Beiträge von Headtallica

    Eine weitere Änderung, welche völlig unter dem Radar für mich verschwand, betrifft die Linien MKK-82/83 im Bereich Jossgrund/Bad Orb. Dort fahren seit Mitte Juni die MKK-82 und 83 am Wochenende zwischen 9:30 und 19:30 im Vierstundentakt, woraus sich durch den Ringverkehr ein Zweistundentakt ergibt. Vorher gab es jeweils ein Zweistundentakt als Anruf-Sammeltaxi, wonach sich ebenfalls durch den Ringverkehr ein Stundentakt ergab. Diese Umstellung gilt ebenfalls bis zum Ende des 9€-Tickets am 31. August.


    Weiterhin wird (auch aufgrund einer Vollsperrung der B276) die Linie MKK-64 ausgebaut: hier fahren die Busse unter der Woche bis ca. 22 Uhr im Stundentakt, am Wochenende wird ebenfalls bis ca. 20 Uhr stündlich zwischen Bieber und Gelnhausen gefahren. Diese Ausnahme gilt über die Sommerferien.


    Zudem kann ich berichten, dass der Sonntagsverkehr auf der MKK-66 gut bis sehr gut angenommen wird. Teilweise waren bei einer Fahrt über 20 Fahrgäste zählbar, bei den Fahrten die ich mitbekommen habe war fast immer eine zweistellige Zahl von Fahrgästen an Bord. Auch am Samstag ist rein subjektiv das Fahrgastaufkommen durch den verlängerten Betrieb gestiegen, so hat man durch die Verlängerung durch ein weiteres Fahrtenpaar nun mit Ausnahme von Gettenbach, Hain-Gründau und Breitenborn einen fast durchgängigen Zweistundentakt zwischen 5 und 23 Uhr (in Kombination mit der 374).


    Hier zeigt sich meiner Meinung nach relativ deutlich, dass die Ausweitung überfällig war und würde man jetzt noch Montags-Freitags um 21.11 einen Bus von Gelnhausen nach Gründau fahren lassen, wäre das ideal.

    Zu den 99 Angeboten steht in Abschnitt VI etwas:


    Zusätzliche Angaben:


    Bei den unter den Ziffern II.1.7), V.2.2) und V.2.4) genannten Werten handelt es sich nicht um den tatsächlichen Auftragswert bzw. die tatsächliche Angabe der Anzahl abgegebener Angebote. Diese Werte werden nicht offen gelegt, weil dies den geschäftlichen Interessen des obsiegenden Bieters schaden und den Wettbewerb beeinträchtigen würde (vgl. § 39 Abs. 6 Nr. 3 + 4 VgV).

    Dass eine Zahl angegeben werden muss scheint mir hierbei technisch zwingender Natur zu sein (so meine ich, es auch in anderen Ausschreibungen gelesen zu haben), deshalb steht dann dort die 99.

    Hey Leute,

    ich verstehe nicht, warum die 65 eine Satdtbuslinie der Stadt Frankfurt ist und die neue Linie X95 eine Regionalebuslinie ist.

    Kann mir das jemand bitte erklären?

    Erklärungsversuch: Das kommt auch darauf an, wer die Linie bestellt.
    Die Linie 65 (klassifiziert als Lokalbuslinie) bestellt die Stadt Frankfurt bzw. die Traffiq, bei der (vermutlich) die Nachbarkommunen einen gewissen Beitrag der Traffiq zusteuern, dass die Linie auch außerhalb von Frankfurt Haltestellen bedient. Im ländlichen Raum würde man das kreisüberschreitende Linie nennen.

    die X95 (regionale Schnellbuslinie) wird im Gegensatz dazu vom RMV direkt bestellt und vergeben.

    Der Fahrplan der Linie MKK-66 wurde nochmals erweitert: Wie die Gemeinde Gründau kurzfristig bekanntgibt, bietet der Regionalverkehrsdienst Gründau an Samstagen, Sonn- und Feiertagen erweiterte Fahrten an, fast alle Fahrten werden zum Freischwimmbad Gelnhausen verlängert - ebenfalls befristet bis 31.08. Allerdings sind diese Fahrten aufgrund der Kurzfristigkeit noch nicht in der RMV-App eingepflegt.

    Zum kleinen Fahrplanwechsel hält die KVG Main-Kinzig eine Optimierung für den Raum Gelnhausen/Gründau bereit:

    Die Linie MKK-66 wird zum kleinen Fahrplanwechsel erweitert. Die Änderungen äußern sich wie folgt:


    Neu sind die Fahrten Samstags um 17.05 von Gründau-Breitenborn nach Gelnhausen und 18.11 von Gelnhausen nach Gründau-Breitenborn.

    Sonn/Feiertags fahren gegen 9, 11, 13. 15 und 17:05 Uhr Busse von Gründau-Breitenborn nach Gelnhausen, um 10, 12, 14, 16 und 18:11 Uhr von Gelnhausen zurück. Dadurch erhalten Gründau und Gelnhausen-Roth erstmals seit Dezember 2003 (als die Linie 610 zu Gunsten der Wochenendbedienung durch die Lahn-Kinzig-Bahn größtenteils eingestellt wurde) wieder einen vollwertigen Anschluss an den Bahnhof Gelnhausen an Sonn- und Feiertagen.


    Die Fahrplanausweitung soll jedoch vorerst befristet bis 31.08. (Ende des 9€-Tickets) sein - wobei zu hoffen ist, dass nach dem 31.08. weiterhin ein Sonntagsverkehr bleibt.

    Auf der X95 fährt nun von Röder ein neuer Setra S 415 LE Business mit RMV X-Bus-Beklebung. Das Kennzeichen lautet FB-SR 900, weiterhin besitzt er wie die Stroh-Fahrzeuge eine 100 km/h-Begrenzung sowie ein Voith DIWA-Getriebe.

    Auf der X95 (ebenfalls Stroh) hatte man zeitweise auf Grund Fahrermangels eine Tour an Röder abgegeben. Hier funktioniert der Austausch bei Ausfall eigentlich ganz gut.

    In Gründau funktioniert es bei Fahrermangel ebenfalls ganz gut, einzelne (Verstärker-)Dienste werden dann vom Fahrdienstleiter selbst gefahren und wenn wirklich Not am Mann ist, wird der Schlosser eingesetzt. Unkonventionell, aber praktikabel - habe binnen 10 Jahren Pendelei lediglich einen Totalausfall einer Fahrt (durch einem Unfall) erlebt.

    Dass dann Ortschaften wie Großenhausen, wo es eh keine Nahversorgung gibt, stundenlang abgeschnitten sind ist ein Unding. An deiner Stelle würde ich das erstmal mit der Gemeinde probieren (die ja auch einen Beitrag zum ÖPNV zahlen und wahrscheinlich nicht davon begeistert sind), wenn die Stellungnahme nicht weiterhilft gäbe es durchaus die Möglichkeit, die GNZ oder Vorsprung über das Thema aufmerksam zu machen.

    Für Dezember 2022 hat die VGO nun Linienbündel vergeben können:

    - das Bündel Büdingen/Gedern wird dann von der Firma Wefra-Bus bedient. Balser konnte hier seine Linien nicht verteidigen.

    - Auch im Bündel Reiskirchen/Fernwald (LK Gießen) war Wefra-Bus siegreich. Wer hier bislang fährt, ist mir allerdings unbekannt.

    - Das Bündel Alsfeld-Süd wird von Philippi bedient. Auch hier ist mir unbekannt, wer das Bündel bislang fährt.

    Alle Vergaben laufen bis zum Dezember 2032.

    Also für den Raum Gelnhausen/Hanau kann ich sagen: das Älteste, was an Schultagen hier fährt sind Citaro LE der ersten Baureihe vom Stroh (Ex Qbuzz) oder ein Setra S 417 UL von 2006, von der Kahlgrund-Verkehrsgesellschaft. An Schultagen sehe ich allerdings öfters den Setra S 315 UL (Wagen 943, Ex Kehm) von der RDG als Verstärker- oder Ersatzwagen fahren.

    Ansonsten sollten eigentlich in Hanau noch wenige Vor-Facelift Citaros bei der HSB laufen, aber die sind dann alle mindestens Baujahr 2003 oder 2004 - sofern sie nicht schon durch neue Solaris-Lieferungen rausgeflogen sind.

    Da der Ausschreibungsfahrplan 25 Seiten besitzt und ich nicht weiß, wie die Urheberrechtslage bei solchen Daten ist, wenn man diese in ein Forum stellt, kann ich (nur) ein paar Eckdaten zum Fahrplan geben:
    Im Grundtakt fahren die RE50 in Fulda zur Minute 18+ HVZ-Verstärker ab, in Frankfurt zur Minute 24+ in der HVZ um 50 ab
    Ankunft in Frankfurt ist dann zur Minute 29, in Fulda zur Minute 39.

    Die Linien RB51 fahren im Grundtakt in Wächtersbach zur Minute 17 ab, in Frankfurt zur Minute 50 - jedoch in der HVZ verschiebt sich die Abfahrtszeit auf 5/35.
    Ankunft in Wächtersbach ist dann zur Minute 42+ in der HVZ zwischen 21 und 25 sowie zwischen 51 und 9* , in Frankfurt zur Minute 9.

    *= das ist Resultat diverser Standzeiten in Langenselbold, Hailer-Meerholz oder Gelnhausen.

    Teil 2: Bedienzeiträume und neue Linien


    Ein weiteres großes Problem ist der Bedienzeitraum der einzelnen Linien. Im Altkreis Hanau ist das Angebot gleichmäßig gut und zeigt wenn überhaupt, nur geringe Mängel, weshalb ich hier auf eine umfassende Analyse verzichte. Das Angebot fällt jedoch östlich von Langenselbold im Altkreis Gelnhausen teils rapide ab.


    Im Altkreis Gelnhausen mangelt es an einer Einheitlichkeit der Angebotsdichte. Während Linsengericht als positives Beispiel mit einem Halbstundentakt von Montag-Freitag, ausgedehnten Bedienzeiträumen und Partyfahrtenangeboten als AST am Wochenende steht, befindet sich das Negativbeispiel für schlechte Verbindung in Gründau. Abseits der Lahn-Kinzig-Bahn und seiner Schienenergänzungslinie 374 findet Montags-Freitags nach 20/21 Uhr, Samstags nach 17 Uhr überhaupt kein Linienverkehr mehr statt, an Sonn- und Feiertagen fährt gleich gar nichts.


    Für die Gemeinden, die einen Anschluss an den Bahnhof Gelnhausen haben, wäre folgender Bedienungszeitraum (durch eine oder kombiniert durch mehrere Linien) überlegenswert:


    Montag – Donnerstag:

    5-19 Uhr Halbstundentakt, 19-23 Uhr Stundentakt

    Freitag:

    5-19 Uhr Halbstundentakt, 19-1 Uhr Stundentakt + eine Partynachtfahrt

    Samstag:

    5-19 Uhr Stundentakt, 19-1 Uhr Zweistundentakt + eine Partynachtfahrt

    Sonn/Feiertag

    7-23 Uhr Zweistundentakt

    In Tagesrandzeiten ist ein Einsatz von Anruf-Sammeltaxen möglicherweise sinnvoll.

    Die Anschlüsse zur/von der Kinzigtalbahn versprechen mehr Puffer, sodass wenn überhaupt Abfahrtsverschiebungen von wenigen Minuten nötig sind, gerade weil nachmittags die Verstärker-RE in der Zeitlage der RB fahren.


    Im Bereich Wächtersbach ist gerade das Angebot auf der Linie MKK-73 ausbauwürdig. Dazu komme ich jedoch im Folgenden noch. Ansonsten entspricht dort zum größten Teil der Bedienzeitraum der Linien schon dem RMV-Standard (5-22 Uhr). Die Anschlüsse zur/von der Kinzigtalbahn versprechen auch hier mehr Puffer, sodass wenn überhaupt Abfahrtsverschiebungen von wenigen bis einigen Minuten nötig sind, gerade weil nachmittags die Verstärker-RE in der Zeitlage der RB fahren. Der Verlust des Sichtanschlusses vom RE 50 aus Fulda zur MKK-81 nach Bad Orb fällt hierbei nicht ins Gewicht, da dieser ohnehin von der Minute 46 zur Minute 48 fast unmöglich ist.


    Der Bereich Bad Soden-Salmünster/Schlüchtern/Bergwinkel hat, wie im Teil 1 schon erwähnt, das Problem einer Nichtmöglichkeit eines ITFs abgesehen von der Hauptverkehrszeit. Zudem ist in der Region ohnehin der ÖPNV abseits der MKK-91 eher schlecht ausgebaut. Deshalb muss (leider!) folgender Bedienzeitraum in Betracht bezogen werden, wenn eine halbwegs attraktive, kurze Umsteigezeiten in beide Richtung möglich gemacht werden soll:


    Montag – Freitag

    5-22 Uhr 30-90 Takt (jeweils alle zwei Stunden Anschluss zu einem Zug nach Fulda und Frankfurt), in der HVZ 60-Minutentakt

    Wochenende

    6-22 30-90 Takt (jeweils alle zwei Stunden Anschluss zu einem Zug nach Fulda und Frankfurt, größtenteils als Anruf-Sammeltaxi)


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    Gleichwohl muss das Netz im Main-Kinzig-Kreis ausgebaut werden. Folgende Korridore sind entweder durch Wünsche in der Presse oder auch durch eigene Überlegungen bei mir präsent:


    Büdingen - Hanau (via Gründau, eigene Überlegung+Bestandteil das RMV-Nahverkehrsplan, Seite 296)


    Bad Orb/Flörsbachtal – Frammersbach (Link zum Pressebericht)


    Wächtersbach/Steinau – Herbstein (Bestandteil das RMV-Nahverkehrsplan, Seite 296)


    Wächtersbach – Spielberger Platte/Gründau-Breitenborn (eigene Überlegung, gewachsen aus MKK-73: Montags - Freitags je alle zwei Stunden zur Spielberger Platte und nach Breitenborn, somit auf dem Abschnitt Wächtersbach – Wittgenborn Stundentakt. Somit wäre auch eine Netzlücke geschlossen - Eine Linie Wächtersbach – Breitenborn war auch schon vor Jahren in der lokalen Diskussion)


    Schlüchtern – Sterbfritz – Bad Brückenau (eigene Überlegung, da Umsteigemöglichkeit mit RB53 in Jossa wegfallen soll.)


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    Wer Kritik, Ergänzungen oder völlig neue Ideen einbringen möchte, ist dazu eingeladen.:)

    Da die Diskussion im Thread "RMV und NVV schreiben Kinzigtalbahn aus" sich schon länger um die Folgen des BPNV im Main-Kinzig-Kreis dreht, fand ich es sinnvoll, einen seperaten Thread zu eröffnen. Im Moment ist es ja so, dass, da derzeit der Nahverkehrsplan ausgearbeitet wird, wir überhaupt nur mutmaßen können, welche Folgen das für den lokalen Busverkehr nach 2025 hat. Es wurde bislang ein Mobilitätsleitbild erstellt. Die Aufdröselung, welche ich im Thread „RMV und NVV schreiben Kinzigtalbahn aus“ versucht habe, besteht ja aus dem Status Quo. Es lohnt sich trotzdem, sich den Thread als Ergänzung zu diesem durchzulesen, da dort auch interessante Aspekte zur Fahrplangestaltung stehen. Aus diesem Status Quo habe ich nun ein Paar Ideen gesammelt, wie sich die Auswirkungen des neuen Fahrplans abmildern lassen und eine Vision zu kreieren, wie neue Linien aussehen könnten. Explizit schwierig wird es für die RB-Bahnhöfe und vor Allem den Bahnhof Schlüchtern.


    Vorab: Mir ist bewusst, dass eine Einführung neuer Linien locker sechsstellige Beträge, wenn nicht noch mehr hervorrufen können. Deshalb kann durchaus die ein oder andere Idee Nonsens sein, die mir persönlich als möglich erscheinen könnte. Somit sollte diese Vision als eine erste Diskussionsgrundlage gesehen werden.

    Der Übersicht halber ist dies in zwei Teile gegliedert. Teil 1 beschäftigt sich mit den Folgen und möglichen Abmilderungen der neuen Kinzigtal-Fahrplänen ab 2025, Teil 2 mit Bedienzeiträumen, Mängelbetrachtung und möglichen, neuen Linien.


    Teil 1: Abmilderungen der Folgen der neuen Kinzigtalbahn-Fahrpläne

    Folgende Möglichkeiten halte ich für überprüfens- oder zumindest eine Diskussion wert:

    - Für die Linien MKK-51, MKK-52 und MKK-53 (Korridor Rodenbach) wäre der Schlenker über Hanau Hauptbahnhof sinnvoll. Um aber einen sauberen Takt zur S-Bahn zu bekommen, müssten die Linien Montags-Freitags anstatt kombiniert alle 20 Minuten, dann alle 15 Minuten fahren – MKK-51 und MKK-52 weiterhin stündlich, die MKK-53 halbstündlich anstatt bislang stündlich mit Taktverstärkern zwischen Langenselbold und Freigericht.


    - Für die Linien MKK-66, MKK-67 und MKK-68 könnte folgendes Konzept sinnvoll sein:

    1. Die Linie 66 verkehrt wieder stündlich zwischen Breitenborn und Gelnhausen mit stündlich wechseldem Ringverkehr ab Mittel-Gründau, je zweistündlich über Hain-Gründau - Breitenborn - Gettenbach nach Mittel-Gründau/ über Gettenbach - Breitenborn - Hain-Gründau nach Mittel-Gründau.

    2. die Linie 68 übernimmt jede zweite Stunde (abgesehen vom Schulverkehr) ab Rothenbergen den Linienweg der bisherigen Linie 67 über Niedermittlau.

    3. Die Linie 67 bekommt einen komplett neuen Weg und fährt von Büdingen über Gründau als Schnellbus nach Hanau Hauptbahnhof. Dies hätte den Vorteil, dass sich abseits der Lahn-Kinzig-Bahn die Reisezeiten um bis zu 40 Minuten verkürzen könnten und im Gegensatz zur jetzigen Linie 67 bei schätzungsweise relativ ähnlicher Reisezeit gleich mehrere Züge in Hanau in Richtung Frankfurt erreicht werden können.

    Dazu müssten Anpassungen am Taktknoten Anton-Calaminus-Schule erfolgen, damit dort auch drei Solobusse in die Haltebucht passen.


    Die schwierigste Lage hat der Korridor Schlüchtern, da der 30er-ITF komplett zerschossen wird. Der Zug aus Frankfurt kommt laut Ausschreibungsfahrplan zur Minute 19, der Zug aus Fulda zur Minute 40. Dort attraktive Anschlüsse zu kreieren, erfordert etwas Kreativität. Lediglich in der Hauptverkehrszeit wären attraktive Anschlüsse möglich, da der Verstärker aus Frankfurt dann um die Minute 45 in Schlüchtern ankommt. Ansonsten kann hier nur ein richtungsbezogener ITF errichtet werden, entweder Schlüchtern+umliegende Gemeinden <> Frankfurt oder Schlüchtern+umliegende Gemeinden <> Fulda. Einzelne Maßnahmen kann ich für diesen Korridor mangels Kenntnisse der Pendlerströme nicht explizit nennen - Das einzige, was mir einfallen würde, wäre, dass zumindest alle 120 Minuten ein Anschluss nach Fulda und Frankfurt möglich gemacht werden sollte, was aber dann keinen sauberen Stundentakt hervorrufen würde, sondern vielmehr ein 30-90 – Minutentakt, um nicht lange Umsteigezeiten zu erzeugen. Für einen 30-Minutentakt sehe ich den Raum Schlüchtern nicht geeignet, vom Stadtgebiet Schlüchtern selbst einmal abgesehen.

    In Kürze folgt dann Teil 2:)

    Das sind doch vermutlich alles keine 'eigenwirtschaftlichen' Busverkehre - oder?


    Im MKK gibt es meines Wissens nach keine betroffenen eigenwirtschaftliche Verkehre - es könnte sein, dass innerörtliche Verkehre wie der Familienbus Erlensee oder der Stadtbus Bad Orb eigenwirtschaftlich betrieben werden, aber das weiß ich nicht und diese sind ohnehin von den Änderungen nicht betroffen. Regionale Linien des RMVs sind bis auf die Linie 374 ebenfalls nicht betroffen, insofern fällt fast alles in den Zuständigkeitsbereich der Kreisverkehrsgesellschaft Main-Kinzig, wie schon richtig festgestellt wurde.


    Einen gewissen Vorteil sehe ich zwar, denn bei der Verlässlichkeit des RE 50 (die wird sich bestimmt nicht verbessern, wenn noch Baumaßnahmen dazu kommen) ist es auf der einen Seite für bestimmte Taktknoten wie Gelnhausen doch von Vorteil, etwas mehr Puffer zu haben. Aber der Punkt, dass das für andere Taktknoten absolut kontraproduktiv ist, ist ja definitiv nicht von der Hand zu weisen. Es werden ja ganze Linien (wie oben erwähnt die Linie 67) dadurch obsolet, Reisezeiten verlängern sich immens und es stellt sich für mich die Frage, wie man dann die Leute vom Nahverkehr überzeugen will? Für einige Kommunen könnte es ja sinnig sein, die Linien so zu optimieren, dass man anderweitig einen Anschluss erhält - so könnte ich mir beispielsweise auch vorstellen, dass man dann die Linien 51, 52 und 53 einen Schlenker zum Hanauer Hbf fahren lässt. Aber wie soll das dann aussehen, je weiter man in den Ostkreis kommt? Ehrlich gesagt, fehlt mir die Fantasie, wie das Netz zum Dezember 2025 aussehen soll und ich befürchte, dass dadurch auch jahrzehntelang gefahrene Buskorridore zerschnitten werden könnten, da dies aufgrund dann immens gewachsener Fahrzeiten und dadurch weniger Nachfrage einfach nicht mehr rentabel sein wird.


    Auf jeden Fall wird dies eine Mammutaufgabe für die Kreisverkehrsgesellschaft, im neuen Nahverkehrsplan die gegebenen Änderungen adäquat abzubilden und gleichzeitig das Angebot zu verbessern, gerade wo es Korridore gibt, die durch eklatante Abweichungen vom Bedienzeitraum eine Angebotsverbesserung in welcher Form auch immer nötig hätten (beispielsweise sei da genannt: die Gemeinden Sinntal und Gründau, auch wurden Stimmen laut, dass sich Kommunen wie Flörsbachtal Busse nach Frammersbach und Lohr wünschen) oder in denen der Spätverkehr ausbauwürdig wäre, wie im Raum Gelnhausen. (Ob und vor Allem wie der Bus-Nahverkehr aussehen sollte/könnte, wäre vielleicht zu gegebener Zeit im Hinblick auf den neuen Nahverkehrsplan lohnenswert, in einem seperaten Thread zu diskutieren.)

    Für den MKK kann ich die Folgen für den Busverkehr zumindest versuchen, etwas aufzudröseln. Ich beziehe mich dafür auf den Ausschreibungsfahrplan, welcher mit der Ausschreibung damals veröffentlicht wurde. Aufgrund der Unübersichtlichkeit kann es jedoch durchaus sein, dass ich den ein oder anderen Fehler eingebaut habe – Korrekturen sind insofern erwünscht.

    Die Auswirkungen/Folgekosten werden sich, zumindest so wie ich das sehe, zum größten Teil im Main-Kinzig-Kreis abspielen. Da sehe ich zwei Kernproblematiken.


    1. Derzeit ist es ja so, dass die RB 51 von Frankfurt aus (ohne Verstärker) zur Minute 42 abfährt. Im Ausschreibungsfahrplan gibt es jedoch in der HVZ ein Taktwechsel von der Regelabfahrtszeit zur Minute 50, dann fahren die Rbs zur Minute 5 und 35 ab, da dann zur Minute 50 ein RE50 fährt. Betroffen sind dann die Anschlüsse

    - in Rodenbach zur MKK-52 nach Oberrodenbach,

    - in Niedermittlau zur MKK-67 sowohl nach Niedermittlau-Kernort als auch nach Breitenborn,

    - in Hailer-Meerholz zum Stadtbus


    2. Zum Anderen werden durch die Fahrzeitverkürzungen Anschlüsse schwieriger zu gestalten sein – mit Ausnahme von Gelnhausen, welche von den Fahrzeitverkürzungen auf dem RE 50 eher profitiert, da die Umstiege verlässlicher werden, sehe ich derzeit folgendes Problem:

    - in Langenselbold wird der Umstieg von RE 50 aus Fulda/Gelnhausen auf die MKK-53 nach Freigericht-Horbach schwer zu gestalten sein. Ob die Lösung, mit der MKK-60 durch Hailer-Meerholz und Niedermittlau nach Neuenhaßlau zu gondeln und dort umzusteigen gegenüber der sechsminütigen Fahrt mit dem RE50 attraktiver ist, sei anzuzweifeln (sofern überhaupt in Neuenhaßlau Anschluss besteht). Auch die Fahrt mit der MKK-58 nach Horbach wird als Alternative ausscheiden, da in den meisten Fällen eine lange Umsteigezeit in Horbach zur MKK-53 die Folge wäre.

    Auch wird der Umstieg zur Langenselbolder Innenstadt knapp, von der Minute 6 auf die Minute 10 zu den Linien MKK-54 und MKK-56.


    Man kann zwar logischerweise die Fahrpläne ändern, aber wenn man den Status Quo nimmt, dann zerstört man wahrscheinlich auf weiterer Flur Taktknoten oder Taktverkehre. Folgende Beispiele fallen mir spontan ein:

    - Der 20-Minutentakt zwischen Hanau und Rodenbach mit den Linien MKK-51, 52 und 53 wird in dieser Form nicht mehr haltbar sein – oder man priorisiert die Anschlüsse am Freiheitsplatz in Hanau, was ich mir aber nicht vorstellen kann.

    - Der Taktverkehr auf den Linien MKK-66, 67 und 68 ist in der jetzigen Form dann nicht mehr möglich – entweder lässt man den Anschluss in Niedermittlau von der RB zur MKK-67 weg (was einem Tod dieser Linie gleich käme, da diese gerade wegen dem Anschluss in Niedermittlau errichtet wurde), oder man passt die Fahrtzeiten an, was sich jedoch auf den Taktknoten in Rothenbergen übertragen wird, sodass für Fahrgäste nach Mittel-Gründau, Hain-Gründau und Breitenborn kein reiner 60-Minutentakt entsteht und der Umstieg von der MKK-68 auf die MKK-67 nicht mehr funktioniert.


    Fakt ist eines: Diverse Linienkorridore, vor Allem was das Vorspessartbündel und die Linien in Gründau betreffen, müssten neu geplant oder zumindest optimiert werden. Glücklicherweise steht noch immer der neue Nahverkehrsplan im Main-Kinzig-Kreis aus, also kann man jetzt gut planen, ob und wie das Verkehrsnetz optimiert oder neu gespannt werden kann – zumal zum Dezember 2025 die am Meisten betroffenen Linienbündel neu ausgeschrieben werden.

    Ein Hinweis zur MKK-54:

    Auf der Heuser-Website findet sich nun der Hinweis, dass am Limeskreisel nun nicht mehr von der MKK-54 auf X93/94 umgestiegen werden kann. Man könnte die Fahrzeiten aus betrieblichen Gründen nicht anpassen. Dann ist aber nicht mehr verständlich, warum die MKK-54 Standzeiten von bis zu drei Minuten haben soll, sie muss da ja auf nichts warten. Die Standzeit, die immer noch im Fahrplan vermerkt ist, könnte man dann auch wegfallen lassen...

    Somit werden Reisende aus Langenselbold also dauerhaft anstatt über den Umstieg in Rückingen und mehreren Möglichkeiten in Hanau (S9, RE 50, RB 51, RE 54/55 und diverse andere Züge in Richtung Frankfurt) auf den Umstieg über Langenselbold Bahnhof auf die (nicht unbedingt durch Zuverlässigkeit glänzende) einzige Option Kinzigtalbahn ausweichen müssen. Und zu Tagesrandzeiten müssen dann, wenn die X57 nicht mit X93/X94 gekoppelt sind, die Fahrgäste erst vom Freiheitsplatz mit der 1 oder der 2 zum Hauptbahnhof fahren, wenn sie nach Erlensee oder Neuberg möchten - So kann man sich auch einen Taktknoten zerschießen.

    Nachmittags war Stroh dort mit zwei S 415 LE unterwegs, Röder mit einem S 415 LE mit Mannheimer Kennzeichen (womöglich ein Vorführer oder Leihwagen) - alle in Büdingen gesichtet.


    Ich denke, die X-Bus-Beklebung wird bei den Bussen von Rack noch kommen. Die Ivecos, der MAN 18C und der Citaro C2G, welche ebenfalls unterwegs sind, wurden ja erst 2018 für die Viabus-Subleistungen in Dienst gestellt und sind ja bis zum Schluss auch dort gefahren. Ergo sollte dem ja nichts entgegen stehen, diese jetzt auf dem X-Busbündel einzusetzen, es sei denn es gibt besondere Vorgaben, die die Busse nicht erfüllen.

    Danke dir für die Mühe das zusammenzutragen,

    Sehr gerne!

    Bezüglich den Vecrons wurde schon fast alles erwähnt - der (einzige optische) Unterschied zur "Güterversion" ist lediglich, das über dem "Kühlergrill" (falls man das Zierelement zwischen den Lichtern so nennen will) eine LED-Matrix verbaut wurde, welche im Falle der Sichtung auch funktionierte.