Dann halte ich es mal mit "Faust der Tragödie erster Teil" und entgegne: Die Botschaft hör’ ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.
Beiträge von barnyk
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Ich glaube, wir sind da inzwischen gar nicht mehr so weit auseinander.
Natürlich muss eine vergleichende Studie Kriterien definieren und natürlich wird man nie sämtliche denkbaren Reiseketten, Anschlüsse und individuellen Bedürfnisse abbilden können. Das erwarte ich auch gar nicht. Und ich bestreite weiterhin nicht, dass Frankfurt nach den von Agora definierten Kriterien völlig zu Recht ganz vorne stehen kann.
Den Gedanken, das Ergebnis als Ausdruck des „Willens der Aufgabenträger“ zu verstehen, finde ich sogar interessant. Wenn man es so formuliert, kann ich gut mitgehen: Frankfurt bestellt bzw. plant im bundesweiten Vergleich ein sehr dichtes und grundsätzlich hochwertiges ÖPNV-Angebot. Das ist ohne Frage positiv.
Ich würde nur noch einen Schritt unterscheiden:
Planangebot → tatsächlich gefahrenes Angebot → vom Fahrgast nutzbare Qualität
Agora untersucht im Wesentlichen die erste Stufe. Meine Kritik entsteht dann, wenn daraus sprachlich die dritte gemacht wird.
Ein laut Fahrplan alle 10 Minuten verkehrendes Angebot ist zunächst besser als eines im 30-Minuten-Takt. Wenn von den sechs vorgesehenen Fahrten pro Stunde aber regelmäßig eine oder zwei ausfallen, Fahrzeuge verkürzt verkehren oder Anschlüsse nicht funktionieren, verändert sich die Qualität für den Fahrgast erheblich – in diesem Ranking aber überhaupt nicht.
Und genau deshalb finde ich auch das Beispiel mit Plauen aus #13 passend: Wenn der 30-Minuten-Takt dort zuverlässig funktioniert und die Anschlüsse passen, kann die konkrete Verbindung für den Fahrgast besser sein als ein nomineller 10-Minuten-Takt mit schlechten Anschlüssen. Das widerlegt die Agora-Methodik nicht – es zeigt lediglich, was diese Methodik misst und was nicht.
Auch dem letzten Punkt aus #14 würde ich deshalb zustimmen: Aus der Studie kann man durchaus ableiten, dass die hessischen Rahmenbedingungen und deren Frankfurter Umsetzung einem sehr guten Planangebot offensichtlich nicht entgegenstehen.
Ob dieses Planangebot dann auch zuverlässig auf die Straße bzw. Schiene gebracht wird, ist eine andere Fragestellung. Und gerade diese zweite Ebene halte ich aus Fahrgastsicht für mindestens ebenso relevant.
Vielleicht ist unsere eigentliche Differenz daher inzwischen hauptsächlich die Interpretation der Überschrift. Gegen
„Frankfurt hat nach dieser Methodik das beste fahrplanmäßige ÖPNV-Angebot Deutschlands“
habe ich wenig einzuwenden. Bei
„Frankfurt hat den besten ÖPNV Deutschlands“
würde ich weiterhin widersprechen, weil die untersuchten Daten diese wesentlich umfassendere Aussage aus meiner Sicht schlicht nicht hergeben.
Und das hat für mich auch nichts mit einem „Beißreflex“ zu tun. Im Gegenteil: Man kann gleichzeitig anerkennen, dass Frankfurt ein hervorragendes Netz und ein sehr ambitioniertes Planangebot besitzt, und trotzdem feststellen, dass die Qualität des tatsächlich erbrachten Betriebs damit noch nicht bewertet ist.
Vielleicht ergibt sich daraus sogar die interessantere Frage: Was ist aus Sicht des Fahrgastes letztlich das bessere Angebot? Ein sehr ambitionierter Fahrplan, dessen Leistungsumfang im Alltag regelmäßig nicht vollständig erbracht werden kann – oder ein möglicherweise etwas weniger ambitioniertes Angebot, das personell und technisch so dimensioniert ist, dass es dauerhaft und zuverlässig eingehalten werden kann?
Die ideale Antwort ist natürlich: ein ambitioniertes und zuverlässiges Angebot. Wenn Ressourcen – Personal, Fahrzeuge, Werkstattkapazitäten usw. – dafür aber nicht ausreichen, halte ich die Frage nach dem Verhältnis zwischen Soll-Angebot und tatsächlich erbrachter Leistung für durchaus relevant.
Vielleicht wäre genau diese Quote sogar eine interessante Ergänzung für solche Vergleiche: Wie viel Prozent des veröffentlichten Fahrplanangebots werden tatsächlich erbracht? Dann würde neben dem Anspruch auch sichtbar, wie zuverlässig die Verkehrsunternehmen diesen Anspruch erfüllen können.
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Die von Agora benannten Datenquellen und Methodiken kannst Du mit Sicherheit überprüfen und feststellen, ob sie einen Fehler in ihrer Auswertung gemacht haben. Dann wäre es nett, hier darzustellen, wo die Abweichung liegt. Das wäre der Sache meines Erachtens dienlicher als nur eine gefühlte Nichtüberzeugung zu äußern.
Das ist alles völlig in Ordnung – und ich behaupte auch gar nicht, dass Agora bei der Auswertung der von ihnen verwendeten Daten einen Rechen- oder Auswertungsfehler gemacht hat.
Mein Einwand setzt an einer anderen Stelle an: Ist die daraus abgeleitete Aussage „Frankfurt hat deutschlandweit das beste ÖPNV-Angebot“ tatsächlich durch die untersuchten Daten gedeckt?
Denn die tatsächliche Betriebsqualität wird in der Untersuchung gerade nicht betrachtet. Ausfälle, Verspätungen, kurzfristige Taktausdünnungen, Anschlussverluste oder Fahrzeugverfügbarkeit fließen nicht ein. Insofern wäre die Aussage aus meiner Sicht wesentlich präziser:
„Frankfurt hat unter den untersuchten deutschen Großstädten das beste fahrplanmäßige ÖV-Angebot hinsichtlich Erschließung, Takt und Verkehrsmittelqualität.“
Und auch innerhalb dieses Untersuchungsgegenstands sehe ich einige methodische Punkte, die man zumindest diskutieren kann:
Der Takt wird für einen typischen Werktag zwischen 6 und 20 Uhr gemittelt. Dadurch können beispielsweise sehr gute Takte im Berufsverkehr schwächere Zeiten kompensieren. Agora weist selbst darauf hin, dass andere Ansätze teilweise die schwächste Stunde betrachten. Für die Frage, wie durchgängig gut ein Angebot ist, kann das einen erheblichen Unterschied machen.
Bei Haltestellen mit mehreren Verkehrsmitteln wird zudem das höherwertige Verkehrsmittel für die Kategorisierung herangezogen. Das führt zu einem weiteren grundsätzlichen Punkt: „Eine gute Haltestelle ist in der Nähe“ bedeutet noch nicht automatisch „Von dort erreiche ich meine Ziele gut“.
Vereinfacht gesagt untersucht der Atlas vor allem: Wie weit ist die Haltestelle entfernt, wie häufig fährt dort etwas und welches Verkehrsmittel fährt dort?
Nicht untersucht wird dagegen: Wohin komme ich damit, wie schnell komme ich dorthin und wie gut funktionieren notwendige Umstiege?
Damit bleiben beispielsweise Anschlussqualität, Umsteigezeiten und Anschlussverluste außen vor. Ein dichtes Netz mit ungünstigen Verbindungen kann nach dieser Methodik trotzdem sehr gut abschneiden.
Auch die Erreichbarkeit der Haltestellen wird notwendigerweise stark vereinfacht. Die Einzugsbereiche bilden nicht in jedem Fall den tatsächlichen Fußweg ab. Ein Fluss, eine Bahntrasse, eine Autobahn oder eine fehlende Querungsmöglichkeit können aus einer geometrisch nahe gelegenen Haltestelle in der Realität einen erheblich längeren Weg machen. Auch unterschiedliche Stadtstrukturen mit großen Parks, Wasser- oder Freiflächen können solche Vergleiche beeinflussen.
Hinzu kommt, dass flexible On-Demand-Verkehre ohne feste Linienführung methodisch nicht berücksichtigt werden können, obwohl solche Angebote inzwischen in verschiedenen Städten eine relevante Ergänzung des klassischen ÖPNV darstellen.
Und schließlich weisen die Autoren selbst auf Grenzen der zugrunde liegenden Daten hin. Aufgrund unvollständiger oder fehlerhafter Quelldaten mussten einzelne Gebiete sogar aus der Untersuchung ausgeschlossen werden.
Das alles macht die Studie für mich nicht „schlecht“ und beweist auch keinen Fehler in der Berechnung. Im Gegenteil: Für die konkrete Frage, wie gut die Bevölkerung räumlich durch ein fahrplanmäßig dichtes und hochwertiges ÖV-Angebot erschlossen ist, halte ich den Atlas durchaus für interessant.
Ich halte nur die daraus gerne gemachte Verkürzung „Frankfurt hat den besten ÖPNV Deutschlands“ für problematisch. Die Studie misst dafür schlicht zu wenige Dimensionen. Sie zeigt sehr gut, was laut Fahrplan angeboten wird – aber nicht, wie gut dieses Angebot im täglichen Betrieb tatsächlich funktioniert.
Und genau das war mein ursprünglicher Kritikpunkt.
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Oder als Luftkissenvariante: https://de.wikipedia.org/wiki/U-Bahn_Serfaus
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Ich stimme zu, dass Frankfurt noch gut ist. Aber Spitzenposition? Bin da nicht überzeugt von.
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Kann ich nur befürworten ... aber nur, weil das "die modernen Bahnen" meiner Kindheit waren.
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Was spricht gegen eine Ersteinsatz Meldung?
In einem eigenem Bereich vielleicht, aber ich fürchte die notwendige Diskussion rund um die ICB verflecht dadurch.
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Sei mir nicht böse, aber ich denke wir brauchen hier nicht jede Bewegung ...
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Ganz einfach:
Indem du (sofern noch nicht vorhanden) Deinen „Busschein“ machst und die ICB durch dein Mitwirken tatkräftig unterstützt…🤷♂️
Na komm - das ist ein billiges Totschlagargument. Nur weil jemand seinen Job nicht gut macht aus Sicht seiner Kunden, muss der Kunde jetzt nicht noch selber aktiv werden. Wie viele Jobs soll ich denn machen - Supermarkt Regale einräumen und Kassieren, Bus- Tram und U-Bahn fahren und den ICE auch noch, Filme drehen und Programmchef werden? Ich habe einen Job, den mache ich gerne und ich habe mit meinem Arbeitgeber einen Vertrag, wonach ich eine bestimmte zeitlang Aufgaben erledige, wie sie mein Arbeitgeber bzw. dessen Kunden von mir erwarten. Dafür werde ich bezahlt. Außerhalb dieser Zeit kann ich über Arbeitgeber und Kunden denken was ich will, aber solange ich für meine Anwesenheit und Tätigkeiten bezahlt werden, muss ich die auch bestmöglich erledigen.
Also lass solchen dummen Kommentare. -
Und schlau machen bedeutet nicht "Fragen stellen". Erst mal Informationen suchen und zuhören und mitlesen. Dann kann man immer noch gezielt Fragen stellen - aber kombinieren von irgendwelchen Zufällen und daraus Behauptungen machen ... siehe auch Festhalle/Messe Schleife ... macht weder Spaß zu lesen noch sich mit zu beschäftigen zu antworten.
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Hof ist zu viel gesagt ... kleine Halle, kleine Bürofläche und Abstelloption für ein paar Busse - ganz früher mal Sippel gewesen. Wenn ihr auf den dort parkenden Bussen etwas schwarzes auf dem Dach seht ... Reifenabrieb von landenden Flugzeugen

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Ja, wobei man dem Höchster Bahnhof nicht attestieren kann, dass ihm Leute fehlen würden. Viel los ist schon als Umsteigeknoten zwischen Bahn und Bus. Wenn man bedenkt, dass der Bahnhof bisher nicht viel Liebe erfahren hat von Seiten des Eigentümers, dann ist es kein Wunder, dass er so aussieht, wie er aussieht. Hoffen wir mal, dass es besser wird.
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Nicht nur da ... auf der 62 auch ... der Fahrer tat mir leid, er hat alles versucht.
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Vermutung: Urlaubszeit - und da viele Fahrer um ihre Stellung wissen sind 4 Wochen in der "Heimat" nicht ungewöhnlich. Aber wie geschrieben - nur Vermutung.
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Zitat
Interessant ist die Streckenführung bis zum 28. Juli. Ab Rüdesheim fährt die Linie 10X (Expressbus Wiesbaden - Koblenz) ab Rüdesheim mit 15 % Steigung nach Presberg, um von dort auf einer Straße über einen steilen Abstieg ins Wispertal Lorch zu erreichen. Auch diese Strecke wird zum Teil mit Gelenkbussen gefahren.
Mit unter zur Verwunderung von PKWs auf der gleichen Umleitungsstrecke. Komfortables Fahren ist für die Chauffeure auf dieser Strecke auch etwas anderes. Sogesehen "Hut ab"...
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Bin die Strecke mit dem Auto abgefahren. Selbst am Sonntag war sehr umfangreiches Treiben auf nahezu der gesamten Strecke. Neue Station Rüdesheim hat auch schon eine von auißen erkennbare Form erhalten. Ob man im Zeitplan ist, kann ich nicht beurteilen, jedenfalls wird kräftig gebaut.
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Was die 68 angeht, hast Du natürlich recht. Ich wollte die Korinthen vermeiden und deshalb nicht nur die "Hauptattraktion" 51 benennen. Punkt für Dich.
Aktuell ist Martinskirchstr. zwischen Alt-Schwanheim (ab Kur vor Kreuzung Hegarstraße) bis Silcherstr. - gelegentlich auch inkl. An der Wildhube gesperrt. Eine Sperrung der Mauritiusstr. ist mir fremd - und auch aktuell nicht existent. 62 und 78 umfahren die Martinskirchstraße über die Schwanheimer Ufestraße. Die 62 setzt dann am Baumarkt wieder ihren regulären Linienweg fort, während die 78 durch die Mauritiusstr. wieder zurück fährt und dann an der Eifelstraße den regulären Linienweg wieder einnimmt.
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Während und nach einem Großbrand in der Geisenheimer Str. in Schwanheim gab es gestern und heute Umleitungen der Buslinien 51,62 und 68 (und vermutlich bei den Nachtbusliien).
Während der Löscharbeiten war die Geisenheimer Str. nicht passierbar. Die Feuerwahr war nach eigenen Angaben mit 54 Fahrzeugen vor Ort- Die gute Nachricht 1 - außer Sachschaden (1 Wohnung und rund 600m² Dach abgebrannt) offenbar nichts passiert. Die gute Nachricht 2 - die Sperrungen sind mittlerweile aufgehoben.
Während der Sperrung wurde in Richtung Rheinlandstraße der (Umleitungs-)Linienweg der 78 genutzt überMauritiusstr. und Eifelstraße. Die 51 Richtung Höchst ist umgeleitet worden durch "Alt-Schwanheim" und Mauritius-Straße. Schade, dass man es nicht geschafft hat, an den ausgefallenen Haltestellen eine kleine Notiz anzubringen, immer wieder haben Menschen vergeblich gewartet.
Als Wahl-Schwanheimer fühlte sich die Umleitung an wie die "gute alte Zeit", als die 51 - danals noch 70 - immer durch Eifelstraße und Alt-Schwanheim gefahren sind. Schade insbesondere für die Alt-Schwanheim, dass hier kein offizieller Linienweg mehr entlang geht.