Beiträge von Chris26

    Mit Elektrifizierung tut sich die Bahn auch irgendwie schwer, wo selbst hochbelastete Hauptstrecken im Dieselbetrieb befahren werden oder laaange Zeit befahren wurden.

    Also erst langfristig.

    In Baden-Württemberg wurden in den letzen Jahren aber auch etliche Nebenstrecken elektrifiziert. Beispielsweise die Elsenztalbahn mit der Schwarzbachtalbahn (Meckesheim-Aglasterhausen). Oder auch verschiedene Strecken der AVG wie Murgtalbahn (Rastatt-Freudenstadt), Bruchsal-Odenheim, usw. Es ist also nicht so, dass nur hochbelastete Hauptstrecken elektrifiziert werden.

    Der politische Wille dazu Bahnstrecken zu elektrifizieren ist durch die Klimadiskussion heute dringender denn je. Ich denke nicht, dass die Odenwaldbahn nach 2028 noch mit Diesel-Fahrzeugen fahren wird.

    Dieselfahrzeuge sollen jedenfalls ab 2024 nicht mehr angeschafft werden. Siehe:


    Die großen Akteure und Aufgabenträger innerhalb des ÖPNV fordern demnach mit einer gemeinsamen Absichtserklärung den Verzicht bei der Neuanschaffung von Loks und Triebfahrzeugen mit Dieselantrieb ab 2024. Die verbliebenen Dieselstrecken in Deutschland sollen danach natürlich keinesfalls auf dem Abstellgleis münden, sondern mit alternativen Antriebstechniken bedient werden.

    (....)

    „Ich will mich beim Bund für ein Sonderprogramm zur Elektrifizierung von Bahnlinien mit hessischer Beteiligung einsetzen, das auch die Elektrifizierung von Nahverkehrsstrecken einbezieht“, antwortete Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir auf eine aktuelle Anfrage der Allianz pro Schiene. „Für Hessen könnten dieses die Lahntalbahn und die Odenwaldbahn sein."

    Meiner Meinung sollte man Leute entlassen, die solche Vorschläge bringen. Den ÖPNV macht man nicht attraktiver, indem man ihn verlangsamt. Die Schnelllinie 6 ist für viele ein Hauptgrund zwischen Darmstadt und Eberstadt die Straßenbahn zu nutzen. Das ist einfach nicht wegzudiskutieren. In dem Artikel wird mit Lügen (neudeutsch: Fake-News) argumentiert. So wird die schlechte Pünktlichkeit vorgeschoben. Als häufiger Nutzer der Linie 6 kann ich das so nicht nachvollziehen. Natürlich kommen Verspätungen vor und wenn sich dann z.B. auf dem Weg nach Eberstadt noch die Linie 1 dazwischen schiebt, so kommt es zu weiteren Verspätungen. Trotzdem möchte ich die Linie 6 nicht missen. In den aller meisten Fällen klappt die Fahrt aber ohne Probleme und man ist deutlich zügiger unterwegs.

    Im Artikel wird z.B. behauptet "Zwischen Bessunger Straße und Rhein/Neckarstrasse vespätet sich die Schnelle 6 um mehr als 4 Minuten". Wie soll das bitte schön gehen? Selbst wenn die 6 auf diesem Abschnitt von einer 1 oder 7 ausgebremst wird, so kann das höchstens 2 Minuten ausmachen. Das ist auf dem Abschnitt die Fahrtzeit-Differenz zwischen der 6 und der anderen Linien.

    Weiteres Zitat: "Die Linie 6 wird eingestampft und fährt nicht unter altem Namen mit ihrem schlechten Image einfach weiter."

    Wer sagt denn, das die Linie 6 ein schlechtes Image hat. Ich kenne nur Leute, die der Linie 6 ein gutes Image ausstellen würden. Ich würde behaupten die Linie 6 ist die Linie mit dem besten Image in Darmstadt. Aber: Es wird halt einfach mal etwas behauptet.

    Donald Trump wäre sicherlich Stolz auf solche Typen: "Great Guys!"

    Dazu wurden dann Ausweitungen der Fahrtzeiten in Aussicht gestellt - auch zwischen Eberstadt und Alsbach - und diese mit dem Linienumbau verknüpft. Konkret: Linie 8 bis 22 Uhr bis Alsbach im 15 Minuten Takt.

    Weiter Linieänderungen:

    Linie 4 fährt von Arheilgen über den Willy-Brandt-Platz-Bismarkstrasse zum Hauptbahnhof und nach Griesheim. Nicht mehr über den Luisenplatz

    Linie 7 fährt ab Eberstadt über Luisenplatz nach Kranichstein.

    Linie 8: Wie bisher

    Und genau deshalb könnte man da jetzt schon mal tätig werden, die Twindexx-Doppelstockzüge für die Odenwaldbahn zu entwickeln und zu bestellen sodass die Inbetriebnahme rechtzeitig zum ablösen der Itinos erfolgen kann.

    Um solche Doppelstockzüge zu betreiben braucht man auch das Personal dafür, wie dafür ausgebildete Lokführer. Außerdem müssen die Werkstätten darauf eingerichtet sein. Das ist im Odenwald nicht der Fall. Die VIAS hat lediglich Lokführer, die für Triebwagen ausgebildet wurden. Der Vertag mit der VIAS läuft noch bis Ende 2027.


    Landrat Matiaske erläutert, Doppelstockwagen wurden bereits zum Hessentag 1998 in Erbach eingesetzt. Insoweit sind es nicht die Tunnels, die gegen einen Einsatz sprechen, sondern vielmehr der laufende Verkehrsvertrag mit der VIAS, der solche Fahrzeuge nicht vorsieht. Insoweit kann nicht einfach auf ein anderes Fahrzeug umgestellt werden. Damit zusammen hängt auch die Wartung der Fahrzeuge. Die Betriebswerkstätten der VIAS in Michelstadt und Griesheim sind auf Doppelstockwagen nicht ausgelegt. Fachliche Prüfungen

    zu einem anderen Fahrzeugkonzept können nur im Zusammenhang mit den Entwicklungsperspektiven für die Odenwaldbahn („Vision 2030“) durch den RMV stattfinden.

    Die Intinos sind doch der fahma? Dann ist es gleich, wer der Betreiber ist.

    Defekte Motoren könnten ja auch zügig instand gesetzt werden. Aber das ist auch bei anderen Fahrzeugen ein nicht unbekanntes Phänomen.

    Die Itinos gehören der Fahma. Aber für die Wartung ist die Vias verantwortlich. Das Problem ist hier wohl auch der allgemeine Fachkräftemangel, der sich auch auf die Werkstätten niederschlägt. Auf der Internetseite der VIAS werden jedenfalls schon länger Mitarbeiter für die Werkstatt und jetzt auch ein "Mitarbeiter Instandhaltungsplanung/Ersatzteilmanagement Fahrzeuge" gesucht.


    http://www.vias-online.de/stellenangebote_p1476.html

    Elektrifizierung ist sehr wohl ein Thema:

    Dass für die Odenwaldbahn aktuell keine weiteren Züge bestellt sind, erklärt Landrat Frank Matiaske mit Verweis auf die im Beratungsprozess befindliche „Vision 2030“ für die Odenwaldbahn und die hierzu beim Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) angestoßene Machbarkeitsstudie: „Wir fahren derzeit mit Dieselloks in die Ballungsräume. Auch angesichts der angestrebten Klimaziele wäre es widersinnig, langfristig neue Dieselloks zu bestellen.“ Zudem seien ganz allgemein die Kennzahlen für die Wirtschaftlichkeitsberechnungen im ÖPNV an die veränderten Bedingungen und Ziele anzupassen. „Solche Konzepte sind ja auf bis zu 20 Jahre angelegt“, erläutert der SPD-Politiker, der angesichts all dessen „eine spannende Diskussion“ erwartet.


    Die Elektrifizierung wird auf jeden Fall ein paar Jahre in Anspruch nehmen. Das muss ja alles erst mal geplant, genehmigt und gebaut werden.

    Dei Itinos sind inzwischen auch schon ordentlich verschlissen und werden wohl auf absehbare Zeit ersetzt werden müssen. Immerhin ist bei den ersten 22 Fahrzeugen schon die 2. HU im Gange bzw abgeschlossen.

    Die Itinos sind gerade mal 14 Jahre alt. Das ist für ein Schienenfahrzeug kein Alter. Ich gehe davon aus, dass es geplant war, diese bis 2028 einzusetzen. Solange läuft der Vertag mit der Vias. Im übrigens finde ich nicht, dass die Itinos verschlissen sind. Soweit ich das, bei meinen gelegentlichen Fahrten feststelle, stehen die noch recht gut da.

    Anfang des Jahres war noch Juni für den Baubeginn angekündigt.


    Siehe hier:

    https://www.echo-online.de/lok…ren-gegen-rodung_19975278


    Zitat:

    "Arbeiter einer privaten Firma schlagen dort eine etwa 25 Meter breite Schneise in den Wald. Dort sollen ab Juni die Schienen für die umstrittene Straßenbahn-Verlängerung zum Campus der Technischen Universität verlegt werden."


    Gerade gesehen: Im ursprünglichen Artikel aus dem ersten Beitrag steht Juli:

    Quelle:

    https://heagmobilo.de/de/press…ahn-zum-campus-lichtwiese


    Zitat:

    "Die Arbeiten sollen im Juli 2019 beginnen und zwei Jahre dauern."

    Ich frage mich sowieso, ob man nicht die Entscheidung alles auf reine Batterie-Busse zu setzen nochmal überdenken sollte.

    Das ist erstmal das Reichweitenproblem und das Problem, dass die Herstellung der Akkus alles andere als umweltfreundlich ist.


    Hier ein Kommentar aus Berlin zu den dort angeschafften E-Bussen:

    https://www.morgenpost.de/mein…haffen-neue-Probleme.html


    Aufgeführt wird, dass das Lithium unter enormen Umweltschädigungen abgebaut wird. "Dabei wird nicht nur die Landschaft irreparabel zerstört und mit Chemikalien vergiftet, sondern auch der indigenen Bevölkerung, die vor allem vom Gemüseanbau und den Weidetieren lebt, das dort ohnehin extrem knappe Süßwasser entzogen."

    Dazu kommen noch hohe Energiekosten bei der Batterieherstellung.

    "Weil selbst mit immer größeren Batterien die Reichweite eines E-Busses (aktuell 150 Kilometer pro Ladung) nicht annähernd an die eines herkömmlichen Busses (600 bis 700 Kilometer am Tag) heranreicht, geht auch die BVG davon aus, dass ein 1:1-Ersatz für ihre 1400 Busse nicht ausreichen wird. Experten rechnen damit, dass mindestens drei, vielleicht sogar vier E-Busse gebraucht werden, um zwei Dieselbusse adäquat zu ersetzen."


    Dazu wird davon ausgegangen, dass die Batterien nach drei bis fünfjährigem Gebrauch verschlissen sind und dann ersetzt werden müssen.


    Was im Artikel nicht aufgeführt wurde: Beim Laden der Batterie und wieder entladen entstehen natürlich auch immer Verluste. Man kann davon ausgehen, dass ca. 20% des Stroms durch das laden/entladen der Batterie verloren gehen. Das Problem hat man beim Direktverbrauch nicht.


    "Warum Berlin einseitig auf den Batteriebus setzt, ist unklar. Eine echte fachliche Debatte über Vor- und Nachteile gab es dazu nicht. Dabei gibt es Alternativen. Etwa den Obus, der sich in vielen Städten der Welt bewährt."

    Diese Frage könnte man auch auf Darmstadt übertragen. Wäre es nicht doch besser gewesen auf den OBus zu setzen?


    Hier noch ein anderer Artikel aus Solingen. Solingen setzt auf den OBus. Und zwar auf einen Hybrid-OBus, der dann noch eine (kleine) Batterie hat, mit der Abschnittsweise ohne Fahrleitung fahren kann. So müssen dann nur 30%-50% der Strecke eine Oberleitung haben.

    https://www.faz.net/aktuell/te…lbus-linien-15872745.html

    Selbst wenn es einen Aufschrei der Nutzer geben sollte, ist es auch in den Fraktionen angekommen, dass die Linie 6 so nicht mehr zu halten ist. Es gibt einen zusätzlichen Halt an der Marienhöhe, die Vorrangschaltungen sind nahezu aufgehoben, was soll die Durchfahrt an vier Haltestellen noch bringen? Die Haltestelle Marienplatz kommt mit dem Baubeginn des neuen Wohnquartiers dort. Die Schnelllinie ist so nicht mehr zu betreiben, es passt nicht mehr. Im Übrigen ist jetzt schon absehbar, wie viele Leute stehen bleiben, die die Linie nicht benutzen können, weil sie eben an der Marienhöhe aussteigen wollen. Dies führt regelmäßig zu einer überfüllten Linie 7, die ja auch in Zukunft als Verstärker zur Linie 6 weiter fahren wird.

    Ich kann die Behauptungen so nicht nachvollziehen. Die 6 fährt heute Luisenplatz - Eberstadt Wartehalle in 10 Minuten, während die 7 16 Minuten benötigt. In der anderen Richtung sind es 11 Minuten für die 6 und 16 Minuten für die 7. Man hat also einen echten Zeitvorteil und ich bekomme von vielen Fahrgästen mit, wie toll sie doch die Schnelllinie 6 finden. Das wird in Gesprächen immer wieder geäußert.

    Die 6 fährt aktuell an acht Haltestellen durch. Nicht nur an vier. Selbst wenn man in Zukunft noch an der Marienhöhen halten sollte, wären es immer noch sieben. Momentan wird die Haltestelle Marienhöhe vor allem von Flüchtlingen genutzt, die noch in den Kasernen an der Marienhöhe wohnen. Das soll sich ja in Zukunft ändern, die Kasernen in Wohngebiete umgewandelt und die Linie 3 bis zur Marienhöhe verlängert werden.

    Und dass jetzt überall die Vorrangschaltungen aufgehoben wurden, kann ich auch nicht nachvollziehen. An den Linien nach Eberstadt habe ich da keinen Unterschied zu früher wahrgenommen. Natürlich könnte man hier noch Verbesserungen vornehmen. Das würde ich mir auf alle Fälle wünschen. Beispielsweise wenn eine Straßenbahn gerade entgegengekommen ist, sollte die Vorrangschaltung länger aktiv bleiben.

    Laut "Echo"-Artikel von unten scheint das Ende der Schnellen 6 jetzt beschlossene Sache zu sein. Wann genau das passieren soll, steht nicht dabei. Es geht um die ÖPNV-Planung 2019-2024.


    Zitat aus dem Artikel:

    Die Linie 6 von Arheilgen über Seeheim nach Alsbach - auch "Schnelle 6" genannt - entfällt. Dies werde aufgefangen durch einen durchgehenden Viertelstundentakt auf der parallel verlaufenden Linie 8 und eine Bedienung der Linie 4 von Kranichstein nach Griesheim auch an Sonn- und Feiertagen. Wie attraktiv das Angebot sei, sehe man durch Anfragen aus dem Nachbarkreis Bergstraße nach einer Verlängerung dieser Linie bis Zwingenberg, so Fleischmann.

    https://www.echo-online.de/lok…ird-neu-geordnet_20218534


    Was ich als Nutzer der Schnellen 6 dann für Vorteile habe, wenn die Linie 4 dann auch Sonn- und Feiertags fährt, erschließt sich mir hier nicht. Insgesamt eine traurige Entscheidung, dass die 6 geopfert wird. Ich hoffe, es gibt noch einen Aufschrei unter den Nutzern, so dass man sich die Sache bei den Entscheidern nochmal überlegt. Durch Verlangsamung macht man ÖPNV jedenfalls nicht attraktiver.

    Ja, ein langsamer Anfang. Das genaue Gegenteil ist aber der Umbau der Heidelberger Straße. So schön und wichtig der Radweg ist, ging er voll gegen den ÖPNV. Die richtige Lösung wäre zu sagen, Parkplätze weg, Radspur, eine Autospur, ÖPNV-Trasse. Fertig. Hat man sich aber nicht getraut. So steht die Bahn im Berufsverkehr stadteinwärts voll im Stau und schuld sind dann die "bösen Radfahrer, die ja soviele Rechte wollen". Nein, falsch. Sie wollen maximal soviel Recht, wie es anderen auch zusteht. Und das würde bei dem Straßenquerschnitt eben heißen, daß jeder Teilnehmer eine Fahrspur bekommt. Und bevor dann jemand mault, daß er keinen Parkplatz mehr hat, a) gibt es die an anderen Straßen auch nicht und b) gibt es kein verbrieftes Recht auf einen Parkplatz. Manch einer denkt ja, mit dem Kauf eines Autos würde er gleichzeitig einen Parkplatz erwerben. Zumindest, wenn man so - und damit werden wir wieder halbwegs On-Topic - Bürgersprechstunden oder Planfeststellungsverfahren zum Thema Straßenbahnneubaustrecken mitverfolgt. Pseudoargument 1 gegen eine beliebige Trasse ist da ja immer "da fallen Parkplätze weg - Weltuntergang"


    Auch für Radfahrer sind die Parkplätze direkt neben der Radspur alles andere als optimal. So fährt man immer mit dem mulmigen Gefühl entlang, dass plötzlich irgendein Depp die Tür aufreist. Ja, die Situation ist jetzt besser als vorher, als es gar keine Radspur an der Heidelberger Strasse gab. Aber richtig sicher eben auch nicht. Auch deshalb wäre es sinnvoll gewesen, die Parkplätze an der Heidelberger Straße abzuschaffen.

    Ich denke, das hätte niemand erwartet, dass ein grüner Oberbürgermeister den Nahverkehr ausbremsen würde. Aber mal ziemlich einfach gesponnen: Je langsamer der Nahverkehr wird, desto unattraktiver wird er. Wenn dann mehr Menschen auf das Fahrrad umsteigen, können Angebote bei Bus und Bahn weiter gekürzt werden und die Kosten für die Stadt sinken. Eigentlich schlau.


    Ich würde hier keine Absicht unterstellen. Von Kürzung kann auch keine Rede sein. Bisher sind die Angebote nur ausgeweitet worden. Dennoch scheint es mir bei der Stadt und bei den Grünen keine Leute zu geben, die den ÖPNV wirklich voranbringen wollen. Das angedachte P&R Parkhaus im Osten der Stadt ist meiner Meinung nach eine krasse Fehlplanung. Man muss gute ÖPNV-Verbindungen zu den Leuten an ihrem Wohnort schaffen. Die Vorstellung, die Leute fahren mit ihrene Autos bis an den Rand den Rand der Stadt um dann per Straßenbahn weiterzufahren, ist Verkehrspolitik der 70er Jahre. Und das wird so nicht funktionieren.
    Die Streichung der Schnelllinie 6 wäre auch ein großer Rückschritt in der Verkehrspolitik. Hier müsste durch bessere Planung dafür gesorgt werden, dass die 6 nicht so oft ausgebremst wird. Die Stadt Darmstadt will doch Digitalstadt sein. Warum setzt man hier nicht an? Man könnte bei Verspätungen der 6 andere Linie später abfahren lassen. Beispielsweise würde die 1 dann am Hauptbahnhof 1-2 Minuten länger warten, damit sie einer verspäteten 6 nicht in die Quere kommt. Die 6 ist übrigens in letzter Zeit meiner Beobachtung nach deutlich zuverlässiger gefahren, was sicher an der aktuellen Einstellung der Linie 1 liegt.
    Man will aber die 6 unbedingt abschaffen, gleichzeitig wird die Fahrtzeit der anderen Linien nach Eberstadt durch immer mehr Halte immer länger. Die Haltestelle "Licoln-Siedlung" wurde ja schon eröffnet. Geplant ist eine weitere Haltestelle am Staatstheater, was zu einer weiteren Verlängerung der Fahrtzeit führen wird.
    Ich möchte auch hinterfragen, ob eine direkte Anbindung von Arheilgen an der Hauptbahnhof wirklich sinnvoll ist. Arheilgen hat eine eigene S-Bahn-Station zur S3 nach Frankfurt. Auch kann man heute am Nordbahnhof Richtung Aschaffenburg, Mainz/Wiesbaden, Odenwald und teilweise auch nach Frankfurt umsteigen. Daher denke ich, dass es wahrscheinlich gar kein so großes Bedürfnis gibt, aus Arheilgen umsteigefrei zum Hauptbahnhof zu kommen. Zumal man am Willy-Brandt-Platz und Luisenplatz zahlreiche Umsteigeangebote findet.
    Dagegen würde die geplante Umstellung dazu führen, dass man ab Arheilgen nur noch alle 15 Minuten direkt zum Luisenplatz kommt.

    Aus einer Meldung der Stadt Darmstadt


    "Mit Beginn der Osterferien am 15. April 2019 wird die Straßenbahnlinie 1 wieder ohne Einschränkungen verkehren, wie HEAG mobilo jetzt bekanntgegeben hat. „Dies ist eine gute Nachricht für alle Nutzer des ÖPNV, insbesondere aber für die Eberstädter und Eberstädterinnen“, sagt Oberbürgermeister Jochen Partsch. „Damit ist auf der wichtigen Nordsüdstrecke wieder eine umsteigefreie Verbindung zwischen Eberstadt und dem Hauptbahnhof gewährleistet.“


    Wie berichtet, hatte der Darmstädter Nahverkehrsdienstleister HEAG mobilo mit Personalproblemen in seiner Straßenbahnwerkstatt zu kämpfen. Der Fachkräftemangel war vor allem bei Elektrikern und Mechatronikern spürbar. Darüber hinaus hatten Unfälle mit anderen Verkehrsteilnehmern die Zahl der für den Linienverkehr verfügbaren Straßenbahnen eingeschränkt.
    Inzwischen konnten einige offene Stellen besetzt werden, so dass ausreichend Fahrzeuge vorhanden sind, um die Linie 1 wieder in vollem Umfang fahrplanmäßig in Betrieb zu nehmen.


    Keine Einschränkungen gibt es auch auf der Schnelllinie 6, die weiter wie gewohnt auf der Nordsüdstrecke verkehrt. Hier hatten anderslautende Presseberichte jüngst für Verunsicherung bei Eberstädter Bürgerinnen und Bürgern gesorgt.


    Langfristig plant HEAG mobilo, das Liniennetz im Rahmen des lokalen Nahverkehrsplans sich ändernden Bedürfnissen und damit den aktuellen Pendlerströmen anzupassen. Das könnte die Einführung neuer, bisher noch nicht angebotener Linien bedeuten. Ein entsprechendes Konzept beinhaltet zum Beispiel die Grundidee, dass aus jedem Stadtteil eine Linie umsteigefrei zum Hauptbahnhof führen sollte. Zudem sollen das Taktangebot insgesamt verdichtet und die Angebotszeiten erweitert werden. Deshalb ist auch zu prüfen, ob eine Schnelllinie wie die 6 in einem neuen, integrierten und intensivierten Netzkonzept sich dann nicht als isoliertes und systemfremdes Angebot erweist. Derzeit ist das Netzkonzept im Stadium fachlicher Überlegungen; nach Auskunft von HEAG mobilo ist mit einer Realisierung frühestens zum Fahrplanwechsel 2021/22 zu rechnen." (...)


    Quelle:
    https://www.darmstadt.de/nachr…c9d7ca1f14bda7a956aa59046

    Allerdings hat Fulda den eCitaro nicht genommen, da die Reichweite ihnen nicht gut genug war.


    Das Problem scheint auch gelöst zu sein:


    "Auf eine weitere Kritik ist der Konzern sehr schnell eingegangen: Um die geringe "systemrelevante Reichweite" mit Heizung oder Klimatisierung auf 170 Kilometer zu erhöhen (bisher 110 bis 150 Kilometer) sind statt der bisher maximal lieferbaren 10 Batteriemodule nun auch 12 Module bestellbar, die dann eine Gesamtkapazität von 293 kWh aufweisen. Hierzu liegen bereits Bestellungen von Kunden vor."


    Quelle:
    https://www.eurotransport.de/a…valierstart-10708070.html

    Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum man dafür so einen Aufwand spendiert, wo es doch in Darmstadt kein Problem ist, praktisch überall schnelles Internet über mobile Daten zu bekommen. Und das kostet heute auch nicht mehr die Welt. Ich habe z.B. bei meine Anbieter 1,5 Gbyte mobile Daten + kostenloses telefonieren für 8 Euro für 4 Wochen. Das reicht dicke, wenn man unterwegs nicht ständig irgendwelche Videos streamen oder Updates herrunterladen muss.

    der E-Citaro wird es wahrscheinlich nicht schaffen, weil die Lieferzeiten zu lang sind


    Zumindest laut Angaben in diesem zwei Wochen alten Artikel, soll das kein Problem sein:


    Zitat

    Der Hersteller Evobus wies Kritik an der Marktsituation für Elektrobusse zurück. Die Daimler-Tochter bietet für die Baureihe Citaro seit diesem Jahr neben der Diesel- und Hybrid-Version auch eine vollelektrische Ausführung an. “Wir sind für 2019 lieferfähig, einen grundsätzlichen Engpass für die vollelektrischen eCitaro können wir nicht bestätigen”, sagte ein Unternehmenssprecher dem Mannheimer Morgen auf Anfrage. “Aktuell befüllen wir unsere Produktionssysteme für die Lieferzeit Herbst 2019.”


    Quell: https://ecomento.de/2019/02/18…preise-von-elektrobussen/

    Bei der Linie 6/7/8 ist glaube ich noch keine Vorrangschaltung zurückgenommen worden. Ich habe nur den Eindruck, dass sie machmal nicht richtig funktioniert. Also das Signal der Straßenbahn nicht an der Ampel ankommt. Hier wären zusätzliche Investitionen in eine zuverlässigere Vorrangschaltung sicher gut angelegtes Geld. Ansonsten sollte die Stadt Darmstadt natürlich an allen Ampeln die Vorrangschaltung sofort wieder einführen.

    Ein weiterer Aspekt - der bisher nur am Rand in der Diskussion vorkam - ist der Unterschied zwischen tatsächlicher und gefühlter Fahrzeit. Gefühllt kommt einem die Fahrt mit der 6 zwischen Luisenplatz und Eberstadt deutlich schneller vor, als die tatsächliche Zeitersparnis wirklich ist.


    Ich bin der Meinung, dass die Ersparnis wirklich real ist und nicht nur gefühlt. Eine einfache Rechnung: Für die Kernstrecke Eberstadt Wartehalle - Darmstadt Rhein-/Neckarstrasse wird für die Linie 6 eine Fahrtzeit von 10 Minuten und für die Linie 7 eine Fahrtzeit von 15 Minuten angegeben. Das bedeutet, dass man mit der 7 gegenüber der 6 eine um 50% längere Fahrtzeit hat.
    Fährt man die Strecke mit der Linie 7 drei mal hin und her, so benötigt man 1 Stunde + 30 Minuten, mit der Linie 6 dagegen nur eine Stunde.
    Nehmen wir zum Vergleich eine Bahnstrecke von A nach B. Die Regionalbahn hält überall und braucht für die Strecke 1 Stunde 30 Minuten. Ein Regionalexpress hält nur an größeren Orten und benötigt für die Strecke nur eine Stunde. Würdest du hier auch behaupten, dass die Zeitersparnis nur gefühlt ist?

    Linie 6: entfällt (Überflüssig - Zeitersparnis als Schnelllinie eh marginal)


    Ich weiss ja nicht, was du als marginal empfindest. Die Schnelllinie 6 spart zwischen Luisenplatz und Eberstadt Wartehalle ca. 30% Reisezeit. Mit dem Argument, dass eine solche Zeitersparnis nur marginal sei, könnte man auch sämtliche Regionalexpress-Linien der Einfachheit halber in Regionalbahn-Linien umwandeln. Für mich ist eine um 30% kürzere Reisezeit jedenfalls nicht marginal. Im übrigen war mein Vorschlag die Linie 3 mit der Linie 7 zu verbinden in erster Linie dazu gedacht, die Strecke durch das Bessunger Tal für die Schnelllinie frei zu räumen. Gerade in Darmstadt sollte man darauf achten, dass die Reisezeit im ÖPNV attraktiv bleibt. Ansonsten fahren einige Leute am Ende dann doch lieber mit dem Auto. In größeren Städten wie Frankfurt hat man in der Stadt S- und U-Bahn-Linien zur Verfügung, die einem flott voran bringen. Das gibt es in Darmstadt halt nicht. Und hier ist eine Schnellstraßenbahn für etwas längere Strecken wie Eberstadt-Luisenplatz ein echter Vorteil.