Beiträge von Jonaes02

    Ich empfand es in Prag ganz angenehm. Fahrkarte kaufen/entwerten - ab dem Zeitpunkt gilt diese für: [...]

    Sorry, aber das ist doch hier kaum anders. Ich kann mir in Frankfurt ebenso eine Einzelfahrt, eine Kurzstrecke, eine Tageskarte für Frankfurt kaufen. In Frankfurt gilt das dann für Zone 50, in Prag für die Zonen P, 0 und B. Und solange man nicht aus Franfurt oder Prag rausfährt, muss man sich keine Gedanken um Zonen machen. Sobald man raus will, wird es komplizierter, und da haben beide Tarifsystem so ihre "Besonderheiten". (Und übrigens zahlt man in Prag/Mittelböhmen seit diesem Jahr auch einen Aufschlag auf nicht-digitale Tickets.) Ob es jetzt ein positiver Umstand ist, dass der Automat in der Straßenbahn nicht annähernd alle Verbundtickets verkaufen kann, sei auch mal dahingestellt.



    Ich bin auch der Meinung, dass es gar nicht so notwendig ist, den Tarif zu vereinfachen, sondern vor allem ihn einfacher benutzbar zu machen. Dass es möglich ist, landesweit ein Check-In/Check-Out-System zu haben, zeigen die Niederlande und Dänemark. Da noch ein sinnvolles Capping-System à la London hintergeklemmt, und alle sind glücklich.

    Was genau willst du damit Aussagen? Das Rollifahrer nicht damit fahren müssen?


    Übrigens, es kann jeden treffen. Brauchst nur mal das Vergnügen zu haben, Gehhilfen (Krücken) nutzten zu müssen. Da macht ein sich bewegender Untergrund keinen Spaß.

    Sie müssen nicht in ein sich bewegendes Verkehrsmittel einsteigen, da, wie oben zu lesen ist, in so einem Fall die Gondel bei Bedarf auch angehalten werden kann.

    Es ging nur darum, dass behauptet wurde, dass dafür das gesamte Seilbahnsystem angehalten werden müsse, was ich bezweifelt habe.

    Bei der Seilbahn stehen im dümmsten Fall alle Kabinen.

    Ja, aber nur die Züge direkt im Anschluss. Nicht die Züge der Gegenrichtung und nicht die Züge, die vorneweg fahren oder viereinhalb Haltestellen hintendran sind.


    Im aller dümmsten Fall vielleicht, aber wie häufig kommt der vor?

    Hier kann man sehen, dass in den Stationen sowieso schon mindestens 3 Kabinen gepuffert werden, und auch noch Platz da ist. Wie lang muss die Unterbrechung zum Einstieg da dauern, dass tatsächlich die Station vollläuft und das Streckenseil angehalten werden muss? Wir reden hier ja im Regelfall nicht über lange Zeiten; ich würde schätzen maximal 15 Sekunden.

    Soweit nicht ungewöhnlich, wenn man von Multigelenkfahrzeugen auf Drehgestell umsteigt. Die Stärken & Schwächen sind halt anders verteilt.


    Höhenunterschiede hat man nun mal bei Drehgestellwagen aktuell. Dass es ohne geht, ist ja bislang der Unique Selling Point der Stadler TINA.

    Ansonsten ist wo man die Stufe hinpackt Geschmackssache. In Frankfurt (Alstom), Nürnberg, München (Siemens) sind die Durchgänge ebenerdig/mit Rampen, und dann eine Stufe zu den Sitzgruppen; in Dresden, Magdeburg (Bombardier / Alstom) sind die Gänge mit erhöht.


    Davon abgesehen ist 100% Barrierefrei natürlich auch ein Stück weit eine Quatschaussage (ebenso wie 100% klimatisiert). Was wären denn 85% barrierefrei?

    (Formal ist es natürlich insoweit richtig, dass wenn barrierefrei = true = 1 = 100%.)

    Da würde mich eine Quantifizierung interessieren. "Immer wieder" suggeriert eine ziemlich Häufigkeit, ist aber bezogen auf die tägliche Zuganzahl sowohl oben als auch unten irgendwas im 0,x-Promillebereich. Und das würde sich auch mit meiner Erfahrung decken.

    Das kommt drauf an, in Bezug zu was man die Häufigkeit betrachtet. Ich würde es nicht auf die gesamte tägliche Zuganzahl betrachten und daher die Aussage erweitern auf "Immer wieder, wenn es zu Abweichungen vom Fahrplan kommt". Wenn alles pünktlich und regulär fährt, funktioniert die Fahrgastinfo am Bahnsteig auch (fast) immer. Bei Abweichungen funktioniert es aber aus meiner Sicht zu häufig nicht gut.


    Ein Thema diesbezüglich ist, dass die Fahrgastinfo am Bahnsteig offenbar nicht direkt ans Stellwerk angebunden ist. Das Stellwerk (bzw. die Zugnummernmeldeanlage) weiß ja eigentlich, welcher Zug gerade am Gleis steht und ob der schon abgefahren ist. Aktuell wird wie es scheint einfach, sobald die prognostizierte Abfahrtszeit überschritten ist, weitergeschaltet. Dieser häufige Fehler könnte mit der direkten Anbindung vermieden werden.

    Also irgendwie kann was mit den in der Ausschreibung genannten Linien nicht stimmen. Die "Schulbuslinien" (47 etc) fehlen komplett obwohl zwei Gelenkbusse gefordert werden für den Stadtverkehr Oberursel.

    Die Schülerfahrten scheinen, wie es auf der Linienkarte aussieht, in die 41 und 42 integriert zu sein.

    Vielleicht ist unser Problem auch gar nicht, dass wir Kleinkindern einen ruhigen Schlaf ermöglichen, sondern dass offenbar selbst hier - mehr noch in der Gesamtgesellschaft - drüber diskutiert werden muss, ob ein großes Neubaugebiet überhaupt eine Schienenanbinding braucht.

    In Chemnitz passt ein Unterschied von 165 mm zwischen den Türen ohne Probleme, im Fahrzeuginneren gibt es Rampen, die jedenfalls für mich als uneingeschränkten Fahrgast kaum merklich sind. Insofern kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass die zusätzlichen 35 mm, die dann zw. 76cm und 96cm nötig werden, das große Problem sind (zumal die Fahrzeuge ja länger sind).

    Ich versuche immer ein wenig auch in andere Städte zu lauschen, wie Wien oder Basel.

    Beides doch eigentlich nicht so wirklich gute Beispiele.

    Basel hat sich Plattform (TINA) gekauft - und hat damit wie die anderen Städte, die die Platform auch gekauft haben, Probleme.

    Wien wiederum hat sich mit den Ultra Low Floor-Fahrzeugen mit besonders niedriger Einstieghöhe eine sehr individuelle Sonderlösung geholt.

    Und der Auftraggeber verfasst auch das "Lastenheft" mit den Anforderungen. So macht es zumindest die VGF. Diese schreibt den SEV auch aus, also je nach Situation.

    Und der Aufgabenträger kann in sein Lastenheft schreiben, was er im Falle eines Ersatzverkehrs vom Auftragnehmer (hier: DB) geliefert haben will.

    Und wenn der Aufgabenträger grün gestreifte Massagesitze in den Bussen will, dann muss der Auftragnehmer wenn er zum Auftraggeber für den SEV wird, eben bei sich ins Lastenheft auch grün gestreifte Massagesitze mit aufnehmen

    Und da haben wir es wieder einmal. Denn den Fahrgästen ist es egal, wer im Detail für was verantwortlich ist.

    Ja... und? Dass es den Fahrgästen egal ist ändert tatsächlich nichts daran, wer verantwortlich ist.

    Was willst du denn? Dass man in Fachkreisen, wie -- ich lehne mich mal sehr weit aus dem Fenster -- dieser hier einer ist, sich den Fahrgästen einfach anschließt und wild die Schuld beliebigen Stellen, die irgendwie beteiligt sind, zuschiebt? Was genau macht das besser?

    Da ist es eher wieder das bereits bekannte Missverständnis, mit dem Flatrateticket hätte man die selben Ansprüche wie bei einem Ticket mit Zugbindung.

    Natürlich hat man mit dem D-Ticket auch einen Anspruch auf Weiterbeförderung zum Zielort. Halt nur bezogen auf die Reisekette, die mit D-Ticket zurückgelegt wird.

    Das Problem ist nur dass es zwei Reiseketten (1x Fv, 1x Nv) sind, worauf bei der Buchung ja aber hingewiesen wird.

    Was ich mit dem EInwand nur sagen wollte - hier wurden keine teuren Konstruktionen von Türen auf dem Bahnsteig verbaut, damit keiner auf die Gleise fällt. Es sind simple Überwachungen des markierten Bereichs und es fuinktioniert.

    Je nach Linie hat man da Trittmatten im Gleis oder Lichtschranken.

    Trittmatten sind so erfolgreich, dass man sie in weltweit genau zwei Systemen verbaut hat. Funktionieren in Vancouver z.B. auch nicht bei Schnee, dann muss manuell gefahren werden. Ausfälle können unbemerkt bleiben, in Vancouver sollen ~1/3 der Matten defekt sein.

    Lichtschranken: Es brucht massig viele (2500 Stk. pro 100m-Bf), da fällt dann andauernd irgendeine aus. In Kopenhagen hatte man welche, und hat dann doch auf Bahnsteigtüren umgebaut.


    Durch den hohen Wartungsaufwand relativieren sich auch die geringeren Anschaffungskosten.


    Es hat schon seine Gründe, dass der ganz überwiegende Teil der GOA4-Betriebe auf Bahnsteigtüren setzt.

    Bezüglich außerordentlicher Kündigung:

    Ich weiß aus sicherer Quelle, dass damals beim Taunus-Wasserstoff-Netz ein Erwägungsgrund, die Züge nicht an Alstom zürückgehen zu lassen, war, dass man damit das Ansehen von Alstom vermeintlich so stark geschädigt hätte, dass der Konzern -- ich bin mir nicht mehr ganz sicher, ob man tatsächlich meinte dass er pleite geht, aber zumindest sehr stark geschädigt wird, was man nicht wollte.


    Ob das jetzt tatsächlich so schlimm gewesen wäre und ob es Aufgabe eines RMV ist, Alstom zu retten, darf natürlich gerne hinterfragt werden.


    Ob im Falle von VIAS ähnliche Erwägungsgründe eine Rolle spielen, weiß ich nicht.

    Es ist (wie man hört, das ist jetzt nur wissen mit Quelle "hab ich mal irgendwo gelesen), quasi diese eine Dosto-Wagen-Bauart, die ihre Klimaanlagen-Frischluft-Ansaugung so blöd positioniert hat, dass da genau die Abgase reinkommen. Sprich, andere Dosto-Bauarten haben die wo anders, und dann ist es auch kein Problem mit Dieselloks.


    Länge Züge passen übrigens durchaus, vor den Dostos (also bis letzten Fahrplanwechsel oder so) fuhren dort Lok+4 Reisezugwagen+1 y-Steuerwagen.

    Der Untersuchungsbericht wurde veröffentlicht: https://www.eisenbahn-unfallun…b=publicationFile&v=2


    Der Hergang ist ähnlich zu dem Unfall in Dieburg. Wieder hat die Zugnummernmeldeanlage eine Fehlnummer generiert, die ohne weitere Nachforschungen durch den Fdl fälschlicherweise durch eine Zugnummer ersetzt wurde, wodurch diese am eigentlichen Standort des Zuges verschwand und man von einer fälschlichen Besetztanzeige ausging.


    Im Unterschied zu Dieburg wurde die Fahrt des nachfolgenden Zuges nur auf Sicht zugelassen, außerdem hat der Fdl dem Tf des ersten Zuges seine Positionsmeldung geglaubt, und hat einen Nothaltauftrag abgesetzt. Deshalb kam es nicht zur Kollision.

    … wenn in Bad König jetzt nicht gewendet werden kann, aber kurzfristig möglich sein soll, was ändert sich denn konkret an der Infrastruktur? Es wird ja wohl kaum ein Signal nachgerüstet. Ich habe aus dem Chat der letzten Tage nicht erkannt.
    Es muss etwas sein, was mit dem RMV zusammen hängt??

    An der Infrastruktur ändert sich nichts.

    Man kann in Bad König auf einem Gleis wenden. Der Fahrplan ist aktuell nach dem Schema hin - hin - rück - rück. Sprich, da würde der Bahnhof "überlaufen". Also muss man schonmal eine Linie rausnehmen.

    Dann hat man eine Wendezeit dort von 45 min. Das wird wohl einfach von den Dienstplänen her nicht darstellbar sein.

    Jetzt bastelt man einen quasi unabhängigen Pendelbetrieb zw. G-U Wiebelsbach und Bad König, der dann vermutlich mit weniger Umläufen / Personalen auskommt.