Beiträge von tunnelklick

    Kleiner straßenbahnhistorischer Exkurs:


    Die Anbindung von Bergen an die Straßenbahn ist - im Zuge von Eingemeindungsverhandlungen - in drei Varianten überlegt worden.


    Erste Präfenz war eine auch so bezeichnete "Schnellstraßenbahn" (gelb) vom Marbachweg her über die Festburg. Sie sollte ein Wohngebiet erschließen, von dem aber wegen des Ersten Weltkrieges nur die beiden Parks (Huthpark und Lohrbergpark) existieren; das war ein großes Stadtentwicklungsprojekt, das sich jedoch arg in Länge zog und zurückgestellt und nach 1918 nicht weiter verfolgt wurde. Das Bahnamt hatte die Planung schon 1909 sehr weit schon ausgearbeitet und mit dem Erwerb der Flächen begonnen.


    Die Zentraltrasse (grün) scheiterte am Widerstand Seckbacher Grundeigentümer, die ihre Grundstücke nicht hergeben wollten.


    Gebaut wurde die Südanbindung, die eigentlich an allem vorbei führte, um nämlich überhaupt je zu Potte zu kommen, denn der Magistrat hatte sich der Gemeinde Bergen-Enkheim gegenüber in einem sog. Gas-Vertrag von 1907 verpflichtet, binnen fünf Jahren nach Abschluss des Vertrages einen Anschluss an das Frankfurter Straßenbahnnetz herzustellen. Es war die Gegenleistung für die Abnahme von Stadtgas aus den Frankfurter Gaswerken; hat mit Ach & Krach geklappt, Frankfurt wurde nicht vetragsbrüchig, gereicht hats aber nur zur schlechtesten aller Varianten.



    © Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main, Stand 2011, © Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation

    Unter der Überschrift "Teilnetz Main-Weser" schreibt DB Region die Beschaffung von Elektrotriebfahrzeugen aus:


    Zitat

    Gegenstand der Vergabe ist ein Auftrag über die (ggf. Entwicklung), Herstellung, Lieferung, Inbetriebsetzung und Zulassung von bis zu 17 neuen elektrischen Fahrzeugen mit jeweils mindestens 420 Sitzplätzen und von bis zu 7 neuen elektrischen Fahrzeugen mit jeweils mindestens 540 Sitzplätzen für den öffentlichen Schienenpersonennahverkehr einschließlich der Ersatzteile und ggf. dazugehöriger Dienstleistungen (z.B. Schulungen) für Verkehre der Verkehrsausschreibung Main-Weser. Der Auftraggeber geht derzeit von einer Inbetriebnahme des Netzes zum Fahrplanwechsel Dezember 2024 aus.


    Quelle


    Daraus könnte man schließen, dass DB Regio beauftragt wurde, stand aber noch nirgends, oder?

    Sicher? In der Liste der Referenz-Strecken für den Einsatz von Wasserstoffzügen taucht die Ländchesbahn nicht auf. Wo würden die Züge denn betankt? Von einer Wasserstofftankstelle in Wiesbaden oder Limburg war bisher nie die Rede.

    Der RMV schreibt aktuell den Betrieb der Ländchesbahn (RB 21 Limburg - Niedernhausen - Wiesbaden) für den Zeitraum 12/2022 - 12/2032 aus. Gefahren werden soll mit 10 Fahrzeugen aus dem Fuhrpark der fahma:

    Zitat


    Durch die fahma werden insgesamt 10 Fahrzeuge (Dieseltriebwagen LINT 41/H), die z.Zt. im TN Taunusbahn eingesetzt sind, für den Einsatz auf den Linien gemäß Kapitel 1 Absatz 1 des TN Ländchesbahn zur Verfügung gestellt.


    Diese 10 Fahrzeuge werden wohl durch den Einsatz der Brennstoffzellen-Züge frei, die im Taunusnetz eingesetzt werden.


    Ausschreibung

    Dass die C-Anschschlußstrecken namenlos geblieben sind, dürfte darauf zurückgehen, dass sie nicht als Stadtbahnbauvorhaben geplant und gebaut wurden, sondern als Straßenausbaumaßnahmen. Der Ausbau der Ludwig-Landmann-Straße und Am Hohen Weg bedurfte keiner Planfeststellung und da dort breits Straßenbahnen verlegt waren, war es nur ein Umbau; es gibt also für die Anschlußstrecken ab Industriehof keine PFB nach PBefG (für den Ausbau der MZ-Ldstr. bis Birminghamstraße dito, Eschersheimer Ldstr. ab Grünhof dito).


    Zur B-Strecke: der U5-Ausbau im Europaviertel läuft offiziell unter dem Titel "Ausbaustrecke B/III".

    Ich hätte kein Problem, die C-Aussenäste im Nordwesten auch als "C-Strecke" zu markieren. Sie insoweit außen vor zu lassen, weil sie keine Stadtbahnstreckennummer haben (echt nicht?), hat den Nachteil, dass sie auf ein universelles Nummernsystem verweisen, das nicht zwischen Stadtbahn- und Straßenbahnstrecken unterscheidet. Dann fände ich es konsequenter, in einer Folie "VGF-Streckennummer" analog zum Straßenbahnplan die gesamten (Infrastruktur-?)Streckennummern im Stadtbahnnetz auszubreiten. Die aktuelle Version scheint mir ein unerklärlicher Mix zu sein.


    Andere Frage: was bedeutet bzw. was ist der Unterschied zwischen einer Zusatzbezeichnung in arabischen Ziffern (A3) und römischen Ziffern (DIV)? Welches Kriterium führt zu dieser Unterscheidung?


    Die römischen Ziffern markierten irgendwann mal den Ausbauabschnitt, z.B. A I (Grünhof bis ??), A IV (Theaterplatz - Südbahnhof) (A V) Südbhf - S. Warte), CIV (Zoo - Ostbhf). Aber wofür steht A3, B2 usw.)

    Aktuell schreibt der RMV die Vergabe zweier X-Buslinien aus:


    Zitat

    Durchführung gemeinwirtschaftlicher Verkehrsdienstleistungen im Buspersonennahverkehr (Landverkehr) im Zuständigkeitsbereich des RMV. Die zu vergebenden Leistungen sind im Linienbündel LGG Flughafen Süd auf folgenden Linien zu erbringen:

    - Regionale Expressbuslinie X14: Darmstadt - Walldorf;

    - Regionale Expressbuslinie X15: Darmstadt - Walldorf - Frankfurt Flughafen.

    Gesamtleistung (gerundet): 629 Tsd. Nwkm/Fahrplanjahr 2022.

    Das o.g. Linienbündel wird nur als Gesamtleistung vergeben.

    Vielleicht sollte ich langsam wieder anfangen, die deutsche Sprache wieder weiter zu lernen... Jup, genau den Bereich meinte ich :) Ich persönlich sehe das schon als sinnvoll wenn man bedenkt, dass dann theoretisch eine Abstellung über Nacht ermöglicht werden könnte.


    Der verbliebene Tunnelstutzen ist max. 90 m lang, rein platzmäßig könnten zwei 3er-Traktionen reinpassen.

    Die FAZ berichtet heute ebenfalls darüber, mit ein paar Details, die hier noch nachgetragen gehören:


    - im VGF-Netz gibt es 54 Gleichrichterwerke;

    - das alte GW an der Wittelsbacher Allee ist 42 Jahre alt (Baujahr 1979), es gibt keine Ersatzteile mehr;

    - von der hier verwendeten unterirdischen Bauart gibt es noch zwei weitere, am Baseler Platz und am Römerhof;

    - Baukosten hier rd. 1,5 Mio €;