Beiträge von Gleisbeschauer

    Es gibt ja noch die beiden Sileo-E-Busse, ein Solo und ein Gelenker. Damit hätten wir insgesamt 7 Solo-E-Busse, die für die Linien L und R grundsätzlich reichen, und einen Gelenkzug für den Schülerverkehr. Auf der L als reiner Innenstadtlinie sollte man dann immer E-Busse einsetzen, auf der R darf es ersatzweise auch mal ein Dieselbus sein.

    Soll heißen, man weiß, daß man was ändern muß, aber man traut sich noch nicht an die heilige Kuh Autoverkehr heran, obwohl das zwingend notwendig ist. Daher gehen die ebenfalls zwingend erforderlichen Verbesserungen für den Radverkehr derzeit leider zu Lasten des ÖPNV statt des MIV. Da traut sich noch keiner ran.


    Immerhin fängt man in der Rheinstraße jetzt an. Zwischen Kunsthalle und Grafenstraße entfällt stadteinwärts fast durchgehend eine Autospur zugunsten von deutlich mehr Platz und Sicherheit für den Radverkehr. Und das, ohne den ÖPNV negativ zu tangieren.

    Wenn ich es richtig gesehen habe, stand der vorhin so gegen 13:20 Uhr mit Kennzeichen DA-HM 326E auf dem Luisenplatz vor der Sparkasse. Um 14:30, 15:30 und 16:30 Uhr (wenn ich mich recht erinnere ...) finden kostenlose ca. 20-minütige Probefahrten statt. Ein Kameramann von ARD/hr war vor Ort, also gibt es evtl. einen kleinen Bericht in der Hessenschau. Die gelbe Lackierung in Verbindung mit der weißen Zielmatrix sieht sehr gut aus.


    Auf heagmobilo.de steht etwas mehr:
    Voll unter Strom: HEAG mobilo präsentiert Darmstadts ersten Elektrobus

    Mir fällt auf, dass seit der Einführung des 10-Minuten-Takts auf der H dort überwiegend die zurzeit ältesten Gelenkbusse der Heag eingesetzt werden. Dass man die temporär eingesetzte Technik für die anfangs durchgeführte Fahrgastzählung nicht in Neufahrzeuge hineinbasteln will, kann ich nachvollziehen. Die Zählung scheint inzwischen aber abgeschlossen, jedenfalls sind alle Hinweise darauf entfernt worden, und immer noch verkehren auf der wichtigsten Linie die ältesten Gelenkbusse. Haben diese die größte Fahrgastkapazität? An der Türenanzahl sollte es nicht liegen, Viertürer gibt es ja auch unter den neueren Modellen.

    mit einem Niederfluranteil von mindestens 70 % der gesamt StehplatzflächeNiederfluranteil der gesamt Stehplatzfläche (es darf keine Übertragung von Ausdrehmomenten von den Triebfahrwerken zu dem Wagenkasten erfolgen)


    Da ist im 1. Absatz irgendwas durcheinandergeraten ...


    Gibt es grundlegende Unterschiede zur ersten Ausschreibung, abgesehen von den Stückzahlen? Denn wenn man wieder dasselbe ausschreibt, wird man auch im zweiten Anlauf kein zuschlagsfähiges Angebot erhalten.

    Das beste Beispiel ist wohl die Relation Alsbach/Seeheim/Jugenheim - Marienhöhe - oder umgekehrt (ich weiß von einer Schülerin, die von der Von-Ketteler-Straße nach Alsbach in die Melibokusschule ging). Was war das vor 15 Jahren für ein Aufschrei von der Bergstraße.


    Meinst Du die Verlängerung der Schnelllinie 6 nach Alsbach? Das war doch erst vor ein paar Jahren zusammen mit der Verlängerung in Arheilgen. Davor konnte man mit der 8 zwischen Marienhöhe und Alsbach durchfahren, jetzt muss - außer zu Nebenzeiten - umgestiegen werden.

    Was man vor zig Jahren schon bei der 10 gemerkt hat, ist auch höchst überfällig bei der 6.


    Die 10 krankte vor allem daran, dass
    1. wegen nur wenigen ausgelassenen Haltestellen (anfangs nur 3 zwischen Darmstadt und Griesheim) die Fahrzeitersparnis gering war,
    2. die Fahrzeiten zu optimistisch geplant waren, so dass die vorgesehenen 3 Kurse für die 10 (und 4 Kurse für die 9) für einen stabilen Betrieb nicht ausreichten, so dass je ein zusätzlicher Kurs für die beiden Linien benötigt wurde.

    Wenn Betriebe Fahrzeuge ausmustern, dann nicht ohne Grund. Denke nicht, dass Heag mobilo sich auf das Abenteuer einlässt, solche Fahrzeuge zu übernehmen. Von aufwendigen und zeitraubenden Anpassungsmaßnahmen einmal abgesehen.


    Im Echo vom Montag stand unter der Überschrift "Straßenbahnen werden knapp" unter anderem folgendes:

    Zitat

    [...]Wie die Sprech­erin er­läu­tert, sol­len 14 neue Nie­der­flur-Stra­ßen­bah­nen der Se­rie ST 15 an­ge­schafft wer­den. Da­für wür­den zehn der ver­al­te­ten ST-12-Hoch­flur­bah­nen aus dem Jahr 1991 aus­ge­mus­tert. „Wir ste­hen kurz vor der Aus­schrei­bung.“ Doch wer­de sich der für 2019 an­ge­dach­te Lie­fer­ter­min ver­mut­lich ver­zö­gern.


    Drin­gend nö­tig sei­en die neu­en Bah­nen nicht nur we­gen der auf 30 Jah­re be­schränk­ten Le­bens­dau­er der al­ten Wa­gen. Auch rei­che der bis­he­ri­ge Fahr­zeug­be­stand für Stre­cken­er­wei­te­run­gen wie die ge­plan­te Licht­wie­sen­bahn nicht mehr aus. Und dass die Ka­pa­zi­tä­ten auch so schon an ih­re Gren­zen sto­ßen kön­nen, zeigt die der­zei­ti­ge Si­tua­ti­on: 41 Trieb­wa­gen sei­en laut Rau­ten­berg nö­tig für den täg­li­chen Li­ni­en­be­trieb; von ins­ge­samt 48 Wa­gen sind ak­tu­ell sechs we­gen Un­fäl­len und Er­satz­teil­eng­päs­sen aus­ge­fal­len, und drei bis vier Trams sei­en im Schnitt für War­tun­gen und Re­pa­ra­tu­ren in der Werks­tatt.[...]

    Es war schon mal Wagenmangel vor einer Zeit lang, da hat man auch einen ST7 und einen ST10 eingesetzt und der Fahrer der ST7 sagte damals noch, dass es besser wäre einen Kurs mit Altwagen zu fahren, als ihn komplett ausfallen zu lassen. Anscheinend ist man wohl heute dazu, warum auch immer, nicht mehr willens diesen löblichen Grundsatz umzusetzen.


    Warum das heute nicht mehr ohne weiteres geht, hat ja Disponent ein paar Beiträge weiter oben geschrieben.

    Gestern las ich an einem Anzeiger am Hbf, dass die Linie 1 vorübergehend eingestellt sei. Heute steht an der Rhein-/Neckarstraße (und in der Heag-mobilo-App unter Verkehrsstörungen), dass die Linie 1 nur stündlich verkehrt. Was ist da los? Krankheitsbedingter Personalmangel?