Beiträge von LicherFan

    Neufahrzeuge bei Rack: MKK-R 9401 und 9407 werden wohl noch ein paar mehr Brüder haben und stammen aus dem Hause Evobus. Die Citaro C2 Hybrid haben auf der OF-99 die MAN abgelöst. Die beiden gesichteten Wagen sind noch nicht foliert und unterscheiden sich von den Becker-C2 erstmal nur durch eine dunkler (eingestellte) Zielanzeige.


    Zusätzlich lief auf der OF-99 gestern allerdings auch noch MKK-RT 829.

    Beim RMV liest man gerade von der anstehenden Preiserhöhung zum 01.07. - irgendwie passt das so gar nicht in die Zeit von 9-Euro-Ticket und möglicher Nachfolge.

    Doch, denn solange nicht beschlossen ist, dass der RMV mehr Gelder vom Staat bekommt, muss er sich das Geld aus der anderen Einnahmenquelle holen, um die laufenden Kosten deckeln zu können.

    Ich nehme mal an, dass die Frage nicht auf die X95 bezogen war, sondern auf die neue X65.


    Im Grunde geht es bei der Einteilung um die Funktion der Linie. Die F-65 verbindet zwar drei Kreise, erschließt aber nur lokal Nachbarorte sozusagen. Die X65 soll dann ja zwei überörtliche Bahnhöfe / größere Städte verbinden und nimmt dabei nur die Orte zwischendurch teilweise mit. Das ist dann eine regionale Bedeutung.


    In der Tat sind die Grenzen da aber manchmal fließend.

    Einen Teil hat die DB Regio Bus Mitte gewonnen, genau genommen die Linien 73, 75, 78 und 82.


    Einen zweiten Teil hat die CityBus Mobil gewonnen, das betrifft die schulrelevanten Linien 81, 83 und 87.


    Und der dritte Teil geht an die VerkehrsService GmbH Groß-Gerau. Erstmal eigenständig, aber der Geschäftsführer war bis Dezember Prokurist bei Autobus Sippel und Sippel Travel. Seitdem arbeitet er für die LNVG GG. Und die Prokuristin der VSGG ist auch Prokuristin der LNVG. Die neue Gesellschaft ist dann auf den Linien 72, 74 und 79 an zutreffen und scheint ja heute schon auf den Linien unterwegs zu sein, evtl. mit den ehemaligen Sippel-Bussen.


    Dazu wird das Angebot wieder vervollständigt mit einer kleinen Änderung bei der 72 und 73. Dazu gibt es aber laut PM noch Ausweitungen im Bereich Wochenende u.a. https://www.rmv.de/c/de/start/…ungen-ab-dem-26-juni-2022

    Offiziell geht das, ja.


    Entweder die können das auslesen oder müssen (eigentlich) kulant sein.

    Auf der Homepage von NAH.SH in Schleswig-Holstein steht aber zum Beispiel explizit, dass das Ticket als Jahreskarte erkennbar sein muss! Keine Ahnung ob da das pure eTicket vom RMV ohne den erwähnten Nachweis reicht. War ja schon im Vogelsberg oder Taunus kompliziert...

    Hehe, die Frage kann man schön uminterpretieren.


    Das (private) Auto ist maximal unflexibel. Es hat immer gleich viel PS, gleich viel Sitzplätze, gleich großen Kofferraum.


    Um noch etwas zum 9€ Ticket zu sagen: vielleicht bewegt es ja tatsächlich die Politik dazu, irgendeine Form des günstigen bundesweiten Tickets einzuführen. Die Forderungen machen Hoffnung.

    Deshalb fahren "die Leute" ja auch fette SUVs um auf alle Eventualitäten eingestellt zu sein und ärgern sich trotzdem lieber über zu wenig Parkplätze als den Bus zu nehmen ||


    Das wäre eine sehr gute Entwicklung. Im Endeffekt wäre ne BahnCard 100 die quasi alle Nahverkehrsangebote umfasst ne Idee. Oder aber ein 9 Euro-Ticket zu einem passenden Preis (3€ am Tag = 90€-Ticket pro Monat wäre ein Gedanke), was dann im Idealfall auch die selbe Wirkung hat wie ne Bahncard 25.


    Wenn alle so denken würden wie du baeuchle, dann wäre Paris kein Problem... Aber nur um der Diskussion die Korinthe oben drauf zu setzen, in Deutschland gibt es pro Haushalt ungefähr 1,13 Autos. Sprich, du hast das Problem der Verfügbarkeit im Durchschnitt viel weniger als du. Also nur das zur generellen Flexibilität der Systeme. Und ich glaube ich muss mich dahingehend korrigieren, es wird sicher in den Großstädten Leute geben, die so wenig mit Landleben oder Kleinstadtleben zu tun haben, dass sie den Struggle von schlechten Takten im Zweifel nicht mal gehört haben. Die könnten es auch generell flexibler finden.

    Und noch was zum 9 Euro-Ticket: Ich würde gerne mal in ein paar Wochen eine repräsentative Umfrage bei allen beteiligten Verkehrsunternehmen hören, wie die Auswirkung des Tickets bei ihnen waren. Habe gerade mal geguckt ob ich was zur heag finde, da ist bei google nur der Echo-Teaser zu lesen, dass Züge vor dem Wochenende nicht voller waren und "Auch das örtliche Verkehrsunternehmen Heag-Mobilo...". Nehme an, dass da zu lesen ist, dass es keine auffällig negativen Auswirkungen gab.

    Warum sollte jemand aus Bad Vilbel zum Ledermuseum wollen?

    Die Frage ist aber glaub ich ganz allgemein, wie viele Offenbacher wollen nach Bad Vilbel und wie viele Bad Vilbeler nach Offenbach? Und ich weiß, dass es einige Studenten gibt, die von Offenbach nach Gießen pendeln. Da gibt es auch keine Verbindung laut RMV aus der Ludwigstraße oder aus Tempelsee, die mit der X97 zeitlich attraktiv ist. Also zum Umsteigen auch nicht die attraktivste Lösung. Vielleicht für Orte an der S6 zwischen Friedberg und Bad Vilbel, aber auch da dann wieder die Frage wie viele Leute da potentielle Kunden sind. Die S-Bahn ist da in der aktuellen Zeitlage etc. auf jeden Fall attraktiver als der X97. Und wenn die S-Bahn "noch" besser wird nach dem Ausbau, bleibt ja wirklich nicht viel Potential für die X97 übrig. Wenn man nicht zu viel Geld hat, ist dann vielleicht die X65 sinnvoller. Ob dem so ist, wird man dann sehen.

    Nein, das ist ja auch nicht der Punkt. Auch nicht alles ist logisch, wenn es um die subjektive Wahrnehmung geht.


    Natürlich ist der MIV nicht unendlich flexibel, aber gibt es irgendjemanden, der den ÖPNV flexibler findet als den MIV?

    Naja, beim MIV ist auch nicht alles Gold, was glänzt. Staus im Pfingstreiseverkehr gab es auch auf den Autobahnen.


    Stellt man sich große Reserven ins Depot, dann stellt sich die Frage: Warum lässt man das Material nicht auch fahren, wenn es schon mal da ist?

    Wenn beim MIV aber die A5 bei Friedberg einen Stau hat, dann kann ich aber entscheiden über die A45 zu fahren, durch die Wetterau, die B3 oder im Taunus mein Glück versuchen. Oder einfach ne halbe Stunde früher los fahren. Wenn der Zug aber nur alle Stunde fährt, dann kann ich nicht einfach ne halbe Stunde vorher entscheiden, dass ich jetzt fahre, um pünktlich bei der Arbeit zu sein.

    Und wenn ich mit dem Zug fahre, sieht man aktuell ja am Reisewochenende, wenn die Züge voll sind, sind sie voll. Dann hab ich erst wieder ne Chance in ner Stunde mit dem nächsten Zug zu fahren. Wenn ne Autobahn zu voll ist, dann komm ich vielleicht 10 Minuten später als gedacht.


    Und wenn man nicht streng mit Navi fährt und die geplante Ankunftszeit sieht, dann merk ich nicht ob ich 35 oder 42 Minuten von Gießen nach Frankfurt brauche. Wenn der Zug aber 7 Minuten Verspätung hat, dann merkt man das dank des klaren Fahrplans deutlich. Fällt dann auch wieder weniger auf, wenn auf ner Linie eh alle 5 Minuten ein Zug kommt. Also wenn ich vom Hauptbahnhof zur Hauptwache will, guck ich nicht auf den Fahrplan, sondern geh einfach auf den Bahnsteig. Da bin ich dann auch im ÖPNV mal flexibel.


    Ja, der Punkt mit den Reserven ist natürlich klar. Du musst in einer idealen Welt flexible Reserven haben zusätzlich zu einem guten Takt. Also im Busverkehr wäre es in der HVZ ideal mehrere Busse mit Fahrern an Knotenpunkten stehen zu haben, die dann bei Bedarf auf Strecken überlastete Fahrzeuge verstärken.

    Auch wenn es direkt nichts mit dem 9-Euro-Ticket zu tun hat, zeigt dieses Beispiel doch Mängel in der Abstimmung und fehlende Flexibilität in Bezug auf Großereignisse. Das 9-Euro-Ticket ist gewissermaßen als 3-monatiges Großereignis zu sehen, das ja auch lange genug bekannt war, schon durch die politische Diskussion im Vorfeld.


    Natürlich bestehen auch grundsätzliche Engpässe bei Personal und Fahrzeugen, die sich nicht so eben in 3 Wochen beheben lassen. Mindestens würde mir aber wünschen, dass auf zu erwartenden Engpässen - wie der berühmten Sylt-Strecke - alles auf die Schiene geschickt wird, was geht.

    Genau das ist leider eins der großen Probleme, die sich aber alleine vom Personal nicht einfach so lösen lassen. Also nicht ohne bezahltes Personal in Reserve zu haben und bezahlte Busse/Bahnen in den bezahlten Betriebshöfen zu haben...


    Insgesamt braucht der ÖPNV eine gewisse Flexibilität, denn das ist ja der Hauptvorteil des MIV. Je unflexibler der ÖPNV ist, sei es bei Takten und bei Kapazitäten, desto schwerer ist es, eine gute Konkurrenz zum Auto zu sein.