Beiträge von sdni


    Ach so, ich vergaß, der Zug hat ja nor vorne Türen. Man braucht also nicht einfach nur bis zur nächsten Tür vorgehen und dann während der Fahrt gemütlich nach vorne schlendern, sondern muß außen am Zug lang und dann vorne einsteigen. Manche Fahrgäste sind echt... :pinch:

    .. während der Fahrt gemütlich nach vorn schlendern? Schon mal was von Hauptverkehrszeit gehört, wenn die Züge voll sind? Insbesondere auf den Flughafenbahnen S8 und S9 macht das "gemütlich nach vorne schlendern" zwischen den Gepäckstücken der Fahrgäste, die zum Flughafen wollen, richtig viel Spaß. Auch auf anderen Linien sind die Gänge oft voll von Fahrgästen, die keinen Sitzplatz mehr bekommen haben, da kann man nicht so einfach locker durchlaufen.


    Und was mich hier in diesem Forum häufig ärgert, ist das Fahrgast-Bashing, wie auch hier von Ihnen. Bei der Anzeige der richtigen Zuglänge macht die Bahn den Fehler, nicht der Fahrgast, sorry. Die Bahn sollte endlich hinbekommen zuverlässig anzuzeigen, ob ein Voll- oder ein Langzug eintrifft. Dann werden sich die meisten Fahrgäste schon richtig aufstellen. Bei der derzeitigen Situation fühlt man sich permanent auf den Arm genommen.

    Ganz einfach: wenn ein Vollzug angekündigt wird, stellen sich die Fahrgäste im Bereich des Vollzugs auf. Dieser Bereich ist ja neuerdings am Hbf auch dezent farblich markiert. Viele Fahrgäste wissen auch genau, dass sie immer an der Spitze des Zuges - egal wie lang - einsteigen müssen, da sie dann beim Aussteigen den kürzesten Weg haben und aus der notorisch verspäteten S-Bahn noch die Chance auf einen Busanschluss waren können. Kommt statt des Vollzugs ein Langzug, ist die Spitze des Zuges aber ein ganzes Stück entfernt, da muss man dann halt die Beine in die Hand nehmen.


    Man kann das am Hauptbahnhof prima beobachten, die völlig chaotische DB-Zuganzeige bietet da reichlich Gelegenheiten.

    Wieder ein schönes Beispiel für das Langzugchaos am Freitag am Hauptbahnhof: Um 7.22 Uhr fuhr die S2 nach Niedernhausen als Langzug ein, war aber auf der Anzeigetafel als Vollzug angekündigt. Ergebnis: Die Fahrgäste durften den Bahnsteig entlangjoggen. Gleich darauf die S5 nach Friedrichsdorf 7:24 Uhr: Hier der umgekehrte Fall: Als Langzug angekündigt, kommt aber als Vollzug eingefahren. Ergebnis für die Fahrgäste: Das gleiche.


    Die S5 fährt inzwischen kaum noch als Langzug, also alles wie vor Dezember 2014, der angeblichen Revolution im Frankfurter S-Bahnverkehr. Mir ist unverständlich, warum sich der RMV von der Bahn so etwas bieten lässt, auch noch bei dem derzeitigen hohen Fahrgastaufkommen durch Winterwetter und den Busfahrerstreik.

    Es kommt auch häufig vor, dass ein Langzug angekündigt wird, aber nur ein Vollzug einfährt, da gibt es gar keine Regel.


    Ich kann das einfach nicht verstehen: Wir leben im Jahr 2017, mitten im digitalen Zeitalter, Drohnen fliegen, Autos fahren ohne Fahrer oder parken zumindestens selbstständig ein, aber die DB packt es nicht, die korrekte Länge eines Zuges auf die Anzeigetafel zu bringen.


    Grundsätzlich ist es extrem ärgerlich, dass wieder der Vollzug zur Regel geworden ist. Diese Woche hat die Schule begonnen, die Busfahrer streikten durch, es war Messe und es kam noch ein Wintereinbruch, kurz, es gibt ein sehr hohes Fahrgastaufkommen. Und dann stehen aus welchen Gründen auch immer nicht ausreichend Wagen zur Verfügung. Ich dachte, mit dem neuen Vertrag mit der DB ab 2014 sollte alles besser werden?

    Könnte mir mal jemand erklären, worin genau eigentlich das "Express" der Linie "X19" gegenüber der bisherigen Linie 651 bestehen soll? Die Linie 651 bewältigt am Morgen die Strecke von Obertshausen zum Flughafen Terminal 1 fahrplanmäßig in 59 Minuten. Die Linie X19 wird künftig 59 Minuten benötigen. Das ist auf die Minute die gleiche Fahrzeit. Der einzige Unterschied besteht in der Umbenennung der Linie. Oder habe ich hier irgendetwas übersehen?

    ...immerhin ist der Weg des SEV für die oft ortsunkundigen Fahrer diesmal beschildert. Trotzdem die üblichen Qualen des SEV: Die Fahrer verpassen den richtigen Abzweig an der Mörfelder Landstraße/Stresemannallee, einer ließ seinen Bus in Neu-Isenburg einfach stehen und machte sich davon. Dann kam auch noch am Freitagmorgen eine Sperrung der 14 auf der Mörfelder dazu, am frühen Nachmittag eine demonstrationsbedingte Sperrung der 17 über die Friedensbrücke. Die Fahrgastinfotafeln und die RMV-App bekamen das alles mal wieder nicht oder nur unvollständig mit.


    Kurz gesagt: mit der erneuten Sperrung der 17 während der verkehrsstärksten Zeit des Jahres geben sich RMV/VGF/Traffic - oder wer auch immer das verantwortet - wieder große Mühe, die Fahrgäste zu vergraulen.

    Pünktlich zur Messe "Light and Building" erreicht das Durcheinander bei der S-Bahn Rhein-Main einen neuen Höhepunkt. Ein kleiner Ausschnitt aus dem 20-minütigen Zwangsaufenthalt in der schummrig beleuchteten, stinkenden Höhle, die bei der DB "Frankfurt Hauptbahnhof tief" genannt wird:


    Nicht nur, dass alle S-Bahnen als Vollzüge fuhren - bis auf die S6 nach Friedberg um 8:04 Uhr. Die war zwar als Vollzug angezeigt, fuhr aber tatsächlich als Langzug, was den Fahrgästen eine morgendliche Joggingrunde einbrachte, aber immerhin eine Entlastung auf dem übervollen Bahnsteig.


    Es gab auch reichlich Zugausfälle: Der Langzug 7:54 Uhr nach Friedrichsdorf fuhr gar nicht, ebenso die S9 nach Wiesbaden 8:02 und die S2 nach Niedernhausen 8:07 Uhr. Die übrigen Bahnen waren natürlich durchweg verspätet.


    Und dann steht man da auf dem Bahnsteig, denkt an die vergangenen Wochen, die mit dem Luftballon in der Oberleitung am Freitag, Weichenstörungen, einem Baukran in der Oberleitung in Rödelheim, Signalstörungen und was weiß ich noch alles schon wahrlich genug Chaos gebracht haben. Und dann betrachtet man die völlig überfüllten Züge, die mit Graffiti verschmiert sind und ärgert sich dann schon ganz schön über das viele Geld, das man hier für eine Jahreskarte bezahlen darf. Fast 38 Jahre Frankfurter S-Bahn - und sie funktioniert doch nicht!

    aber nach meinen Beobachtungen sind die Bahnen zu den Zeiten, in denen ich unterwegs bin, also hauptsächlich Nachmittags und Abends zwischen Hauptbahnhof und Stresemannallee, immer gut gefüllt.

    Zwischen Hauptbahnhof und Stresemannallee mag das zutreffen, zwischen Neu-Isenburg und Louisa kann ich keinen wesentlichen Unterschied gegenüber 2014 feststellen. Wären es die 24 %, die der NKU zu Grund liegen, wäre sicher eine deutliche Differenz zu sehen.

    Pressemeldung: Verkehrsdezernent Majer: Linie 17 macht sich!
    Bis zu einem Viertel mehr Fahrgäste

    Laut der Pressemeldung sind die Fahrgastzahlen zwischen Louisa und Neu-Isenburg von 2013 (3.156) bis 2015 (3.557) um 12,7 % angestiegen. Es irritiert, dass in der dann folgenden Tabelle von der Relation Louisa - Oberschweinstiege die Rede ist. Wenn es tatsächlich die Zahlen ab Neu-Isenburg sein sollten, so sind sie enttäuschend. Gemäß NKU sollten die Fahrgastzahlen ab Neu-Isenburg von 3.820 (Prognosenullfall mit der Linie 14) auf 4.740 (mit der neuen 17) ansteigen, also um ca. 24 %. Davon sind die aktuellen Zahlen weit entfernt.


    Auch wenn nach einem Jahr noch keine endgültige Bilanz gezogen werden kann, so ist der geringfügige Anstieg sicherlich kein Grund zum Jubeln, auch wenn sich Hr. Majer so kurz vor der Kommunalwahl sehr große Mühe damit gibt. Ich sehe die Gründe in der nach wie vor geringen Fahrplantreue der Verbindung mit einem weiterhin schwer zu verstehenden Stop-and-Go an jeder Ampel in Sachsenhausen. Dazu kommt die drastische Ausdünnung des Angebots zwischen 19 und 21 Uhr seit Juni 2015 und die schlechte Vertaktung mit der S-Bahn. Die alten "R-Wagen" ohne Klimaanlage haben den Fahrgästen sicher auch wenig Spaß gemacht im letzten Sommer. Und dann kommt natürlich dazu, dass der RMV hauptsächlich auf einem Gebiet spitze ist, nämlich der alljährlichen Erhöhung der Fahrpreise weit über der Inflationsrate. Während die Benzinpreise drastisch fallen, erhöht der RMV seine Preise. Weshalb soll da jemand vom Auto auf die Straßenbahn umsteigen?

    Ich würde mich nicht wundern, wenn man im neuen Fahrplan einfach nur die Fahrzeit strecken würde, statt sich um die Behebung der Probleme zu kümmern. Traurig!

    Meine Vermutung hat sich leider bestätigt: Mit dem neuen Fahrplan wurde die planmäßige Fahrzeit von Neu-Isenburg zum Hbf auf 14 Minuten (+1) verlängert, auf dem Rückweg auf 15 (+1). Es ist schwer zu verstehen: An der Kreuzung Stresemannallee/Kennedyallee, einer der am stärksten befahrenen Kreuzungen der ganzen Stadt, ist es überhaupt kein Problem die Straßenbahn in Vorrangschaltung zu führen. Das gleiche ist aber weder an der Mörfelder Landstraße und - noch weniger nachvollziehbar - an der Oskar-Sommer-Straße drin.

    Wenn der Bus die Isenburger Schneise Ri. Neu-Isenburg fährt, biegt er in die Hugenottenalle ab und dann in den Kreisel Friedensallee. Diese fährt er dann bis zur OMV-Tanke und dann wieder nach links zur Stadtgrenze. Halt in der Bucht Ri. Ffm.

    Wie ich schon vermutet hatte, war bei den für den SEV Verantwortlichen noch nicht angekommen, dass die früher vorhandene Buswendeschleife in Neu-Isenburg nach dem (noch immer nicht fertig gestellten) Umbau der Haltestelle nicht mehr benutzbar ist. Das hat am Mittwochfrüh zu einem ziemlichen Durcheinander geführt. Teilweise fuhren die SEV-Busse auf den P+R-Platz, die Fahrer telefonierten hektisch. Nun fährt man den Umweg über Hugenottenallee und Friedensallee. Wahrscheinlich einer der Gründe dafür, dass ein Fahrplan nicht mehr zu erkennen ist.


    Die Fahrgäste suchen nach Alternativen, doch auch hier wird es schwierig: Der 653er Bus fuhr heute Nachmittag aus "betrieblichen Gründen" nur im Stundentakt.

    Die Türen wurden nur noch mit "Zwangsöffen"/"Zwangsschließen" bedient (Das bringt unerwartet viel!), die möglichen Höchstgeschwindigkeiten voll ausgefahren und schön in die Stationen reingebremst.

    Meiner Meinung nach ist der Verzicht auf das Zwangsschließen bei der S-Bahn einer der Hauptgründe für die permanenten Verspätungen im gesamten Netz. Natürlich kommen an den großen Stationen wie Hauptbahnhof permanent noch Fahrgäste auf den Bahnsteig nach und wollen noch in den abfahrbereiten Zug einsteigen. Am Hauptbahnhof dauert es manchmal 3 Minuten bis die Bahn endlich wieder abfahren kann. Mir ist rätselhaft warum man darauf verzichtet - bei den letztes Jahr ausgemusterten alten S-Bahnen war das Standard und meiner Kenntnis nach auch weltweit in den meisten U- und S-Bahnen.

    Und wieder hat sich die Bahn eine Frühsportübung für ihre Fahrgäste vom Hauptbahnhof zum Flughafen ausgedacht: Die S8 ab Hbf 7.47, mit gutem Grund normalerweise als Langzug unterwegs und auch heute auf der Anzeigetafel als solcher angekündigt, kam als Vollzug eingefahren. Da durften die Fahrgäste, die sich in voller Länge des Bahnsteigs aufgestellt hatten, die Beine in die Hand nehmen. Und die Verspätung, die ohnehin schon 7 Minuten betrug, hat sich natürlich noch etwas vergrößert.

    Die Maßnahme wurde bis 02.12. verlängert.

    Mit der Zeitplanung klappt es ja offenbar auch nicht so recht.


    Und ich bin mal auf den SEV gespannt, der hat in den letzten Jahren auch nie richtig funktioniert. Es hat Jahre gedauert, bis die Verantwortlichen verstanden hatten, dass der Hinweg von Neu-Isenburg nach Stresemann/Mörfelder deutlich kürzer ist als der Rückweg, weil man den Oberforsthauskreisel auf dem Hinweg nur kurz tangiert, auf dem Rückweg aber zum großen Teil ausfahren muss. Und in Neu-Isenburg selber ist die Wendeschleife für Busse nach den (noch immer nicht beendeten) Umbauarbeiten eigentlich gar nicht mehr benutzbar.


    Da bleibt wohl wieder nur eins: Für eine Woche das teure Geld für die Jahreskarte in den Wind schreiben und das Auto nehmen.

    Mehrfach wochenlang war die Waldstrecke nach Neu-Isenburg in den letzten Jahren wegen des kompletten Austauschs der Schienen zwischen Louisa und Neu-Isenburg gesperrt. Nur die Weichen zur Wagenhalle erneuert man erst jetzt. Und natürlich sperrt man dafür die Strecke mal wieder während der verkehrsreichsten Zeit des Jahres.


    Da fragt man sich schon: Warum hat man diese vergleichsweise geringfügigen Arbeiten denn nicht bei den umfangreichen Bauarbeiten der letzten Jahre gleich miterledigt? Das hätte mit Sicherheit Geld gespart. Man könnte manchmal den Eindruck bekommen, man möchte den Fahrgästen maximale Ungelegenheiten bereiten. Die wahrscheinlichere Erklärung ist aber sicherlich, dass VGF, Traffiq, RMW oder wer auch immer das verantwortet (das ist mir als Fahrgast auch völlig gleichgültig), mit der Koordination von etwas komplexeren Aufgaben völlig überfordert sind.


    Könnte es sein, dass der Neu-Isenburger vielleicht das Verkehrsmittel vornehmlich tagsüber nutzt? Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass die Nutzungsfrequenz wie auf fast allen Linien an der Peripherie nach 20 Uhr stark abnimmt, das wäre nicht ungewöhnlich. Und da die Stadt Neu-Isenburg zum Gelingen des Projekts ihrerseits bisher nichts beitragen möchte, muss der Verkehrsbetrieb auf schwache Nachfrage hier genauso reagieren wie auf allen anderen Linien; mag einem nicht gefallen, aber was ist die Alternative?

    Tja, so ist das halt mit Angebot und Nachfrage. Wenn "der Verkehrsbetrieb" es mit Ampelschikanen schafft, eine fahrplanmäßige Fahrzeit von 13 Minuten auf im Schnitt 16-18 Minuten zu erhöhen, ja den Fahrplan innerhalb eines Jahres nicht ein einziges Mal einzuhalten schafft (auf dass man auch ja seine Anschlüsse am Hbf verpasst). Wenn er es nicht hinbekommt, einen vernünftigen Anschluss an eine zumindest abends und am Wochenende im gleichen 15-Minuten-Takt verkehrende S-Bahn zu planen. Wenn er eine elektronische Fahrplaninfo hinstellt, die regelmäßig ausfällt und ansonsten häufig Unsinn anzeigt, ja nicht einmal eine App zu programmieren weiß, die der Realität nahekommt - tja, dann darf man sich nicht wundern, wenn die Fahrgäste auf ein solches Angebot wenig Lust haben. Und dazu kommt ja, dass "der Verkehrsbetrieb" noch jedes Jahr kräftig die Fahrpreise erhöht, seit vielen Jahren weit über der Inflationsrate.

    Bzg. der Fahrgastzahlen würde ich widersprechen. Die Bahnen sind durchweg gut ausgelastet. Bzg. der Kürzung im Juni, die hätte eigentlich im Dezember 14 umgesetzt werden sollen, wurde dann aber nochmal verschoben. Bei meinen Fahrten habe ich unterschiedliche Erlebnisse von Stop and Go bis hin zur "Grünen Welle". Da war alles dabei.

    Wenn die Bahnen tatsächlich so gut ausgelastet sein sollten, wäre es doch völlig widersinnig, eine so drastische Kürzung durchzuführen. Die 14 fuhr über viele Jahre hinweg bis ca. 21 Uhr im 10-MinutenTakt. Warum werden 20 Millionen investiert und dann das Angebot ausgedünnt? Das gilt auch fürs Wochenende - da wurden einfach mal ein Drittel der Fahrten gestrichen. Die Begründung war ja, dass die Straßenbahn so besser zum 15-Minuten-Takt der S-Bahn passt. Besondere, aber leider typisch Frankfurter Lachnummer: Bei der 17 passen die Anschlüsse jetzt am Wochenende weder in Louisa noch an der Stresemannallee.

    Ich habe der neuen 17 ja nun fast ein Jahr gegeben, in der Hoffnung, die ständigen Verspätungen würden sich irgendwann legen. Leider kann auch 5 Wochen nach Ende der letzten Bauarbeiten auf der Stresemannallee keine Rede davon sein.


    Laut Fahrplan braucht die 17 von Neu-Isenburg bis Hauptbahnhof 13 Minuten, auf dem Rückweg 14. Eine Hinfahrt in 13 Minuten habe ich bisher noch nicht erlebt, die Rückfahrt nur selten in der fahrplanmäßigen Zeit, am ehestens sehr spät abends. Meist beträgt die Verspätung jeweils zwischen 3 und 5 Minuten. Prozentual zur Gesamtfahrzeit betrachtet, ist das schon ein deftiger Wert.


    Theoretisch wären planmäßige Fahrzeiten möglich, aber dafür müsste die 17 eine Vorrangschaltung an den vielen Ampeln genießen. Genau die gibt es aber erstaunlicherweise nur an der am stärksten belasteten Kreuzung Stresemann-/Kennedyallee. Die hat von Anfang an reibungslos funktioniert. Was überhaupt nicht klappt, ist die Überquerung der Mörfelder Landstraße. Für die Fahrbahn Richtung Wendelsplatz gab es früher gar keine Ampel, hier hatte die Tram generell Vorfahrt. Nun sorgt eine Ampel für einen reibungslosen Verkehrsfluss: Aber leider nur für den IV auf der Mörfelder. Erstaunlich auch, dass die verschiedenen Abbiegespuren auf der Stresemannallee zwischen S-Bahn und Kennedyallee den Autoverkehr bevorzugen.


    Und zwischen Stresemannallee/Gartenstraße und Hauptbahnhof holt die Bahn selten Zeit auf, auch hier wird der Autoverkehr bevorzugt - besonders an der Mannheimer Straße - und die Straßenbahnen holen noch weitere Verspätungen, wenn die Haltestelle Hauptbahnhof wie so häufig belegt ist.


    Da insbesondere zu Zeiten des 15-Minuten-Takts abends und am Wochenende die Wendezeit in Neu-Isenburg sehr knapp bemessen ist, schaukeln sich Verspätungen häufig auf. Wenn schon die hereinkommende Bahn verspätet ist, dadurch die Abfahrt in Neu-Isenburg nicht pünktlich erfolgt, summieren sich die Verspätungen immer weiter. Auf die elektronische Anzeigetafel ist dann auch kein Verlass, wenn sie nicht generell ausgefallen ist (was auch nicht selten vorkommt), so zeigt sie häufig Unsinn an.


    So ist es wenig erstaunlich, dass die Fahrgastzahlen offenbar hinter den Erwartungen zurückbleiben. Wie sonst wäre zu erklären, dass seit Juni in einer Ad-Hoc-Aktion für die 14 und die 17 nun schon ab 19 Uhr und nicht ab 21 Uhr der dürftige 15-Minuten-Abendtakt eingeführt wurde?


    So bleibt als Fazit, dass der Neubau der 17 mit Kosten von rund 20 Mio. vor allem ein Beschleunigungsprogramm für den Sachsenhäuser Autoverkehr ist. Das hätte man auch billiger haben können! Bei der VGF scheint man sich wenig dafür zu interessieren, alle Anfragen dort blieben ohne erwähnenswertes Ergebnis. Ich würde mich nicht wundern, wenn man im neuen Fahrplan einfach nur die Fahrzeit strecken würde, statt sich um die Behebung der Probleme zu kümmern. Traurig!

    Und zur Buchmesse hat sich die DB wieder ein besonderes Schmankerl ausgedacht!


    Die S5 ab Bad Homburg 18:15 Uhr stadteinwärts war entgegen sonstiger Übung nur als Vollzug unterwegs. Immerhin war diese Zugkürzung auf den Anzeigetafeln zu sehen. Schon ab Oberursel mussten die ersten Fahrgäste stehen und am Messebahnhof wurde es dann richtig kuschelig. Wahrscheinlich möchte man Messebesuchern demonstrieren, dass Frankfurt zwar große Messen, aber keinen vernünftigen ÖV dorthin organisieren kann.