Beiträge von gruga

    Diese Hublifte waren in den 90ern durchaus weit verbreitet, aber in der Tat extrem störanfällig. In SpiegelTV gab es auch mal einen Filmbericht: "Unterwegs mit einem Rollstuhlfahrer in Berlin" oder so ähnlich. Darin war auch eine Szene zu sehen, in der mehrere BVG-Mitarbeiter versuchten einen steckengebliebenen Hublift an einem damals noch sandfarbenen Bus zu reparieren.

    Bald ist das Geschenkband-Design ganz Geschichte, wenn es mit dem aktuellen Ausmusterungstempo so weitergeht. 50 Jahre hatte es Bestand. Zwischen den letzten blau-weìßen (vermutlich 1981/1982) und den ersten grün-weißen Bussen (2017/2018) gut 35 Jahre als alleiniges Farbschema. Von heute manch legendärer Vollwerbung abgesehen.

    Schade, dass man in Offenbach so wenig Wert auf Historie legt. Auch Fotos sind im Netz kaum zu finden.

    1991 ging es auf dem Römerberg los. Eine ganze Reihe fabrikneuer O 405 N und auch einige wenige glücklose Neoplans in damals futuristisch anmutender Farbgebung und mit verschiedenen Akzentstreifen gingen an den Start. Ich erinnere mich noch dunkel dran. Das genaue Datum weiß ich leider nicht mehr. Vielleicht habe einige bessere Erinnerungen und auch Bilder. In den Weiten des WWW findet man kaum etwas dazu.

    Dass OF keine Benz-Stadt war, kann man so nicht sagen. Gelenkbusse wurden 2 1/2 Jahrzehnte lang ausschließlich bei Mercedes gekauft. Von einem Einzelstück (Wagen 98 Bj. vermutlich 1988) einmal abgesehen. Erst mit den Niederflurwagen setzte man wieder mehr auf MAN.

    Bei Solobussen wechselten sich Mercedes und MAN ab. 1980 Wagen 1-7 Mercedes, dann 1982 8-11 MAN, dann wieder 1983/84 12-18 O305, dann 19-27 MAN usw.

    Die Notwende ist/war eine Werkssiedlung der BASF. Große Arbeitgeber haben sich damals noch ihrer sozialen Verantwortung gestellt und auch ganz selbstverständlich Steuern gezahlt. Ludwigshafen war bis in die 60er eine unfassbar reiche Stadt.

    Der Name "Notwende" kommt also tatsächlich von der Notwendigkeit neuen Wohnraum zu schaffen bzw. die Wohnungsnot abzuwenden. Üblicherweise liegt heute aber die Betonung auf der zweiten Silbe.

    Bei der Verkehrspolitik kommt es nicht auf Parteien an sondern auf Personen. Der Gottvater des modernen Frankfurter Nahverkehrs ist und bleibt Walter Möller. Hans Apel, selbe Partei, ließ die Hamburger Straßenbahn 1978 auf den Müll werfen. Und im rot-rot-grünen Berlin wird viel geredet aber wenig gebaut. Dafür hat der schwarze Rommel in Stuttgart ein Netz entstehen lassen, das seinesgleichen sucht.

    Also, nix für ungut.

    Könnte man die S5 und S6-Zwischentakte nicht bis Frankfurt Hbf Hoch führen? Oder wenigstens bis Rödelheim bzw. Bad Vilbel?

    Ich habe den Eindruck, man lässt lieber Kurzführungen ausfallen, was sehr schade ist. Gerade jetzt bei wieder steigenden Inzidenzen.

    Dann gibt es bald gelbe R-Wagen zu bestaunen. Schade eigentlich, irgendwie mag ich die mehr als den S-Wagen.

    Die Klimatisierung des Fahrstands in den P-Wagen erfolgte übrigens einfach dadurch, dass die Kabinentür offen blieb. Auch bei hohen Temperaturen ließ es sich in den Altwagen besser aushalten als im R oder U4.

    Nein, da war ich natürlich nur ab und zu und habe Busse auch eher selten benutzt, so dass meine Erinnerungen natürlich nicht repräsentativ sind. Aber die Momente, in denen ich fuhr, haben die Fahrer Ansagen gemacht. In Stuttgart meckerte auch mal ein Fahrer Schüler im breiten Schwäbisch an, weil sie die Türen für Mitschüler aufhielten. Daran erinnere ich mich noch nach über 30 Jahren, weil es irgendwie witzig klingt, wenn Schwaben fluchen. Ansonsten bleibt nur der Rat Fahrer zu finden, die schon lange dabei sind und sich noch an die 70er/80er erinnern.

    Busfahreransagen kenne ich noch aus Stuttgart und München. Da war das noch bis Ende der 90er so. In München glaube ich sogar noch länger. Wenn dich das Thema interessiert, schau mal bei mal bei Youtube rein. Da findest du zahlreiche alte und aktuelle Hörbeispiele von vielen verschiedenen Betrieben. Mainz war auch mal vertreten. Daher weiß ich, dass die Straßenbahn auch die Bushaltestellen drin hatte, weil ein Straßenbahnfahrer mal in einer Wendepause mit dem IBIS-Gerät spielte und die Busansagen durchschaltete. WIe gesagt, ich kenne aus Mainz von früher nur Ingrid-Metz-Ansagen. In den alten Straßenbahnen und Hochflurbussen könnte es Fahreransagen gegeben haben. Aber das kann ich leider nicht belegen.

    Aus Rhein-Main kenne ich noch Offenbach und Darmstadt. OF hatte auch schon mindestens seit Anfang der 80er, eher noch früher, Kassettenansagen. Die klangen aber sehr gewöhnungsbedürftig, Donald-Duck-artig. Mitte der 80er kamen dann Digitalansagen, aber nur in Neufahrzeugen. Die alte Mercedes und MAN behielten ihre Rekorder. Mit der S-Bahn- Eröffnung 1995 hielt dann auch dort Ingrid Metz Einzug. In Darmstadt sprach ein Volksschauspieler mit starkem Dialekt. Später in den 2000ern wurde auf eine hochdeutsche Frauenstimme umgestellt.

    Ich erinnere mich noch an die Bahnbus-/VU-Zeit in Frankfurt/Offenbach. Da gab es nur ganz, ganz wenige Fahrer, die ausriefen. Während bei den Stadtwerken die Bänder in aller Regel sehr zuverlässig liefen. Es gab auch einmal einen einen Ansagentest in der Bildzeitung, der das bestätigte.

    In Hanau kamen die Ansagen vom Band, Sprecherin war Dorothee Roth, die heute noch in Stuttgart die Ansagen macht. Dann gab es Digitalansagen, zuerst von einer Mitarbeiterin, dann von Ingrid Metz.

    In Wiesbaden war ich so ab 1987 ein paar mal im Jahr. Ich erinnere mich noch an die Bordrechner. 100% beschwören, dass es da schon Digitalansagen gab, kann ichs aber nicht, weil ich das alles bewusst erst ab Mitte der 90er wahrnehme.

    Ich komme nicht aus MZ/WI, daher hab ich an das Mainz der 80er kaum Erinnerungen. Aber Digitalansagen erst ab 1999 kann nicht sein. Die Niederflurwagen hatten gar keine Rekorder. Die meinen vielleicht, die aktuellen Ansagen, die von einem Mitarbeiter eingesprochen wurden. Wiesbaden hatte schon sehr früh einen Bordrechner, damals noch mit Tasten wie beim Computer. Die Ansagen hörten sich dem Stand der Technik entsprechend sehr dumpf an. Mit den neuen Geräten wurde es deutlich besser, die Ansagestimmen wechselten auch öfter. An selbst gesprochen Ansagen erinnere ich mich nicht, was ja nicht heißt, dass es sienicht gab. Vllt kann dir ein älterer Busfahrer aus Mainz helfen.

    In Mainz sprach lange Zeit Ingrid Metz die Ansagen. Diese kamen vom Sprachspeicher.

    An Ansagen von der Tonkassette erinnere ich mich bei beiden Betrieben gar nicht mehr. Wiesbaden hatte aber schon in den 80ern digitale Ansagen.

    Frankfurt hatte sogar in den frühen 70ern Bandansagen. In alten Tatorten von 1972 und 1975 kann man "Kruppstr." bzw. "Hauptwache" hören. Digitalansagen gibt es seit 1989. Zuerst in den 0 405- Bussen (Nr. 61-100), später kamen die U2-Wagen dazu und zum Schluss die P-Wagen, erst Mitte der 2000er.