Beiträge von Udo

    Ich hole das Uralt-Thema mal wieder hoch: In einem alten "Omnibus-Spiegel" finde ich die Mitteilung, daß in Bad Soden ein MB O 402 von 1987 (MTK-KD 88) eingesetzt wird, zusammen mit einem MAN/E. Auwärter 11.190 HOCL Clubstar von 1993 (MTK-KD 111). Bis Mai 1995 gehörten diese der Firma Diehl aus Hofheim, danach der Firma Burowski. Anderen Quellen zufolge wurde der Mercedes für die Stadtwerke Lübeck gebaut, die damit eine City-Linie erprobt haben, die sich aber nicht bewährte. Auch ist als Kennzeichen abweichend MTK-KD 41 genannt. War der Bus dann bis 2006 im Einsatz?


    Einen zweiten MB O 402 gab es bei Hofferberth & Müller aus Griesheim, den ich anno 2000 als Stadtbus Ober-Ramstadt gesehen habe. Das Schulamt Darmstadt (später die EAD Darmstadt) hatte bis 2003 zwei Exemplare für den in Eigenregie durchgeführten Schülerverkehr im Bestand, und am Flughafen war 2001 auch einer im Einsatz (F-H 6611).
    Weiss jemand Näheres?


    Die Gesamtproduktion des Modells soll sich auf bescheidene 60 Exemplare belaufen haben, davon sind 18 an die Berliner BVG geliefert worden, der Rest wurde breit gestreut.

    Das Kennzeichen paßte zur Stadt Siedlce, knapp 100 km östlich von Warschau (WS). Bei polnischen Unternehmern findet man das öfters, daß Gebrauchtfahrzeuge im Originalzustand des Vorbesitzers eingesetzt werden, inklusive aller Beschriftungen. Wenn die dann auf Fernlinie oder im Reiseverkehr in Deutschland auftauchen, ist in der Tat nur am Kennzeichen zu erkennen, daß es kein deutscher Bus (mehr) ist. Im Osten sieht man das nicht so eng.
    Bei phototrans.eu ist der Bus leider noch nicht gemeldet.

    Zitat

    Original von kato


    Ist das in Frankfurt ernsthaft so? Und warum?


    Ich kenne nämlich von anderen Städten genau das entgegengesetzte Förderverhalten - ist die Schule weiter als 2-3 Kilometer entfernt, gibt es Zuschüsse, sonst nicht (wozu gibts Gehwege und Fahrräder?).


    Könnte das ein aus dem Zusammenhang gerissenes Zitat sein? Diese Gruppe hat ja - wie bereits erläutert wurde - keinen Anspruch auf kostenfreie Beförderung. Also zahlen sie aus eigener Tasche vor und bekommen die Monatskarten später (als freiwillige Leistung der Stadt) erstattet. Wäre eine mögliche Erklärung, vielleicht wissen das die Frankfurter.

    Zitat

    Original von ET 403


    Das WAR auch einer der letzten Betriebe welche an den Linienbussen Amtskennzeichen hatte.


    Richtig, mit der Privat..., äh, dem Teilverkauf an Connex (von mir auch an Veolia Verkehr) 2006 wurden die kommunalen Kennzeichen ersetzt. Zuvor hatte es Konstanz (2001) und Bad Nauheim (2003?, unklar) getroffen. Die EAD hat ja keinen Linienverkehr. Die meines Wissens allerletzten Behördenkennzeichen-Linienbusse fahren in Esslingen, lediglich die Neufahrzeuge seit 2007 haben normale Kennzeichen. Behördenkennzeichen wurden irgendwann in diesem Jahr abgeschafft. Weiss jemand Genaueres?

    Vielleicht ist ein Bericht aus der Radfahrer- und Studentenstadt Göttingen von Interesse (allerdings Stand von 2006): Dort gibt es direkt am Bahnhof (Göttingen hat bekanntlich keinen Hbf) ein zweistöckiges Fahrradparkhaus, das unten eigentlich immer voll ist (bzw. war), oben aber noch genügend Kapazitäten aufwies, wenn man denn die Rampe hochschieben wollte. Das Parkhaus ist bei Öffnungszeiten von 6 oder 7 bis 22 (Sonntags 8 bis 23) Uhr und sehr günstigen Preisen bewacht und daher neben Einpendlern auch für Tagesausflüge und Wochenendheimfahrten nutzbar. Die offiziell bei jedem Betreten vorzuzeigende Karte wird natürlich nicht immer überprüft, aber der Bau ist übersichtlich, videoüberwacht, und die an "abgelaufenen" Rädern angebrachten Zettel künden von regelmäßigen Kontrollgängen. Beschädigungen habe ich nie erlebt, verstellte Spiegel beim Einrangieren des Nachbarrades mögen vorkommen. Zusatzangebote: Werkstatt, Druckluftanschluß, Rausstellservice für sehr späte Züge (aber nicht zu empfehlen, da es tatsächlich Angestellte gibt, die das Rad trotz mitgeliefertem Schlüssel für die Kette unabgeschlossen (!) vor die Tür stellen).
    Da kann man auch gleich das Freigelände nutzen, das ob seiner Größe manchen Ortsfremden zum Staunen bringt und eigentlich immer rappelvoll ist. In Göttingen herrscht temporär tatsächlich Parkplatzmangel für Fahrräder. Erweiterungsfläche wäre auf dem Busbahnhof vorhanden, es hätte lediglich in ein paar zusätzliche Bügel investiert werden müssen. Teure Räder darf man da allerdings nicht abstellen, weshalb sich etliche Hobbyfahrradfahrer ein schrottiges Zweitrad für den täglichen Weg vom oder zum Bahnhof leisten. Insgesamt sehr empfehlenswert. Nachteil: Göttingen hat den seltenen Fall erlebt, daß die Studentenschaft die Einführung des Semestertickets ablehnt - weil den Stadtbus einfach keiner braucht. Innerhalb der Kernstadt ist das Radel das unbestritten schnellste Verkehrsmittel (selbst bei Einhaltung der Verkehrsregeln), und ein dichtes Netz von Fahrradwegen und Nebenstraßen macht die Benutzung der PKW-Hauptrouten mit wenigen Ausnahmen unnötig. Radel-Vorrangschaltung inklusive (ja, auf den Uni-Rennstrecken gibts das wirklich).
    Eigentlich selbstverständlich ist da auch das üppige Angebot an Bügeln im gesamten relevanten Stadtgebiet, so daß wildes Abstellen in aller Regel unnötig ist.

    Zitat

    Original von Tatrafan


    [...] für vorsätzliche Schwarzfahrer wäre das das Signal: auf, schnell vor in den 1. Wagen, dort sind wir sicher und können in Ruhe zu Ende schwarzfahren [...]


    Erinnert mich an eine Karrikatur aus einem NVV-Fahrplan der Neunziger: Punker steht im Kundencenter und fragt den Mitarbeiter: "Darf man, wenn man schwarzfährt, umsteigen, oder muss man jedes Mal neu schwarzfahren?"


    Der Tarifkenner wird die Frage eindeutig beantworten können.

    Zitat

    Original von DenshaOtaku
    Kritik zu dem hier angesprochenen Übernahmevorhaben kommt von der Berliner Koalition, wie die Rundschau berichtet: Klick.


    In diesem Artikel schreibt fr-online über Arriva:


    "Arriva hat sich besonders in Niedersachsen (Metronom, Osthannoversche Eisenbahnen), Nordrhein-Westfalen (Prignitzer Eisenbahn), Bayern (Alex, Vogtlandbahn) und Ostdeutschland eine starke Position im Personenverkehr aufgebaut."


    Das ist wohl nicht ganz zutreffend. Arriva hat sich diese starke Position vielleicht aufgekauft. Aufgebaut haben das ganze andere. Aber so ist das im big business, da kann ein vor 20 Jahren überhaupt erst gegründetes Unternehmen (natürlich in einer anderen Branche und mit anderem Namen) über achtzigjährige Erfahrung verfügen.


    Edith besteht auf Tatsachen: Arriva ist seit 1980 im ÖPNV tätig, seit 1997 unter diesem Namen. Stammbetrieb ist ein britischer (Gebraucht-)Motorradhandel namens Cowie, gegründet 1938. Hast ja recht, Edith. :rolleyes:


    Und eine Frage für die Quizfreunde: Wie oft hat der große Konkurrent aus unserem westlichen Nachbarland seit 1997 den Namen gewechselt?

    Es gibt übrigens nicht nur hupende Straßenbahnen, sondern auch klingelnde Omnibusse. Ich kenne zwei (städtische) Verkehrsbetriebe, deren Busse für einen ganz speziellen Streckenabschnitt mit Glocken ausgerüstet sind. Zum einen sind das die Stadtwerke Göttingen (ok., heute Göttinger Verkehrsbetriebe), der andere Betrieb ist in Rhein-Main. Wer mir Grund und Betrieb nennt, darf selber mal bimmeln. :D


    Radfahrer ignorieren die Glocken übrigens auch grundsätzlich. Zumindest die Göttinger. :(

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    Original von DVB_Fahrer


    [...] aber Leute, fahrt mal mit so [aus stilistischen Gründen entfernt] wie KingLong und wie der ganze Kopiemüll noch so heißen mag ...


    Gibt es die irgendwo in Deutschland? Wehnert ETI wollte ursprünglich welche anschaffen (und hier vertreiben), aber die sind ja schon vorher pleite gegangen. Eine Runde führe ich da gerne mal mit. (Schlimmer als Volvo-Doppelzieharmonika in Göteborg kann das auch nicht sein.)

    Ich hols mal wieder hoch. Ein eher unübliches Einsatzgebiet für Midibusse ist im Rheingau zu finden. Dort fahren drei ORN- und drei NVG-Busse den Regionalverkehr von Geisenheim (Linien 181 - 183). Die große Runde Geisenheim - Johannisberg - Stephanshausen - Geisenheim ist echter Überlandverkehr, mit 60 Sachen bergab durch den Wald dürfen die "Kleinen" ja eher selten. Mal etwas anderes als durch enge Siedlungen zu schleichen. Der Fuhrpark: MAN/Göppel 12.240 HOCL-NL (A76) von 2007 mit Aufbau NM 243.2 ím Lion´s-City Design. Der Stadtbus Idstein (die anderen drei ORN-Busse) ist eher normales Einsatzgebiet.
    Seit Dezember sind im Bad Schwalbacher Hinterland auch drei oder vier Midis auf den Linien 201 und 211 (wahrscheinlich weiteren) zu finden. Die Busse gehören dem neuen Betreiber Engelhardt und dürften etwas kürzer als die ORN-Exemplare sein. Die Landschaft ist wunderbar, keine 20 km von Wiesbaden entfernt scheint Rhein-Main hier ganz weit weg.


    In Karben (Linie 07) soll es Midis im WVG-Design (steingrau-türkis) geben, kennt die jemand?

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    Original von dawson
    Also meinen bescheidenen Schwedischkenntnissen nach steht da wirklich, dass sich SL (Storstockholms Lokaltrafik, was so viel heißt wie Großstockholmer Nahverkehr und so in etwa die dortige VGF sein dürfte) [...]


    Das ist nicht ganz richtig. Die SL ist zwar aus einem Verkehrsbetrieb entstanden, schreibt aber inzwischen sämtliche Leistungen aus (derzeitige Auftragnehmer u.a. Arriva, Veolia, Swebus und Busslink i Sverige). Damit entspricht sie eher der traffiQ, allerdings mit Zuständigkeit auch im Umland und für Pendeltag - schreib: "a" mit Kringel drauf - und regionalen Schienenverkehr. Die Homepage sl.se bietet auch eine Kurzinformation in englischer Sprache.

    Ist eigentlich jemanden bekannt, bei wem die Kontrolleure angestellt sind? In Frage kommen meiner Ansicht nach:


    - hauptamtlich, aber in Diensten der Verkehrsbetriebe
    - Fahrer bzw. Zugbegleiter mit Einzelschichten als Kontrolleur
    - Angestellte von Sicherheitsfirmen o.ä.


    Ich schätze, es macht einen großen Unterschied (Ausbildung, Auftreten, Motivation ...), ob da Angestellte der Verkehrsbetriebe prüfen oder Mitarbeiter irgendwelcher Fremdfirmen, womöglich noch auf Provisionsbasis. Weiß das jemand, evtl. unterteilt nach VGF/DB/andere Verkehrsbetriebe?

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    Original von Lichtgrauorangegelb
    Vielleicht zahlt ein bekannter TV-Sender am Lerchenberg die Strecke mit. Dafür bekommen die Mainzelmännchen kostenlose Tickets. Mit dem Zweiten fährt man besser :tongue:.


    Dann erübrigt sich ja zumindest die Diskussion um die künftige Liniennummer - eine "2" gibt es zwar derzeit auch noch in Wiesbaden, aber die paar Frühfahrten lassen sich auch umbenennen. Die beiden Mittagsfahrten wurden eh gerade in die 14 integriert. :)


    Nach den lustigen gelben Bussen gibts dann auch noch Mainzelmännchen-Bahnen.

    dortelweiler : Zwar werden seit 1991 alle Linienbusse serienmäßig mit Matrix ausgerüstet, aber auf Wunsch waren auch immer Filmbänder erhältlich. Die EAD Darmstadt hat z.B. einen kurzen Centroliner (Neoplan N 4411) mit Rollband.
    Mehr als "Schulbus" und "Leerfahrt" brauchen die aber auch nicht. Leerfahrt bedeutet übrigens ohne Aufschrift.


    Gregor : Ich glaube, das hast Du falsch verstanden: Aachen hat den Wagen mit normaler Matrix beschafft, den Umbau dürfte der Private (vermutlich Firma Tirtey, Titz) vorgenommen haben.

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    Original von Charles


    Das Auto ist etwas kompliziert.
    IRISBUS ist der deutsche Verkaufsname von Heuliezbus (Frankreich).
    IVECO ist der Motorenlieferant und steht aber auch gross mit dabei (Heck)


    Das ist nicht ganz richtig: Irisbus ist ein ursprünglich französisch-italienischer, jetzt eigentlich nur noch italienischer Bushersteller, der durch Zusammenlegung der Busaktivitäten von Renault und Iveco entstanden ist und etliche weitere Marken (u.a. Karosa, inzwischen nicht mehr verwendet) umfaßt. Da sich Renault mittlerweile komplett vom Busbau getrennt hat, gehört Irisbus jetzt zum Nutzfahrzeugkonzern Iveco, daher Irisbus Iveco (entspricht sinngemäß - nicht jedoch formaljuristisch - Evobus Mercedes-Benz, bloß anders herum). Heuliez ist ein französischer Nur-Bus-Bauer, der zwar zum Irisbus-Konzern gehört, jedoch in diesem eine gewisse Eigenständigkeit bewahren konnte und daher noch unter eigenem Namen auftritt. Abgedeckt wird damit der Bereich, den das Programm des Mutterkonzerns übrig läßt, also ungefähr wie in der Beziehung Göppel - MAN.

    Zitat

    Original von Gregor
    Wenn es die Möglichkeit gab, 405er mit schmaler Linienanzeige zu ordern (also 407er-Front), warum wurde dann teilweise mit großem Schilderkasten geordert, jedoch nur ein kleines Display eingesetzt. Das ist doch irgendwie widersinnig.


    Meinst Du so etwas: http://www.regensburger-busse.de/RBO/RBO350.htm ?


    War eine Sonderkonstruktion der vier MAN SG 322, die die OVF erhalten hat. Bitte keine Frage nach dem warum.


    Bei Mercedes-Benz kenne ich das nur von Privaten. Da wurde früher öfters in den großen Zielfilmkasten ein kleiner Kasten eingebaut und der umgebende Raum verblecht. So konnten die alten Bänder aus ausgemusterten SL I weiter genutzt werden. Sah zwar komísch aus, aber funktionierte, und Aufgabenträger, die sich an so etwas stören konnten, gab es damals noch nicht. Den Auftraggebern (i.d.R. Bahnbusgesellschaften) war´s egal. (Den Fahrgästen auch.)

    Zitat

    Original von SoundofN1
    Ich dachte ich zunächst, dass ich einen O 405 fotografiere - erst beim näheren Betrachten des Fotos stellte ich fest, dass es ein O 407 mit Stadtbusfront ist:))


    Jo, da müsse wir schon genauer hingucke. Gruß von der holsteinischen Ostseeküste - wo Schleswig-Holstein richtig bergig ist. Die Verkehrsbetriebe Kreis Plön haben fast 60 Stück in dieser Ausführung beschafft, die letzten anno 2000.


    Erzähl mir also niemand, das sei eine seltene Ausführung. ;)