadtwerke, schon früh großen Wert auf Fahrgastinformation. Von daher verwundert es mich doch sehr, dass man jetzt auf Synetikstimmen setzt.

    Als es in der ET430-Anfangszeit Probleme mit dem unberechtigten Drücken der Einstiegshilfetastern gab, hat man auch relativ schnell einen Sprechertext eingefügt ("... werden diese Taster ohne Grund gedrückt, kommt es zu Verspätungen"). Außerdem fuhren auch schon vor der Tunnelsperrung Züge planmäßig über FFM Süd nach OF Ost. Dass man nicht einmal einen Text wie "Dieser Zug fährt über X, Richtung Y bitte hier umsteigen" aufgesprochen hat, verwundert doch sehr, zumal dies in Berlin bei der Stadtbahn-Sperrung auch möglich war.

    Ich kann mich noch dunkel erinnern, dass es in der Linie 11 eine kurze Zeit lang eine andere Tonbandstimme als Ingrid Metz zu hören gab. Auch die Texte zu den Umsteigehinweisen waren etwas modifiziert. Dies müsste 1986 gewesen sein. Der Grund war vermutlich, dass die Linie 11 dann doch durch die Altstadt fuhr und man irgendeine Mitarbeiterin beauftragte, die nun hinfälligen Bänder neu zu besprechen.

    Es ist wohl ein Frankfurter Paradoxon, dass die Straßenbahn ausgerechnet
    dort, wo sie noch als klassische Straßenbahn im Straßenraum verkehrt,
    schneller voran kommt, als dort, wo sie über eine eigene Trasse verfügt.
    Dies lässt sich besonderes gut an der Linie 15 in Oberrad,
    Sachsenhausen und Niederrad beobachten. Vom gründerzeitlichem
    Schlüsseltasterbedienen an den Endstellen einmal abgesehen, geht es
    zunächst jeweils relativ flott, es sei denn, Falschparker oder Müllwagen
    versperren einmal den Weg. In ihrem einzigen guttrassierten Abschnitt
    zwischen Uniklinik und Niederräder Landstraße wird sie durch
    Fußgängerampel ausgebremst, die wenigen querenden Fußgänger übrigens
    gleich mit. Man ist nämlich seit ca. 10 Jahren in Frankfurt der Meinung,
    dass jede Haltestelle ampelgesichert werden muss. Dieser Aberglaube
    fing in Niederrad vor der Fußball-WM 2006 an, ging weiter bei den
    Neubaustrecken der Linien 17 und 18 und erreichte den (vorläufigen)
    Höhepunkt im Zuge der Linie 12, wiederum in Niederrad, als man selbst
    der reinen Juxhaltestelle Kiesschneise eine Ampelanlage spendierte.
    Übrigens ein interessantes Detail am Rande: Die Relation
    Schießhüttenstraße- Zuckschwerdtstraße ist laut Fahrplanauskunft trotz
    dreimaligem Umsteigen und absonderlichem Umweg, nämlich mit dem Bus 551
    nach Offenbach, der S-Bahn zum Höchster Bahnhof und dem Bus zur
    Zuckschwerdtstr. in 5 Minuten schneller zu schaffen, als der direkte Weg
    mit der 11.

    Dass die Stadt-/Straßenbahn in Ffm nicht so recht voran kommt, liegt nicht nur am politischen Unwillen, sondern auch betrieblichen Gegenheiten. Dies fängt ja schon bei der Abfahrt an. Der Fahrer muss das Fahrzeug abrüsten, verlassen, per Schlüsseltaster Abfahrt anfordern, den Fahrstand wieder betreten und aufrüsten und dann an einigen Endstellen (Heerstraße, Hausen, Stadtgrenze Offenbach) nach wenigen Metern sogleich wieder anhalten und darauf warten, dass die LSA gütigerweise auf frei springt. Diese betriebliche Praxis passt wohl eher zu Opas Bimmelbahn, als zu einem Großbetrieb im 21. Jahrhundert. In Hannover, Stuttgart, Düsseldorf und Co. erledigt das der Bordrechner, der den Fahrer zudem noch per Piepston an die pünktliche Abfahrt erinnert.

    Ursprünglich sollte diese Lackierung auf niederflurige Wagen hinweisen, während der Hochflurfuhrpark weiter orange-beige-braun bleiben sollte. In der Anfangsphase (Busse, R- und U4-Wagen der ersten Serie) fügte man noch einen sogenannten Sympathiestreifen hinzu, der bei Werbungen einfach überklebt wurde. Erst gegen Ende der 90er stellte man generell auf SVB um, wobei bis heute auch einige Wagen im Altlack überlebten, hingegen einige zur Ausmusterung vorgesehene Wagen (N-Wagen und auch einige Hochflurbusse) für ihre letzten Runden noch SVB verpasst bekamen.
    Ich persönlich finde den SVB-Lack gut, wobei er mit einer Neuauflage der Sympathiestreifen oder einer farblich passenden Buchbinde noch besser wirken würde. Auf keinen Fall wünsche ich mir ein rot-weißes Farbkleid. Deutsche Bahn, Offenbach und gefühlte 700 weitere Verkehrsbetriebe verwenden dies schon. Frankfurt hebt sich da wohltuend ab.

    Anstatt an Endstationen (regelmäßig zu beobachten z.B. am Südbahnhof) die Innenbeleuchtung abzuschalten -im Extremfall auch vor dem Stillstand der Bahn-, wäre es doch wesentlich sinnvoller durch eine im Sprachspeicher hinterlegte Sonderansage die Fahrgäste doch etwas nachdringlicher zum Aussteigen aufzufordern. Bei der Üstra Hannover ist dies schon seit gut 15 Jahren Standard. Dort erfolgt nach einem kräftigem Jingle der Hinweis:" Meine Damen und Herren, dieser Zug endet hier, bitte steigen Sie aus". Ein S-Bahn- Fahrer hatte diese Version auch schon einmal in Offenbach Ost über Diktaphon oder ähnlichem Gerät per Lautsprecher abgespielt. Übrigens ist es auch sehr merkwürdig, dass die S-Bahn Rhein-Main über keinerlei vorgefertigte Sonderansagen verfügt. In Stuttgart, wo ja dieselben Geräte verwendet werden, hat man für fast alle Eventualitäten einen passenden Spruch.
    Apropos Bogestra: Da die Urmütter der ÖPNV-Ansagen Ingrid Metz und Helga Bayertz die 60 längst überschritten haben, hoffe ich inständig, dass Frankfurt von Sythetikstimmen, Kinderansagen und ähnlichem Schabernack verschont bleibt.