Beiträge von VGF-Fan

    Ich finde die Frankfurter Innenstadt ist hervorragend mit leistungsfähigen Verkehrsmitteln wie S, U und Straßenbahn erschlossen. In jede Straße jetzt wieder ne Straßenbahn zu bauen, macht die Stadt nicht lebenswerter. Sinnvoller erachte ich die Leistungsfähigkeit der Altstadtstrecke zu verbessern. Aus der Münchner Straße müsste der MIV weitgehend verbannt und endlich barrierefreie Stationen gebaut werden. Die Ampelvorrangschaltungen haben auch noch Luft nach oben. Damit wäre schon einiges erreicht.

    Angesichts der Schulden die zur Zeit im Zusammenhang mit Corona aufgetürmt werden, ist dass mit der Rückzahlung über 100 Jahre ja nicht so unrealistisch 😉 Natürlich werden die höheren Kosten auch zu höherenTilgungen führen, allerdings benötigt man wenn die Verkehrswende ernst nehmen will, auf der Nord-Süd Relation eine leistungsstarke Verbindung. Und da ist die A- Strecke im oberirdischen Teil halt problematisch. Die D- Strecke wäre, sollte sie so ausgeführt werden fast niveaufrei und damit extrem leistungsstark. Und von dieser Investition wird man noch in 100 Jahren profitieren, während der Hbf in dieser Zeit wahrscheinlich noch 20 Mal umgebaut wird...

    Ich habe es auch so in Erinnerung, dass sich VD Österling für eine Trasse unter Einbeziehung der Uni ausgesprochen hat. Ich würde sogar für die Variante mit 2 unterirdischen Stationen Universität und Bundesbank plädieren. Ist zwar die teuerste Variante, bietet aber die beste Erschließung sowohl der Uni, als auch Plattensiedlung und Bundesbank. Die Lösung kann aber ohne größere Eingriffe in die oberirdische Bebauung wie Schulen, Sportplätze usw. durchgeführt werden. Die Lärmimmision ist wesenstlich günstiger und auch die Bauphase ist durch die TBM mit relativ wenig Belästigung für das Umfeld möglich. Es handelt sich hier ja um eine Jahrhundertbaumaßnahme, dass relativiert die Kosten. Vielleicht wäre auch die Bundesbank als Namensponsor der gleichnamigen Station bereit einen Beitrag zu leisten.

    Ich möchte diesen Artikel nochmal aufgreifen, weil hier Klaus Österling seine Ideen zum weiteren Ausbau der U-Bahn einbringt. Hier auch wie bei der Straßenbahn, Bauvorleistungen oder Betriebsstrecken zu nutzen ist sicherlich pragmatisch und sinnvoll. Man könnte sowohl die U 4 zum Atzelberg mit wenig Tunnel sinnvoll abschließen, als auch die A Strecke mit einer Station in der Darmstädter Landstraße. Diesen Vorschag hatte ich übrigens schon hier im Forum 2013 gemacht😁 Eine fussläufige Verbindung über das Binding-Gelände zur neuen Wohnbebauung sollte zu schaffen sein. Die Hoffnung bleibt, dass es nicht wieder 20 Jahre bis zur Umsetzung dauert.

    Ich finde Klaus Oesterling hat mehr angeschoben als viele seiner Vorgänger. Die Ginnheimer Kurve ist endlich in der konkreten Planungsphase, nachdem es jahrelang nur Alibi-Aussagen gab. Bei der Verlängerung der der U5 zum Römerhof wird endlich mal parallel zur Bebauung geplant. Auch die Verlängerung zum Frankfurter Berg scheint im x-Anlauf Wirklichkeit zu werden. Sein Lieblingsprojekt, die Verlängerung der 11 zum Höchster Bahnhof ist seit Jahrzehnten nicht ernsthaft betrieben worden, ob die Verknüpfung mit der RTW nun seine Idee ist oder die eines anderen ist egal, der Vorschlag ist auf jeden Fall genial. Ebenso der 4- gleisige Ausbau am Hbf, da kann man mal froh sein, das die Planung solange gedauert hat, vor 5 Jahren hätte man dies noch 2- gleisig gemacht. Leider ist das Thema oftmals ideologisch besetzt gewesen. Die einen wollten nur die U- Bahn und keine Straßenbahn, die andere Fraktion nur Straßenbahn und dafür wurden auch sinnvolle Tunnelbauten nicht vorangetrieben. Von mir aus könnte er dieses Amt noch länger ausüben, man merkt ihm an, dass er mit Leib und Seele den Ausbau der Öffis vorantreiben will.

    Als ehemaliger Student an der Uniklinik würde mich ne Doppeltraktion zur Klinik natürlich besonders freuen. An das Gleisdreieck am Blutspendedienst kann ich mich noch gut erinnern. Insgesamt wäre hinter der Haltestelle Uniklinik schon Platz für ein Wendegleis. Die Sandhofschleife hätte auch ihren Scharm, würde die Uniklinik halt von hinten erschließen.

    Was ich nicht verstehe ist, da ja wohl insbesondere auf der Strecke Hbf Mönchofstraße Engpässe bestehen, warum man hier nicht als Verstärker Doppeltraktionen S- Tw‘s einsetzt. Straßenbündige Bahnsteige auf der Mainzer Landstraße zu verlängern, dürfte nicht so schwierig sein. Mönchhofstr. ist ne Doppelhaltestelle, bleibt nur Galluswarte als Problem. Dies sollte aber lösbar sein. Wenden könnten die Züge über HBf Süd. Man hat schließlich traktionsfähige Züge, die man aber nur auf der Sonderverkehrslinie 20 einsetzt.

    So schön die Nachricht ist, dass es mit diesem Projekt endlich weitergeht, so fragt sich der geneigte Betrachter schon, warum es trotz vorhandenem Planfestellungsbeschluss und erfolgreicher Volksbefragung mindestens weitere 10 Jahre nach der Befragung dauert bis diese Strecke endlich fertig ist.

    Mein Beitrag vom Juli 2013 hat an Aktualitätnichts eingebüßt! Viel passiert ist in den letzten 6 Jahren ja leider nicht. Ich hab meinen Beitrag aus dem alten U-Bahn in Sachsenhausen? thread rüberkopiert, da ich nicht weiß ob man threadübergreifend zitieren kann.


    Montag, 1. Juli 2013, 00:33

    Ich habe diesen alten thread mal wieder hochgeholt, da durch
    das Interview mit Verkehrsdezernent Stefan Majer in der FNP der Focus
    mal wieder auf diesen Teil der A-Strecke gelenkt wird. Er sagte, eine
    Erweiterung der A-Strecke zum Sachenhäuser Berg sei irreal. Sollte man
    dieses Projekt nicht nochmal neu überdenken? Eine Erweiterung nur um
    eine Station zur Darmstädter Landstraße Straße wäre erheblich
    kostengünstiger. Auf dem Henniger Arreal ensteht eine neue verdichtete
    Bebauung mit erhöhter Nachfrage nach ÖPNV. Das südliche Sachsenhausen
    ist bisher frei von schienengebundenen Nahverkehr. Die zweite Station
    Sachsenhäuser Berg ist entbehrlich, da sie als P&R Station geplant
    war, als es die S-Bahnen in den Rodgau und in Richtung Darmstadt noch
    nicht gab. Es ist besser in der Peripherie in die S-Bahn zu steigen, als
    mit dem Auto nach Frankfurt zu pendeln und nur die letzten Kilometer
    mit der U-Bahn zu fahren. Zudem war eine Verlängerung Richtung Neu-
    Isenburg geplant, auch diese entfällt duch die Straßenbahnverbindung in
    der Stresemannallee. Der bauliche Aufwand wäre erheblich geringer, da
    die Wendeanlage Südbahnhof schon fast zur Darmstädter Landstraße reicht.
    Gewendet werden könnte in der Station, wie im Ostbahnhof, dass spart
    eine zusätzliche Wendeanlage. Es würden ja nicht alle Linien vom
    Südbahnhof verlängert. Die Station könnte in Höhe der Binding Braurei
    liegen oder vielleicht noch etwas weiter im Süden. Das wären ca. 600m
    neue Strecke und die Station. Das Projekt dürfte so einen mittleren 2
    stelligen Millionenbetrag kosten und damit erheblich günstiger sein, als
    die bisherigen Planungen. Die Station würde genau in der Mitte des
    südlichen Sachsenhausens liegen und einen erheblichen Mehrverkehr
    bringen.

    Ich halte einen Bürgerentscheid auch für hochriskant. In letzter Zeit ist es selten gelungen eine Mehrheit der Bürger für Bauprojkte zu begeistern. Da er zusammen mit der Lantagswahl durchgeführt wird, gibt es sicherlich auch eine ausreichende Beteiligung. Wenn die Entscheidung negativ ausgeht hat die Politik ein Problem. Finanzierung sicher, Baurecht vorhanden und ein allgemeiner Konsenz das der öffentlicher Nahverkehr ausgebaut werden muss. Trotzdem wird dann diese winzige Lücke im Netz auf absehbare Zeit nicht geschlossen werden.

    Der Fahrzeugmangel ist der eine Grund, der jedoch bei der neuen Linienführung der 14 auch schon zum Problem wird, Stichwort Reaktivierung der Pt TW. Der Hauptgrund ist aber wohl die mangelnde Infrastrutur. Die bereits erhöhten Bahnsteige müßten verlängert werden und bei der engen Linienführung auf der Altstadstrecke geht man wohl von größeren Problemen bei 60m Zügen aus.

    Seid ihr euch sicher, das es sich bei dem beklebten Fahrzeug um 696 handelt? Wenn man sich das Foto in der FNP genau anschaut handelt es sich um 695. Dieses stimmt mit den Angaben auf der Tram-Info Wagenparkliste überein, wo auch 695 angegeben ist. Warum wird dann aber überall verkündet, dass alle 224 U5 er ausgeliefert sind? Kann das jemand aufklären?

    Es scheint so, als würde es mit der Erweiterung der U5 zum Frankfurter Berg doch weitergehen. Frank Nagel schreibt in Bezuggnahme auf den FR Artikel auf seiner FB Seite: ' Der Einzelantrag zum unterbrochenen Planfeststellungsverfahren der Linie U5 zum Frankfurter Berg ist integriert worden in den Antrag E28 (zur Ringstraßenbahn). Das Planfeststellungsverfahren wird also gemäß Koalitionsvereinbartung wieder aufgenommen ...' Der FR Redakteur hatte wohl etwa oberflächlich recherchiert.