Beiträge von Xalinai2

    Der Witz mit der Zeppelinallee ist doch, dass das Gebiet eine ÖPNV-freie Zone mit Villen und EFH-Bebauung ist, in der Niemand eine Tram will, weil dort selbst die Putzfrau Mercedes fährt.

    Man kann es natürlich auch ganz radikal machen: Die Rampe in die Zeppelinallee, da gibt es einerseits Platz und andererseits ohnehin ein Loch im ÖPNV-Netz. Darum eine Haltestelle an der Kreuzung Zeppelinallee/Cretzschmarstraße und dann 2 x eingleisig auf die Franz-Rücker-Allee.

    Und es sind nicht nur die "heiligen" Autofahrer", die davon verjagt werden; auch Fußgänger, Radfahrer und Öffi-Nutzer werden von der Art, wie im Rhein-Main-Gebiet Baustellen betrieben werden, so genervt, (...)

    Ich bin vor einigen Jahren aus dem Rhein-Main-Gebiet nach Köln umgezogen - da wird im Vergleich selbst der Tramausbau Konsti/Hessendenkmal plötzlich zu einem Musterbeispiel an Effizienz.

    Wer sich in Dreieich oder Neu-Isenburg in die Bahn setzt, der kennt sich gut genug aus, um zu wissen, wo die Geschäfte sind. Eine Straßenbahn nach Dreieich ist schließlich keine Touristenbahn, aus der jemand spontan aussteigt, weil er im Vorbeifahren interessante Geschäfte gesehen hat.

    Der Gedanke ist ein Anderer. Wenn Du regelmäßig durch NI durchfährst, ohne normalerweise dort ein- oder auszusteigen, nimmst Du in einer Tram doch wahr, was es an Läden rechts und luinks der Strecke gibt. Das kann dann, wenn ein spezifischer Bedarf nach etwas aufkommt, was dir dort aufgefallen ist, dazu führen, dass du da eben aussteigst, weil Du den Laden seit x Jahren immer wieder gesehen hast, und nicht irgendwo anders.


    Fährst Du die gleiche Strecke mit dem Auto oder gar einer U-Bahn ist die wahrscheinlichkeit einer solchen wiederkehrenden Wahrnehmung deutlich geringer (beim Auto nur im Bereich von Ampeln und Kreuzungen wo man hält, bei der U-Bahn Null). Daher ist eine Tram für die Läden an ihrer Strecke ein Umsatzförderer.

    Ein Tunnel durch NI müsste mit einer Rampe im Bereich der heutigen Endhaltestelle oder leicht nördlich davon beginnen und mit einer weiteren Rampe südlich der Friedhofstraße enden. das sind fast zwei Kilometer - Preise dafür heutzutage, siehe im Europaviertel.

    Hinzu kommt, dass damit der Wunsch nach mehreren Haltestellen im Bereich der Frankfurter Straße - damit jeder Händler seine Kunden an der Haltestelle begrüßen kann :-) - unmöglich wird. Dann würde es eine veränderte Haltestelle (Mittelbahnsteigtrog?) im Bereich der Jetzigen geben, eine auf Höhe des Wilhelmsplatzes und eine am Isenburgcenter - genau das, was die Frankfurter Straße nicht brauchen kann.

    Zudem wäre das entweder eine Insellösung für eine Niederflur-Unterpflastertram, oder man müsste zuerst die A-Strecke bis zur Sachsenhäuser Warte verlängern, um dann eine neue Strecke durch den Wald zu bauen.


    Eine Anbindung an die A-Strecke würde aber bei den Isenburger Händlern wieder für Ablehnung des Konzepts sorgen, da die sich sicher nicht vorstellen können/wollen, damit Kunden von der Zeil nach Isenburg zu ziehen, sondern das Gegenteil befürchten. Das ist bei Verlängerung der bestehenden Tram-Strecke weniger zu befürchten.

    Parkplätze gibt es in den Seitenstraßen ein paar, allerdings gibt es auch diverse Parkhäuser, die derzeit möglicherweise nicht alle öffentlich sind, aber beispielsweise das Parkhaus der Sparkasse wäre ein Kandidat für öffentliche Nutzung in den Off-Hours, um die Gastronomie mit dem Auto erreichbar zu machen, wenn jemand unbedingt den Abend nichts trinken will.


    Den Durchgangsverkehr hatten wir schon: 500m weiter westlich gibt es die Hugenottenallee - für echten Durchgangsverkehr sind 500m egal.

    Wenn man sich dann noch entschließen könnte, den Durchgangsverkehr zumindest in Nord-Süd-Richtung über Hugenottenalle und Friedensallee, statt die viel engere Frankfurter Straße zu führen, dann könnte man zwei Gleise und eine 3,5m Fahrbahn Richtung Norden bauen, hätte auf der anderen Seite der Gleise noch Platz für 2m Radweg und auf jeder Seite 2m Gehweg.

    Meinst du sowas?

    Hindenburg_disaster.jpg

    Sowas passiert, wenn man einen für Helium als Traggas konzpierten Zeppelin mit Wasserstoff betreibt. Helium-Embargo der USA!


    Man könnte allerdings auch sichere, auf Wasserstoff als Traggas ausgelegte Konstruktionen bauen, die den Vorteil hätten, mit einem um den Faktor 2 kleineren Gasvolumen auszukommen, wegen des Dichteunterschieds, was dem Luftwiderstand entgegenkommt.

    Autotransportwagen für Privatautos (DDm, also) sind Reisezugwagen, keine Güterwagen.


    Und lkw-Transporter? Gibt's die irgendwo für 160km/h?

    Wenn es Bedarf gibt, gibt es auch technische Lösungen. Bislang gibt es offenbar keinen Bedarf, weil man nirgends geeignete Strecken hat, auf denen es sich lohnt so weit zu Beschleunigen, weil man ohehin kurz drauf wieder abbremsen muss. Ein m.o.w. durchgehender Nachtzug über eine solche Strecke ist dann doch eine andere Sache.

    Güterwagen können hier ja zum Beispiel Autotransporter sein - Autoreisezug!


    Oder auch komplett aufgeladene LKW, um, wie auch die BI darstellt, die lange und stauanfällige Durchfahrt durch Frankreich wegfallen zu lassen.

    Gedacht ist das Ganze für 160 km/h.

    Tatsächlich ja. Und mir ist eigentlich egal, ob der Schnitt vom Streckeneigentümer oder sonstwem gemacht wird - beim ersten Rückschnitt dieser Art hast Du doch wieder wochenlange Proteste besorgter Bürger, wegen des Umweltschutzes, der armen Bäume, etc. Das meinte ich mit "Beibringen der Baumschnittregeln".

    Kleiner Tip: Die Schweiz hat ausschließlich elektrifizierte Strecken (von wenigen Gütergleisen und ein paar Museumsbähnchen abgesehen). Und bekanntermaßen hat die Schweiz aufgrund ihrer Alpenlage nicht unerhebliche Anteile an genau solchen Strecken, eher unter noch schwierigeren Bedingungen als das - im Vergleich dazu - Flachland Taunus.

    Dazu müsste man den Taunusbewohnern aber erstmal auch die Baumschnittregeln der SBB entlang der Strecken beibringen. Sorgfältiges V-Profil, so dass kein umfallender Baum das Gleis oder gar die Oberleitung erreichen kann. Der müsste in der Schweiz schon umfallen und dann noch in richtung Gleis geschoben werden.

    Hier lässt man ja Bäume direkt am Gleis stehen, die gleich zwei Gleise und deren Oberleitung platt machen können (und das auch gerne mal tun).

    Danach sind jedesmal alle total überrascht.

    Das Thema war das Gewerbegebiet in Eschborn und dort gibt es keinerlei Wohnungen! Wenn hier die MIV Erschließung verbessert werden soll, ist ausschließlich von Büroflächen die Rede.

    Eben. Bloß habe gerade viele Firmen gelernt, dass sie viel weniger Büroflächen brauchen, als sie gemietet haben. Eine derartig auf Autoverkehr als Mittel des Parasitentums ausgelegte Stadt wie Eschborn, die seit Jahrzehnten Einzelhandelsumsätze und Arbeitsplätze aus Frankfurt abzieht, ist davon natürlich besonders betroffen, denn für Arbeitnehmer attraktive Büroflächen sind halt solche, für die man kein Auto bewegen muss um sie zu erreichen.

    Damit ist Eschborn in der unschönen Situation, dass man eigentlich mit massiven Rückgängen der belegten Mietflächen über die nächsten paar Jahre rechnen muss, denn der gleiche Rückgang im Bedarf an Büroflächen findet ja auch in Frankfurt statt, wo für Arbeitnehmer deutlich attraktivere Flächen frei werden.


    Und tatsächlich wissen viele Arbeitgeber, dass für ihre Attraktivität die tatsächlichen Bürostandorte und deren Erreichbarkeit immer wichtiger werden.

    Statt die eigenen Probleme auf eigene Rechnung zu lösen, jetzt versuchen, sie größtenteils den Mitgesellschaftern der RTW aufzudrücken?

    "Ihr bekommt euer RTW nicht, wenn ihr uns nicht xyz bezahlt!"


    Kann es sein, dass die Speckgürtellage irgendwie den Charakter verdirbt?

    12-Stunden-Fahrten sind eigentlich ein Kandidat für Schlafwagenzüge. Abfahrt in Frankfurt um 20 Uhr, evtl. noch was zu Trinken im Bordrestaurant, morgens aufstehen, Frühstück und Ankunft...

    Wieso sollte das in irgendeiner Weise nervig sein? Die wach verbrachte Reisezeit ist vermutlich nicht viel länger, als die Zeit für Flughafenrennerei, Gepäck einchecken, Sicherheitskontrollen, Boarding, Flug, Gepäck abholen.


    Allerdings wird man so nicht für 39€ auf die Insel kommen.

    Wenn ich hier (Köln) den Preis der nicht rabattierten Monatskarte 1b nehme (105.50€), dann entspricht das den 30Cent Pendlerpauschale für 352 Kilometer, oder einer Fahrtstrecke von 17,6km einfach. Damit gewinnt jeder Bahnfahrer dessen Strecke weiter ist, da wir ja eine Entfernungspauschale haben. Und zugegeben, der Vorteil ist geringer geworden, aber für 1266€ im Jahr kann man nicht Autofahren.


    Bei regelmäßiger Nutzung wird das ganze auch noch billiger, Abo-Modell, Handy-Modell oder gar Jobticket senken den Preis bis auf 58,50€ und das Jobticket ist nicht auf 1b beschränkt sondern gilt für den ganzen Verbund zum gleichen Preis.


    Ja, durch die Preissteigerung von 14,5% seit 2015 ist das Jobticket weniger vorteilhaft geworden, aber von den Kosten her schlägt es das Auto noch immer um Längen.


    Wie sieht das im RMV aus?