Beiträge von Lunatic-Driver

    Ich kritisierte ja nicht die Beschaffung, sondern den Umgang danach. Wie aber bereits gesagt wurde, dienen die KISS nicht als Entlastung für bestehende Linien, sondern für eine ganz Neue. Deshalb bin ich da sehr skeptisch, was die Zukunft der Fahrzeuge angeht, aber dennoch nicht gegen die Beschaffung.

    Die Realität ist halt leider, dass sich an der zur Zeit herrschenden Praxis nichts ändert und weiterhin Mängel nicht zeitnah beseitigt werden (können). Oftmals fehlt es auch einfach an Ersatzteilen durch fehlende Vorhaltung selbiger, und wenn dann auch der Produzent nicht liefern kann, bestehen Mängel über Monate hinweg.

    Kannst Du das auch belegen oder begibt man sich nun auf Stammtischniveau?

    Ich sehe das aus meiner Position als Eisenbahner, nicht vom Stammtisch aus. Ich habe den Einblick in unterschiedliche Instandhaltungswerke bei verschiedenen EVU erhalten und muss sagen, dass bei vielen FV-Werken mit zu wenig Personal gearbeitet wird und dabei auch einiges an Defekten nicht bearbeitet werden kann, da Zeitvorgaben zu knapp bemessen sind. Dazu kommen viele Züge zu spät an ihr Ziel und somit fällt bei Wartung/Instandhaltung wieder einiges hinten runter, denn die zu knappe Fahrzeugdecke erlaubt keine langen Aufenthalte in den Werken. Dies ist jedoch nichts neues und keines Wegs Stammtischgeblubber, es ist Realität. Den KISS wird es genauso ergehen wie allen anderen Fahrzeugen beim FV (und nicht nur dort, es gibt ne Menge Private, die genauso bei der Wartung sparen, zum Glück aber wird darauf geachtet, dass alle Sicherheitsrelevanten Mängel behoben werden). Die Zuverlässigkeit leidet jedoch massiv darunter.

    Immerhin bekommt die DB dadurch betrieblich bewährte Fahrzeuge, die nicht durch Spardiktate verhunzt sind.

    Laut einem Twitterbeitrag werden die KISS auf DB Fernverkehrsniveau gebracht, was wohl eine signifikante Verschlechterung der Sitzqualität bedeuten wird. Ich durfte einmal mit der Westbahn fahren, die Sitze waren weitaus bequemer als die in den Re.Design-Fahrzeugen von DB FV. Soviel zum Spardiktat, aber immerhin werden die Fahrzeuge technisch in Ordung sein (bis auch hier die Mangelwirtschaft zuschlagen wird und die Kisten 'auseinaderfallen' werden)

    Nach länger Zeit melde ich mich auch mal wieder.

    Diese Markierungen hab ich bei der S-Bahn Rhein-Neckar auch mit erfreuen entdecken dürfen, ebenso sind die 423 der S-Bahn München mit einer solchen, den kompletten Lichtgitterbereich kennzeichnenden, Markierung versehen. Ich finde das gut und hatte dies ja auch zu meiner Zeit bei der DB angeregt, der VV wurde aber nie positiv beschieden.


    Luna-D

    Boah, bei dem Bericht bekomme ich das Kotzen.


    Ruckelige Fahrweise ist bei den derzeitigen Wetterverhältnissen nichts besonderes. Gemeint waren wohl eher Zwangsbremsungen oder Leistungsabschaltungen durch zu langes Schleudern.


    Die Forderung von dem Pro-Bahn-Mensch ist äusserst arrogant und wirkt auf mich sehr überheblich (wer frei von Sünde ist, der werfe den ersten Stein osä.). Wie im Strassenverkehr gibt es nun mehrere Massnahmen, die dem Tf HELFEN und ihn nicht wegwerfen (Fürsorgepflicht des Arbeitgebers: herausfinden, wieso das passiert ist, dann Unterstützung zur Lösung der Probleme anbieten).


    Wieder Pro-Bahn: Was für ein Ding bremst mich nach 2 (ZWEI) Minuten zum Stillstand? Ich glaube, ich hab da in den letzten Jahren irgendwas übersehen, ich kenne nur SIFA (5s-30s), PZB (sofort,nach 3s,überschreiten Prüf-Vmax) und LZB (ETCS lasse ich mal aussenn vor), aer nix nach 2 Minuten. Zeigt mal wieder, dass die keine Ahnung haben.


    Natürlich könnten die Aussagen auch von SPON falsch widergegeben worden sein. Positiv muss ich SPON aber zugestehen, dass die korrekten Berufsbezeichnungen verwendet wurden.


    Luna-D.

    Darkside : ich habe das eher so verstanden, dass vor Ort ein Kabelschaden vorliegt, nicht zwischen Signsl und Stellwerk. Seltsam ist allerdings, dass das A-Vsig in Warnstellung bleibt, dies dürfte keinen (nachvollziehbaren) Zusammenhang mit der 1000Hz-V-Überwachung des Zs3v haben.
    Nur Müll, diese ESTWs, dabei hat mir der Lst-ler noch entgegen gebrüllt, die hätten dort nur das beste verbaut (wir hatten durch die Messachsen zwei Büs in Störung gebracht, da behauptete der allen Ernstes, es läge am Fahrzeug. Nur doof, dass wir in RSTW-Bereichen keine Störungen oder Rotausleuchtungen hinterlassen, nur bei den ach-so-guten ESTWs XD ).


    Tatrafan : Danke für die Bestätigung meiner Vermutung, hab ich also doch nicht alles verlernt seit meinem Weggang von der Saussebahn. =^.^=

    MdE : also eine Langsamfahrstelle ist dort nicht eingerichtet worden, die Gleislage war einwandfrei bei unserer Messung. Es kann also nur PZB-bedingt sein, dass dort langsamer gefahren wird. Evtl kann Tatrafan etwas Licht ins Dunkel bringen, ich komme dort ja nur seeeeeehr selten entlang (und dann auch nur mit nem VT98/725). Als ich noch S-Bahn gefahren bin, gab es diese Schleichfahrt auch oft, meistens wenn die S2 von Dietzenbach später war (Vr0, dann mit 1000Hz+Wechselblinken mit 40 weiter, ab dem 500Hz mit 25, dann Hp1+Vr0 mit Wechselblinken 40 km/h bis an den Bahnsteig).


    Wie gesagt: für mich kommt nur eine PZB-bedingte Schleichfahrt in Betracht.

    Mir ist im Rahmen unserer Gleismessfahrt aufgefallen, dass der 1000Hz-Magnet am Einfahrvorsignal trotz Vr1 dauerscharf zu sein scheint (dort befindet sich auch ein Zs3v mit Kz 8, überwacht mittels GPÜ-V-Abhängig, dort dürfte das Problem liegen). Daraus resultierend muss man nach dem Halt am Hp Waldhof mit 40 km/h weiterfahren, bis der 1000Hz wieder erlischt, erst dann kann man sich ‘befreien‘ und mit den erlaubten 80km/h weiterfahren.

    Nur leider wird es keine Straßenbahn. Und das Höfchen würde als Haltestelle wegen der überlangen Züge entfallen!


    Wieso sollte die Hst Höfchen entfallen? An der derzeitigen Stelle ist die Hst dermassen deplaziert (viel zu eng für die vielen Fahrgäste und Linien), da war sie vor dem Theater wesentlich sinnvoller und dort würde ich die dann auch wieder aufbauen, da reicht der Platz definitiv für Stadtbahnen.



    Auch auf der Großen Bleiche macht mir dieser Stadtbahncharakter Sorgen: dort plant man mit Mittelbahnsteigen. Dass die Strecke also irgendwann noch für eine Erweiterung des Mainzer Straßenbahnnetzes dienen könnte ist so unmöglich.


    Mittelbahnsteige im Mainzer Netz sind wirklich sinnlos und kontraproduktiv, dann lieber die Große Bleiche zur Fussgängerzone machen und Seitenbahnsteige errichten, wobei ich den Laufweg über Höfchen bevorzuge.

    Wenn ich die Bilder richtig deute, muss die Entgleisung bereits vor der Weiche stattgefunden haben. Aufgrund der Gleisgeometrie schwenken die Gt6M-ZR dort ziemlich extrem aus, wenn man ein bisschen zu schnell ist, kann dies bereits genug Hebelwirkung erzeugen, um ein Drehgestell aus den Gleisen zu befördern. Die Weiche selbst wird in diesem Fall wohl eher als Stopper fungiert haben, weshalb die Masse schlagarrtig abgebremst wurde und die Wagenkässten sich so stark zusammengefaltet haben. Ob der kleine Fussüberweg, der an/kurz hinter dieser Stelle ist, zu der Entgleisung beigetragen hat, kann ich nicht beurteilen.

    Bei den Hinweisen auf die Inkompatibilität von Fahrzeugen unterschiedlicher Herstellungsjahre frage ich mich jedes Mal, wieso es in anderen Ländern diese Probleme offenbar nicht gibt (siehe insbesondere Japan, dort fahren extrem viele Züge mit unterschiedlichen Baujahren und Elektronikkomponenten in Traktion, ohne dass es Probleme gibt, hierzulande undenkbar).
    Aber immerhin: die HLB hat da mitgedacht und schon in weiser Voraussicht mehr Kapazitäten bestellt, was so bei den meisten EVUs nicht gemacht wird (könnte ja den Gewinn schmälern). Dafür gibt’s ein ‚Daumen hoch‘ von mir, auch wenn ich nicht wirklich ein Freund der HLBahn bin.

    Hexemer:


    Oder rekrutiert man die Mitarbeiter von den Unternehmen, die eine Ausschreibung nicht gewonnen haben und nun Personal "übrig" haben?


    Welches übriggebliebene Personal? Das wandert zur S-Bahn, denn dort ist ja Personalmangel, und viele Tf von DB Regio (Einsatzstelle Wiesbaden und Darmstadt) gehen nicht von der DB weg, erst recht nicht die ganzen Beamten, die ja überwiegend die RB75 derzeit noch fahren (da wäre man ja auch schön blöd, wenn man seinen Beamtenstatus freiwillig abgibt).


    Ich sehe jetzt schon die langen Gesichter, wenn die Betriebsübernahme in die Hose geht, wie in fast jedem 'Netz', dass an Private ging in der letzten Zeit (es gibt ja kaum geeignete Leute, die den Job machen könnten, geschweige denn WOLLEN). ;)

    Eine Führung via Wiesbaden Ost ist zudem dem Problem ausgesetzt, dass die HLB dort die Straße (und somit auch die Gleise der CB) gekreuzt werden müssen, also 15kV Wechselstrom mit 600(?)V Gleichstrom. Die Führung durch Kalle-Albert wird somit die bevorzugte Varante werden (war da nicht auch mal was wegen Kreuzung Bahn/Tram, dass wäre so einfach nicht mehr zulassungsfähig).


    Die HLB hat definitiv vor, dort mit Oberleitung zu bauen

    Das Stillstandsmanagement könnte welche haben.
    Die dürfen aber nicht auf die Stammstrecke. Eine LZB Nachrüstung halte ich für illusorisch.


    Keine Ahnung, wie groß sie Reserve in München ist. Steht vielleicht sowieso eine größere Revision an?


    Aus gut unterrichteten Kreisen wurde verlautbart, dass (alle?) 420er in München mit LZB ausgestattet werden sollen, da ohne diese die geplanten Netzerweiterungen/Verdichtungen nicht möglich wäre.
    Mehr darf ich momentan auch nicht verraten, aber soweit mir bekannt, gab es darüber bereits auf DSO einen Thread mit einer Meldung der S-Bahn München.


    Auch hier im Forum wurde es gepostet, man muss allerdings etwas scrollen und lesen: FNF


    ...
    Die Gafahren anderer verbotener Dinge wie z.B. Fahrradfahren auf dem Bahnsteig, ungebremste Kinderwagen auf abschüssigen Bahnsteigen, oder auf der Bahnsteigkante sitzen versteht der Großteil der Beförderungsfälle auch ohne ausdrückliche Warnhinweise.


    Da muss ich leider widersprechen. Ein Großteil der radfahrenden Kundschaft ist unfähig, einen Bahnsteig von einem Radweg zu unterscheiden, und werden gerne mal ausfallend, nachdem man ihnen freundlich die Hausordnung vorgelesen hat bzw. ignorieren grundsätzlich ALLE Anweisungen vom Zugpersonal (13 Jahre S-Bahn und auch jetzt im Rheintal erlebte und erlebe ich täglich dieses Verhalten). Viele Jugendliche sitzen auf der Bahnsteigkante und sind dermaßen Beratungsresitent und werden frech wenn man sie darauf hinweist, bis es mal wieder zu nem Unfall kommt (an dem ja die Bahn eh immer schuld ist). Mit Ballons ist es genauso, es wird von den Menschen bagatellisiert, gerät aber dann mal ein Ballon in die Oberleitung, sind alle gaaaanz unwissend und total überrascht, dass die physikalischen Gesetze weiterhin gültig sind. XD


    Und was die Kinderwagen angeht: wenn ich sehe, wie doof sich manche anstellen mit nem Kinderwagen in den Zug einzusteigen...dazu noch, wie oft ich bereits wegrollende Wagen gesehen habe...ohne viele andere, die ihr Hirn noch benutzen können, gäbe es viel mehr Tote. (Ich hab keine Kinder, trotzdem weiß ich, dass ich bei niedrigem Bahnsteig und hohem Fahrzeug nicht vorwärts einzusteigen versuche, denn physikalisch bedingt ist das nicht möglich, ohne alles aus dem Wagen fallen zu sehen. Auch wenn Hilfe angeboten wird, machen es die meisten falsch: während derjenige im Zug seinen Rücken kaputt macht weil er/sie sehr tief sich bücken muss, fällt dem/der anderen alles ins Gesicht was unten im Wagen liegt, weil die Arme nicht lang genug sind um den Wagen horizontal nach oben zu halten.).

    Außerhalb der S-Bahn tut sich da ja durchaus was... Zwischen Mainz und Ludwigshafen gibt es soweit ich das gesehen habe eientlich nur noch in Frankenthal und Worms H-Tafeln.
    ...


    Ich kenne aktuell nur zwei Strecken, an denen H-Tafeln durch die Hinweistafeln ersetzt wurden: Mainz-Mannheim (das sagtest du bereits) und Ingolstadt-München (ohne Gewähr, da ich dort nur als Gz durch fahre). Ansonsten kann ich mich an keine andere Strecke in der südlichen Hälfte Deutschlands erinnern (kann mich da aber irren). Ich finde es halt sehr bedenklich, wenn man knapp 10 Jahre nicht in der Lage oder willens ist, da mal was zu ändern, wie ist es dann erst mit wichtigen Dingen (die ja auch oft genug vernachlässigt werden)?

    Soweit ich mitbekommen habe, sollen generell die H-Tafeln pro Bahnsteig reduziert werden, und stattdessen mehr Hinweistafeln (mit nur der Zuglänge) aufgestellt werden. In diesem Zuge könnte es (zumindest im Bereich DB Netz) ja positionelle Verbesserungen geben. Vielleicht mag das ja einer der diensthabenden Foren-Tfs bestätigen und/oder näher erläutern :)


    Eine Never ending story...bereits vor etwa 8-10 Jahren wurde von der DB kolportiert, dass H-Tafeln durch reine Hinweistafeln ersetzt werden sollen, seitdem hat sich aber nichts getan, eher wurde es sogar schlimmer als vorher. Erst wenn die ersten H-Tafeln ersetzt wurden durch die Hinweise, glaube ich der DB wieder.