Mir kam unlängst ein Gedanke zu den Bahnsteighöhen-Problematik.
Im Busbereich haben wir 2 Möglichkeiten die Höhe des Fahrzeuges zu regulieren. Ja, mir ist durchaus bewusst, das man Sachen aus dem Busbereich nicht 1zu1 in den Stadtbahn/ EBO-Bereich übernehmen kann. Wobei immerhin in den 90er Jahren versucht wurde, einige Bauprinzipien in den Triebwagenbau zu übernehmen. Was damals auch einen Modernisierungsschub dort ausgelöst hat.
Jetzt zu den Punkten:
- Fahrzeug komplett anheben: Wir haben beim Bus die Möglichkeit das Fahrzeug um geschätzte 5cm (könnten auch mehr sein) im Stand oder bei Schrittgeschwindigkeit anzuheben. Das reguliert sich meist, wieder nach unten, bei Erreichen einer bestimmten Geschwindigkeit. Das haben wir vor Jahren als der Beipass an der Salzbachtalbrücke erstellt war, täglich praktiziert. Dies um ein Aufsetzen des Fahrzeuges auf dem Schlangenkurs und überqueren des Mittelstreifens der A66 zu vermeiden.
- Kneeling: Das seitliche Absenken des Busses an Haltestellen wird täglich tausendfach in Sekunden praktiziert. Wir haben in Wiesbaden ein paar alte Citaro (GOM) die schaffen zwischen 10-15cm (nachgemessen). Die jüngeren Busse, nicht so viel (etwas mehr als 5cm)
Wenn man diese Technik einsetzen könnte, wäre das vielleicht eine Lösung für die Bahnsteighöhen-Problematik bei der RTW. Neigetechnik gibt es auch bei Schienenfahrzeugen, zwar eher um Kurvenfahrten zu beschleunigen. Meine Wissens bis jetzt noch nicht um Bahnsteighöhen auszugleichen. Klar ist natürlich das die Technik wahrscheinlich teurer ist. Ist sie das,auch gegenüber Spezialanfertigung mit verschiedenen Ausgangshöhen oder verstellbaren Rampen im Fahrzeug (die verschiedenlich diskutiert wurden)? Höhere Wartungsarbeiten fallen mit Sicherheit an.
träum.... Eventuell könnte eine solche Technik später auch eine Lösung für die S-Bahn sein, den dort werden wir auf absehbare Zeit Bahnsteige mit 76 und 96 cm haben.
Grundsätzlich ist das ein Denkanstoss, ich bin kein Ingenieur um die technische Machbarkeit zu beurteilen.