Beiträge von bob013

    Mein Punkt ist, dass es Abstimmungsgegenstände gibt, sozusagen überörtliche Astimmungsgegenstände, die nicht von einer örtlich begrenzten Abstimmung entschieden gehören. [...] Insofern meine ich, dass eine solche Entscheidung entweder zu den Gegenständen gehört, die nicht einem Bürgerentscheid zugänglich sind oder die Bürger aller Gebietskörperschaften abstimmen müssen, die es betrifft

    Ein Anwohner der Biebricher Allee würde es vielleicht nicht ganz so toll finden, wenn Taunussteiner oder Bad Schwalbacher darüber mitentscheiden dürfen, wie es zukünftig vor seiner Haustüre aussehen soll. Der würde sicherlich auch anfangen zu lamentieren, dass mit dieser gelebten Form der Demokratie irgendetwas nicht stimmt.:/

    In der D.Echo Samstagsausgabe vom 10.10.2020 ist ein recht großer Artikel, der über den derzeitigen Planungsstand der Ludwigshöhviertelanbindung informiert.


    Online wie üblich hinter einer Bezahlschranke:
    https://www.echo-online.de/lok…udwigshohviertel_22399477


    Hier das Wichtigste von mir zusammengefasst:


    - Es ist gesetzt, dass die bisherige Gleistrasse der Linie 3 bis zur Heidelberger Landstraße verlängert werden soll.


    - Die Neubautrasse wird zweigleisig.


    - Die Strecken werden so verknüpft, dass sie aus allen Richtungen zu befahren sind.


    - Es eröffnen sich neue Möglichkeiten. Bspw. könnten Bewohner des neuen Viertels unter Vermeidung des stark frequentierten Luisenplatzes rascher zum Hauptbahnhof kommen.


    - Es ließe sich flexibler auf Betriebsstörungen in der Heidelberger Landstr. reagieren.


    - Die Linie 3 könnte als Ringlinie verkehren.


    - Die Steigung entlang der Cooperstraße stellt kein Problem dar. Die durchschnittliche Steigung auf diesem Abschnitt wäre 4.7 Prozent.


    - Es ist noch offen, wo die von der Heag gewünschte zweigleisige Wendeschleife gebaut werden soll. Variante 1 am Kreuzungsbereich Cooperstraße / Heidelberger Landstr. hat den Nachteil, dass Wald gerodet werden müsste. Wahrscheinlicher (und auch von Partsch unterstützt) ist deshalb Variante 2: Ausbau der bestehenden Wendeschleife an der Lichtenbergschule.


    - Zeitplan: Im Frühjahr 2021 entscheidet das Stadtplarlament über den endgültigen Trassenverlauf und die Wendeschleife. Ende 2021 soll das Planfeststellungsverfahren beginnen. Baubeginn Mitte 2024. Und Ende 2025 könnte die Strecke fertig sein.


    -Die ersten Häuser im neuen Viertel sollen Mitte 2023 bezogen werden. Bis zur Fertigstellung der Straßenbahn sollen Busse für die Nahverkehrsanbindung eingesetzt werden.


    - Eine Nutzen-Kosten-Untersuchung liegt noch nicht vor.

    In den letzten Wochen standen keine vom DB Flottenmanagement betreuten weißen Busse auf dem Betriebshof in Weiterstadt.


    DaniDADI hast du das von der Autobahn aus gesehen? Wenn du näher rangegangen wärst, hättest du gesehen dass diese weißen Busse die Kennzeichen ERB-CL ... trugen. Die VGG hatte für einen von ihr gefahrenen SEV zwei Parkspuren auf dem Platz angemietet.

    Ich bin in dieser Woche jeden Tag um die gleiche Uhrzeit an dieser Stelle gewesen; eine Straßenbahn hatte sich nicht mehr dorthin verirrt. Also war das am Montag ein außerordentliches Ereignis.


    Zwei Fragen fallen mir aber noch ein:


    1) Ich nehme an, dieses Schienenstück wurde irgendwann einmal nicht gebaut, um bei Straßenbahnfahrern und Beobachtern Verwirrung zu stiften, sondern es fand auch Linienverkehr dort statt.

    Wann fuhr dort die letzte Linientram? Was war der Grund für die Entscheidung, bei Fahrten vom Hbf Richtung DA-Zentrum den "Miele-Block" nicht mehr westlich, sondern östlich zu umfahren?


    2) Gibt es sonst noch im Netz der Darmstädter Straßenbahn einen Gleisabschnitt, der ähnlich wie dem hier besprochenen eigentlich einsatzbereit ist (mit funktionierender Oberleitung etc.), aber derzeit nicht genutzt wird?

    Nach langer, langer Zeit habe ich heute mal wieder eine Straßenbahn auf diesem Gleis gesehen.

    War das tatsächlich ein seltenes Ereignis, resultierend z.B. aus einem technischen Problem, oder gibt es jetzt Umläufe mit regulären (Wende-?)Fahrten auf diesem Gleis?

    Verwirrend für diesen Ort ist die angezeigte Liniennummer 7, und auf der Zielanzeige stand "7 Arheilgen Maulbeerallee". Die Straßenbahn stand und war leer.


    Hatte die HEAG (-mobiBus) bis vor gar nicht langer Zeit nicht auch auf Kundenanfrage Gelegenheitsverkehr angeboten?

    Wenn ich mich recht erinnere wurde noch im letzten Jahr, vielleicht ist es auch schon 2 Jahre her, auf der Homepage der dazugehörige (firmeneigene?) Reisebus gezeigt.

    Ich weiß leider nicht mehr, was es war; evtl. der von SoundofN1 erwähnte Scania InterCentury?

    geht es nicht eher darum, ob der Leistungsauftrag von Kommunen(öffentlich) ausgeschrieben werden oder von der RMV(privat)?

    Das spielt überhaupt keine Rolle bei diesem Streik.


    Es geht um Entlohnung, Urlaubsregelung und weitere Arbeitsbedingungen der in Hessen tätigen Busfahrer, egal in welchem Linienbündel sie fahren und sogar egal, ob sie Linien- oder Reisebusfahrer sind. Letzteres nur theoretisch; der LHO-Tarif gilt eigentlich auch für Reisebusfahrer, aber in der Praxis werden sie meist doch auf andere Weise entlohnt.

    Die zurzeit oft gehörte bzw. gelesene Äußerung, in Hessen würden die privaten Busunternehmen bestreikt, ist wirklich witzig.
    Was den Raum Darmstadt angeht, ist eher das Gegenteil der Fall.
    In DA-DI streiken die Busfahrer der HEAG und der DB.
    Beides Unternehmen, die ungeachtet dessen was sie laut Papierform sind, in der Realität kommunale bzw. staatliche Unternehmen sind.
    Die anderen zwei großen hier tätigen Busunternehmen sind Winzenhöler und Fischle. Beide so privat, wie es privater nicht geht, und gerade diese werden aktuell nicht bestreikt weil es die Gewerkschaften traditionell sehr schwer haben, in solchen Privatunternehmen Fuß zu fassen.


    Zum Streik selbst: Ich verstehe das Verhalten der Arbeitgeberseite nicht. Die Streiks der Vergangenheit haben doch gezeigt, dass die Arbeitnehmerseite immer die stärkeren Trümpfe in der Hand hält.
    Was soll dieses Hinauszögern einer Lösung. Im Zeitraum zwischen dem Warnstreit und jetzt haben die Arbeitgeber nicht reagiert. Hätten sie in den Tagen vor dem Streik ein weiteres Angebot vorgelegt, hätte verdi vielleicht zugestimmt. Deren Maximalforderung ist ja sicherlich auch nicht festzementiert, sondern in gewissem Umfang verhandlungsfähig.

    Gerade Groß-Zimmern und Roßdorf sind doch nun bereits wirklich gut über das Busnetz an Darmstadt angeschlossen.

    Das Ziel ist doch, man will noch mehr Autofahrer dazu bewegen, das Auto stehen zu lassen und mit dem ÖPNV nach Darmstadt zu pendeln.
    Ich sehe jetzt aber nicht, wie eine Seilbahn hierfür hilfreich sein kann.


    Die Pendler aus dem Ostkreis fahren nicht deshalb mit dem Auto nach nach Darmstadt, weil die Busverbindungen so schlecht wären. Sind sie nämlich nicht. Sondern weil die Leute einfach gerne mit dem Auto fahren.
    Wer jetzt schon nicht gern mit dem Bus fährt, der wird das mit der Seilbahn auch nicht tun. Die Mehrzahl der Autofahrer pendeln nicht einfach so aus Jux und Dollerei mit dem Auto nach Darmstadt und nehmen das Im-Stau-stehen in Kauf, sondern haben ihre Gründe. Am verbreitetsten dürfte die my home is my car is my castle - Mentalität sein: Im Auto bin nur ich, hier ich bin mein eigener Herr ...


    Die Innenausstattung einer Gondel wird der eines Busses ähneln. Man muss also genauso dicht neben anderen Personen sitzen oder stehen. Und wer das nicht mag, der mag's halt nicht, egal ob Bus oder Seilbahngondel.
    Daher denke ich nicht, dass der Bau einer Seilbahn weniger Autoverkehr zur Folge hätte.

    In diesem Zusammenhang bin ich auch gespannt, wie sich die Planer die Situation direkt an der Haltestelle Ostbahnhof vorstellen.


    Bisher muss der Bus beim Losfahren einen Spurwechsel nach links machen, was ja auch ohne Ampelregelung/Vorrangschaltung meistens hervorragend klappt. 90 % aller Autofahrer fahren hier sehr vorausschauend und defensiv und lassen den Bus einfach vor. (Die restlichen 10 % sind Autos mit ERB-Kennzeichen).
    Nach dem Umbau wird die Haltestelle ja sicherlich immer noch ganz rechts der stadteinwärts führenden Fahrpsuren sein. Aber der Bus muss nach dem Losfahren eine Fahrspur mehr als bisher überqueren, bevor er sich auf der richtigen Spur befindet. Im Interesse eines fließenden IV hoffe ich dass dies auch irgendwie ohne Ampelregelung geht.

    Was in dem kostenpflichigen Artikel (bzw. in der Printausgabe) zu lesen ist: Die B26 soll ja nur einseitig gesperrt werden, d.h. über die gesamte Bauzeit kann eine Fahrspur offen gehalten werden.


    :!:Man hat sich dafür entschieden, den Verkehr stadtauswärts über die B26 fließen zu lassen:!:


    Warum eigentlich?


    Egal ob die Pendler im Bus oder im Auto sitzen, egal ob sie in Darmstadt arbeiten oder nur durch Darmstadt durchfahren müssen und weiter Richtung Frankfurt oder Mainz fahren: Die überwiegende Mehrzahl dürfte einer geregelten "tagsüber-Arbeit" nachgehen, d.h. morgens zur Arbeit und nachmittags/abends Feierabend und wieder zurück.


    Also ich persönlich finde es angenehmer, wenn ich den Weg zur Arbeit hin einigermaßen verlässlich planen kann. Um einerseits nicht zu spät zur Arbeit zu kommen und andererseits die Zeitreserve, die jeder treudoofe Arbeitnehmer auf dem Weg zur Arbeit ohnehin einplant, möglichst gering zu halten. Und morgens eine halbe Stunde länger Schlafen ist ja auch nichts was der Gesundheit schadet ;-)


    Wenn ich *nach* der Arbeit eine halbe Stunde im Stau stehe ... tja auch ärgerlich, verlorene Lebenszeit .... aber im Vergleich zu einem morgendlichen Stau das eindeutig kleinere Übel.


    Aber vielleicht gibt's für diese Entscheidung abseits persönlicher Vorlieben, ob man nun lieber morgens oder abends im Stau steht, noch andere Gründe?:/


    Danach wird die Linie 3 nach Süden verlängert, mit zwei neuen Haltestellen ausgestattet.


    Ist so jetzt aus dem Plan nicht ersichtlich, aber ich vermute dass an der Wendeschleife an der Kreuzung Heidelberger-/Cooperstraße noch eine dritte neue Haltestelle für die 3 entsteht, evtl. auch für Umsteiger aus der 7/8.
    Ansonsten wäre die Wendeschleife doch arg weit weg von der Start-/Endhaltestelle und man würde sinnlos Energie und Zeit bei den Wendefahrten verplempern.


    Sieht echt so aus, als würden die jetzt die Reißleine ziehen und von heute auf morgen alles dichtmachen.


    Das sehe ich nicht ganz so dramatisch.
    Im Gegensatz zu einer kleinen Personengesellschaft, kann eine Kapitalgesellschaft aufgrund rechtlicher Vorschriften nicht von heute auf morgen "dicht gemacht" werden.
    Es gibt in der Hauptsache zwei Möglichkeiten, wie die Geschäftstätigkeit einer Kapitalgesellschaft beendet werden kann:
    1) Der elegante Weg, wenn genug Geld vorhanden: Die Liquidation. Dauert mindestens 1 Jahr.
    2) Der unelegante Weg: Das Insolvenzverfahren, dauert ca. 1/2 bis mehrere Jahre.


    Bei 1) übernimmt der Liquidator und bei 2) übernimmt der Insolvenzverwalter die Aufgaben der Geschäftsführung und setzt alles daran, dass laufende und vertragliche Verpflichtungen erfüllt werden, soweit es eben möglich ist.


    Prominentes Beispiel in Süd-Hessen ist die Insolvenz der Firma Werner, wo es dem Insolvenzverwalter gelang den Betrieb bis zum vertraglichen Ende des Linienbündels zwar nicht zur vollen Zufriedenheit der ÖPNV Nutzer, aber doch immerhin in einer Art "Notbetrieb" aufrecht zu erhalten.

    Die 'MET Deutschland GmbH' ist insolvent. Wie man unter http://www.insolvenzbekanntmachungen.de nachlesen kann, wurde das Insolvenzverfahren eröffnet am 2.5.


    Erstes konkretes Opfer ist das zu MET gehörende Prümer Busunternehmen 'Axel Tücks GmbH', Insolvenzverfahren eröffnet heute am 6.5.


    Wie es mit anderen zur MET Unternehmensgruppe gehörenden Busunternehmen, wie z.B. BRH Viabus weitergeht, ist offen. Jetzt, wo ich gerade diese Zeilen schreibe, ist die Viabus Homepage offline.

    Ich bin auch nur auf die Meldung vom 26.4. gestoßen, weil ich gezielt danach suchte.
    An die Busunternehmen ging am Freitag die Information ein, dass ab 29.4. Betriebsbeginn die Haltelinie am Luisenplatz Platz 3 ca. 20 Meter zurückverlegt wird.
    Da dachte ich mir, schauste mal auf die DADINA Webseite, vielleicht findet man dort die Erklärung für diese Maßnahme.
    Und die Erklärung ist halt diese Meldung vom 26.4.
    Wenn H und F die enge Rechtskurve zwischen Platz 4 und 2 fahren sollen, dann brauchen sie viel Platz zum Ausholen.
    Hoffentlich beachten auch alle Busfahrer auf der Gegenseite die versetzte Haltelinie, sonst wird's unterhaltsam für das Publikum.