Beiträge von tohoku91

    Gerade bei der Linie 551 ist das tatsächlich auch sehr problematisch. Auf dem Abschnitt zwischen Offenbach und F-Fechenheim hat die Linie eher einen städtischen Charakter und spätestens in Fechenheim vermisst man die dritte Tür. Vor allem wenn noch Reisende mit Kinderwagen oder Rollator einsteigen dauert der Fahrgastwechsel sehr lang und die Linie häuft auf dem Abschnitt oft Verspätungen auf.

    Ich bin gespannt, was bei der Studie raus kommen wird. Bei einer Info-Veranstaltung zum NVP der Stadt waren schon erste Relationen ersichtlich. Von der Mühlheimer Straße am Ostrand von Bürgel vorbei mit Endpunkt an der Hans-Böckler-Siedlung. Finanziell wird die Stadt natürlich auf Förderung durch Bund und Land angewiesen sein. Da das Thema ÖPNV ja politisch zur Zeit Aufwind erfährt ist die (Wieder-)Einführung der Straßenbahn vielleicht nicht ganz so unrealistisch. (Auch ohne Eingemeindung) Da von Frankfurter Seite auf jeden Fall der Brückenschlag zwischen Fechenheim und OF gewünscht ist, wäre die Nähe zum Betriebshof Ost auch ein Vorteil.

    Für die Chipkarten gibt es mit dem eTicket Deutschland doch schon länger einen verbundübergreifenden Standard. Diesen für das 49€ zu nutzen, müsste doch möglich sein.


    Nachtrag: Beim VDV eTicket scheint man sich sogar schon auf die Einführung vorbereiten zu wollen (siehe Pressemitteilung)

    Die Theodor-Heuss-Schule und die Käthe-Kollwitz-Schule sind auch nicht gut mit einer halbstündlich verkehrenden 107 angebunden.


    Einerseits finde ich die Idee mit der Expressbuslinie gut, aber sollte man sich nicht eher auch mal um den schienenlosen Süden der Stadt mit Expresslinien beschäftigen?


    Die Linie wird wohl auch erst in Betrieb gehen, wenn die besagten Schulen zusätzlich auch wieder von der Linie 106 angefahren werden. Ich finde die Idee von Expressverbindungen zu den Hauptverkehrszeiten eigentlich auch gut. So ergeben sich einfach mehr Direktverbindungen.


    Vielleicht kommen ja irgendwann auch mal Metrobuslinien in OF (Thema höherwertiges ÖV-Mittel) die Linie 101 würde sich dafür ja anbieten und erfüllt ja teilweise schon die Kriterien.

    Und ob die Führung zwischen Hauptbahnhof und Ostbahhof so der Renner ist?


    Man möchte damit hauptsächlich das Polizeipräsidium und den Offenbacher Süden besser an den Hauptbahnhof anbinden. Generell ist das Präsidium allein mit der Linie 107 nicht optimal an den ÖPNV angeschlossen, demgegenüber steht ja ein großes Fahrgastpotential, da Landesbedienstete ja das Landesticket erhalten.

    Was ist der Anlass?

    Das wäre ja sehr erfreulich aber was hat sich am zu niedrigen Fahrgastpotenzial geändert?

    So weit ins Detail sind sie bei der Veranstaltung gar nicht gegangen, es war nur die Rede von Mainuferlinie und die entsprechenden Liniennummern wurden genannt, da war ich aber nicht so aufmerksam, da es den Offenbacher NVP ja nicht direkt betrifft. Das wäre wohl erst der Fall wenn solche Planungen in Frankfurt konkreter werden würden.

    Wäre als "Vorlaufbetrieb" zur Straßenbahn, oder "Test", nicht eine Verlängerung der Linie 41 oder 44 zur Offenbacher Stadtgrenze sinnvoll?

    Auch dazu wurde am Rande erwähnt, dass die Stadt Frankfurt die Widereinführung der Mainuferbusline in Sachsenhausen untersucht und eine Weiterführung über Offenbach-Kaiserlei hinaus via Hafenallee nach Fechenheim berücksichtigt hat. Konkretes gab es dazu aber leider nicht, klang eher vage und wird auch nicht Bestandteil des Offenbacher NVPs. Sollten jedoch die Tarifgrenzen durch eine Nachfolge des 9€ Tickets fallen, wird eine solche Verbindung noch mehr Potential haben.

    tohoku91 Danke für die kurze Zusammenfassung. Das klingt tatsächlich sehr interessant, wenn es diese Ideen in den neuen NVP schaffen. Wurde auf der Veranstaltung auch nochmal etwas zur Online-Bürgerbeteiligung gesagt, die im Herbst 2020 stattfand?

    Ja, in der Präsentation wurde auch darauf eingegangen, der größte Wunsch der Teilnehmenden war wohl die Wiedereinführung der Straßenbahn. Die Details sind auf jeden Fall auch in der Folie enthalten, die sicher bald online geht.



    Klingt ja erstmal toll aber wie will OF das finanzieren wenn man aktuell ganze Linien aus Kostengründen streicht?

    Die traurige Realität ist leider, dass zum Fahrplanwechsel 2021/22 einen Schritt nach vorn und zum 04.07. zwei zurück gegangen wurde.

    Wann es gelingt, vom gedeckelten Nahverkehr zurück zur Normalversorgung kommen ist leider nicht abzusehen. In Offenbach wird jedoch verhandelt und auf höhere Regionalisierungsmittel gehofft. Außerdem wird auch die Stadt selbst wieder mehr Mittel für den Nahverkehr aufwenden und es wird versucht, durch Linienbeschleunigung Einspareffekte zu erzielen.

    Neues aus Offenbach gibt es im Zuge einer Info-Veranstaltung zum neuen Nahverkehrsplan der Stadt (2023-2027) zu berichten.

    Dort wurden ein paar Elemente des Entwurfs zum NVP vorgestellt und Bürger*innen hatten noch einmal die Gelegenheit sich zu beteiligen.


    Quintessenz war, dass man sich schnell wieder vom aktuellen Sparkonzept verabschieden will und (sobald finanzierbar) das Angebot vor dem 04.07.2022 widerherstellen und weiterentwickeln möchte.


    Neue Ansätze sind:


    Einrichtung einer Expressbuslinie auf der Relation Rumpenheim - Mainzer Ring - OF Ost - Polizeipräsidium - OF Hbf (Bedienung Mo-Fr im T15 zwischen ca. 6:30-9:30 sowie 15:30-18:30 Uhr)


    Einrichtung eines Nachtbusangebots in den Wochenendnächten sowie vor Feiertagen auf Grundlage des Silvesterfahrplans (Bedienungszeiten zwischen ca. 2-4 Uhr auf den Linien 1N, 2N und 5N; zudem soll die Taktlücke am Sonntagmorgen geschlossen werden und ab ca. 4:30 bis 8 Uhr die Linien 101-106 sowie 108 stündlich fahren.)


    Darüber hinaus wurde auch die Einrichtung eines höherwertigen ÖV-Systems in OF erwähnt und auf die aktuell laufende Machbarkeitsstudie der Stadt Frankfurt verwiesen. Hierbei wurde erwähnt, dass die Stadt Frankfurt vor allem ein Interesse daran hat, Fechenheim und Oberrad besser miteinander zu verbinden.


    Das war eine Zusammenfassung der meiner Ansicht nach wichtigsten Punkte, die komplette Präsentation wird wohl bald auf der Internetseite der Stadt Offenbach veröffentlicht werden. Dort sind auch Karten und Pläne zu sehen.

    Der ICE-L soll aber auch auf 300 km/h aufrüstbar sein.


    Ich denke, der Einsatzzweck und Ausstattung bzw. Leistung macht ein Angebot aus. Es wird immer Fahrzeuge geben, die nur einen Zweck erfüllen können (sollen) und welche, die gleich für mehrere Zwecke verwendbar sind oder extra so produziert werden.

    Das habe ich noch gar nicht mitbekommen. Auf jeden Fall spannend! Talgo bietet ja auch Triefköpfe an, die für höhere Geschwindigkeiten ausgelegt sind.

    Aber eben genau die Preise sind es, die ja wirklich und für alle sichtbar unterschiedlich sind. Wenn die Bahn lange ankündigt, endlich neue Züge nach Westerland schicken zu können, und immer wieder verspricht, dass diese dann InterCitys bleiben, ist es schon doof, wenn es dann ICEs werden.

    So sehe ich das auch. Vielleicht sollte man jede Linie einzeln bewerten und Fahrtzeit sowie zurückgelegte Kilometer betrachten und dann als IC oder ICE einstufen. Welches Rollmaterial eingesetzt wird, ist den Reisenden wohl tatsächlich egal. In der Schweiz werden IR- und IC-Linien ja auch mit dem selben Rollmaterial bedient. Die Linie nach Wien z.B. wo die Züge höchstens mal 200 fahren, überwiegend aber mit 130 km/h durch die Landschaft dümpeln würde ich nicht als ICE Linie sehen, egal ob nun ICE T oder ICE 4 Züge eingesetzt werden.


    Der Zug von Talgo bietet mit dem Niederflureinstieg natürlich Vorteile, von der DSB sind ja ähnliche Wagen bestellt worden (Die wohl als EuroCity verkehren werden) auch Siemens bietet mit dem Viaggio Next Level ja bald Reisezüge mit Niederflureinstieg an (Wenn auch diese auf einzelne Wagen begrenzt sind). Bin gespannt, wie das in Zukunft bei den 300 km/h+ Zügen umgesetzt wird.

    Die Entscheidung ist schon 1999 gefallen, als die damals neuen Baureihen 411, 415 und 605 als ICE bezeichnet wurden (ICE-T7, ICE-T5, ICE-TD), bei Maximalgeschwindigkeiten von 230 km/h (411 und 415) bzw 200 km/h (605).

    Seitdem gab es auch ICEs mit Höchstgeschwindigkeit 220 km/h: die Metropolitan-Garnitur, und der Railjet fährt auch in Deutschland als Produktklasse A mit seiner Höchstgeschwindigkeit von 230 km/h.

    Ja, sehe ich genau so. Man bewegt sich in Richtung Fernverkehr = ICE. Wir haben also Fahrzeuge, die eher auf InterCity Niveau sind im ICE Verkehr und Regionalzüge im InterCity Verkehr. Die Produktgestaltung ist etwas fragwürdig.

    Der ICE-L soll abseits der Rennstrecken verkehren und die SFS nur abschnittsweise befahren (z.B. Kassel - Hannover). Da reichen 230 km/h locker aus. In den Niederlanden kann der ICE-L gerade mal mit 140 km/h operieren. Stichwort Strecken Vmax. Selbiges gilt für Hamburg-Niebüll-Westerland/Dagebüll.

    Ich glaube das Problem ist weniger die Höchstgeschwindigkeit des Zuges, sondern dessen Bezeichnung als ICE. Was hätte dagegen gesprochen den Zug als Eurocity oder Intercity zu vermarkten? Mit solchen Aktionen wird der ICE als Hochgeschwindigkeitszug irgendwie deklassiert.


    Es scheint ja lukrativ zu sein, ICE Zuschläge für neue Züge zu verlangen, wenn es den Reisenden aber zeitlich am Ende keinen Vorteil bietet sehe ich das Recht kritisch. Komfortabel sind auch die alten IC Wagen.

    Gut, wenn Du solche Angebote zum Vergleich nimmst, dann aber bitte auch beim RMV das Jahr 2022 ansetzen. Und da würden die 6 km in Deinem Beispiel per Smarttarif 3,80 kosten.

    Der Smart Tarif steht aber auch im Jahr 2022 nur einem begrenzten Nutzerkreis zur Verfügung (limitiert auf 30.000 Plätze). Die Angebote in der DB App sind ohne weiteres von jedem nutzbar. Also nein, den beziehe ich hier nicht ein.


    Aber ein weiteres tolles Beispiel wie wenig kundenorientiert und intransparent die Preisgestaltung des RMV ist.

    Selbst wenn der erste Satz stimmte (not taking any sides here), ist der zweite davon nicht richtig. Wer von Fechenheim nach Offenbach pendelt, für diejenige wird die Fahrt nach Oberrad deutlich attraktiver. Wer als Schüler*in, Bedienstete*r des Landes oder Student*in sowieso ein Ticket hat, für diejenige ist es attraktiv.


    Und letzten Endes: Tarifstrukturen sind nicht in Stein gemeißelt. Wegen ungünstiger heutiger Tarife nicht in die Zukunft zu investieren, lässt viel Intelligenz ungenutzt.

    Ich habe selbst ein Landesticket Hessen und nutze sehr gerne den ÖPNV. Für viele Leute in meinem Verwandten- bzw Freundeskreis kommt der Nahverkehr in der Regel jedoch nicht in Frage. Mein Bruder zum Beispiel fährt von Offenbach zum Zahnarzt nach Sachsenhausen mit dem Auto, weil es halt eh da steht und es somit günstiger ist (er fährt ja nicht regelmäßig nach Frankfurt) auch in die Innenstadt würde er das Auto nehmen und im Parkhaus parken. Nun haben wir zur Zeit das 9€ Ticket und was passiert? Statt mit dem Auto erledigt er in Frankfurt alles mit Bus und Bahn und findet es sogar angenehmer. Er würde also bei einem attraktiveren Angebot nicht auf die Idee kommen, mit dem Auto nach Frankfurt zu fahren. Er erzählte mir auch Mal, zu zweit sei es günstiger gewesen mit einem ShareNow Fahrzeug nach Frankfurt zu fahren, weil es an der Hauptwache wohl eine Station für deren Autos gäbe.


    Natürlich sind die Tarife nicht in Stein gemeißelt aber der RMV ist nicht dafür bekannt Zugeständnisse an Reisende zu machen. Ich hoffe wirklich sehr, dass RMV und NVV aufgelöst und langfristig von einer hessenweiten Nachfolgeorganisation abgelöst werden.