Beiträge von Schienenhund

    Eine etwas erhellendere Darstellung zu Prozeß, Beweisen, Indizien, Aussagen und weiteren Umfeldvariablen findet sich -ausnahmsweise- im Spiegel: https://www.spiegel.de/panoram…84-478e-be4a-0e447d304ad1


    Das könnte vielleicht ein paar der dir fehlenden Hinweise bieten, SoundofN1.

    Nur für den Fall, dass die ausführlich informative und konstruktive Antwort von Baeuchle dir noch nicht alle Fragen beantwortet hat oder zu

    aussagekräftig und informativ war.


    Schönes Beispiel für die gewohnheitsmäßig toxisch destruktive ... "Gesprächsführung", die ich kürzlich mal angesprochen habe.

    Hast du meinen Beitrag denn auch richtig gelesen? Ich habe ganz bewusst geschrieben, dass das Stuttgarter Konzept in der Hinsicht von höchstmöglichem Kontrast "fast mustergültig" ist, eben im Bewusstsein, dass als Farben Lichtgrau und Schwarzgrau gewählt wurden. Was genau möchtest du mir vorwerfen?

    Wenn du schreibst...

    "Der höchstmögliche Kontrast ist die Kombination von Schwarz und Weiß. Das Stuttgarter Konzept ist in der Hinsicht fast mustergültig."

    ...dann ist der Verweis auf "fast" und dein "Bewußtsein" ein bisschen dünn; das ist für den Leser mindestens irreleitend. In einer Widerrede wirkt das eher wie eine Rückfallebene, falls jemand genauer hinschaut.

    Aber zugegeben: Falls deine Intention damit war, die Leitwirkung als "vielleicht fast gut" zu werten, habe ich das nicht erkannt. Ob das dann auch in diesem Fall wirklich gut ist, ist damit jedenfalls in keiner Weise gesagt. Mit anderen Worten, das ist eigentlich eine Nullargumentation.


    Wie ist denn jetzt eigentlich der konkrete Kontrastwert DIESER Kombination im 4-Farbgesamtumfeld? Mir ist das -soviel zum Vorwurf- zu wischiwaschi, um als Gegenargument zu taugen. Inwieweit die TSI dann evtl. noch etwas zu hervorhebendem statt in den Hintergrund rückendem Kontrast sagt, weiß ich nicht. Bei der hier von mir kritisierten Gesprächskultur fehlt mir allerdings das Vertrauen, dass da nicht auch mit Auslssungen agiert wird. (Das ist mehr ein Gesamteindruck als spezifisch an dich gerichtet)


    Dafür hat dir Bäuchle gedankt und es zum Anlaß genommen, als Laie einem Laien vorzuwerfen, dass er ein Laie ist und trotzdem eine Meinung dazu hat. Und "Aus Laiensicht vielleicht fast gelungen, wenn man einfach mal behauptet, der Kontrastwert sei praktisch gleichwertig mit S/W" war bei ihm nicht mehr Grundlage seines Verdicts.


    Und an Bäuchle: Das Zitat in deinem Post gibt das halt nicht her. Vielleicht solltest du das, worauf du reagierst, dann eben auch zitieren. Das würde schon mal helfen. Und ich bleibe dabei: Wenn du nicht permanent in einer angemaßt von oben herab maßregelnden Art andere zum Schweigen zu bringen versuchen würdest, würden die Diskussionen hier mit erheblich weniger Gift geführt werden können.


    Ja, manchmal kann es angemessen sein, auch mal die gröbere Keule auszupacken. Man kann es sich aber auch zur Dauer-Gewohnheit machen, kommt halt nur Scheiße an. Und gerade in den letzten Wochen hat mich das zunehmend angekotzt beim Lesen. So sehr, dass ich jetzt einfach auch mal den selben Ton anschlagen musste. Dieses Forum ist großartig, es gibt hier Viele, die echt informierte und kompetente Beiträge schreiben und ich habe hier verdammt viele fundierte Informationen gelernt. Vielleicht auch von dir, worin du wirklich kompetent bist, konnte ich allerdings noch nicht erkennen. Mir fällst du im Wesentlichen mit Negativkommentaren auf, aber kaum durch konstruktive Wortmeldungen.


    Dass du "Get ur facts straight" reinbringst, finde ich konsquent amüsant. Denn dass du zuverlässig deine Facts straight hast, bevor du ultimatives Besserwissen verkündest, ist kein sich aufdrängender Eindruck. Aber es passt zum Diskussionsstil.


    Hin und wieder sich mal ein bisschen zurückzunehmen mit Negativkommentaren ad hominem sowie ultimativem Wahrheitswissen und dafür mehr konstruktive Beiträge und dieses Forum könnte noch viel besser sein als es schon ist. Inhaltlich bin ich durchaus auch manchmal deiner Meinung.

    Wenn man dann jemandem wie Ben zum Gonzenheimer Eingleistunnel (einfach mal als Einzelbeispiel) sachliche Gründe oder Sachzwänge in Kurzform nennen würde, statt ihn nur anzugiften, wäre es vielleicht schon perfekt, zumindest "fast" so sehr wie der angesprochene

    Türkontrast.


    Fazit: Ich behaupte, hier nur einfach mal im selben Ton reingegrätscht zu sein. Mir macht das keinen Spaß. Dir?


    Du kannst das, und damit rechne ich, einfach abtun. Dann empfehle ich dir, mal drüber nachzudenken, was es dir über dich sagt, wenn du Diskussionen hier so führst, dass du dir dann selber die Führung in einer Fightclubpunktewertung attestierst.

    Du bist nicht der Einzige, der hier so agiert, nur zuletzt besonders auffällig gewesen. Deshalb habe ich dich da mal stellvertretend

    rausgepickt.

    Und weiter geht es damit, dass Laien Designern ihre Arbeit erklären und nicht-Betroffene „wissen“, was für visuell Eingeschränkte am besten ist. 🤔🙄


    Danke an Combino für das Zitat der TSI.

    Der Diskussionsqualität hier am zuträglichsten wäre es wohl, wenn gewisse Hochfrequenzposter aufhören würden, die Diskussion mit dauertoxischem Umsichschlagen zu vergiften.

    Du und dein direkter Vorredner könnten sich vielleicht netterweise auch mal die Bilder und den Pressetext richtig anschauen, bevor sie vom maximalen Kontrast zwischen Weiss und Schwarz fabulierend anderen übers Maul fahren. Wer keine Farben eigenständig erkennen kann, könnte wenigstens textlich zur Kenntnis nehmen, dass die S-Bahn Stgt selbst hier von Lichtgrau und Schwarzgrau spricht.


    Dann wäre es vielleicht sogar möglich zu erkennen, dass viele Türen trotz des schmalen Lichtgraurahmens optisch vor allem mit den beiden

    anderen Farben kontrastieren. Oder zu überlegen, welche Wahrnehmungspsychologische Wirkung die Einbettung in wechselnde Kontrastumgebungen auf die konsistente Erscheinung der Türfarbe haben kann. Da bin ich auf deine Allesbesserchecker-Belehrungen sehr gespannt, nur zu.


    In einer idealen Welt würde man dann vielleicht sogar nachdenken können, ob man Türen optisch hervorheben sollte und inwieweit Fastschwarz dafür geeignet ist.


    Persönlich finde ich das Design gar nicht so scheußlich, ob es funktional seinen Zweck erfüllt trotzdem diskutabel genug, um hier nicht jedem ein "Halts Maul du Kröte" ins Gesicht spucken zu müssen, der das tut.


    Diese daueraggressive Selbstüberschätzung mancher Pseudoomnikomptenzkoryphäen bei fast jedem Thema ist echt unterste destruktive Schublade.

    Wenn ich da keinem Denkfehler zum Opfer falle, sind es auf der Eschersheimer sogar 48 pro Stunde. Und sogar ich, als radikalfundamentalistischer Antiauto-Propagandist, sehe ein dass es da nicht realistisch ist, eine Vorrangschaltung zu installieren. Damit stellt sich dann aber schon die Frage, was da CBTC dann bringen soll. Vor allem, wenn die Stadtbahn dort bisher selbst an Fußgängerübergängen keine solche bekommt.

    Dann sollte man das Geld doch lieber bei der Strassenbahn in die Umrüstung auf konventionelle Vorrangschaltungen investieren, die in Frankfurt -wie wir hier kürzlich gelernt haben- so langsam voran geht, weil eine schnellere Umstellung halt mehr Geld kostet, als man zu investieren bereit ist.

    Sorry, aber wenn ich solche Stammtischsprüche wie "Ohne fand man halt die Fahrten aus den Neckar- und Elsenztälern einfach zu billig." (das in ähnlicher Form von PK auch kam) höre, dann bin ich etwas angefressen. Ja klar, doch. Da sitzen einfach Leute beim VRN/ZRN rum und denken sich "Ach guck mal, wir könnten ja heute den Schienenhund ärgern und deswegen machen wir einfach mal die Fahrpreise zwischen $hier und $dort teurer und erfinden eine Geisterwabe".


    Und wie gesagt, gerade hier nur die negative Seite "die fanden Fahrten einfach zu billig" darstellen, aber die genausooft vorhandenen "die fanden Fahrten einfach zu teuer"-Varianten auszulassen, ist schon sehr einseitig. Ob es sich dabei um Geisterwaben handelt, oder nicht, spielt keine Rolle. Ein Taxifahrer wird Dir auch keine Luftlinie berechnen, sondern die Kilometer, die hinterher auf'm Taxameter stehen.


    Und was wäre dann die alternative Erklärung dafür? Zwischen Heidelberg und Neckargemünd wurde nun mal die besagte Wabe ohne eigene Haltestellen eingefügt, die nur einem auf Anhieb erkennbaren Zweck dienlich war, nämlich alle Fahrten aus Neckargemünd (und den dahinterliegenden Orten) um eine Tarifstufe zu verteuern.


    Ich lasse mich da gerne von dir eines besseren belehren, du müsstest dafür den aus deiner Sicht zutreffenderen Grund dann halt auch konkret nennen, statt das pauschal als Stammtisch-Argumentation zu diskreditieren. Fang doch endlich mal an, selbst inhaltlich konstruktiv zu argumentieren, statt stammtischartig ("sorry", das muss jetzt sein) ad personam zu gehen. ("Schienenhund ärgern") Um mich persönlich geht es hier nämlich gar nicht, die fragliche Tarifzone durchfahre ich persönlich nämlich höchst selten.


    Vielleicht sagst du ja sogar noch was zum Thema "Wabentarif" vs. "Ringtarif" im Kontext 365-Ticket. Ist doch eigentlich viel interessanter.


    Edit: Davon abgesehen mache ich da niemandem beim VRN persönlich einen niederträchtigen Vorwurf. Sowas entsteht aus politischen Vorgaben, damit verbundenen Erlös-Kalkulationen und -Erwartungen und der technokratischen Logik von Wabentarifkonstruktionen. Und wie ich das auch wirklich sehr explizit ausgedrückt habe: Ich kritisiere das, weil solche prinzipbedingte Absurditäten die Attraktivität des ÖPNV erheblich mindern, wie gerade am Beispiel Hirschberg-Mannheim ja wohl anschaulich und stammtischunartig genug dargelegt. Wie kommt es, dass du auf nichts davon eingehst und dich stattdessen fortgesetzt an dieser Geisterwaben-Nebensächlichkeit abarbeitest? Ich finde nicht, dass du das bisher verständlich beantwortest hast.

    Und, was bringt jetzt das billige Bashing? Insbesondere ist es nämlich mal wieder ganz hübsch, die umgekehrten Fälle zu verheimlichen.



    etc. etc. Ein Haufen Stellen, an denen Umwege nicht mitgezahlt werden müssen. Also, wer A sagt, muß auch B sagen. Wenn Du für die Abschaffung von Ausnahmen in der einen Richtung bist, mußt Du auch für die Abschaffung der Ausnahmen in der anderen Richtung sein. Your Point?

    Weshalb reagierst du da eigentlich derart angestochen? Für mich nicht nachvollziehbar, wo du da "Bashing" erkennen willst.

    Ich habe da einfach nur an Prince Kassad*s Beispiel für Kuriositäten in Wabentarifsystemen angeknüpft. Und damit in keiner Weise einen Anspruch erhoben, irgendwas vollständig darzustellen. Auch gefordert habe ich nichts und nie von "Ausnahmen" gesprochen. Und die von mir beschriebene Geisterwabe hat nichts mit den von dir beschriebenen Nichttarifierungen von Waben zu tun, die von Bussen wegen, noch dazu unattraktiv fahrtzeitverlängernden, Umwegfahrten durchfahren werden.


    Die Konsequenzen der kleinteiligen Wabentarifkonstruktionen sind zudem derart vielfältig, dass auch du die von dir geforderte "Vollständigkeit" niemals auch nur annähernd umsetzen könntest. Ein Beispiel dafür wäre die Verbindung zwischen Hirschberg/Bergstrasse und Mannheim: Zu gewissen Tageszeiten kann man das schnell per Bus nach Heddesheim und dann weiter mit der Mannheimer Strassenbahn fahren. Ansonsten muss man den (Ex-OEG-) Umweg über Weinheim nehmen, was erheblich länger dauert. Dafür müsste man dann aber die Waben entlang beider Fahrtstrecken bezahlen, was richtig teuer wird. Will man dann auch noch gelegentlich die RB Großsachsen nach MA-Hbf nehmen können ist man bereits im Preisbereich für eine VRN-Gesamtnetz-Monatskarte. Für eine Strecke von knapp 20km. Die Mühe, nachzusehen ob man damit dann auch für die Schriesheim-Ladenburg-MA-Seckenheim-Verbindung ein gültiges Ticket hat, mache ich mir jetzt nicht mehr. Für einen Besuch 2 Bergstrassendörfer weiter in Dossenheim reicht es jedenfalls nicht. Kommt nachts gerade an der Abendakademie die OEG/5 über HD: Extra Einzelticket lösen oder ca. 1 Std warten. Mit anderen, nämlich Kassad*s, Worten: Diese Wabentarifkonstruktionen sind "Käse".


    Und zwar für den Kunden. Und damit für das Bemühen, den ÖPNV für mehr potentielle Fahrgäste attraktiv zu machen.


    Und wenn du dir die Mühe machen würdest, meinen Beitrag richtig zu lesen, könntest du dir deine Frage "Your Point?" selbst beantworten. Um dir das zu erleichtern: Du findest die Antwort in den beiden darauf folgenden Absätzen, zwischen "Ernsthaft: Diese Wabentarife sind..." und dem Satz, der beginnt mit: "Ähnliche Wirkung hatte das damals im FVV..."


    Und falls du da anderer Ansicht bist, interessiert mich deine fundierte Begründung durchaus. Sich ausschließlich den nebensächlichsten, augenzwinkernd anekdotischen Teil meines Beitrags rauszupicken und beleidigt als "Bashing" zu flamen, finde ich dann allerdings wenig konstruktiv.

    Das geht im VRN noch besser. Dort hat man ja sogar auch Geisterwaben installiert, die keine eigenständigen Stationen haben. Man durchfährt und bezahlt sie als Pendler ein Leben lang ohne dort auch nur einmal (tarifär) ein- oder aussteigen zu können. Mein Favorit ist da die 116. Ohne fand man halt die Fahrten aus den Neckar- und Elsenztälern einfach zu billig.


    Ernsthaft: Diese Wabentarife sind technokratisch logisch UND eine effektive ÖPNV-Minimalisierungsmaßnahme für alle, die nicht nur in der zentralen Stadt alleine unterwegs sind.

    Für Gelegenheitsnutzer eine undurchschaubare Abschreckungsmaschinerie am Automaten.

    Für Zeitkartennutzer eine krasse Wertminderung, die zahlen eh schon absurde Luxuspreise fürs Pendeln, wenn sie dann aber vom Wohnort zur Oma 10 km West, zum Kino 5 km Ost und ins EKZ 4 km Nord wollen, ist ihre Luxusplatintravelcard ... komplett wertlos. Selbst wenn es dafür ein brauchbares ÖPNV-Angebot gäbe: Diese Deutschlandweit üblichen Tarifkonstruktionen ist derart kundenfeindlich, als wenn sie von den PKW-Herstellern geschrieben worden wären.


    Da war man im FVV Ende der 80ger mit dem Umweltabo schon mal weiter. Das ist auch im Kern was die Stuttgarter Tarifreform ausmacht, die gar nicht so sehr eine Preissenkung war: Ein überschaubares Tarifsystem mit einer Kernzone und 3-4 Tarifringen drumrum. Am Automaten sehr leicht verständlich für Gelegenheitsnutzer. Für pendelnde Zeitkartennutzer erheblich attraktiver, weil damit auch Umfeldfahrten am Wohnort abgedeckt sind.

    Das ist in Stuttgart mE wesentlich entscheidender für den Absatzzuwachs bei Zeitkarten um fast 10%.

    Ähnliche Wirkung hatte das damals im FVV (wo die Deckelung für Kernzone auf 50 DM monatl und die Übertragbarkeit in FRA meiner hoffentlich korrekten Erinnerung nach um die +30% Fahrgäste im Stadtbereich brachte)


    Ich komme da zurück auf den obstruktiven Diskussionspunkt hier, permanent verschiedene Maßnahmen gegeneinander auszuspielen oder sie rein isoliert als nicht ausreichend zu diskreditieren. Richtig ist aus meiner Sicht:


    - Einfach nur ein 365 Angebot für eine Großstadtkernwabe ist zu wenig

    - Ohne einen Ausbau der Schienenkapazitäten können nur graduell Effekte erzielt werden, aber keine echte Verkehrswende.


    Aber es geht da eben nicht um ein Entweder-/Oder und auch nicht um die Frage geben wir das Geld hierfür oder dafür aus! Lasst hier nicht bestimmte Diskutanten erfolgreich die Logik der Obstruktion aufzwingen! So sehr Gezänk um Eigeninteressen auch immer erst mal stärker reinzieht und Widerspruch gegen Unfug erst mal näher liegt. Eigentlich ist in den Grundzügen doch klar, was für ein erfolgreiches Umsteuern nötig wäre:


    Der ÖPNV muss in der Nutzung einfacher und billiger werden und seine Kapazität muss ausgebaut werden um das Angebot attraktiver zu machen. Und da kann der Grundansatz, auch in der zeitlichen Abfolge, doch eigentlich so strittig gar nicht sein:


    A) Ein verbundweites Angebot im Sinne des hier diskutierten 365 Tickets (möglichst natürlich zum selben Preis auch für kürzere Zeiträume)

    B) Kombiniert zeitgleich mit einer Tarifneuordnung nach dem Ringtarifansatz ( 1 Euro/Tag pro Ring wäre wohl "gerecht" und der Königsweg)


    Und -sofort beginnend- ein

    C) entsprechend ambitionierter Ausbau der Schienenkapazitäten und auch der Zubringerbusverkehre in der Pampa.


    Da sprechen wir dann natürlich von völlig anderen Zeithorizonten, Finanzierungsdimensionen und Verteilungskämpfen. Das wird auch schmutzige politische Grabenkämpfe auslösen, einen Vorgeschmack hat hier ja schon jemand geboten. Das -als Gegenargument bemühte- Schreckensbild von den dann völlig überfüllten Bahnen hat dann aber natürlich auch den Vorzug, politischen Druck für diesen Ausbau zu liefern.


    Sinnvolle Finanzierungsideen wurden hier schon vorgeschlagen. Wer sich trotzdem darauf versteift, man müsse sich für oder A) vs. B) entscheiden, darf gerne von den geplanten Ausgabensteigerungen von +40 Milliarden jährlich fürs Militär politisch die Hälfte einfordern! Zusätzlich nochmal 20 Milliarden jährlich für die Verkehrswende dürften mit den eh schon eingeplanten Mitteln doch zunächst für Ausbau UND Tarifsenkungen/vereinfachungen reichen, oder? Wenns für die Nato mobilisierbar wäre, dann doch auch für den Kampf gegen den Klimawandel, oder? Zusätzlich oder anstelle ist mir dann auch schnuppe. Soll nur bitte keiner erzählen, das Geld zu mobilisieren sei unmöglich.


    Eigentlich sollte das auch manische Lenkradnager, welche ÖPNV höchstens in der Form eines Flugtaxis mit Einzelkabine und Tür-zu-Tor-Direktflug nutzen würden, überzeugen. Die einzige Alternative wären ansonsten eben tatsächlich Einfahrverbote in Städten und gerade das wollen unsere Quantenwasserdampfabsorptionsratenexperten hier doch um jeden Preis verhindern.Sie sollten also die entscheidensten Kämpfer FÜR diesen Ansatz sein. ;)

    Meinem Eindruck nach wird hier eine zielgerichtete Diskussion durch viele Argumente verunmöglicht, die zwischen widerspenstig, einfallslos bis vorgeschoben derailend oszillieren und die sinnvollen Beiträge überdecken. Ich möchte ein paar Basics und Musthaves FÜR ein 365-Projekt zugunsten einer ernstgemeinten Verkehrswende ausrollen, die aus meiner Sicht wieder mehr konstruktive Auseinandersetzung ermöglichen könnten und essentiell für ein Umsteuern wären. Statt sich gegenseitig mit Binsen und Strohmännern zu blockieren:

    (Und die zu allem Überfluss vorhandene Agitation aus dem Fridays-for-Verbrennungslager hier möchte ich dafür ignorieren, dafür kann man ja einen eigenen Thread aufmachen)


    Basics


    Finanzierung:

    Natürlich kostet das erstmal mehr. Natürlich kann man das nicht einfach die Kommunen zahlen lassen. Natürlich muss es dafür einen Bundestopf geben, Eine echte Verkehrswende wird erst mal Geld kosten, ohne Finanzierung kann man es auch bleiben lassen.
    Könnten wir ab sofort unter der Voraussetzung diskutieren, dass der Bund die Finanzmittel bereitstellt, bitte?


    Maßnahmenintegration:

    Hier haben wir einen klassischen Wenn-Dann-Dann-Wenn-Ausbremser. Billiger allein reicht nicht, es braucht auch ein besseres Angebot. Angebotsausweitung ist monetär (NKU und politischer Investitionswille) nicht darstellbar, dafür gibt es nicht genug Nachfrage.

    Könnten wir ab sofort unterstellen, dass für die unumgängliche Verkehrswende SOWOHL eine Preissenkung ALSAUCH eine Kapazitätserhöhung und Angebotsausweitung zwingend nötig sind?


    Musthaves


    So ein Angebot muss attraktiv sein für die Stadtbewohner und die Einpendler. Es müsste also zunächst zumindest jeweils für die Gesamtverbundszonen gelten (z.B. RMV gesamt). Optimal wäre natürlich ein 365-Ticket für jeglichen ÖPNV in Deutschland. Das wäre (Bundes-) Haushaltstechnisch nicht wesentlich teurer, aber trotzdem für die Kunden nochmal eine enorme Anreizsteigerung. (Ja, im zweiten Halbsatz spreche ich aus Berufskompetenz)


    Fokussierung auf realistische Ziele:

    Es wird nicht möglich sein, sofort ein attraktives Angebot für jede Hinterprovinz im Verkehrsschatten aufzustellen. Da braucht es eine angepasste Zielsetzung, wie z.B. ein realistisch attraktives Verbindungs-Angebot für XY% der Einpendler einer Großstadt wie Ffm aufzustellen. Dafür braucht es einen Maßnahmenmix aus Bus-2-Schienen-Hub und einen massiven Neu- und Ausbau der derzeit weitgehend dysfunktionalen Schieneninfrastruktur in Deutschland.

    Und, wo die per Bus attraktiv erreichbare Umland-Schiene fehlt, direkte Busverbindungen ins Zentrum (zu hochwertigen Umsteigestationen) statt einzelne Linien, die in Endlos-Schleifen 15 Siedlungen nacheinander abbummeln.


    Damit das auch wirklich ein attraktives Angebot sein kann, dürfen solche Busse natürlich auch nicht mit dem -nicht nur geistig- festgefahrenen Rest im Stau stehen. Das wird nur möglich sein mit Bus-Spuren auf den Sammelstrecken, auch auf Bundesstrassen und Autobahnen, Wo es keinen passenden vierspurigen Asphalt gibt, muss man eben Strassenparallelverkehr opfern, analog der bisherigen Regelung beim Schienenverkehr.


    So eine Zielsetzung müsste dann auch nachhaltiger als bisher in NKU-Kalkulationen einfliessen, Würde aber -in einer ersten Ausbaustufe- endlich einen ernshaften Ausbau der Infrastruktur ermöglichen z.B.

    - eines Hubs bei der Sachsenhäuser Warte per U-Bahn oder Straba (NUR mit Eigenstrecke in kompletter Länge der Darmstädter und radikaler Vorrang-Schaltung auch im Wendels-Lokalbhfbereich)

    - Einer richtigen Anbindung der Siedlungszentren im Nordmain-S-Bahnbereich anstelle einer weiträumigen Umfahrung derselben

    - Das Trauerspiel um die Stadtbahn-Anbindung von Gallus, Griesheim, Nied bis Höchst überwinden, entweder per Tunnel oder eben per radikaler Entflechtung der Straba vom Autoverkehr auf ganzer Länge bis in die City.

    - Generell Umstellung der S-Bahn auf Eigenschiene und zusätzlich einen Ausbau auf Viergleisigkeit oder zumindest Überholstellen für S-Bahn-Expressverkehr, wenn die Streckenlänge weiter steigen soll, wie hier angedacht.

    (Und das sind nur lächerlich wenige Maßnahmen in Relation dazu, was insgesamt nötig wäre)


    Fazit:

    Nichts davon ist so nebenher durch marginale Haushaltsumschichtungen von Kämmerern in Einzelkommunen erreichbar, Solange die Bedingungen nicht grundsätzlich geändert werden, bleibt alles Flickschusterei und Mängelverwaltung. Das gilt für die Verkehrswende insgesamt. Wer da vorankommen will, muss die entsprechende Konsequenz vom Bund politisch und fiskalisch einfordern! JA: Das würde -gemessen am Gewohnten- enorme Mittel fürdern. Dran gewöhnen kann man sich, indem man sich die enormen Mittel verbildlicht, die für den MIV investiert werden.


    Ein isoliertes 365 Ticket alleine für die FRA-Stadtzone bei gleichbleibendem Angebot hätte vermutlich einen signifikanten, aber doch begrenzten Einfluss auf die Nutzung (vergleichbar der FVV-Umweltabo in den 80-gern). Im Modalsplit fahren die Stadtbewohner innerstädtisch eh schon eher wenig mit dem privaten Blechstinker. Diesmal allerdings könnten die negativen Nebenwirkungen größer sein, weil die Auslastung aktuell -gefühlt- näher an der Kapazitätsgrenze liegt und kein Geld für eine Angebotsausweitung vorhanden ist.


    Stellt sich die Frage: Wollen "wir" das einfallslos immer wieder aus 25 verschiedenen Perspektiven neu beleuchten, oder konsequent einfordern, dass aus einer Potemkin-Schaufensterinszenierung ein echter Umsteuerplan wird?

    Die Antwort überlasse ich jedem frei, je nach verkehrspolitischer Präferenz. Meine dürfte klar sein. :love:


    Wem das jetzt noch nicht schwierig genug war: Da wäre dann noch der Güterverkehr ^^

    Tja, der ewigwährende, leidige Zeitkartengraben zwischen Rhein-Main und Rhein-Neckar.


    Wenn ich da keine Neuheiten verpasst habe, gibt es keine richtig günstige Lösung für deinen Bedarf. Falls ich das jetzt nochmal fehlerfrei nachgesehen habe, dürfte für dich eine RMV-Monatskarte (Azubi) am günstigsten sein.


    Die kostet rund 218 Euro/Monat für die Fahrt Darmstadt-Worms via Ffm.
    Eventuell wäre auch die selbe Karte, aber nur bis Groß-Rohrheim in Kombination mit dem VRN-Semesterticket günstiger, in der RMV-Tarifauskunft bekomme ich leider nur via Groß-Gerau angeboten, kanns also leider nicht sagen. Das kostet -auch "ohne Umweg" - 145 Euro, dass da die Ffm-Zone abgedeckt ist, scheint mir aber unwahrscheinlich. Wäre als Kombi mit dem VRN-Semesterticket günstiger.

    Zitat von »Darkside«




    Gibt es denn eine DIN Norm die vorschreibt welcher englische "Dialekt" verwendet werden soll?

    Nein, eine solche Norm gibt es nicht -

    Mit der Received Pronounciation liegt man nie falsch, insbesondere nicht in der Kommunikation unter Zweitsprachlern.
    Und Terminal lehnt sich da in der Aussprache natürlich eindeutig nicht an die aahle Worscht an. Klingt eher romanisch. Vielleicht schottisch?



    Du wirst immer über Zweifelsfälle stolpern (Neckarsulm) ...

    Ich hielt "Neckarsulm" für unstrittig?


    Allein aus diesem Grund erwarte ich von bestimmten Medien und Berufsgruppen einfach eine verlässliche, korrekte Wiedergabe. Ich betrachte das als so eine Art "kultureller Stützpfeiler", nicht zuletzt aber auch als Orientierungshilfe.
    Dazu dürfen gerne auch ordentliche Ansagen in Zügen gehören.

    Ansagen vom Band sollten vor allem gut verständlich und auf einem guten Niveau eingesprochen sein. Einen leichten Akzent empfinde ich anderswo nicht als störend und einen Touch unperfekten Lokalkolorit ziehe ich einer sterilen Roboterstimme immer vor.

    Wenn man aber in der S-Bahn hören muss "Next station: Frankfurt Südbahnhof", dann muss sich unser provinzielles Verkehrsverbündchen schon mal fragen lassen, ob es sich als Bestandteil einer europäischen Möchtegern-Metropole sieht.

    Englischsprachige Ansagen in Paris künden bestimmt auch "Next station: Gare de 'l est" oder "-de Lyon" an und nicht "East station". Ich finde das sinnvoll so, denn kein Auswärtiger sucht auf Verdacht eine South station, sondern weiss im Zweifelsfall, dass er da umsteigen muss, wo auf dem Plan eben auch NUR "Südbahnhof" steht.


    Und Zugbegleiter sind nun mal keine professionellen Fremdsprachensprecher, da kann ich nicht fairerweise erwarten, dass sie professionelle Sprecher zufriedenstellen. Bietet der Konzern denn intern Kurse an für Begleiter, denen das Englische besonders schwer über die Zunge geht?

    Meinen Dank an Ost-West-Express für diese Schnappschüsse.
    Bilder von solchen Buszügen habe ich noch nie gesehen - geschweige denn einen in freier Wildbahn. Jetzt habe ich ein klares Bild vor Augen, wenn in Zukunft die Rede auf Buszüge kommen sollte.


    Nichts gegen eine verhältnisgerechte Fotokritik. Aber bedauerlich, wenn es dann zu einer völlig überzogenen Abwatschkaskade ausartet.
    Gibt es nicht vielleicht irgendjemanden im Forum, der diesen Dingern regelmässig nahe kommt und vielleicht mit nach allen Regeln der Kunst gelungenen Fotos mal ein positives Beispiel geben könnte?

    Wenn ich richtig lese, wird es bei der Bestellung keine Einrichtungswagen mehr geben. Ist ja in Ludwigshafen, Mannheim und auf der Rhein-Haardt-Bahn bis heute Standard (abgesehen von ein paar Variobahn-RNV-6Z).

    Ich hoffe doch sehr, dass das nur nicht richtig kommuniziert wurde. Ansonsten wäre eine Anschaffung von Zweirichtungsfahrzeugen im komplett auf Einrichtungsverkehr ausgebauten Stadtnetz von MA/LU ein Schildbürgerstreich.
    Bisher sind das üppige Sitzplatzangebot und die im Sinne der Barrierefreiheit besonders nutzerfreundlichen Mehrzweckabteile für Kinderwagen, Mobilitätseingeschränkte und Fahrräder eine sehr attraktivitätsfördernde Stärke der Strassenbahnen in MA/LU.
    Darauf ohne Not zu verzichten und alle Nachteile der 2-Richtungsbahnen aufzupropfen wäre eine Schwächung des Systems.
    Zudem der zweite Fahrerstand und die doppelte Türanzahl kosten- und wartungstechnisch sicher auch ins Geld gehen.


    Man wird sehen, ich hoffe noch dass die Entscheider NICHT eine solche Eselei begangen haben.