Beiträge von Aufrechtgehn

    Es ist zwar noch keine Entscheidung über die Streckenführung gefallen, aber die NIMBYs formieren sich vorsichtshalber schon mal.


    FAZ: Widerstand gegen U-Bahn-Tunnel


    Man wolle keinen Tunnel unter dem Grüneburgpark, weil dann alle Bäume stürben. :rolleyes: Außerdem sei die Uni über die A-Strecke bereits fürstlich angeschlossen, zehn Minuten Fußweg könne man den Studenten wohl zumuten. Ggf. können man ja einen Fußgängertunnel von der Station Holzhausenstraße zur Uni graben, damit keiner mehr über die Straße muss.

    Zitat


    Der Beteuerung des verkehrspolitischen Sprechers der SPD, Eugen Emmerling, dass die Grünanlagen weitgehend geschont würden, trauen die Tunnelgegner indes nicht.

    So langsam bin ich echt dafür, Bürgerbeteiligung und Rechtsweg bei Schienenbauprojekten künftig komplett zu streichen...

    Positive KNA für die Verlängerung zum Frankfurter Berg

    Wie die FAZ heute berichtet, liegt für die Verlängerung der U5 zum Frankfurter Berg mittlerweile eine positive Kosten-Nutzen-Analyse vor, die mit einem Wert von 1,36 schließt, womit Fördermittel vom Bund beantragt werden können. Der Verkehrsdezernent gegenüber der Zeitung:


    Zitat

    "Dem Bau steht nichts mehr im Wege".

    Und auch am anderen Ende sei man fleißig am planen: im FAZ-Artikel ist eine Infografik mit zwei zusätzlichen Stationen im Bereich Römerhof und Rebstockschule zu sehen. Die selbe Projektgesellschaft, die schon die aktuelle Strecke ins Europaviertel geplant hat, sei mit der Planung für die Weiterführung beauftragt. Zunächst brauche es aber hier die Kosten-Nutzen-Analyse. Oesterling habe aber den Ehrgeiz, dass die Verlängerung bis zum neuen Rebstockviertel gleichzeitig mit dessen Bebauung geschehe. Das wäre mal eine schöne Abwechslung für Frankfurter Verhältnisse. ;)

    In dem Diskussionsforum zum Stadtumbau N-I, das sdni hier verlinkt hat, wird ja der Vorschlag gemacht, die Tram in südlicher Richtung über die Hugenottenallee zu führen und nur in nördlicher Richtung über die Frankfurter Straße. Würde das denn Sinn machen? Die Hugenottenallee ist ja breiter und nicht so stark vom Individualverkehr überlastet, dafür verlängert sich aber der Fahrtweg. Und je nach Führung im südlichen Bereich würde das Isenburgzentrum nicht mit erschlossen.


    Für einen eigenen Bahnkörper ist auf der Frankfurter Straße natürlich kein Platz. Es bleibt nur eine gemeinsame Führung mit dem MIV, aber wie schon mehrfach erwähnt, geht das z.B. auf der Schweizer oder der Münchener Straße in Frankfurt ja auch (und jeweils mit mehreren Tramlinien), ohne dass dort der Verkehr zusammenbricht. Eine andere Alternative wäre natürlich, die Frankfurter Straße zur Fußgängerzone mit Tramdurchfahrt zu machen und die Autos über die Hugenottenallee zu führen. Und ja, ich weiß, dann würde der Volkszorn sowohl der Autofahrer*innen, die zwei Minuten Umweg fahren müssten, als auch der Anwohner*innen an der Hugenottenallee und der Friedensallee überborden. Ich finde es aber interessant, dass den ÖPVN-Nutzer*innen ebensolche Umwege problemlos zugemutet werden können...


    Was den Knotenbereich an der nördlichen Stadtgrenze angeht, könnte man da evtl. die Isenburger Schneise nicht direkt zum Gravenbruchring verlängern? Da müsste man wohl ein Stückchen Stadtwald (und das Frankfurter Haus) für opfern, dafür hätte man dort eine nachhaltige Verkehrsentlastung. Andererseits käme hier die Idee zupass, ein Trambahn-Direktverbindung von Neu-Isenburg Stadtgrenze nach Gravenbruch zu schaffen.

    Die Straßenbahn hat halt den Vorteil, dass sie die Stadtzentren direkt erschließt, im Gegensatz zur S-Bahn, die gerade außerhalb von Frankfurt sehr oft teils sehr weit an den Innenstädten vorbeifährt.


    Für mich persönlich wäre zum Beispiel eine umsteigefreie Direktverbindung per Tram vom Frankfurter Hauptbahnhof ins Gewerbegebiet Sprendlingen hoch attraktiv, selbst wenn sie dank des Flaschenhalses Frankfurter Straße in N-I länger brauchen würde als die jetzige Verbindung per S-Bahn und Bus.


    Ich habe das mal irgendwo gelesen und kenne das auch von mir selbst, dass die Bereitschaft, eine Strecke per ÖPVN zurückzulegen, rapide sinkt, wenn die Verbindung von Haus zu Haus mehr als maximal einen Umstieg beinhaltet, weil das die Reise kompliziert, unkomfortabel, langwierig und risikobehaftet (klappt es mit dem Anschluss?) macht.


    Gerade bei diesem Beispiel: vom Bahnhof in Neu-Isenburg fahren verschiedene Buslinien mit unterschiedlichen Zielen auf unterschiedlichen Routen mit unterschiedlichen Fahrzeiten nach Sprendlingen, einige fahren von der Westseite des Bahnhofs ab, andere von der Ostseite. Komplizierter geht es kaum mehr. Und ja, dafür gibt es die RMV-App, aber was mache ich, wenn der Akku alle ist? Dann schaukeln die (oft überfüllten) Busse auch noch durch die gesamten Isenburger Innenstadt und biegen dabei gefühlt vierhundert Mal ab, am Ende hat man fast ein Schleudertrauma. Da stünde ich lieber mit der Tram auf der Frankfurter Straße im Stau.


    Einen Tunnel unter N-I zu buddeln, halte ich für illusorisch. Oesterling hat für Frankfurt ja schon ausgerufen, dass es außer dem Lückenschluss Ginnheimer Kurve keine weiteren Tunnel mehr geben und alles nur noch oberirdisch gebaut wird, weil es sonst zu teuer wird und gleichzeitig in den nächsten Jahren die Schieneninfrastruktur massiv ausgebaut werden muss. Ich weiß nicht, ob Neu-Isenburg als klassische Speckgürtelgemeinde über genügend finanzielle Reserven verfügt, einen Tunnel alleine zu finanzieren, aber ich glaube, dazu fehlt auch der politische Wille. Bleibt nur die Frankfurter Straße, mit allen Nachteilen. Aber da fahren ja auch jetzt schon Busse, also wird auch eine Straßenbahn gehen. Außerdem kann ich mir vorstellen, dass das Isenburg-Zentrum erheblich davon profitieren könnte, wenn es aus Sachsenhausen und Sprendlingen umsteigefrei und bequem per Tram erreichbar wäre.

    Liebe*r Rohne,

    der "Gender-Unsinn" geht auf meine Kappe. Ich halte das nämlich für sinnvoll. Mit den Feinheiten der Neu-Isenburger Lokalpolitik und ihrer Koalitionen bin ich hingegen nicht vertraut, das hatte ich tatsächlich eins zu eins aus dem Journal-Artikel übernommen. Aber wenn die FDP aus der Koalition raus ist und die Grünen drinnen, gibt es ja vielleicht doch noch Hoffnung, dass sich die Vernunft durchsetzt. :)

    Übrigens würde ich mir die Fahrzeit nach Sprendlingen gerne in der Tram antun. Bislang muss ich, wenn ich da hin will, nämlich die S-Bahn bis Neu-Isenburg und dann den Bus nehmen, der erst mal stundenlang über tausend Ecken durch Isenburg schuckelt. Länger kann es mit einer direkten Tramverbindung Frankfurt Hbf - Sprendlingen auch nicht dauern. Und selbst wenn, würde ich sie trotzdem vorziehen, weil sie umsteigefrei wäre und erheblich komfortabler. Im übrigen fährt ein Teil der Buslinien ja auch über die Frankfurter Straße, es ist mir nicht ersichtlich, weswegen es jetzt auf ein Mal problematisch wäre, wenn stattdessen dort eine Tram fährt.

    Wie das Journal Frankfurt aus der heutigen Sitzung des Verkehrsausschusses berichtet, hat unser Verkehrsdezernent ein schönes Bonmot zum Thema Verlängerung der 17 nach Sprendlingen rausgehauen:


    Zitat


    „das Problem ist, dass die Stadtgrenzen von Frankfurt und Dreieich nicht aneinanderstoßen, sondern Neu-Isenburg dazwischen liegt“

    Zwar stehe die Stadt Dreieich einer Straßenbahn nach Sprendlingen positiv gegenüber, und auch der Bürgermeister von Neu-Isenburg sei "angetan", aber die örtliche CDU/FDP-Koalition lehne es weiterhin strikt ab, dass sich die Autofahrer*innen die Frankfurter Straße mit einer Tram teilen müssen.


    Offenbach ("jedes dritte Wort aus Offenbach heißt 'sparen'") habe sich wegen der Finanzierung der Verlängerung der 16 mit der Bitte um Kostenübernahme an den RMV gewandt. In unserer Nachbarstadt wolle man mit der Tram unbedingt die Hafenbebauung erschließen (was nach einer Führung über den Nordring klingt), Oesterling hingegen findet es nicht sinnvoll, die Tram am Stadtkern vorbei zu leiten.


    Bleibt spannend!

    Schön, so was auf einer Karte zu sehen, vielen Dank dafür! Die Idee finde ich auch grundsätzlich sehr ansprechend, insbesondere im Hinblick auf die Anbindung von Marktplatz (S) und Hauptbahnhof.


    Als Nachteil könnte man einwenden, dass die Tram auf genau dieser Strecke auf Wald-, Bismarck- und Kaiserstraße vermutlich permanent im Stau festklemmen wird, weil ich mir kaum vorstellen kann, dass man es dort schafft, einen eigenen Gleiskörper freizuhalten. Bei einer Führung über die Carl-Ulrich-Brücke könnte sie zumindest im dortigen Abschnitt der Kaiserstraße auf dem Grünstreifen in der Mitte fahren (wenn das nicht wieder eine BI verhindert) und Offenbachs Vorzeigeprojekt Hafenpark wäre angeschlossen. Vielleicht könnte man ja auch eine eigene Mainbrücke für den Tram neben die Carl-Ulrich-Brücke bauen.


    Aber du hast Recht: von den Verknüpfungen her wäre deine Streckenführung deutlich attraktiver. Ich bin mir noch nicht mal sicher, ob man den Tunnel im Bereich Starkenburger Straße tatsächlich braucht. Wenn man die Strecke geschickt durch die Kleingärten durchfriemelt, würde es vermutlich ausreichen, nur ein oder zwei Häuser abzureißen, was vermutlich immer noch billiger wäre als ein (noch so kurzer) Tunnel. Oder? Ist reines Bauchgefühl, vielleicht hat da jemand mehr Ahnung.


    Was die Umstellung der Linie 101 auf Straßenbahn angeht: meinst du, die Fahrgastzahlen geben das her? Ich bin die Strecke nach Bürgel früher ein paar mal gefahren und der Gelenkbus war da ganz gut ausgelastet, aber der fährt ja auch nur alle Viertel- bzw. halbe Stunde. Angesichts der chronischen Finanzknappheit Offenbachs halte ich das für noch unrealistischer als den (wünschenswerten) Lückenschluss für die Ringbahn. Aber ohne eine Eingemeindung nach Frankfurt sehe ich da auf absehbare Zeit keine Chancen, leider.

    Heute berichtet die Frankfurter Rundschau erneut über das Vorhaben. Wenn ich das richtig verstehe, hat erstaunlicherweise die Freie-Fahrt-für-freie-Raser-Autofahrerpartei FDP den Vorschlag in den Ring geworfen, die 11 über den Bahnhof Höchst bis nach Zeilsheim zu verlängern. Österling halte das für "sicherlich sinnvoll" und lasse den Vorschlag bereits prüfen.


    Nun fehlt mir ehrlich gesagt völlig die Fantasie, wie man angesichts der örtlichen Verhältnisse die Tram bis Zeilsheim führen will. Auch der FR-Autor sieht nur eine Trasse über die grüne Wiese bis zur Märchensiedlung oder gar eine Führung über die S-Bahn-Trasse bis zum Bahnhof Zeilsheim, was nun überhaupt keinen Sinn macht, weil diese Strecke nichts erschließt. Will man den Ortskern bedienen, führt doch eigentlich kein Weg an der Pfaffenwiese vorbei, oder nicht? Dann hätte man aber wieder das Problem, dass sich die Tram die Straße mit den Autos teilen muss, also im Stau steckt.


    Daher meine Frage in die Runde: gibt es hier im Forum kreative Ideen zur Verlängerung der 11 nach Zeilsheim? Oder würden nicht doch andere Streckenführungen, beispielsweise in Richtung Parkstadt oder MTZ mehr Sinn machen, wenn man die Tram schon weiterführen will?

    Die zweite Linie wird südlich der Friedberger Warte nicht gebraucht? Sorry, aber das ist wirklich Mumpitz. Frag nur mal einen FH-Studenten Deiner Wahl.

    Ist das tatsächlich ein Dauerproblem? Ich frage das ganz naiv, ich fahre die Strecke selbst üblicherweise nicht. Letztens bin ich die mal gefahren, da war die Tram tatsächlich ab FH rammelvoll. Bis zur Konsti, da war sie dann leergefegt. Und da haben wir dann wieder das selbe Problem wie bei der "alten" 18: wohin damit, wo enden lassen? Spätestens in der City wird die Linie nicht mehr gebraucht, und ich bin mir auch einfach nicht sicher, ob die Untere Friedberger Landstraße mit der 12, der 18 und einer neuen Bad-Vilbel-Tram nicht überbedient wäre. Aber da kann ich mich täuschen, da habt Ihr alten Forumshasen sicherlich einen besseren Überblick.


    Um das mal weiterzuspinnen, könnte man natürlich auch den 30er Bus auf dem kompletten Linienweg durch eine Tram ersetzen, also die Gleise ab Börneplatz über den Main, die Elisabethenstraße, den Lokalbahnhof und die Darmstädter Landstraße bis zur Sachsenhäuser Warte verlängern - dieser Südast wurde ja auch schon mehrfach gefordert. Alternativ fände ich auch eine Anbindung zwischen Börneplatz und Schweizer-/ Gartenstraße reizvoll.


    Wie gesagt, der Ausgangspunkt meiner Überlegung war lediglich der FAZ-Artikel, und in dem stand, dass die 18 verlängert werden soll. Das klang für mich nicht danach, dass ein Abzweig ab Wasserweg über die Friedberger Landstraße gebaut werden soll. Wobei ich dir ja gar nicht widersprechen will, dass der Sinn machen würde.

    Die Unfallklinik wäre nicht angebunden, es wäre weiterhin eine Buslinie dorthin notwendig.

    Ist die nicht bereits über die 18 und die Haltestelle Walter-Kolb-Siedlung angebunden, wenn auch eher suboptimal?

    Bei einer zusätzlichen Trasse über die Friedberger Landstraße - so sinnvoll die ja auch ansonsten ist - sehe ich vor allem das Problem, dass es eben ein weiterer Ast ist, also eine zusätzliche Linie bedeutet. Die aber im Prinzip ab Friedberger Warte nicht mehr gebraucht wird, weil da schon die 18 fährt. Sinn würde so eine zusätzliche Strecke nur in Verbindung mit der Ringstraßenbahn machen, weil man sie dann über den Marbachweg und die Wilhelm-Epstein-Straße ableiten könnte.


    Bei Einbeziehung des Frankfurter Bogens stellt sich diese Problematik nicht, dann kann die 18 einfach verlängert werden. Und davon war ja letztlich auch im FAZ-Bericht die Rede.

    Laut einem Bericht der FAZ von heute gehört die Verlängerung der 18 nach Bad Vilbel zu einem Dreierpaket, dessen Machbarkeit die Römerkoalition aktuell prüfen lassen will (neben der 16 durch Offenbach nach Fechenheim und der 17 durch Neu-Isenburg nach Sprendlingen).


    Zitat

    In Bad Vilbel schließlich zeigt der Erste Stadtrat und Verkehrsdezernent Sebastian Wysocki (CDU) seit geraumer Zeit Sympathie für den Bau einer Straßenbahnstrecke bis zum Südbahnhof der Stadt


    Um an die obige Streckenführungsdiskussion anzuknüpfen: wäre es, nur mal so ins Blaue hinein denkbar, die 18 nach dem Gravensteinerplatz über den Klarapfel an der Liesel-Oestreicher-Schule vorbei aufs Feld zu führen, auf der Jakob-Lengfelder-Straße unter der A661 durch, dann durchs Feld, nördlich am Friedhof Heiligenstock vorbei auf die Alte Frankfurter Straße und hinter der Feuerwehr Heilsberg auf die Frankfurter Straße Richtung Südbahnhof? Dann wäre Berkersheim zwar nicht angebunden, aber dafür der Heilsberg, und die Strecke wäre kürzer. Ich hab aber keinen Plan, ob das topografisch geht.

    Die FNP berichtet heute über die Idee des Verkehrsdezernenten, die Gleise der Hafenbahn für eine Tram durch das Nizza zu nutzen. Fahren soll dort eine Citadis von Alstom (die neuen T-Wagen, die ab 2021 zum Einsatz kommen sollen). Die gibt es auch mit Akku, die Stromversorgung erfolgt dann nicht über den Fahrdraht, sondern über "Ladeflächen im Gleisbereich" während des Haltes an Stationen.


    Die Idee steht im Zusammenhang mit der probeweisen Sperrung des Mainufers für den Autoverkehr und soll laut Oesterling erst mal getestet werden.


    "Ein Anfangsbetrieb könne auch ohne größere Investitionen in die Infrastruktur laufen. Trams könnten zwischen dem Westhafen via Eiserner Steg und der Haltestelle an der Europäischen Zentralbank bis zum beliebten Hafenpark pendeln. Das werde „erstmal ein touristisches Angebot“, unterstreicht der Stadtrat." Auf den Betrieb der historischen Dampfeisenbahn soll Rücksicht genommen werden.


    Finde ich eine schöne Idee und würde das Mainufer weiter aufwerten, gerade wenn die Autos endlich weg sind.

    Die Verlängerung der 16 nach Offenbach und weiter über den Hafen nach Fechenheim ist mal wieder Thema, wie die FNP heute berichtet. Aktueller Anlass war wohl, wenn ich es richtig verstehe, eine Umfrage der IHK Offenbach zum "Zukunftskonzept Innenstadt", bei dem die Offenbächer/innen unter anderem eine Verbesserung des Nahverkehrs gefordert hätten. Die FNP zitiert zwei CDU-Politiker aus den beiden Nachbarstädten, die beide (!) dafür sind (!!!). Einigkeit zwischen F und OF und CDUler pro Bahn - ich hätte nie geglaubt, das zu meinen Lebzeiten noch zu erleben. Das müssen wohl die österlichen Vibes sein!


    Blöderweise gibt es eine kleine, aber entscheidende Einschränkung: "Ein finanzieller Beitrag Offenbachs ist allerdings derzeit unrealistisch". Anschließend wird in auffälliger Weise betont, dass die so entstehende Ringstraßenbahn ja auch den Frankfurtern nutzen würde. Mir scheint, man macht sich da in der Lederstadt die stille Hoffnung, der große Bruder im Westen werde die Finanzierungslücke zwischen möglichen Landes- und Bundeszuschüssen und tatsächlichen Kosten aus lauter Fürsorge für die komplette Strecke alleine schultern. Vielleicht doch etwas zu intensiv am Weihrauchschwenker geschnüffelt? :D

    In der nächsten Woche wird laut städtischer Pressemitteilung ein "futuristischer" Elektrobus des spanischen Herstellers ietram in Frankfurt im Testeinsatz sein, auf den Linien 75 und 30. Für den dauerhaften Einsatz käme die vom Hersteller mehreren deutschen Großstädten zum Test angebotene 18 Meter lange "Bus-Tram" aber wohl nicht in Frage.


    Geplant sei folgender Einsatz:
    - Montag und Dienstag, 15. und 16. April, 9.25 bis 12.24 Uhr: Buslinie 75 (Bockenheimer Warte – Uni-Campus Westend – Bockenheimer Warte)
    - Mittwoch und Donnerstag, 17. und 18. April, 6.23 bis 8.58 Uhr: Buslinie 30 (Bad Vilbel Bahnhof – Sachsenhausen Hainer Weg)

    Der 61er Bus fuhr früher (noch vor der Jahrtausendwende) sogar einmal bis zum Lokalbahnhof, allerdings nicht über Wendelsplatz, sondern über die Textorstraße, also parallel zu den Straßenbahnen. Diesen vierfach bedienten Streckenabschnitt hat der RMV dann sinnvollerweise irgendwann mal eingestellt. Ich kann mir daher kaum vorstellen, dass man den Betrieb da jetzt wieder aufnimmt, zumal - bei deinem Vorschlag - die Mörfelder Landstraße meines Wissens zumindest im Berufsverkehr stark ausgelastet und damit entsprechend verspätungsanfällig ist.


    Eine Busverbindung von Sachsenhausen über die EZB-Brücke Richtung Ostbahnhof erscheint mir hingegen reizvoll. Ebenfalls könnte man über eine Busverbindung aus Oberrad über die Gerbermühle und EZB-Brücke zum Ostbahnhof oder Osthafen nachdenken.