Beiträge von Kiki

    Meines Wissens sollte der Busverkehr nur bis zur Öffnung der Anschlussstelle Mombach in Richtung Wiesbaden eingestellt bleiben, und nicht bis zur gesamten Fertigstellung des Projekts. Die AS Mombach wurde tatsächlich auch schon deutlich früher als Dezember 2020 in Richtung Wiesbaden geöffnet, mindestens seit letztem Sommer kann diese wieder genutzt werden.

    Die Verengung auf Höhe der Anschlussstelle Mombach wird im Übrigen auch noch lange bis nach Fertigstellung des Neubaus bleiben, da auf rheinland-pfälzischer Seite die Fortsetzung ungewiss ist. Auf der anderen Seite wird es durch den Umbau des Schiersteiner Kreuzes noch bis mindestens 2025 zu Einschränkungen kommen. Ich will den Ausbau der Autobahnen sicherlich nicht gutheißen, aber wenn man wirkliche Zuverlässigkeit auf der Schiersteiner Brücke für den Busverkehr erreichen möchte, müsste man noch deutlich länger warten, als bis zur Fertigstellung der beiden Brücken.

    Uff, na wenn's so ist, dann sieht's wohl doch ziemlich schlecht aus. Ich war eigentlich (wie sicherlich viele andere auch) immer davon ausgegangen, dass man den Fahrplan von vor der Sanierung irgendwann einfach wiederherstellen wollte, aber du hast Recht, danach sieht's nicht wirklich aus. Deiner Kritik kann ich mich nur anschließen; wenn das so bleibt ist das wirklich ein Armutszeugnis.


    Die fehlende Direktverbindung in die Wiesbadener Innenstadt ist natürlich schlecht, mich stören aber auch die nun etwas ümständlichen Fahrtmöglichkeiten Richtung Freudenberg/Dotzheim, geschweige denn Gräselberg/Sauerland. Zur Äppellallee muss man schließlich auch aus Wiesbaden erstmal hin; der Anschluss zur 47 sieht da vergleichsweise recht gut (und weniger umwegig) aus. Klar, in die Mainzer Stadtmitte fährt man von dort den Wiesbadener Stadtteilen wahrscheinlich eh eher mit der 9, aber wer einfach mal ins gegenüberliegende Stadtteil will, hat wohl noch schlechtere Karten gezogen. Man könnte ja zumindest die 18 und/oder 23 zur Äpellallee verlängern, aber mal sehen.


    Funfact am Rande: Bis zuletzt wurden mindestens an der Friedrich-Bergius-Straße in Wiesbaden-Biebrich noch für die Linien 45 und 47 die Mainzer Ziele auf dem Haltestellenschild angegeben (obwohl diese seit fünf Jahren nicht mehr bedient werden und auch in Zukunft nicht mehr bedient werden, wie mindestens seit der Fortschreibung des Mainzer Nahverkehrsplans bekannt sein sollte). Ich gehe davon aus, dass dies auch auf den weiteren Wiesbadener Haltestellen der beiden Linien der Fall war und ist.

    An der etwas abgelegeneren Haltestellen habe ich das schon mehrmals gesehen; im Stadtzentrum so weit ich mich erinnere aber nicht mehr. Eigentlich würde man aber erwarten, dass man's zumindest bei der Äppellallee ändert, wo das Schild wegen der 74 eh bisschen umlackiert werden muss; nächstes Mal achte ich mal drauf.


    Nun aber fährt die 74 über die Landesgrenze und bedient zwei Haltestellen in Biebrich. Man erreicht somit die Einkaufsmärkte an der Äppelallee aus den durch die 74 bedienten Mainzer Stadtteilen besser, als Mainzer Geschäfte an der Rheinallee (bspw. der neue Kaufland) oder den Gutenberg-Center. Das Hauptziel, die Wiesbadener Innenstadt, wird aber nur durch Umstiege erreicht, weshalb der Umweg mit S-Bahn/RB75 über die beiden Hauptbahnhöfe in den meisten Fällen deutlich zuverlässiger und sogar schneller sein sollte.

    Vielleicht wäre das ja was für den Schott-Bahnhof. Spätestens dann werden die Busse nicht mehr mithalten können.

    An der Stelle muss ich aber anmerken, dass die Sanierung der Schiersteiner Brücke eigentlich noch garnicht abgeschlossen ist; insofern war es für mich eine positive Überraschung, dass da vor Ende 2021 überhaupt was drüber fährt. Das wurde nämlich vor Anfang der Bauarbeiten so vermittlet, dass die (ESWE-)Linien 45 und 47 wegen der Sperrung temporär verkürzt/umgeleitet werden, und nach Abschluss der Bauarbeiten dann wie gehabt weiter nach Mainz fahren. Ob das zum nächsten Fahrplanwechsel tatsächlich so geschehen wird ist natürlich eine andere Frage; jtrotzdem würde ich aus der jetztigen Lage nicht unbedingt zu schnell Schlüsse ziehen.