Wie immer alles verkürzt, ungenau und durcheinander: die teilweise oberirdische Führung geht letztlich darauf zurück, dass die Fördermittelgeber (Land und Bund) eine vollständig unterirdische Lösung nicht gefördert hätten. Da die städtischen Gremien nicht in der Lage waren, den Ausfall der Förderung für den unteriridschen Abschnitt ab Rampe Europaallee durch eigene Mittel zu kompensieren, wurde die förderfähige Variante geplant und gebaut. Das könnte man durchaus als eine Panne mit Ansage bezeichnen, denn es gab von vornherein Ansagen, dass der Volltunnel nicht förderfähig sei. Das politische Versagen lag - wenn überhaupt - bei denen, die immer die große Tunnellösung gefordert und vorangetrieben haben, ohne einen Plan B vorzusehen, der musste dann eben erst mit gehöriger Zeitverzögerung (1-2 Jahre vielleicht, evtl. auch mehr) ausgearbeitet werden.
Dass ein teils ober-, teils unterirdischer Verlauf die Ausschreibung der Gewerke verkompliziere, kann ich mir nicht vorstellen, es wurde nur Anderes ausgeschrieben. oberirdische Haltestellen mit Seitenbahnsteigen etwa, dafür ist aber der Ausbau unterirdischer Stationen entfallen. Oberirdische Stationen sind einfacher zu planen, weil der ganze Ausbau (mit Brandschutz, Elektro, Rolltreppen z.B.) entfällt. Die ausschreibungsinduzierte Zeitverzögerung ist nur dadurch entstanden, dass keine Angebote eingegangen sind, es gab keine Firma, die das hätte machen wollen. Wenn sich keiner um den Auftrag bewirbt, kann man auch keinen Auftrag erteilen. Dumm gelaufen. Wem will man das vorwerfen?
Zu bedenken ist auch, dass sich die Förderkulisse gegenüber damals dahin verändert hat, dass der Bund mehr als 75% fördert (ich glaube bis zu 90%)




