Beiträge von gruga

    Na ja, in den Zügen hat man Schmierereien, Vermüllungen, Beschädigungen schließlich auch in den Griff bekommen. Ich erinnere mich noch ungern an die Zustände in den 90ern: praktisch alle Wagen mit verschmierten und aufgeschlitzten Sitzen, zerkratzten Scheiben usw. Oftmals war ein Zugteil wegen Vandalismus komplett verschlossen. Dann wurde es allmählich besser. Heute sind die Fahrzeuge in der Regel gut in Schuss, zumindest im Inneren. Bei den Stationen könnte man auch Erfolge erzielen. Vielleicht kann man mehr vandalismusresistente Materialien verbauen oder Hintergleiswände mit Folien schützen etc.

    Von den ersten Bahnhöfen in Langwasser abgesehen, sind praktisch alle Stationen in Nürnberg schön. Da kann Frankfurt überhaupt nicht mithalten. Lediglich Zoo, Alte Oper und Kirchplatz sowie die B-Ebenen Hügelstr. (M. C. Escher) und Dornbusch finde ich gelungen, aber auch nicht außergewöhnlich.

    Wenn man bedenkt, dass die "alte" Linie 3 Zentrum- Buchrainweiher im 10-Minuten-Takt unterwegs war, trotz der 'Bahnbusse' 970 und noch 975, ist der Stundentakt eigentlich immer noch ein Witz. Auch der 102er sollte seine seit Urzeiten bestehende Führung Bismarckstr.-Hbf-Kaiserstr. zurückbekommen. Man hat ihn bei der S-Bahn-Eröffnung schon einmal über den Marktplatz geschickt, aber es damals nach kurzer Zeit wieder rückgängig gemacht.

    Ein Jammer, wie viele Strecken der schienenfreien Innenstadt und der sogenannten Vermeidung von Parallelverkehr zum Opfer fielen. Griesheim, Rödelheim, Berkersheim verloren ihre Straßenbahn, da sie ja (so die FVV-Logik) einen S-Bahn-Anschluss hatten. Auch die Strecke Platz der Republik- Hessendenkmal musste weg, obwohl dort die C-Strecke größtenteils nicht mal in der Nähe verläuft. Ich bin mir sicher, heute würden da mindestens 2 Linien in kurzen Abständen fahren.

    Gelb-blaue Bandenwerbung für die Sparkasse gab es ziemlich sicher auf einem (oder mehreren?) U2-Tw. In einer Folge von "Ein Fall für Zwei" sieht man ihn bei der Abfahrt.

    Vielen lieben Dank für die tollen Bilder. Die Flughafen-Werbung gab es auch auf einem MAN-Bus in Offenbach. Gerade der N-Wagen war als Vollwerbeträger sehr beliebt. Einige von ihnen dürften ein gutes Dutzend an Werbungen in ihrem Leben erhalten haben.

    Ich erinnere mich auch daran, dass gefühlt jeder dritte P-Wagen in den 80ern mit Bandenwerbung für Allianz, Jägermeister oder Karosseriebau Friedrichs unterwegs war.

    Vor etlichen Jahren musste an der Hauptwache örtliches Personal, mit einem Feuerlöscher ausgestatt, rund um die Uhr auf dem Bahnsteig eingesetzt werden.

    Vielleicht ist da wieder irgendeine Auflage, die zur Zeit nicht automatisiert erfüllt werden kann.

    Die Finanzierung ist das eine. Sicher etwas sehr Gewichtiges. Wie Frankfurt Rhein-Main z. B. im Jahre 2053 aussehen wird, vermag keiner wirklich zu sagen. Deshalb schauen wir mal, was in den letzten 30 Jahren passiert ist. Es wurde praktisch der gesamte Fuhrpark ausgetauscht, das für Nahverkehrsfreunde zwar interessante, aber betrieblich total ungünstige Typenwirrwarr bei der Stadtbahn wurde beseitigt. Bis auf eine sind alle Stationen barrierefrei. Auch das Verkehrsangebot ist großzügigst ausgedehnt worden. Das ist alles eine große Leistung gewesen. Was aber Streckenaus- und Neubauten betrifft, ist Frankfurt eher nicht so gut aufgestellt. Erschreckend ist hier das Tempo. Und da liegt die größte Schwachstelle. Stellen wir uns einmal vor, man braucht ab den 40ern/50ern tatsächlich einen Tunnel Eschersheimer und/oder Eckenheimer oder gar eine Zweite S-Bahn-Stammstrecke. Oder zumindest eine Umstellung von aus allen Nächten platzenden Buslinien auf Straßenbahn. Wie soll das gehen? Selbst, wenn Geld keine Rolle spielen würde. Das wird eher die Herausforderung sein.

    Den/Die 54 nutze ich gerne öfter mal. Man ist damit schneller in der Bad Homburger City als mit der S-Bahn. Als einziger der Friedrichsdorfer Linien ist er auch stets gut gefüllt. Trotzdem hat er ein sehr überschaubares Fahrplanangebot, während Linie 56 (ex Stadtbus Seulberg) nach Nieder-Eschbach von früh bis spät im 30er-Takt meist nur wenige Fahrgäste befördert.

    Ich fürchte der Drops ist gelutscht. Zumal die Kosten für Großverkehrsprojekte explodieren (U5, Riederwaldtunnel) und in der Baubranche die Hölle los ist. Vielleicht war in der Vergangenheit auch die Außendarstellung nicht immer optimal. Der Karlsruher Stadtbahngott Dr. Dieter Ludwig hat Kritiker stets versucht zu überzeugen und hat es meist auch geschafft.