Beiträge von Pallaswiese

    Seltsam finde ich folgende Meldung bei Heagmobilo:

    "Der AirLiner verkehrt nur zwischen Frankfurt Flughafen und Darmstadt Hauptbahnhof. Er hält weder am Luisenplatz noch am Kongresszentrum darmstadtium. Alternativer Ein- und Ausstiegspunkt ist der Mathildenplatz (Platz 16)."

    Wer verknotet sich eigentlich derart das Gehirn? Gibt es in Darmstadt eigentlich auch Leute mit Verstand?


    Wenn ich dazu komme, schaue ich mir das Darmstädter Verkehrsgeschehen morgen einmal wieder an. Aber erstmal muss ich die Regionalbahnfahrt aus Ostsachsen kommend überstehen.


    Apropos: Verkehrsinfo geht noch besser.

    Der Zvon, der hiesige Verkehrsverbund, brachte als aktuelle Meldung eine zweimonatige Streckensperrung bei Horka und verwies auf ein PDF mit einem Ersatzfahrplan. Stellt euch das PDF als A4-Blatt vor. In der oberen linken Ecke wurde (wohl aus einer Excel-Datei) eine Frühfassung des SEV-Plans reingefrickelt, und zwar so, dass mehr 90% des Blattes weiß blieben. Lesbar war das nur mit Lupe. Dafür war auch nur eine Richtung angezeigt ...


    Holger hat Duisburg und ich habe die Oberlausitz. Freut euch über Darmstadt, auch wenn ich angesichts des SEV dort nur mit dem Kopf schütteln kann. Murks ist halt "Made in Germany".

    Die Gleiskurve Kirschenallee-Bismarckstraße bestand seit 1961, die Abnahme war am 9. August dieses Jahres. Steht aber selbst bei mir widersprüchlich auf der Webseite. Zunächst hatte ich Bürnheim/Burmeister übernommen, dann in die Akten geschaut und dann beides nebeneinander stehen gelassen. Aber diese Seite wird auch noch überarbeitet werden: https://www.walter-kuhl.de/fabrikviertel/gleise/fabrik_b.htm


    Meiner Erinnerung nach hat es einmal eine Gleiskurve Pallaswiesen-/Frankfurter Straße gegeben. Meine Erinnerung sagt mir aber nicht, ob von N oder S nach W oder O, und schon gar nicht, wo ich das gefunden habe. Vielleicht habe ich das einmal in einem Darmstädter Stadtplan eingezeichnet gesehen. [kruschel, digitales Gekruschel] Ich habe etwas gefunden: Pharus-Plan von Darmstadt 1912 (Kurve W-S); da sind auch andere so nicht ausgeführte Projekte eingezeichnet, insofern muss das nicht stimmen. In der Konzessionsurkunde von 1912 (https://www.walter-kuhl.de/strassenbahn/konzession1912.htm) ist hingegen ein Verbindungsgleis vom Schloßgartenplatz nach Süden zur Frankfurter Straße vorgesehen. Aber ob das je so gebaut wurde ...?


    Edit: Oh, und was ich vergessen hatte: 1897 hatte die Linie zum Böllenfalltor eine andere Linienführung durch dir Kapellstraße. Aber auch da war kein Gleisdreieck vorgesehen.

    Das ist in diesem Fall, aber auch abhängig vom Eingemeindungsvetrag von 1888 als Bessungen zu Darmstadt kam. Damals hat Bessungen die Darmstädter Stadkasse saniert und Darmstadt sich verpflichtet die Linie 3 zu bauen und zu betreiben. Insofern lohnt sich der Besuch des Stadtarchivs.

    1888 hat noch niemand an eine Linie 3 gedacht, geschweige sie zu bauen versprochen.

    Dieses Mal bin ich über einen Fahrplan für die elektrische Straßenbahn vom Oktober 1907 gestolpert. Interessant daran ist, daß wieder einmal die Linienführung der drei Linien abgeändert wurde. Die Bibel zum Darmsrädter Stadtverkehr (4. Auflage, Seite 116) erwähnt diese Änderung nicht. Wir haben im Herbst 1907 nunmehr:


    Weiße Linie: Böllenfalltor-Fasanerie

    Blaue Linie: Schloßgartenplatz-Bahnhöfe-Landskronstraße

    Grüne Linie: Heidelberger Straße-Ernst Ludwigsplatz


    Zwischen 1903 und 1912 verkehrte in der Regel die weiße Linie zu den Bahnhöfen. Hier wurde das mal wieder abgeändert. Wann die nächste Änderung erfolgte, kann ich nicht sagen. Dafür müßte ich die inzwischen digitalisiert vorliegenden Tagblätter durchforsten.


    Den Winterfahrplan 1907/08 gibt es hier: https://tudigit.ulb.tu-darmstadt.de/show/Za-150-1907-4/0343

    Letzte Woche war ich mal wieder in Darmstadt und habe dabei auch der Lichtwiesenbahn einen Besuch abgestattet. Ich hatte mich da schon gefragt, wie das mit der Eröffnung zum Fahrplanwechsel klappen soll. Ostern 2022 scheint mir da auch realistischer, obwohl eine Eröffnung im Februar, wenn die Studis vorlesungsfrei bekommen, wohl möglich wäre.


    Allerdings begegnete mir dann auch dies:



    Achtung! Hochspannungsleitung.

    Aber (noch) keine Leitung.

    [...]

    Ach ja, und auf dem DFI am Meßplatz steht sinngemäß "Hier fährt nix. Ersatzhaltestelle nutzen". Könnte man da beim letzten Satz nicht einfach dazuschreiben "in der Arheilger Straße" oder "am Kreisel", damit Auswärtige sofort den Weg finden? Mitdenken ist manchmal echt schwierig.


    Da ist die HEAG aber nicht allein. Bei mir ums Oberlausitzer Eck ist Mitdenken streng verboten und führt zu den albernsten Kapriolen rund um den SEV. Als Kooperation von Länderbahn und Deutsche Bahn: wen es interessieren mag, wie andernorts verfahren wird: https://www.walter-kuhl.de/sei…schehen2021.htm#Ueb_Unfug

    Warum kompliziert, wenn es auch einfach geht. Irgendwo zwischen Frankfurt und Darmstadt treffen sich beide Netze mit direkter Umsteigemöglichkeit.

    Ok, das ist zu kompliziert. So ein direkter Umstieg klappt ja nicht einmal am Böllenfalltor. Aber möglich wäre es. Am besten dort den Umstieg einplanen, wo die Nutzungsfrquenz am niedrigsten ist. Und das dürfte wohl zwischen Wixhausen und Egelsbach sein. Zwei sich kreuzende Wendeschleifen mit möglichst wenig Landschaftsverbrauch sollten ja kein unlösbares Problem darstellen.

    Im neuen Linienkonzept, das bis Dezember 2023 umgesetzt werden soll, ist die Verlängerung bisher gar nicht vorgesehen. Die Wendeschleife macht nur an der Heidelberger Straße wirklich Sinn, weil man nur dort alle betrieblichen Vorteile hat. Für die Bäume kann es Ersatzpflanzungen an anderer Stelle geben. Das ist im Straßenbau auch üblich.

    Das mit den Bäumen sehe ich nicht so. Warum Bäume in einer halbwegs intakten Struktur opfern, um sie andernorts, wo sie nicht wehtun und nichts nutzen, weil sie nicht in ein regionales Geflecht eingebunden sind, neu zu setzen? Und nur weil das im Straßenbau so üblich ist, wird das nicht besser, sondern eher schlechter. Wenn man eine Schleife hätte haben wollen, die alle Bedürfnisse befriedigt, dann hätte man sie an der Einmündung der Cooperstraße in die Neubausiedlung einplanen sollen. (So war das anfangs auch angedacht.) Aber da man Beton um jeden Preis verbauen will, denn Darmstadt muß wachsen, müssen die Bäume dran glauben, für die dann irgendwo Alibipflänzchen in die Erde gesteckt werden.

    Über die Sinnhaftigkeit einer Wendeschleife muß wohl nicht diskutiert werden: Damit bei Sperrungen vorzeitig gewendet werden kann. Der Standort der Wendeschleife ist - siehe Diskussionsfaden oben - ein Kompromiß zwischen besserer Lage vs, Wald-/Flächenverbrauch.

    Moment. Ich dachte, die 3 solle im Neubaugebiet enden. Da gibt es aber keine zu erwartenden Sperrungen. Oder geht es bei dieser Wendeschleife an der Lichtenbergschule vornehmlich um eine Alternativroute für die Eberstädter Linien? Wo soll dann die 3 enden? Irgendwie fehlt mir da die Erleuchtung.

    Klärt mich bitte auf.

    Welchen Sinn hat eine zweigleisige Wendeschleife an der Lichtenbergschule, wenn die Straßenbahnen sinnvollerweise wegen des zu erwartenden Verkehrs aufs Kasernengelände fahren sollten.


    Zitat

    Die neue Heag-mobilo-Geschäftsführerin Bettina Clüsserath äußerte, mit einer zweigleisigen Wendeschleife könnten künftig Trambahnen bei Betriebsstörungen die Heidelberger Straße über die Ludwigshöhstraße umfahren.


    Dann soll die Wendeschleife wohl aus allen Richtungen zugänglich sein.

    Aber offensichtlich sind überall nur noch Praktikanten unterwegs, die von Wikipedia abschreiben können, aber fundierte Hintergrundrecherche ist wohl kein Lehrfach mehr.


    Es wird zwar nunmehr sehr OT, aber ich denke, es ist sinnvoll, sich vor Augen zu führen, wie Medien heute funktionieren. Es sind eben nicht die Praktis, die hier ihr Unwesen treiben; das sind normale, meist unterbezahlte Redakteurinnen und Redakteure. Es hat mehr mit den Bedingungen der Produktion zu tun; husch, husch, schnell etwas zusammenzuhuschen. Auf den Inhalt kommt es gar nicht so sehr an, Hauptsache, der Artikel (online) führt zur Werbung. Anders gesagt: Journalismus heute ist nur noch Vehikel dafür, Werbung verkaufen zu können. Im Radio ist das noch offensichtlicher (offenhörlicher). Das Formatradio wurde bewußt kreiert, um Menschen so lange mit bewußt manipulativen Musikteppichen mitzuschleppen, bis die Werbung drauflostutet. "Bleiben Sie dran ..." Freiwillig tut sich das ja kein Mensch an. Ich weiß, wovon ich rede, ich war beim Radio.