Beiträge von Combino

    Und? Du hast die doch mit Verweis auf die Beförderungsbedingungen des Zuges verwiesen, oder? Wo liegt also konkret dein Problem? Nach deiner Logik dürfte man dann ja auch gar keine Verbindungen mehr in Wohngebiete anbieten, da in diesen Bereichen die Leute ständig mit Umzugskartons umherfahren.

    Verstehe nicht, warum so viel auf die Straßenbahn gesetzt wird. In München z.B. wird mehr auf den Bus gesetzt.

    Das sieht vielleicht so aus, in Wirklichkeit ist man in München aber eher dazu gezwungen, das Busangebot auszubauen, weil neue Strecken für U-Bahn (U5 und U9) und Tram (Nord- und Westtangente) immer weiter verzögert werden. Da man bereits jetzt auf vielen U-Bahn- und Tramlinien an der Kapazitätsgrenze fährt, versucht man mit dem Ausbau des Busangebotes, wieder etwas Luft zu schaffen. Vor allem die U-Bahn soll durch die Schaffung neuer Tangentialverbindungen (mit Hilfe der Expressbuslinien) im Innenstadtbereich entlastet werden. Bei der Tram möchte man in Zukunft sechsteilige Züge mit einer Breite von 2,65 m beschaffen. Das ist ein unglaublicher Zuwachs und zeigt, dass in München zukünftig auf die Tram gesetzt wird.


    Aktuell steht im Bereich Bus als Großprojekt die Elektrifizierung an (neben dem Bau eines neuen Betriebshofes), die eigentlich nur durch eine entsprechende Förderung gestemmt werden kann, weil die Preise noch höher liegen, als für Dieselfahrzeuge. Der CapaCity ist in dem Zusammenhang eigentlich ein Rückschritt, weil man nicht auf das gleiche Platzangebot eines Buszuges kommt. Auf überlasteten Buslinien schafft man sich damit wieder neue Kapazitätsprobleme.

    Das sind ja mal echt neue Nachrichten. Ernsthaft: Hat schon jemand irgendwann mal irgendwo ein Statement gelesen, wo bestellte Neufahrzeuge nicht die neuesten Standards und neuesten Features hat? Was sind eigentlich neueste Standards? Ist das sowas wie das ominöse "neue EU-Recht" bei Ebay-Auktionen?

    Mir ging es lediglich um den Verweis auf den "Citadis X05". Aber wenn du wirklich an näheren Informationen interessiert bist, kann ich gerne aus einem Artikel zum T-Wagen aus dem Stadtverkehr zitieren (falls du den nicht schon sowieso kennst?).

    Mir ist das bekannt, ich habe aber auch die Aussage gehört, dass der Fahrzeugaufbau in Teilen dem Citadis Dualis entspricht. Vielleicht ist „entspricht“ hier auch das falsche Worte, besser wäre vielleicht zu sagen, es sind Elemente übernommen worden. Schaut man sich Dualis und T Wagen an, haben beiden Typen Gemeinsamkeiten, was den Aufbau und die Anordnung der Drehgestelle betrifft. Es kommt aber nicht nur auf den Aufbau an, sondern auch auf die verbaute Technik an und da basiert der T Wagen auf auf dem x05, sodass Alstom den T Wagen in die Reihe x05 einreiht, wobei die Standardversion des Citadis ein Multigelenker mit schwebenden Mittelteilen ist. Zusammenfassend kann man also sagen, dass der T Wagen wie im Geschäftsbericht erwähnt ein für Frankfurt eigens entwickeltes Fahrzeug, was verschiedene Typen vereint.

    Ich verstehe, was du meinst, aber ich halte die Herleitung dennoch für unpräzise. Grundsätzlich bietet Alstom eine hochmodulare Produktplattform namens "Citadis" an, die auf sehr unterschiedliche Anforderungen adaptiert werden kann. Der Citadis als Multigelenkwagen ist nicht die "Standardversion", sondern einfach die am meisten verkaufte Variante dieser Plattform:


    session-4-roland-scheich-23-728.jpg?cb=1319006890


    Für Warschau hatte Alstom 2009 diese Variante als "Citadis 304" angeboten, unterlag aber PESA. Es handelt sich dabei um einen Drehgestellwagen, ähnlich dem S-Wagen:


    c304-2009-01-z.jpg


    Ein Prototyp des X04 wurde 2008 in Wegberg-Wildenrath getestet: https://www.eurailpress.de/nac…eration-citadis-tram.html


    Weitere Fotos finden sich hier: http://phototrans.eu/15,195097,960.html


    Mit dem "Citadis Dualis" hat Alstom die in Deutschland bei Alstom LHB entwickelte Zweisystemtechnik auf die Plattform "Citadis" adaptiert, unter Nutzung der hochmodularen Möglichkeiten, die diese Plattform bietet. Aufgesattelte Endmodule hatte Alstom bereits bei den ersten Citadis für Montpellier, Orléans und Dublin realisiert, von daher nichts neues.

    war der tolle Punkt nicht einfach die Front? In so einer Propagandabroschüre kann das Zitat durchaus "andere Plastikform vorne und bisher hatte kein Fahrzeug *exakt* diese Sitzanordnung" bedeuten, und es wäre technisch gesehen nicht Mal gelogen.

    Meines Erachtens geht es dabei eher um den Verweis auf eine Fahrzeugplattform mit bewährter Technik und standardisierten Komponenten. Es gibt genug Quellen, die ebenfalls auf den "Citadis X05" verweisen:


    Die Frankfurter Wagen, die technisch auf dem Modell „Citadis X05“ basieren, sollen für die Modernität und Weltoffenheit der Stadt stehen.

    ...oder im Journal Frankfurt:


    VGF-Geschäftsführer Michael Rüffer sagt zu den neuen Fahrzeugen, die technisch auf vielen Elementen der Alstom-Serie „Citadis X05“ basieren: „Die von uns nun neu bestellten Fahrzeuge erfüllen die neusten Standards und bieten darüber hinaus einige Neuigkeiten“.

    Gegenbeispiel: Dreieck Nordwest. Hier sind PZB- Magnete verbaut, die laut Stellungnahme der Stadt Frankfurt nicht in ausreichendem Abstand zu Gefahrenpunkten stehen, denn es sei ja nur BOStrab.


    Genaue Quelle müsste ich raussuchen, das war zu meiner Zeit im Ortsbeirat (2011-2015).

    Ok, interessant! Kann hier eine Sondersituation vorliegen? Gehen die Signale nur auf Fahrt, wenn der dahinterliegende Abschnitt frei ist, also eine Fahrstraße eingelaufen ist oder stehen die Signale einfach untereinander in Abhängigkeit und sollen Flankenfahrten vermeiden? Ich vermute, in dem Bereich wird trotzdem auf Sicht gefahren. Kann das sein?

    Nun, wenn man den von Streckentrenner verlinkten WIKI Artikel liest, scheinen sich die Zügen ncht wirklich bewährt zu haben.

    Ein wenig neidisch macht mich das Motiv mit dem Bus schon. ;-)

    Deswegen hat die Pinzgaubahn ja beide Garnituren gekauft. Die Fahrgastzahlen auf der Pinzgaubahn explodieren, nachdem das Land Salzburg den Betrieb übernommen hat. Die ÖBB wollte die Pinzgaubahn dagegen zu Grabe tragen.


    Nachdem ich mir die Bilder der Verschrottung aber noch einmal genauer angeschaut habe, handelt es sich bei den verschrotteten Wagen nur um die Triebköpfe. Das heißt, dass die restlichen beiden Mittelwagen und der Steuerwagen wohl nach wie vor modernisiert werden, um diese für den Wendezugbetrieb nutzen zu können (was auch von Anfang an der Plan war). Ein Mittelwagen ist bereits modernisiert und im Einsatz:


    1024px-Lokgezogener_Zug_bei_Krimml%2C_25._September_2018.jpg


    Nach der Entscheidung, die Pinzgaubahn zu elektrifizieren, hatte ich aber die leise Hoffnung, dass man die Triebköpfe behält und mit zeitgemäßer Technik wieder in den Einsatz bringt.

    So genau kann ich das nicht mehr sagen, da es in 80ern oder Anfang der 90er war. Jedenfalls sichtete ich den Zug in der Wendeschleife Goldstein.

    Dann hast du einen Zug gesehen, der dort aufgrund von Verspätung oder wegen einer Störung vorzeitig gewendet wurde. Planmäßig fuhr die Linie 26 immer bis zur Rheinlandstraße.

    Wenn du schreibst...

    "Der höchstmögliche Kontrast ist die Kombination von Schwarz und Weiß. Das Stuttgarter Konzept ist in der Hinsicht fast mustergültig."

    ...dann ist der Verweis auf "fast" und dein "Bewußtsein" ein bisschen dünn; das ist für den Leser mindestens irreleitend.

    Das sehe ich nicht so. Ich habe aus der TSI zitiert, in der konkret auf den Kontrast der Türen hingewiesen wird und geschrieben, dass die Kombination der Farben Schwarz und Weiß den höchstmöglichen Kontrast bietet (damit folge ich einer Empfehlung für barrierefreies Gestalten in öffentlichen Räumen). Ich gehe davon aus (so wie du), dass die hier Schreibenden den Pressetext gelesen haben und daher auch wissen, dass das vorgestellte Design die Farben Lichtgrau und Schwarzgrau verwendet. "Fast mustergültig" ist halt nicht das zuvor von mir beschriebene Maximum, sondern nur eine Annäherung.

    Aber zugegeben: Falls deine Intention damit war, die Leitwirkung als "vielleicht fast gut" zu werten, habe ich das nicht erkannt. Ob das dann auch in diesem Fall wirklich gut ist, ist damit jedenfalls in keiner Weise gesagt. Mit anderen Worten, das ist eigentlich eine Nullargumentation.

    Ich habe nicht den Anspruch für oder gegen das Design zu argumentieren. Aber ich finde es nicht richtig, wenn falsche Behauptungen (Stichwort: Signalfarbe) aufgestellt werden. Insgesamt halte ich das Thema für zu komplex und meine zur Verfügung stehende Zeit für zu knapp, um hier noch tiefgreifender und ausführlicher zu schreiben. Andererseits habe ich nach den Kommentaren zu Designer*innen nicht den Eindruck, dass an einer fundierten Auseinandersetzung tatsächliches Interesse besteht.

    Du und dein direkter Vorredner könnten sich vielleicht netterweise auch mal die Bilder und den Pressetext richtig anschauen, bevor sie vom maximalen Kontrast zwischen Weiss und Schwarz fabulierend anderen übers Maul fahren. Wer keine Farben eigenständig erkennen kann, könnte wenigstens textlich zur Kenntnis nehmen, dass die S-Bahn Stgt selbst hier von Lichtgrau und Schwarzgrau spricht.

    Ich habe mir die Bilder richtig angeschaut und auch den Pressetext gelesen. Hast du meinen Beitrag denn auch richtig gelesen? Ich habe ganz bewusst geschrieben, dass das Stuttgarter Konzept in der Hinsicht von höchstmöglichem Kontrast "fast mustergültig" ist, eben im Bewusstsein, dass als Farben Lichtgrau und Schwarzgrau gewählt wurden. Was genau möchtest du mir vorwerfen?