Beiträge von DJOJODNI

    Bleibt auf jeden Fall spannend, wie es weiter geht - vielleicht hilf ja auch die kommende Kommunalwahl, das Projekt in die richtige Richtung zu bringen...

    Ich habe mir mal die verschiedenen Wahlprogramme der Parteien/Wählerbündnissen dazu angeschaut:


    Neu-Isenburg:

    SPD: "Wir setzen uns für den Bau der RTW bis ins Birkengewann wie auch für die Verlängerung der Straßenbahn in Richtung Langen ein. Sie werden die innerstädtische Erschließung für unsere Bürger und die Einpendler maßgeblich verbessern und Durchgangsverkehr verringern."

    Grüne: "Die Straßenbahn: Rückgrat unserer modernen Innenstadt. Unser Ziel: Eine Straßenbahn, die Neu-Isenburg klimafreundlich mit dem Umland verbindet und gleichzeitig unsere Innenstadt attraktiver, barrierefrei und lebenswerter macht."

    CDU: "Straßenbahn-Verlängerung: Planung nach Dreieich/Langen ergebnisoffen begleiten"

    FDP: "Klares Nein zur Verlängerung der Straßenbahn durch die Frankfurter Straße"

    AfD: Kein Wahlprogramm online verfügbar, auf Plakaten in der Stadt wird Ablehnung signalisiert

    Linke: "Intensivierung der Planungen für eine Verlängerung der Straßenbahn bis nach Langen"

    Ysenburger: "Bei der Straßenbahnverlängerung gilt für uns: erst prüfen, dann entscheiden – und am Ende sollen die Bürger das letzte Wort haben. Die Idee einer Straßenbahnverbindung bis nach Langen klingt attraktiv, aber sie hat in Neu-Isenburg echte Zielkonflikte: Wie viel Platz bleibt auf der Frankfurter Straße für Fußgänger, Radverkehr, Grün, Lieferverkehr und Parken? Wie wirkt sich das auf Aufenthaltsqualität, Lärm, Verkehrsführung und Folgekosten aus? Wir setzen uns für eine gründliche, transparente Prüfung mit verständlicher Darstellung der Vor- und Nachteile ein und halten bei einer Entscheidung dieser Tragweite einen Bürgerentscheid für richtig. Unsere Grundhaltung ist dabei kritisch-prüfend: Wenn sich kein klarer Mehrwert für Neu-Isenburg zeigt, unterstützen wir das Vorhaben nicht."


    Dreieich:

    SPD: "Wir wollen die Straßenbahnverbindung aus Neu-Isenburg nach Sprendlingen umsetzen."

    Grüne: "Und die Straßenbahnverbindung Dreieich – Neu-Isenburg – Frankfurt? Jetzt ist die Möglichkeit da, eine direkte, verlässliche Schienenverbindung durch Sprendlingen zu verwirklichen. Eine erste Machbarkeitsstudie zeigt: es geht! Wir machen uns stark dafür, dass die Planung weitergeht – transparent und im Dialog mit den Menschen in Dreieich."

    CDU: "Autonom fahrende Hopper sind in unseren Augen die hierfür weit aus deutlich bessere, kostengünstigere und flexiblere Lösung, als der von vielen präferierte Bau einer neuen Straßenbahnlinie von Frankfurt bis nach Langen. Diesem stehen wir vor allem aus finanziellen Gründen sehr kritisch gegenüber. Die letzten bekannten Zahlen für das Projekt beziffern allein Baukosten von aktuell über 200 Mio. Euro für die gesamte Strecke, die auf ewig zu zahlenden Betriebskosten sind dabei weder bezifferbar, noch berücksichtigt. Auch sehen wir für den Bereich südlich der Ulmenstraße in Richtung Innenstadt massive Zielkonflikte auf Grund des dort nur sehr begrenzten Straßenraums. Vor dem Hintergrund der immer weiter steigenden Planungs- und Baukosten der Regionaltangente West (RTW) als vergleichbarem Projekt in unserer Region, können wir eine Straßenbahnstrecke quer durch Sprendlingen nur als finanzielles Harakiri für unsere Stadt bezeichnen"

    FDP: "Die FDP-Dreieich befürwortet die Initiative der regionalen Verkehrsplanung zum Bau einer Straßenbahn von Neu-Isenburg nach Dreieich als zweiter leistungsfähiger Nord-Süd-Achse im Bahnverkehr."

    AfD: Kein Wahlprogramm online verfügbar

    Linke: "Gesunde Mobilität: Mehr Schiene, Straßenbahn nach Dreieich"

    FWG: Kein aktuelles Wahlprogramm online verfügbar

    BfD: "Bausteine für die Zukunft der Mobilität: die Straßenbahnlinie 17 von Neu-Isenburg nach Dreieich verlängern, der Ausbau der RTW, der Radwege, der Dreieichbahn, des Busnetzes und die Pflege unseres Straßennetzes sind unsere zentralen Anliegen."


    Langen:

    SPD: "Die vorgeschlagene Straßenbahnroute lehnen wir aus wirtschaftlichen, haushaltspolitischen und ökologischen Gründen ab. Eine bessere Lösung stellt ein auf E-Antrieb betriebene Busse da."

    Grüne: Keine dezidierte Aussage zur Straßenbahn, nur allgemein: "Wir stehen neuen ÖPNV-Konzepten offen gegenüber, prüfen sie auf ökologische und wirtschaftliche Tragfähigkeit."

    CDU: Kein Wahlprogramm online verfügbar

    FDP: Keine dezidierte Aussage im Wahlprogramm, Zitat aus einer Haushaltsrede: "Zum einen Mut dazu zu sagen, wir können und wollen uns eine Straßenbahn in Langen nicht leisten und wir zumindest können und wollen ein derartiges Monstrum auch nicht in unseren Stadtbild vorstellen, zumal der vermeintliche Verkehrsflownutzen, so er denn überhaupt besteht auch alternativ anders bewerkstelligt werden kann."

    Linke: Kein Wahlprogramm online verfügbar

    FWG-NEV: Keine Aussage im Wahlprogramm, Straßenbahn wird ablehnt, siehe Beitrag #372

    WiLa: "Nein zur Straßenbahn: Wir lehnen die Straßenbahn aufgrund der immensen Kosten und Belastungen ohne entsprechenden Nutzwert ab."

    UWFB: "Die Verlängerung der Straßenbahn von Neu-Isenburg nach Langen ist unter der derzeitigen Finanzlage nicht zu verwirklichen."

    Die Sperrung der Mörfelder Landstraße betrifft den Abschnitt Stresemannallee/Mörfelder Landstraße <> Breslauer Straße, da die Brücke auf dem Schotter-Parkplatz vor der Shell-Tankstelle gebaut wird und dann über die Mörfelder Landstraße zum Einbauort transportiert wird. Entsprechend muss in diesem Bereich die Straßenbahnstrecke komplett zurückgebaut werden, daher kann die 18 nur einen begrenzten Zeitraum an der Breslauer Straße wenden, solange bis dort der Rückbau beginnt. Bei einer Wendemöglichkeit an der Oppenheimer Landstraße hätte die 18 über den ganzen Zeitraum dort wenden können, bis die Strecke im Abschnitt Stresemannallee/Mörfelder Landstraße <> Oppenheimer Landstraße komplett neu gebaut wurde.

    Der Sinn der Baustellen-18 ab 16.03. erschließt sich mir nicht so ganz. Im Bereich der Beuthener und Breslauer Straße fahren genügend Busse, sodass die 18 nicht unbedingt notwendig wäre und man sich den Einbau eines Gleiswechsels hätte sparen können.

    Abgesehen davon wäre es sinnvoll, die Buslinie 35 bis zur Beuthener Straße zu verlängern, damit die Fahrgäste der 18 in den 35er umsteigen können. Zusätzlich könnte auch der X61 und X77 dort halten, um auch hier die Auslassung der Haltestelle Stresemannallee/Mörfelder Landstraße zu kompensieren.


    Insgesamt wäre es sinnvoller gewesen, im Bereich der Haltestelle Oppenheimer Landstraße eine Kletterweiche einzubauen, damit die 18 von Preungesheim kommend an der Oppenheimer Landstraße wenden kann, da die Bahnen im Abschnitt Südbahnhof <> Oppenheimer Landstraße deutlich ausgelasteter sind, als im Bereich Oppenheimer Landstraße <> Beuthener Straße. Die Rundfahrt durch Sachsenhausen, um z.B. vom Südbahnhof zur Breslauer Straße zu kommen, werden sich eh die wenigsten antun.

    Aktuell hat die S-Bahn zwischen Neu-Isenburg und Buchschlag etwa 40.000 Fahrgäste täglich, im Abschnitt Buchschlag <> Langen ca. 36.000 (siehe S.13 Machbarkeitsstudie SL17). Mit der Straßenbahn rechnet man zwischen Neu-Isenburg und Buchschlag mit ca. 36.000 Fahrgästen und zwischen Buchschlag und Langen mit ca. 31.000 Fahrgästen täglich (siehe S.97).

    Aus der Machbarkeitsstudie geht somit hervor, dass täglich etwa 4.000 bis 5.000 Fahrgäste von der S-Bahn auf die Straßenbahn umsteigen würden. Insofern würde die 17 schon eine Entlastung der Main-Neckar-Bahn bringen bzw. die S-Bahn entlasten.

    Darf bei keinem Projekt fehlen: In Langen formt sich die erste Widerstandsgruppe.

    Alle Argumente sind natürlich sehr sachlich, da z.B. der Ulrich die Straßenbahn nur einmal im Jahr benutzen würde, entsprechend sollte man logischerweise alle weiteren Planungen einstellen. :rolleyes:

    Selbstverständlich werden auch wieder irgendwelche Zahlen in den Raum geworfen, obwohl mit der Vorplanung erst begonnen wird und erst danach eine konkrete Kostenschätzung feststeht.

    Einmal einen sachlichen Diskurs zu führen, wäre ja zu viel verlangt...

    Eine Anmietung von Bahnen ist nicht so einfach:

    a) das Fahrzeug muss technisch zu Frankfurt passen (Spurweite 1435 mm, Strom 600/750V DC, bestenfalls ZR-Wagen)

    b) der Betrieb muss einen Fahrzeugüberhang haben, um Fahrzeuge abzugeben (das dürfte auf die wenigsten Betriebe zutreffen)


    Sollte der T-Wagen wirklich abgewickelt werden, dürfte das Thema größer werden. Solange die Probefahrten weiterhin laufen, wird man wahrscheinlich weiterhin auf eine Wiederinbetriebnahme des T-Wagens hoffen.

    Bei der Unterbrechung der U-Bahn redet man bestimmt eher von Monaten/Jahren als von Tagen.

    In der FNP stand zudem noch, dass für diese Variante auch der Hafentunnel länger gesperrt werden müsste. Definitiv große Einschnitte, die man mMn möglichst vermeiden sollte.

    Dazu die passende Pressemitteilung der VGF:


    20.03.2025

    Pragmatische Personallösung für effizienteren Fahrgastwechsel und weniger volle Waggons

    VGF setzt Einstiegs-Lotsen auf Bahnsteigen ein.

    Seit Freitag, 14. März, setzt die VGF in Stationen der Linie U4 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Einstiegs-Lotsen ein. Sie geben den Fahrgästen am Bahnsteig Orientierung und helfen beim Einstieg, so dass Fahrgäste auf der ganzen Länge der Bahnsteige alle Türen der U-Bahnzüge nutzen. Einerseits soll das den Fahrgastwechsel beschleunigen und Verspätungen vermeiden, andererseits überfüllte Wagen verhindern, während andere leer oder nur spärlich besetzt sind.

    Dieser Service in der Hauptverkehrszeit verbessert die Fahrgastwechsel an den Bahnsteigen, ohne dass die VGF auf anderweitig benötigte Personalressourcen zurückgreift. Lotsendienste übernehmen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Fahrdienst – allerdings keine Fahrerinnen und Fahrer, die stattdessen U-Bahnen oder Straßenbahnen fahren könnten. Bei dieser unkonventionellen, pragmatischen Lösung der VGF kommen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Einsatz, die aus unterschiedlichen Gründen – zum Beispiel Erkrankungen, die einen beschränkten Arbeitseinsatz problemlos zulassen – vorübergehend und befristet nicht fahren dürfen oder können. Diese Kolleginnen und Kollegen werden von der VGF, sobald sie die Voraussetzungen erfüllen, wieder im Fahrdienst eingesetzt.

    Die VGF bietet den Service, bis auf Weiteres und abhängig von der Verfügbarkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, in der morgendlichen Hauptverkehrszeit zwischen 7 und 9 Uhr an den Stationen „Konstablerwache“ (Richtung Hauptbahnhof), „Hauptbahnhof“ (Richtung Konstablerwache) sowie „Bornheim Mitte“ (Richtung Konstablerwache) an.