Beiträge von Schienenhund

    Meine Einlassung galt nicht den Kosten, sondern den Einnahmen aus KFZ Steuer und Mineralölsteuer.

    Soweit mir bekannt sind diese Steuern nicht zweckgebunden, ebenso die Mineralölsteuer.

    Die von Umland-Buerger genannte Studie stellt diese Einnahmen den verursachten Kosten gegenüber und kommt zum Ergebnis:


    Als Fazit ist festzustellen, dass der Straßenverkehr seine zahlungswirksamen Kosten bei weitem nichtmit seinen Erlösen abdeckt. Die Subvention aus anderen staatlichen und privaten Quellen wird noch deutlicher, wenn die nicht-zahlungswirksamen Kosten berücksichtigt werden.


    Und das, obwohl Umweltverschmutzungskosten mit 0 angesetzt werden, weil sie nicht seriös kalkuliert werden können und zudem Ausgaben für Abwrackprämie, E-Mobilsubventionen, Anwohnervergiftung per Feinstaub und Abgase, sowie Dienstwagensteuerprivileg ausgeklammert wurden.


    Wenn man diese Einnahmen zweckbindet und dafür o, Gegenzug alle Kosten aus dem Autoverkehr schöpft, wird es seeehr teuer für die Autofahrer.

    Versteht mich bitte nicht falsch,- ich will nicht den IV verteidigen. Ich habe nur das Gefühl, dass hier nur schwarz / weiß gesehen wird und man doch etwas relativieren sollte.


    Schwarz / weiß gesehen wurde das jahrzehntelang. Alles was nicht zu 100% dem Stinkwagen totale Freiheit verschafft hat, wurde als totalitäre Ideologie geschmäht. Manche gehen so weit, bei kleinsten Einschränkungen "Enteignung" zu schreien.


    In Sachen Parkplätze reicht es, das den freien Markt regeln zu lassen: Wo Nachfrage besteht, können private Investoren ja Quartiersgaragen errichten, sofern es dann genug Kunden gibt, an die man die Stellplätze rentabel vermieten kann. Der Laternenparkplatz-Sozialismus zu Lasten der Gesamtheit ist sowieso nicht mehr zeitgemäß und schon gar nicht gerecht.


    "Es gibt durchaus Situationen, in denen das eigene KFZ dem ÖPNV überlegen ist."


    Und auch so furchtbar bequem, nicht wahr? Vor allem, wenn man das auch noch von der Allgemeinheit subventioniert bekommt. Und das sollte die tun, weil...äh...weil...äh: Sagst du es mir? Mir will grad kein Grund einfallen.


    Diese Ideologie hat unsere Städte über die Jahrzehnte derart menschenfeindlich umgestaltet, wie hier illustriert:


    https://thegreatermarin.files.…ss.com/2014/11/3206-0.jpg


    Zeit, dem ein Ende zu setzen.


    Worüber diskutieren wir jetzt eigentlich? Nur weil dortelweiler immer wieder erfolgreich die Argument vertrollt? Mir scheint, dass sich nahezu alle einig sind, dass der ad-hoc-SEV mit Taxen am schnellsten und wirtschaftlichsten anlaufen kann und geplanter/längerer-SEV natürlich per Bus am besten und wirtschaftlichsten funktioniert. Und es dürfte schwer fallen, Argumente zu finden, warum Fahrgäste und Steuerzahler vier, fünf, sechs Busse plus Fahrer als Reserve teuer finanzieren, die die meiste Zeit jedoch nutzlos im Betriebshof wartend herumstehen, anstatt dauerhaft das Grundangebot zu verstärken.

    Bereits die Frage danach, was "Zeitgemäß" sei hat was von -erfolgreich untergeschobener- NLP-Taschenspielertrickmanipulation. Und fast alle springen begierig auf das semiotische Leimrütlein auf.

    Und das zieht er dann je nach Bedarf mal in die und mal in jene Richtung. Ich fands faszinierend. Da hat jemand einen aktuellen Metatrend der Medien gut ins kleine weitertransportiert.

    Das vermute ich nicht. Denn daß kaputte Fahrzeuge nicht die Leistung erbringen, die sie im Regelfall erbringen, ist wohl offensichtlich und bedarf keiner besonderen Erwähnung.

    Kommt drauf an, was der Regelfall ist. Ist hier der Regelfall, dass alle Motoren funktionieren, oder dass Itinos häufig mit Teilmotorabschaltung eingesetzt werden müssen? (Als Odenwaldbahn-Nichtnutzer weiss ich das nicht)

    Das eine wäre tatsächlich Binse, das andere durchaus der Erwähnung wert.

    Vorurteile? Wie mans nimmt. Seit der Agenda 2010 stehen die Grünen wirtschafts-, steuer- und finanzpolitisch den Vorstellungen des INSM/Bertelsmann/FDP-Originals ja doch sehr nahe. Nur mit CO2-Zertifikatshandel, Akkuinflation und pro 3-Welt-Ackerflächen für Firstworld-renewableFuel.


    Also schaun mer mal, wie sich das mit dem Markenimage von der "progressiven Verkehrspolitik" verträgt.


    Vor der Wahl warst du ja sehr dagegen das genauer zu beobachten, weil schändlicher Wahlkampf.

    Wenigstens jetzt könnten wir doch mal schauen, was von der "progressiven Verkehrspolitik" bleibt, wenn die Grünen erst mal wieder die knappen Kassen und finanzpolitischen Zwänge entdecken. Vielleicht gestattet Baeuchle ja, dass wir wenigstens danach richtig hinschauen?


    Lückenschluss BoWa-Ginnheim: Unverzichtbar oder unter grünen Prämissen unbezahlbar?

    Ausbau StraBa statt Stadtbahn? Als Stadtbahnverhinderungsargument toll, dann aber vorangetrieben mit einem Bau-Tempo von 5km alle 10 Jahre?


    Forcierter Bau Eigentrassen für Straba und Vorrangschaltungen: Muss gestreckt werden, hat doch keine Eile.

    €365-Ticket? Hätten wir gerne, aber -uuups- da hat uns jetzt jemand gesagt, das kostet Geld. Hätten wir das nur vorher gewusst.

    Eigentlich hätten wir das alles gerne gemacht, konnten uns aber nicht gegen die FDP durchsetzen.


    Könnten wir da in 1, 2,3 und 4 Jahren nochmal schauen, um zu klären, ob jetzt meine Vorhersage das Vorurteil war oder der naive Glaube an eine "progressive Verkehrspolitik"? (Eine ähnlich inhaltsleere Projektionsfläche wie die Bezeichnung "sozialliberal")


    Einfach nur, um vor zukünftigen Wahlen das Vorurteil von der "progressiven Verkehrspolitik" ausreichend geprüft zu haben?

    Völlig korrekt: das Land oder der Bund, aber nicht die Stadt. Das hast Du richtig gelesen und genau das hatte ich geschrieben.

    Du hattest sinngemäß geschrieben, Frankfurt und seine Grüne seien dem tatsächlich praktisch hilflos ausgeliefert. Dass Frankfurter und Hessische Grüne genau jetzt gemeinsam in der Position sind, eine solche City-Maut auch zu ermöglichen, ist dabei irgendwie verschütt gegangen. Also der Teil, wo sich die Frage an die Grünen stellt: Wann gehts los?


    (Alternative Umsetzungen -zügig und wirkungsvoll- des Ziels anstelle CM sind natürlich auch legitim )

    Solange sich Frankfurt nicht aus dem Land Hessen und der Bundesrepublik Deutschland lossagt, gilt hier das bestehende Recht. Und das lässt zum Beispiel keine City-Maut zu. Hier die Einschätzung des Wissenschaftlichen Dienst des Bundestags dazu.

    Da steht sehr eindeutig drin, dass das Land Hessen (wg. des Fehlens spezifischer Ausschlußklauseln wie in NRW oder Bayern) das kurzfristig und unkompliziert rechtlich ermöglichen könnte.


    "Erlässt der Bundes- oder Landesgesetzgeber eine Norm, die die Kommunen zur Einführung einer City-Maut ermächtigt, so bliebe die nähere Ausgestaltung dem kommunalen Satzungsrecht überlassen."


    Jetzt bräuchte man bloß noch eine Landesregierung mit Beteiligung der Grünen ...oh?

    auch trotzdem?

    Du verlinkst YT-Vids von "Kurt Beck", der auf seinem Channel vor allem AfD-Stimmungsmache aus dem Höcke-Flügel betreibt? Deswegen oder auch nur trotzdem?


    Sein Video-Titel "Die Linke will..." ist zudem Fake-Agitprop der alten Schule. Wie ein Vid "Die AfD will Gaskammern..." es auch wäre. Und für mich gilt daher für deinen Post das selbe.

    Andere Länder/Städte haben auch andere Instrumente zu Verfügung (sei es jetzt eine Parkplatz-Abgabe, Congestion Charge bzw City-Maut, Versement Transport oder Trängselskatt), die Frankfurt als Kommune so nicht zur Verfügung stehen.

    Was davon steht Frankfurt optional nicht zur Verfügung, und: Warum nicht? Inwiefern handelt es sich dabei um unveränderliche Naturgesetze im Rang eines Axiom, denen man ausgeliefert ist? Was wäre politisch und rechtlich umsetzbar, wenn z.B. die Grünen eine Koalition eingehen, die das politisch umsetzt? (Mein Lieblingsstichwort hier im Forum inzwischen: "Progressive Verkehrspolitik") *


    Und wie aussichtsreich ist das, wenn man in Stadt/Land und Bund vorzugsweise Koalitionen mit Parteien wie FDP und CDU eingeht, die sich vor allem als Autoindustrielobby verstehen oder ÖPNV in ihrer großen Mehrheit als schändlichen Sozialklimbim ablehnen?


    Entweder fangen die Grünen jetzt mal endlich mit sowas an oder wir verabschieden uns dann endlich mal vom naiven, undifferenzierten Glauben an "Progressive grüne Verkehrspolitik." Fürs eine gewählt werden und dann grünlackierte FDP-Verkehrspolitik alla Scheuer betreiben, damit sind die jetzt lang genug durchgekommen, oder?


    *Es wird wirklich Zeit, die nicht nur wg des Image von der progressiven Verkehrspolitik zur Wahl zu empfehlen, sondern ihnen dann auch Druck zu machen, ebensolche tatsächlich umzusetzen. Und sie nicht wieder damit durchkommen zu lassen, wie bei den verhinderten Projekten wie von Bernemer angesprochen. Sonst merkt man gar nicht mehr, dass sich das öffentliche Image längst vom tatsächlichen Markeninhalt entkoppelt hat. Das ist jetzt schon im Bereich von Fool me once, shame on you. Fool me twice, shame on me!

    Ja, ich stimme dir zu. Nur sind die leider Parkplätze nun mal da und man macht als VGF das Beste daraus. Alles andere ist Politik. Die VGF kann nur an dem Ist-Zustand etwas verbessern.

    Da kann man ja nur hoffen, dass in der Frankfurter Politik dann irgendwann auch mal die Grünen was zu sagen haben und dann die vielersehnte "progressive Verkehrspolitik" fördern, also in solchen Fällen eben schnell das Querparken aufheben, um die geliebte Strassenbahn nicht mehr wehrlos dem Autofahrerterror auszuliefern. Schade, dass es bisher noch nie soweit war...

    Kann es sein, dass das System nur blinkt, wenn so ein Sensor neu "beparkt" wird und damit gar nicht ermittelt, ob der Wagen tatsächlich in den Verkehrsraum der Straßenbahn reinragt? Dann wäre es ja noch "unnützer".

    Hajoh! Ist doch zum Totlachen...

    Die Frankfurter (und überwiegend deutschen) Kuschelkurs-Verrenkungen beim Umgang mit Rüpelautofahrern, denen alles völlig egal ist, sind wirklich peinlich.

    In der Pressemitteilung war auch ein YT-Video welches die aktuelle bauliche Situation der Schwarzwaldstraße zeigt aber auch das Problem und dessen Lösung. Q


    Jaja, deutsche Verkehrswegsicherung gegen selbstherrliche Ignoranten am PKW-Steuer: Wir stellen vor das Gleisfeld einfach ein Schild "Schienen verparken unerwünscht. Zuwiderhandlungen finden wir total unsensibel, Kevin, sei doch so nett, Bitte, Bitte". Rechts und Links noch eine Reihe unspezifisch blinkender roter LEDs dran und schon halten sich sogar die asozialsten Autorüpel daran... :)


    Naja, zum Glück hat noch keiner "Fahrrad" gesagt, so ist dieser Thread wenigstens sicher vor Komplettlöschung.

    Ich verstehe nicht genau was du mit der Frage meinst aber die neue Machbarkeitsstudie klingt für mich so, als wären nur Start- und Endbahnhöfe, also Hbf und Altona/Nord schon genau festgelegt. Ansonsten wird ja nur Neue Mitte Altona als möglichen Zwischenhalt genannt.

    Genau das. Die von dir verlinkte Machbarkeitsstudie 2020 präsentiert eine Variante nördlich der Verbindungsbahn und nur die.

    Die von Tunnelklick eingestellte Mitteilung dagegen erweitert den Untersuchungsbereich auf:


    1.Grundvariante: Lage des neuen Tunnels nördlich der Verbindungsbahn

    2.Grundvariante: Lage des neuen Tunnels südlich der Verbindungsbahn

    3.Grundvariante: Lage des neuen Tunnels unter/leicht neben der Verbindungsbahn


    Mit den jeweils verschiedenen Möglichkeiten zur Verknüpfung mit U-Bahnstationen.

    Konsequentes Abschlappen ja. Aber: An dieser Stelle ist das Parken legal. Deshalb ist so ein System, welches die PKW Fahrer:innen darauf aufmerksam macht, dass sie nicht richtig stehen super.


    Deshalb denke ich, dass das jetzt getestete System allen zu gute kommt. Auch wenn ich kein Freund von PKWS bin, muss man niemanden unnötig dragsalieren.

    Wenn es mit diesen Parkplätzen nicht funktioniert, dann können die da eben nicht bleiben, sondern müssen weg. Ich bezweifle auch stark, dass das Problem von Fahrern ausgeht, die das übersehen haben. Wer bitte parkt direkt neben Strabagleisen ohne zu merken, dass er sie blockiert? Dafür braucht es schon besondere Ignoranz.


    Diesen Test kann man machen, ob sich dann am Verhalten dieser kleinen rücksichtslosen Minderheit etwas ändert, wird interessant sein.

    Aber nochmal: Das Problem wird von Autofahrern verursacht und dieses aufwendige System kommt auch nicht "allen zugute" sondern vor allem den Autofahrern, denen man diese Parkplätze dann eventuell nicht wegnehmen muss. Das muss dann auch aus Auto-Finanztöpfen bezahlt werden und nicht aus VGF-/Radfahr- oder Fussgängergewidmeten Geldtöpfen, die sind ohnehin unterdimensioniert und werden für anderes sehr viel dringender gebraucht.


    Wo das jetzt Drangsalierung von Autofahrern bedeuten soll, ist mir allerdings unklar.

    Was die politische Stimmung in Frankfurt anbetrifft, sind alle für eine Stadtregierung denkbaren Parteien f ü r einen möglichst frühzeitigen Lückenschluss, und nach Möglichkeit auch für eine direkte Anbindung des Uni Campus Westend.

    Da hat mal jemand von den Grünen annäherungsweise so was versprochen, hier im Forum der Nahverkehrsfreunde. Aber haben die sich auch offiziell in der allgemeinen Öffentlichkeit/dem Wahlprogramm so klar festgelegt oder war das mehr Microtargeting ? Ich bin da sehr gespannt. Aber bereits dein "nach Möglichkeit" lässt mich Schlimmstes befürchten.

    Was kostet das? Und vor allem: Wer soll das bezahlen? Doch nicht etwa die VGF?? Das wäre ja wohl die Krönung.


    Wenn die Blechstinkerlenker da mit den Parkplätzen nicht zurechtkommen, kann es dort eben keine geben. Konsequentes, konsistentes und sofortiges Abschleppen an solchen Stellen spricht sich bei der Klientel schnell rum und zeigt ebenso schnell erstaunlich nachhaltige Wirkung, wie ich gerade in anderer Stadt an einem seit Jahren zugeblechten Fussgängerbereich sehen konnte. 99% der Blechpest-Fahrer, die derart rücksichtslos agieren wissen nämlich genau, was sie machen, die negativen Auswirkungen auf den Rest der Welt sind ihnen einfach nur völlig schnuppe.


    Wenns aus dem Strassenbautopf bezahlt wird, kann mans ja mal versuchen, aber auf Kosten der VGF wäre das aus meiner Sicht aberwitzig. Dann lieber eine extra Provision für aufmerksame Nachbarn und mit dem gesparten Geld eine Vorrangschaltung mehr finanzieren, der Fortschritt hierbei in Frankfurt ist ja weiterhin mitleiderregend.

    Der Zusammenhang, in den du diese Wort für Wort vollkommen korrekte Aussage stellst, ist extrem irreführend. Die Forderung ist ja nicht, dass nur Großstädte Fernverkehr haben sollen, sondern, dass Großstädte Fernverkehr haben sollen.

    Und das finde ich noch sehr zurückhaltend formuliert. Selbst als ex-Grüner, der bei den heute realexistierenden Grünen in vielen Politikbereichen entsetzt ist, auch in der Verkehrspolitik, empfinde ich das als unverschämte Falschinformationdarstellung dessen, was man da im Artikel findet. Bernemer: Was soll das?