Beiträge von Aufrechtgehn

    In der nächsten Woche wird laut städtischer Pressemitteilung ein "futuristischer" Elektrobus des spanischen Herstellers ietram in Frankfurt im Testeinsatz sein, auf den Linien 75 und 30. Für den dauerhaften Einsatz käme die vom Hersteller mehreren deutschen Großstädten zum Test angebotene 18 Meter lange "Bus-Tram" aber wohl nicht in Frage.


    Geplant sei folgender Einsatz:
    - Montag und Dienstag, 15. und 16. April, 9.25 bis 12.24 Uhr: Buslinie 75 (Bockenheimer Warte – Uni-Campus Westend – Bockenheimer Warte)
    - Mittwoch und Donnerstag, 17. und 18. April, 6.23 bis 8.58 Uhr: Buslinie 30 (Bad Vilbel Bahnhof – Sachsenhausen Hainer Weg)

    Der 61er Bus fuhr früher (noch vor der Jahrtausendwende) sogar einmal bis zum Lokalbahnhof, allerdings nicht über Wendelsplatz, sondern über die Textorstraße, also parallel zu den Straßenbahnen. Diesen vierfach bedienten Streckenabschnitt hat der RMV dann sinnvollerweise irgendwann mal eingestellt. Ich kann mir daher kaum vorstellen, dass man den Betrieb da jetzt wieder aufnimmt, zumal - bei deinem Vorschlag - die Mörfelder Landstraße meines Wissens zumindest im Berufsverkehr stark ausgelastet und damit entsprechend verspätungsanfällig ist.


    Eine Busverbindung von Sachsenhausen über die EZB-Brücke Richtung Ostbahnhof erscheint mir hingegen reizvoll. Ebenfalls könnte man über eine Busverbindung aus Oberrad über die Gerbermühle und EZB-Brücke zum Ostbahnhof oder Osthafen nachdenken.

    Für die Strab gäbe es aber auch noch einige Aktionsfelder. Vorrangig denke ich daran, die "11" zwar auf die Nordseite des Bahnhofs Höchst zu führen, aber ebenerdig. Von dort per Wende oder Schleife nach Norden und über die Gebeschusstraße zur Lönigsteiner Straße und über diese direkt nach Norden zum MTZ und dem neuen Wohngebiet, wo sie auf die U 51 trifft.

    Wie wäre es denn, nur mal so als Idee, die Tram nicht über die Königsteiner Straße zu führen, sondern via Höchst Bf (Südseite) über die parallel verlaufende Liederbacher Straße? Und sie dann in Höhe der Hans-Böckler-Straße / Friedhof Unterliederbach unter der A66 durchzuführen, direkt ins Neubaugebiet und zum MTZ, anschließend in Richtung Sulzbach Bf? Dann wäre zwar das Klinikum Höchst nicht erschlossen, aber das bekommt mit der RTW-Station "Stadtpark" ja ohnehin einen eigenen Schienenanschluss. Und auf der Liederbacher Straße wären die Konflikte mit dem Individualverkehr vielleicht weniger massiv als auf der Königsteiner (aber das ist nur eine Vermutung).


    Alternativ ergäbe sich für mich noch die rein ins Blaue hineingedachte Frage, ob man die heutige Bahnstrecke Höchst - Sulzbach - Bad Soden (ab Sossenheim / RTW) nicht komplett stilllegt und durch eine neu zu bauende Stadtbahnstrecke Höchst - MTZ - Bad Soden ersetzt, die auf voller Länge der Königsteiner Straße folgt bzw. da, wo möglich, auf eigenem Gleiskörper nebenan (oder aufgeständert darüber) verläuft? Die dürfte nach meiner laienhaften Schätzung aufgrund der direkteren Linienführung nicht zwangsläufig viel länger brauchen als die Bahn mit ihrem überflüssigen Bogen via Sossenheim, gewährleistet aber eine deutlich bessere Feinerschließung inklusive MTZ und Neubaugebiet (für die Busse auf Sicht nicht mehr ausreichen dürften) sowie das Potential für ein besseres Taktangebot. Nachteile hier: Sulzbach wäre abgehängt und es enstehen Neubaukosten.



    Das sind jetzt nur Spinnereien eines völligen Laien, der von den technischen Voraussetzungen keine Ahnung hat. :)

    Um noch mal zur Ausgangsfrage zurückzukommen: ich fände es am sinnvollsten, den Blindenverband zu fragen, wie er die Zusatzansage am liebsten hätte. Die Betroffenen dürften wohl am besten wissen, was für sie am meisten Sinn macht. Dabei kann man ja drauf hinweisen, dass man es gerne kurz und knackig hätte.


    Bei der Gelegenheit möchte ich aber dennoch eine Lanze für die Beibehaltung des "Nächste Haltestelle..." brechen: sonst ist der Haltestellennamen nämlich schon durchgerauscht, bevor man mitbekommt, dass da gerade was angesagt wird. Ich finde das wesentlich kundenfreundlicher, wenn ich weiß, ich hab ein paar Sekunden Zeit, meine Ohren scharf zu stellen.

    Wie die FNP berichtet, formiert sich in Sossenheim der Widerstand der Autofahrer gegen die RTW, weil man befürchtet, länger vor dem beschränkten Bahnhübergang am Sosseneheimer Weg anstehen zu müssen. Außerdem lehnt die Sossenheimer CDU einen Park+Ride-Platz am Bahnhof Sossenheim ab, weil der zusätzlichen Verkehr anzöge.


    Interessanteste Argumentation: durch die Einstellung der Buslinie 58 würde sich die Feinerschließung im Stadtteil verschlechtern, mehr Menschen würden auf das Auto umsteigen.


    http://www.fnp.de/lokales/main…gente-West;art676,2713116