Beiträge von 420 281-8

    Ansonsten hat 420281 schon richtigerweise auf den zusätzlichen Stress durch das vor der Schranke wartende Volk hingewiesen (ich wollte es nicht so direkt schreiben). Ich gehe davon aus, daß das im endgültigen Bericht eine Rolle spielen wird.

    Die FNP hat heute vom Zwischenbericht des BEU berichtet (https://www.fnp.de/frankfurt/z…erin-schuld-13843623.html).

    Im Zeitungsartikel heißt es, dass es unmittelbar vor dem Unglück wegen einer längeren Schließphase der Schranken ein Hubkonzert der wartenden Autofahrer gegeben habe, woraufhin die Schranken geöffnet wurden. Ferner wird kritisiert, dass sich die diensthabenden Schrankenposten in den letzten Wochen regelrecht in ihrem Dienstgebäude verschanzen und u.a. die Jalousien meist geschlossen seien.

    [...]

    (*) Als Beispiel die Anwohnerproteste über den ach so gefährlichen Überweg. Als Schrankenwärter stehst Du derzeit unter dem enormen Stress, daß praktisch jede Deiner Bewegungen argwöhnisch beobachtet wird.[...]

    Die Schrankenwärter stehen nicht erst seit dem Unglück aufgrund der Anwohnerproteste unter starkem Stress.


    Schon vorher bin ich oft genug Zeuge davon geworden, wie an der geschlossenen Schranken wartende Autofahrer zum Schrankenwärterhäuschen gingen und den diensthabenden Posten durch übelste Beschimpfungen und Beleidigungen massiv unter Druck setzten, doch mal eben kurz die Schranken zu öffnen.

    Auf diese Tatsache angesprochen reagieren die Nieder Wutbürger in der Regel mit betretenem Schweigen.

    Wenn sich ein Artikel hinter einer Bezahlschranke befindet, dann sollten seine Inhalte für den Beitrag kurz in eigenen Worten zusammengefasst werden. Das Posten des Links zum Artikel mit wenigen Stichworten dazu macht leider wenig Sinn.

    Eine relevante Frage hierbei, die ich nicht selbst beantworten kann, ist: welcher Art waren denn die bisherigen gefährlichen Unfälle an dieser Stelle? Wurden sie durch Fahrradfahrer ausgelöst, die in den Gleisrillen hängenblieben? Betrafen sie Fußgänger, die den Fundamenten ausweichen mussten? Waren, mit anderen Worten, die durch die Eisenbahnkreuzung hervorgerufenen Unbequemlichkeiten wirklich gefährlich?

    Im vergangenen Jahr ist das Programm "Soziale Stadt Nied" gestartet, in dessen Rahmen die Nieder nach ihren Wünschen und Ärgernissen befragt wurden. Der Bahnübergang wurde häufig als Ärgernis genannt und zwar wegen langer Wartezeiten vor geschlossener Schranke. Als gefährlich wurde der Bahnübergang dagegen kaum bezeichnet und wenn, dann nur im Zusammenhang mit Gleislatschern, die das Warten abkürzen wollten.


    Seit dem Unfall will nun gefühlt jeder Nieder mindestens zwei Mal mit dem Fahrrad in den Gleisrillen hängengeblieben und gestürzt sein und bezeichnet den Bahnübergang deshalb als derart extrem gefährlich, dass per einstweiliger Verfügung der Bahnverkehr eingestellt werden soll, damit der Bahnübergang offen bleiben kann.


    Keine Frage, Unfälle von Radfahrern durch Hängenbleiben oder Abrutschen an den Gleisrillen hat es gegeben. Aber ich finde es sehr merkwürdig, dass diese sich erst jetzt zu Wort melden und damit die Gefährlichkeit des Bahnübergangs nachweisen wollen und sich nicht bereits vor einem Jahr entsprechend geäußert haben.


    Insbesondere die Mitglieder der zwischenzeitlich gegründeten BI zur Beseitigung des Bahnübergangs reagieren allergisch, wenn man ihnen mal den Spiegel vorhält. Aktuelles Beispiel ist das auch von mir mehrfach beobachtete Verhalten, dass immer noch Autofahrer den Bahnübergang queren und/oder sie auf ihm stehen wegen Rückstau bleiben, wenn sich die Schranken bereits schließen oder sie andere Verkehrsteilnehmer anhupen oder -pöbeln, wenn diese sich StVO-konform verhalten und den Bahnübergang bei Rückstau frei halten bzw. bei sich schließenden Schranken stehen bleiben. Als Rechtfertigung für dieses Fehlverhalten bekommt man dann zu hören, dass man das halt verstehen müsse, sonst müsse man wieder so lange warten.


    Aber um deine Frage kutz zu beantworten: Nein, die durch die Eisenbahnkreuzung hervorgerufenen Unbequemlichkeiten sind nicht wirklich gefährlich. Jedoch sorgen gewisse Verkehrsteilnehmer mit ihrem Verhalten für die Gefährlichkeit dieser Örtlichkeit.

    Auf der anderen Seite sieht es so aus, als müsste man den Dennisweg so verlegen können, dass er dort, wo heute die Bushaltestelle ist, auf die Birminghamstraße trifft.

    Sicherlich könnte man den Denisweg verlegen. Jedoch würde damit niemanden geholfen, weil der Weg weniger Meter dahinter in Gestrüpp endet. Die Bushaltestelle wird übrigens nur von Nachbuslinien angefahren.


    Hilfreich für die Diskussion ist evtl. der Plan für die angedachten Veränderungen am BÜ und der Straßenführung

    https://www.stvv.frankfurt.de/parlisobj/M_133_2012_AN_Lageplan.pdf und der dazugehörige Vortrag des Magistrats https://www.stvv.frankfurt.de/download/M_133_2012.pdf

    Eine neue Schranke ist bis jetzt noch nicht installiert.

    Ich vermute mal, die Strecke bleibt auch nächste Woche gesperrt, incl allen betrieblichen Einschränkungen.

    In dem weiter oben verlinkten Artikel bei HR Online ist von einer Sperre bis einschließlich 24. Mai die Rede. D. h. ab dem 25. Mai soll die Strecke wieder frei sein.

    Richtig, der Protest im Stadtteil richtet sich in erster Linie gegen die langen Wartezeiten am geschlossenen BÜ. Zwar wurde gerade in den vergangenen Monaten immer mal wieder von "Beinahe-Unfällen" berichtet, weil die sich senkenden Schrankenbäume auf Autos zu fallen drohten. Nach meinen Beobachtungen sind davon betroffenen Autofahrer jedoch nicht ganz unschuldig an dieser Situation, weil sie vielfach noch den BÜ passieren wollen, obwohl die Schließung bereits deutlich eingeleitet wurde.

    [...] Die Medien schweigen sich darüber aber aus?

    Aus welchem Grund müssen die Medien Unfallanalyse betreiben, zumal diese längst nicht so fundiert wäre wie von jemanden, der das dazu notwendige Hintergrundwissen hat? Mir persönlich reicht es schon, was hier so an Meinung und angeblicher Ahnung durchs Stadtteil geistert. Deshalb muss ich nicht noch ähnliche Meinungsmache in der Presse lesen.

    Lasst doch einfach BuPo, BEU usw. ihre Arbeit machen. Zu gegebener Zeit wird es schon einen Unfallbericht zu lesen geben.

    [...]

    Dass noch mit Schrankenwärter an dem Bahnübergang gearbetiet wird könnte auch daran liegen, dass

    man schon seit Jahrzenten eine Brücke bauen möchte, aber nur mit dem Bau nicht aus den Pötten kommt.

    Wieso eine neue Bahnüberganganlage bauen mit allen Änderungen an Stellwerken, wenn kurz nach dem

    Umbau auf einmal die Brückenpläne fertig sind und diese auch gebaut wird....

    Ich zitiere mal aus der Festschrift "800 Jahre Nied" (https://www.vereinsring-nied.d…_800_Jahre_Nied_Web.pdf):

    Zitat

    [...] Bereits 1915 hatte die Preußische Staatseisenbahn der Gemeinde Nied die Schließung des Bahnübergangs in Aussicht gestellt, es aber damals in der noch sehr verkehrsarmen Zeit bei einer Fußgängerbrücke belassen. Sie fiel in den 1960er Jahren der Elektrifizierung der Strecke zum Opfer. [...]

    Gemäß der Fotos war diese Brücke eine Holzkonstruktion, ähnlich wie die Fußgängerüberführung in Berkersheim.


    Mittlerweile wird auch nicht mehr über eine Brücke diskutiert oder über eine Troglösung, ähnlich wie bei den S-Bahngleisen weiter westlich vom BÜ. Die letzten Pläne sehen eine Verschwenkung der Oeserstraße in Höhe der Gebäude Nr. 105 und 111 vor, um sie dann unter die Gleise hindurch zu führen. Die Straße soll dann weiter entlang der Gleise bzw. des Denisweg zur Birminghamstraße geführt werden. Der BÜ wird stillgelegt. Zur besseren Anschauung ein Kartenausschnitt:


    Es gibt auch eine Webseite, auf der die entsprechenden Planungsunterlagen gezeigt werden, leider in einer schlechten Auflösung. Dennoch sind die Infos zum BÜ nicht uninteressant. Hier der Link zur Seite: https://bahnunterfuehrung-nied.hpage.com/home.html