Beiträge von barnyk

    Bei der Untermainbrücke bin ich etwas irritiert, da diese vor dem Bau der A-Strecke in der Schweizer Straße ja auch Straßenbahnen getragen hat - oder wurde die Brücke im Rahmen der Sanierung strukturell deutlich geschwächt? Also auch "Wir bauen jetzt nur noch für Autoverkehr, die Tram ist ja unter der Erde!"

    Es wäre nicht die erste Brücke, bei der man feststellen würde, dass sich die Nutzung in den letzten 2-3 Jahrzehnten deutlich verändert hat und die Traglasten neu bewertet.

    Ja Leute ... sind wir an Lösungen interessiert oder daran ein Problem groß zu machen. Fahrzeugbezogene Einmal-codes im Fahrzeug deren Nutzung man dokumentieren muss und auch das Funkloch ist abgegolten. Muss ja kein physischer sein sondern kann ja in einer technischen Lösung beinhaltet sein - mit nächstem Netz-Kontakt wird der erneuert. Lösung gibt es, wenn man wollte.

    Das wäre vermutlich schon mal ein Anfang, dass diese zu dokumentieren sind. Ich fürchte aber nur - zugegeben technisch nicht wissend - dass es wie von zip-drive beschrieben - zu viele "False positive" gibt, da ist für mich der erste Ansatz. Ein Sicherungssystem, das zu oft "falsch" auslöst, wird schichtweg nicht mehr beachtet.


    Ich denke nicht, dass "ein angemessener Zeitraum zum Nachdenken (Situatonsbewusstsein) und Handeln (Abarbeiten der Richtlinie 408.2651) zwingend eingeräumt wird." hier wirklich hilft. Wenn ich eine Zwangsbremsung bekomme, muss ich doch eigentlich diese Punkte per se schon beachten bzw. würde mich darum auch nicht scheren, wenn ich es jetzt schon nicht tue. Oder liege ich hier falsch.

    Alternativ ließen sich doch sicherlich auch technische Mechanismen entwickeln (ja, mir ist bewusst, dass es diese noch nicht gibt), in der mit Tokens analog zu Login-/TAN-Verfahren gearbeitet werden könnte. Dann kann der Triebfahrzeugführer ohne Rücksprache nicht weiter fahren.

    In den Reigen kann man einstimmen:

    - Fahrt durch den Gegenverkehr weil auf den eigenen Spuren Stau ist ...

    - Wildschwein angefahren, nach Freigabe durch die Leitstelle so schnell durch das Waldstück weiter gefahren, dass es schwer viel in den Kurven auf den Sitzen zu bleiben ...

    - Hinterste Tür defekt, nachdem im voll besetzten Bus ein Fahrgast mit Krücke und Einkaufswagen (der es beim Einsteigen nicht gemerkt hat und dem freundlicherweise hinten ein Sitzplatz angeboten wurde) nicht schnell genug in der Mitte beim Ausstieg war einfach weiter gefahren trotz Rufe aus dem Fahrgastraum, immer schneller geworden in einer 30er Zone und weil die Fahrgäste immer lauter maulten den Bus mal einfach an der nächsten Haltestelle abgestellt und gemeint er würde erst weiter fahren, wenn die Polizei da sei. War ihm offensichtlich zu lang zum Warten, deshalb fuhr er weiter, als der nächste Kurs aufgeschlossen hat ...

    - Fahrgast mit Fahrrad an der Haltestelle stehen sehen, vorbei gefahren und Mittelfinger gezeigt ...

    - in einen Engpass reinfahren ohne zu wissen, wie sich die Situation auflösen soll (Highlight mehrere Gelenk- und Solobusse zusammen, keiner hat mal nachgedacht und gewartet)


    Leider versauen diese Vollpfosten den überwiegend guten Anteil an Fahrern. Ich bin der Meinung hier gehört noch mehr Überprüfung durch den Auftraggeber her. In vielen Einkaufszentren gibt es Mystery Shopper, d.h. Personen die für Testeinkäufe der einzelnen Geschäfte eingesetzt werden. Gibt es sowas beim ÖPNV auch?

    Auf der von Dir verlinkten Seite steht 1,36€ - aber unabhängig davon halte ich diese Angabe für "fragwürdig" - damit meine ich nicht, dass die Quelle nicht vertrauenswürdig ist, sondern eher die Umrechnung von Lohn als Monats-/Jahresgehalt auf den km. Nach dem Motto: Traue keiner Statistik, die Du nicht selber *in die Richtung geschönt hast, in der du sie haben möchtest*


    Angenommen wir reden hier von einer Fahrt, die durchgängig mit 60 km/h gefahren würde, worin wir uns wohl alle einig sind, dann wäre das ein Stundensatz von 60*1,36€ = 81,60€ - für zwei Positionen, also 40,80€ pro Position. Als Brutto-Kosten mit allen Nebenkosten wie Pausenzeiten, Personal Reserve für Urlaube und Krankheiten, etc.


    Aber angenommen, das wäre alles richtig. Ist ja trotzdem die Frage, wie viele Fahrten stattfinden könnten, wenn die Kosten 10% niedriger wären. Klar kostet auch ein solches System, aber dagegen muss natürlich fairerweise auch die (wiederum um erhöhte Nutzung reduzierte) Ersparnis durch bessere Ausnutzung von Strecke und Material rechnen.

    Die Probleme sind weniger die Passagiere, die gibt es ja bei der Skyline und bei den U-Bahnen auch. Mehr die Eingriffe von außen, vom Wildschwein bis zum doesigen Autofahrer. In Ostfriesland gab es um 1980 einen Bauern, der schaffte in einigen Jahren zweimal an der gleichen Stelle, an den Traktor angehängte Wagen in Kontakt mit einer Lokomotive kommen zu lassen.

    Zum offenen automatischen Betrieb können wir ja auf eigene Erfahrungen am Mainkai zurückgreifen 😀. Nur fuhr der Bus eben mehr oder weniger im Schritt oder Joggertempo.

    Da sehe ich ehrlich gesagt am wenigsten ein Problem. Insbesondere die Gleise mit den markanten Schinenensträngen sind ein gutes Merkmal für jede bildgebende Verarbeitung. Was in Industrie und PKW schon funktioniert, funktioniert auf einem eigenen Gleiskörper sicherlich auch. Der Vergleich zum autonomen Bus der im gleichen Verkehrsträger wie der Individualverkehr unterwegs ist, ist hier sicherlich nicht angebracht. Am Ende des Tages reden wir hier von zwei Zügen in Niedersachsen, also von Nebenstrecken, bei denen auch die Störung von anderen Verkehrsträgern nicht so oft vorkommt wie am Frankfurter Ufer.


    Ich würde hier - auch wenn es langfristig den Beruf des Lokführers abschafft - sogar eine Chance für Strukturschwache Regionen sehen. Denn neben Betriebsmitteln und Abnutzungskosten sind Personalkosten der hohe Faktor im Betrieb und je günstiger ein Angebot werden kann, um so häufiger kann es auch angeboten werden.

    Stichworte:

    - Notvergabe

    - Öffentliches Anzählen


    Bezüglich Malus, naja, wenn nicht mal Geld für ne Scheibe da ist… wo soll man dann das Geld für ne Maluszahlung herbekommen?

    Ich würde mich wundern, wenn die betroffenen Unternehmer Einzahler in den RMV sind. Ist doch eher so, dass sie vom RMV (Fahrkartenverkauf angerechnet) eine Zahlung bekommen und der Malus kann dann üblicherweise verrechnet werden - bedeutet sie bekommen einfach weniger überwiesen.


    Und den "Ausschreibungs-Wahn" auf den RMV abzuwälzen ist leider falsch. Der RMV mag an vielen Stellen Verbesserungspotential haben, aber die Notwendigkeit ausschreiben zu müssen ist EU-Recht. Da müsste man sich bei ganz anderen Politikern bedanken für.

    "Naja" - das Problem ist aber keines des ÖPNV sondern eines von "verwirrten" Mitmenschen. Das kann man niemals unterbinden sondern nur minimieren. Und wie auf den Bildern zu erkennen ist, sind die wenigsten Aufnahmen aus Frankfurt/Rhein-Main/Deutschland. Klar gibt es hier einige dieser "Fails" auch, aber bei weitem nicht so, als ob das jetzt tagtäglich so wäre.


    Und - je mehr "normale" mitfahren, um so weniger passieren auch solche Randerscheinungen. Ich hätte auf der Soll Seite des ÖPNV andere Themen, wie zuverlässige Fahrgastinformationen, besser aufeinander abgestimmte Angebote auch für die letzte Meile, Angebot/Taktung/Umsteigezeiten insbesondere in den Randstunden (siehe Jahrhunderthalle alle Veranstaltungsort), kundenorientierteres (besseres) Fahrpersonal ...

    Der Balser ist froh, dass die Busse überhaupt fahren. Denen ist es egal, wie der Zustand der Busse sind. Kein einziger Bus dieser Firma ist einwandfrei.

    Ich kenne alle dieser Busfahrer die auf der Linie 551 fahren, mit denen ich auch meine Runden fahre, und ich habe denen gesagt, tretet die Funktionäre in den Arsch rein und sagt denen, die sollen sich um die Busse kümmern. Ich habe es auch mitbekommen, dass die es informiert haben und so, aber diese Firma ist echt am Arsch.

    Ich kann euch Geschichten über diese Firma erzählen, aber das möchte ich euch ersparen.

    Das ein Bus nicht kam, lag daran, dass letzte Woche (das war der Samstag, den 28.Mai 2022) ein Bus der Firma Balser in Gravenbruch liegen geblieben ist und der Bus getauscht werden musste (Der Bus kam dann von Büdingen und musste dann nach Gravenbruch, das bräuchte dann seine Zeit) und der Bus musste anschließend abgeschleppt werden.

    Wow ... ich bin immer wieder erstaunt, wie sich manche Menschen in Dinge reinhängen können.


    Ich frage mich bei sowas immer ... wenn es so offensichtliche Schäden gibt, welche nicht sichtbaren Schäden gibt es denn noch. Zudem würde ich hier den Auftraggeber in der Pflicht sehen, schneller und medienwirksamer aktiv zu werden.

    Doch, das gab es damals auch.


    Laut Nachrichtenmeldungen waren jetzt 400 Züge am Tag so voll, dass Fahrgäste stehen gelassen wurden. Was ist denn die "Gegenprobe", also wie viele Züge fahren denn im Nahverkehr an einem Samstag oder Sonnta/Feiertag?


    Natürlich können die Verkehrsträger nicht für 3 Monate mal eben noch den Fahrzeugpark aufstocken und Personal anstellen. Das ist utopisch. Aber bei ohnehin geplanten bestehenden Leistung (nach Fahrplan) die Zuglängen bilden, die auch im Berufsverkehr genutzt werden, sollte sich für den Laien als keine zu große Herausforderung beweisen. Es ist ja auch nicht so, als ob die Fahrzeuge dann automatisch alle in einer Wartung wären. die meisten stehen rum. Und ob eine S8/S9 aus allen Nähten platzt mit einem Vollzug (2 Einheiten) oder eine dritte Einheit angehängt wird, macht schon noch mal einen Unterschied. Auf den anderen S-Bahn Linien war ja hier auch nicht das Problem.


    Ich vermute mal bestehenden Fahrzeugpark mitlaufen zu lassen, wäre auf vielen Strecken möglich gewesen.

    Gem. PARLIS Vorlage sind zumindest die Planungen dafür im Aufgabenpaket:

    Zitat

    Einrichtung von zusätzlichen Wendemöglichkeiten im Straßenbahnnetz Hier: Wendeanlage nördlich Friedberger Warte (Linie 19), Wendeanlage Bürostadt (Linie 20), Blockumfahrung Innenstadt

    Volle Züge ... 9€ Ticket schuld? Oder einfach nur das gnadenlose unterschätzen, dass bei einer Großveranstaltung im Stadion und Wäldchestag einfach auf einer S-Bahn Linie die Vollzüge an einem Samstag nicht ausreichen. Als Laie fragt man sich dann natürlich schon, ob es so schwer wäre das vorher zu sehen und nicht lieber gleich die S8/S9 als Langzüge fahren zu lassen.

    Ja, man bekommt Geld zurück. Für Dauerkartenbesitzer 1. Klasse gilt - im bisherigen Geltungsbereich gilt die weiterhin in der 1. Klasse, deutschlandweit dann 2. Klasse.