Neues P&R-Konzept für Frankfurt vorgestellt
Das im Vorbeitrag noch als unfertig erwähnte P&R-Konzept hat heute das Licht der Welt erblickt. Die Stadt Frankfurt und Traffiq haben das vom Ing-Büro Ramboll erarbeitete Konzept vorgestellt:
ZitatAlles anzeigenDie Herausforderung
Rund 463.000 Berufstätige pendeln täglich nach Frankfurt am Main, wobei etwa 60 Prozent den Pkw nutzen und das Verkehrsnetz damit bereits seit Jahrzehnten an seine Kapazitätsgrenzen bringen. Hier schafft Park-and-Ride (P+R) - also gut erreichbare, komfortable und kostengünstige Parkplätze mit dicht getakteter, günstiger ÖPNV-Anbindung in der Nähe – Abhilfe.
Lange Zeit jedoch standen die Tarifgrenzen, die den ÖPNV-Fahrpreis für Pendler:innen unwirtschaftlich machte, der regelmäßigen Nutzung von P+R entgegen. Mit der Einführung des Deutschlandtickets ist P+R nun attraktiver geworden. Dennoch ist das aktuelle P+R-Angebot in Frankfurt aufgrund des wachsenden Verkehrs schon heute stark ausgelastet.
Das neue P+R-Konzept: Ziele
In der Pendlermetropole Frankfurt und in der Rhein-Main-Region wird eine Ausweitung der Park-and-Ride-Anlagen schon lange diskutiert. Das Mobilitätsdezernat hat nun sein neues P+R-Konzept für die Stadt Frankfurt am Main veröffentlicht. Darin werden verschiedene Standorte zum Ausbau von P+R im Stadtgebiet mit rund 2.000 zusätzlichen Stellplätzen identifiziert. Das Konzept benennt fundierte Maßnahmen zur Steigerung der P+R-Kapazitäten als Grundlage für künftige politische Entscheidungen und weiterführende Planungen.
Das neue Konzept ist Bestandteil der Teilstrategie „Intermodale und Regionale Vernetzung“ im Masterplan Mobilität (SUMP). Ziel ist es, P+R als integralen Bestandteil einer nachhaltigen, intermodalen Mobilität in Frankfurt und der Rhein-Main-Region zu etablieren, um die Erreichbarkeit der Stadt für das Umland zu verbessern und Emissionen und Unfallrisiken für alle zu reduzieren.
Auswahlkriterien für Standorte
P+R wird von Berufspendelnden, im Einkaufs- oder Freizeitverkehr genutzt, sofern bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind: Wenn die Umsteigezeit zwischen ÖPNV und Kfz gering ist, die Qualität der ÖPNV-Verbindung in Bezug Takt und Fahrzeit sowie die Infrastruktur vor Ort hinsichtlich Sicherheit und Sauberkeit stimmt. Diese Kriterien wurden auch bei der Standortauswahl im neuen Frankfurter P+R-Konzept berücksichtigt.





