Beiträge von Studendekopp

    Das geht im Eisenbahnbereich aber gar nicht anders.

    Während es im Eisenbahnnetz Gang und Gäbe ist, Trennstrecken zu haben, auf denen man den Zug stromlos schalten oder sogar die Stromabnehmer senken muss, wäre mir im Netz der VGF keine solche Stelle bekannt, ich lasse mich aber sehr gerne eines Besseren belehren.


    Eigentlich ist diese Lösung gerade deswegen elegant. Wenn man die eigentliche Fahrzeugsteuerung nicht abrüsten muss (also Stromabnehmer runter unabhängig davon möglich ist), spart man sich die Zeit für das Wieder-Aufrüsten der Fahrzeuge und Notbeleuchtung, Türen, Funk usw. sollten eigentlich aus der Batterieladung versorgt werden.

    Über die Eleganz einer Lösung lässt sich streiten. Ich hatte nicht daran gedacht, dass die Stromabnehmer gesenkt werden können, ohne den Batteriestrom danach auszuschalten, muss ich zu meiner Schande gestehen. In dem Fall wäre wirklich die Batterielaufzeit der Flaschenhals. Danke für den Hinweis.

    Aber was soll passieren, wenn ein Zug nicht abgerüstet werden kann, weil beispielsweise in der Wendezeit eine Störung am Fahrzeug behoben werden soll - muss man dann auf das Verständnis der Anwohner hoffen?

    Muss man Stadtbahn-/Tramfahrzeuge explizit abbügeln um die ganzen Komponeten auszuschalten?

    Gibt es keinen Hauptschalter, der den Stromfluss vom Stromabnehmer her schalten kann?!

    (gibt es zumindest bei den ganzen elektrsichen Treibfahrzeugen bei der Eisenbahn)

    Wenn man wirklich Null Geräusche haben will, führt kein Weg daran vorbei, die Stromabnehmer zu senken. Aber selbst bei einer „kleineren“ Lösung handelt es sich um ein Verfahren, für das die Fahrzeuge nicht gebaut wurden. Ich glaube kaum, dass die Klimaanlagen der U5-Wagen gerne einfach so stromlos geschaltet werden, und auf die Weise kann man auch keinen Unterschied zwischen den Lüftern und Heiz-/Kühlaggregaten und anderen lautlosen, aber wichtigen Einrichtungen wie Funkgerät oder Türen machen. Egal, ob man die Stromabnehmer senkt oder nicht, es werden immer Komponenten stromlos gemacht, die dafür meines Erachtens nicht gedacht sind. Eine elegante Lösung sieht anders aus.

    Für mich stellt sich die Frage, wieso gerade in Nieder-Eschbach über die Lärmbelästigung durch wendende Züge geklagt wird. Im Betriebshof Heddernheim, der auf fast allen Seiten von Wohnhäusern eingebaut ist, stehen die Züge auch aufgerüstet über Nacht, und es handelt sich um wesentlich mehr Fahrzeuge als in der Nieder-Eschbacher Wendeanlage. Da fällt es mir auch schwer, eine Kompromisslösung auszudenken - die Fahrzeuge brauchen Lüfter und die VGF wird wohl nicht ohne Grund Heizung oder Klimaanlage auch in der Wendezeit laufen lassen, das wäre ja sonst herausgeschmissenes Geld. Ich nehme an, dass die Fahrzeuge sonst auskühlen oder sich zu stark erwärmen.

    Es handelt sich um einen Gleiswechsel mit Federzungenweichen mit Rückstelleinrichtung, vergleichbar mit dem an den Stationen Weißkirchen Ost oder Riedwiese / Mertonviertel. Er befindet sich zwischen dem Einfahrsignal Heddernheim (526H11) und dem Fußgängerüberweg, tatsächlich wie beschrieben auf der Rampe zur Maybachbrücke. Und wie üblich liegen die Weichen so, dass sie im Regelfall stumpf befahren werden.

    Solche Bahnen funktionieren am besten bei einem relativ konstanten Fahrgaststrom, zum Beispiel vom Parkhaus in den Flughafen. Wenn viele Leute auf einmal aus einer echten Bahn in diese Gadgetbahn umsteigen wollen oder viele zur gleichen Zeit am selben Ort sein müssen, um einen Anschluss zu erwischen, dann macht das System in meinen Augen schon weniger Sinn. Da die Verknüpfung bestehender Strecken ein Hauptargument der RTW ist, passt diese Lösung wie ich das sehe nicht zu dem Einsatzzweck.

    ad 1: Richtig, der Abzweig am Marbachweg kann nur von der Fritz-Tarnow-Straße aus kommend befahren werden. Die Formulierung „nahegelegene U-Bahn-Station“ passt aber eher zu Dornbusch, würde ich sagen.


    ad 2: An der Station Miquel-/ Adickesallee gibt es eine gigantische Bauvorleistung für den nie realisierten Alleentunnel, der die A66 vom Miquelknoten unterirdisch mit einer Ausfahrt an der Rat-Beil-Straße an die A661 an einem Sekbacher Dreieck angeschlossen hätte. Dieser ungenutzte Hohlraum auf dem Seitenstreifen rechts in der Einhausung auf der A661 Richtung Norden ist wohl auch so eine Bauvorleistung. Das ist das einzige, was mir spontan dazu einfällt, vielleicht wurde ja im Zuge dessen auch eine (Schnell-)Bushaltestelle mit gebaut.


    Nettes Rätsel. Ich hoffe, ich bin da nicht völlig auf dem Holzweg.


    Edit: Da war jemand schneller als ich. Entschuldigung für die Dopplung!