Beiträge von tohoku91

    Die Bildschirme hätten ja noch einen weiteren Vorteil. In Offenbach hat man ja viel in die Echtzeitfahrplandaten investiert. Bisher sind aber nur wenige Haltestellen mit DFI ausgestattet. Mit Bildschirmen innerhalb der Busse könnte man z.B. bereits im Bus über Anschlüsse an der nächsten Haltestelle informieren. In der Schweiz habe ich das schon öfter gesehen.

    Bin heute schon mitgefahren. Finde die neuen Sitzmuster ganz gelungen. Gibt es eigentlich auch Pläne die Fahrgastinformation in den Bussen zu erneuern, bzw. die kleinen Anzeigen durch Bildschirme zu ersetzen?

    Habe es eben in großer Hektik war genommen, als ich meine S-Bahn noch erwischen wollte. Kann es sein, dass es nach jahrelanger Stille wieder automatische Ansagen im Offenbacher Tunnel gibt? Die Ansage kam als der Zug bereits ein fuhr, es war auf jeden Fall die selbe Stimme wie in Frankfurt.

    Ich kenne das Gewerbegebiet am Kaiserlei fast gar nicht (obwohl ich Oberrad kenne und den Kaiserleikreisel selbst). Ich könnte höchstens aufgrund des Satellitenbildes einschätzen, welches Fahrgastpotential durch dort arbeitende Personen besteht. Und das ist mir als Beurteilungsmaßstab dann doch zu dünn. Es scheint mir übrigens ein Gewerbegebiet und kein Industriegebiet zu sein. Aber auch das ist nur eine Vermutung. Also: Welche Firmen? Wie viele Arbeitsplätze insgesamt?


    Es ist ein Gewerbe- und kein Industriegebiet.
    Unter Anderen befindet sich dort die Europazentrale von Hyundai, die zur Zeit erweitert wird.
    Weitere wichtige Arbeitgeber sind:


    Siemens Energy Sector
    AREVA NP
    Frankfurter Sparkasse (Sparkassen Informatik)
    Landesbank Hessen-Thüringen (Girozentrale)
    BHF Bank
    CreditPlus Bank
    Frankfurter Fondsbank
    LBS Hessen-Thüringen
    Honeywell Deutschland


    außerdem noch viele kleinere Dienstleistungsunternehmen und Hotels.
    Demnächst auch noch weitere Unternehmen auf dem frankfurter Teil des Kaiserleis (u.A. Mercedes-Benz) und demnächst eine große Multifunktionshalle für Großveranstalltungen.

    Im Frankfurt-Offenbacher Kontext ist zusätzlich das große wirtschaftliche Ungleichgewicht zu berücksichtigten, welches die Offenbacher immer befürchten lässt, dass gemeindeübergreifende Projekte zu ihren Lasten gehen. Wenn schon die neue Osthafenbrücke und das EKZ Honselldreieck die Offenbacher um den Abfluss ihrer Kaufkraft fürchten lässt, gilt das natürlich ebenso gut für verbesserte Verkehrsverbindungen von und nach Frankfurt.

    Um die Verwirklichung des EKZ Honselldreieck steht es ja ohnehin nicht gut, da man auch in Frankfurt Bedenken hat. Im Regionalen Flächennutzungsplan ist zudem keine solch große Konzentration an Einzelhandel an dieser Stelle vorgesehen.


    Offenbach ist halt näher am Frankfurter Stadtzentrum als viele Frankfurter Stadtteile von daher gibt es nur noch die tarifliche Barriere, die eine größere Abwanderung von Kundschaft nach Frankfurt abhält. Mal sehen wie sich das entwickelt, wenn es die neuen RMV Tarife gibt.


    Andererseits würde es sich dann auch wieder für Oberräder und Fechenheimer lohnen in die nähere Offenbacher Innenstadt zu fahren.
    Ich würde momentan als Oberräder jedenfalls keine 4,25€ zahlen um in Offenbach einkaufen zu gehen, auch wenn es näher ist.

    Das Offenbach durch die S-Bahn ausreichend versorgt ist bezweifelt auch niemand.
    Wäre Offenbach gut genug an die nordöstlichen Stadtteile Frankfurts angebunden wäre nicht die RTO angedacht worden.
    "Straßenbahnwürdig" wäre die gesamte Linie 101 von Rumpenheim bis Bieber. Wird es aber alles nicht geben.
    Im übrigen stand die Bezeichnung "Stadtkreis" für lange Zeit an den Ortsschildern der Wiesbadener Stadtteile.

    Warum man Wiesbaden nicht mit Offenbach vergleichen kann? Wiesbaden hat mehr als doppelt so viele Einwohner wie Offenbach und ist mit 203 km² flächenmäßig mehr als vier Mal so groß wie Offenbach (45 km²; zum Vergleich: Frankfurt: 248 km²). Offenbach ist von Fläche und Einwohnerzahl her etwa genauso groß wie der Frankfurter Ortsbezirk 6 (= Höchst Unterliederbach, Sossenheim, Nied, Griesheim, Schwanheim, Sindlingen und Zeilsheim mit rd.120.000 EW)
    Wollte man jetzt noch die wirtschaftlichen Faktoren (z.B. Gewerbesteueraufkommen, Kaufkraft) vergleichen, würde vollends klar, dass ein Vergleich in jeder Beziehung hinkt.


    Wiesbaden steht einwohnermäßig eher im Bereich von Aachen, Augsburg, Münster Mannheim, Karlsruhe. Dagegen Offenbach eher in der Größenklasse von Heilbronn, Göttingen, Ulm und Wolfsburg, also schon deutlich kleiner.

    Man muss sich aber die Bevölkerungsdichte ansehen, die ist in Offenbach mehr als doppelt so hoch wie in Wiesbaden. Offenbach ist eine kompakte Großstadt im Zentrum des Ballungsraums Wiesbaden dagegen ein Stadtkreis, mit vielen Außen liegenden Stadtteilen, die einen eher dörflichen Charakter aufweisen. Das hätte man natürlich auch in Offenbach machen können, hätte man Kreis und Stadt zusammen gelegt. Dann hätte Offenbach etwas mehr als 460.000 Einwohner und wäre von der Fläche her nicht mal viel größer als Wiesbaden. Was die Kaufkraft angeht, natürlich ist die in Offenbach geringer, liegt aber auch daran, dass es als Oberzentrum viel mehr Konkurrenz hat als Wiesbaden, das ziemlich für sich allein steht.

    Wieso sollte man Wiesbaden nicht mit OF vergleichen können? So groß ist Wiesbaden jetzt auch nicht.
    Nahverkehrstechnisch hat Offenbach mit dem City-Tunnel durch aus Großstädtischere Verkehrsbauwerke zu bieten.
    Außerdem geht es ja nicht darum, ein Städtisches Straßenbahnnetz aufzubauen, sondern die Verbindungen zwischen OF und FFM zu verbessern.


    Von einer Verlängerung der Straßenbahn zum Kaiserlei würden ja auch eher Oberräder profitieren, Offenbacher eher weniger.


    Würde man die Straßenbahn auf der Frankfurter Seite des Grenzgrabens zum Osteingang der S-Bahn Station verlängern hätte das mit Sicherheit einen Mehrwert gegenüber dem Ende an der Stadtgrenze.
    Dort hätte man nicht nur Anschluss an die S-Bahn, sondern auch an die Buslinie 103 in Richtung Bornheim.
    Eine solche Verbindung könnte auch komplett auf Frankfurter Gemarkung entstehen und Offenbach müsste nur den Fußweg von der Haltestelle zur Berliner Straße finanzieren.

    Alf_H:
    Für wen? Der Oberräder Bürger kann genau so gut mit der bestehenden Bim zum Mühlberg fahren, wenn er die S-Bahn nuten möchte.
    Klar wäre eine Wiederauferstehung der Bim in OF eine feine Sache, aber wohl recht unrealistisch, wie Alf_H ausführt.

    Es wäre für die Oberräder praktisch, die mit der S-Bahn weiter in Richtung Osten fahren wollen, weil man nicht wieder "zurück" zum Mühlberg müsste.


    Wird diese nicht neu gebaut??? Oder wie ist da der aktuelle Stand? Anyway, eine Bim Trasse wäre da wohl eh nicht eingeplant. :(

    Ja die wird gerade neu gebaut.


    Ich fände die Verbindung zwischen den beiden Enden an der Stadtgrenze und der Schießhüttenstraße ganz interessant. So könnte man eine richtige Ringlinie, ähnlich dem Verlauf der Nachtbusse schaffen.


    Eine weitere Überlegung wäre die Verlängerung von Oberrad zum Kaiserlei, weiter über die Kaiserleibrücke zum Ratswegkreisel und von da nach Bornheim. dadurch könnte sich die Stadt Offenbach das letzte Stück der Linie 103 sparen und die Oberräder hätten eine direkte Verbindung nach Bornheim, sogar zum Frankfurter Tarif.


    Allgemein finde ich, dass es kaum gute Verbindungen zwischen OF und den östlichen Stadtteilen von Frankfurt gibt. Ich musste mal eine Zeit lang im Riederwald zur Berufsschule. Die RMV Auskunft hat meistens die Verbindung mit der U-Bahn zur Konstablerwache und dann mit der S-Bahn nach OF als schnellste Möglichkeit angezeigt, weil die Busse in dem Bereich einfach so selten fahren.

    Eine weitere S-Bahn Verbindung zwischen Frankfurt und Offenbach finde ich nicht wirklich notwendig.
    Von Offenbach aus ist Frankfurt wohl das am besten zu erreichende Ziel.
    Ich fände eine direkte Verbindung zwischen Hanau und Darmstadt über OF Hbf, Ffm Süd und Langen praktischer. Es ist ziemlich nervig immer in Frankfurt umsteigen zu müssen.

    Zitat

    Original von Railroader
    Es ist ja beinahe unmöglich, in der Nacht von Offenbach nach Frankfurt zu kommen.


    Wenn man im Zentrum von Offenbach wohnt kommt man doch sehr gut nach Frankfurt oder zurück. Die Linien n62 und n63 fahren schließlich nicht nur am Wochenende, sondern jede Nacht zwischen F und OF.
    Und bald soll ja auch die n61 jede Nacht zwischen Frankfurt und Offenbach Ost fahren. ich kann mich was das angeht nicht beklagen.

    Zitat

    Original von 420 281-8
    Nach meinem Verständnis sind "Sicherheit" und "Qualität" zwei verschiedene Paar Schuhe (Beispiel: Der Ausfall der Klimaanlagen im ICE ist ein qualitativer Mangel, jedoch ist er nicht sicherheitsrelevant).


    Dann siehst du das anders. Für mich Zählen Radreifen und Achsen auf jeden Fall zum sicherheitsrelevanten Bereich.


    Aber gut, das hat mit Elektrobussen nichts zu tun.
    Nur dieses ständige "Alles Deutsche ist gut und alles aus Asien ist schlecht" finde ich nervig. Man sollte auch mal offen für Neues sein.

    Zitat

    Original von Colaholiker
    Dabei muß man aber die Frage stellen, ob bei der Konstruktion und Entwicklung der busse das Augenmerk auf das Crashverhalten gelegt wurde, wie in der "westlichen Welt", oder ob das Augenmerk einfach nur darauf lag, möglichst schnell, möglichst billig möglichst technisch zuverlässige Busse (im Sinne von Durchhaltevermögen) zu produzieren


    "Westliche Welt"? na ja gut, zählen wir Japan und Südkorea einfach mal zur westlichen Welt dazu, dann passt es.
    Aber ich glaube auch in deutschland wird nicht immer so viel Wert auf Sicherheit gelegt,
    Der Pannenzug ICE zeigt ja deutlich wie wenig Qualität tatsächlich dahinter steht.
    Am Ende wird die Erfahrung zeigen wie sich die Busse schlagen und ich denke man sollte nicht vorab urteilen.

    Zitat

    Original von Combino
    Wie sieht es mit der Qualität und der Wartung der Busse aus? Haben sich die "Förderer" auch darüber ausreichend informiert? Und wohl der wichtigste Punkt: Wie ist es um die Sicherheit der Fahrgäste bestellt?


    Ob das deutsche Modell von Cobus oder der China-Bus besser ist wird sich ja bald zeigen.
    Aber zum Thema Fahrgastsicherheit nehme ich an, dass auch die "Plagiate" durch den TÜV müssen und eine Zulassung zur Personenbeförderung benötigen.

    Zitat

    Original von Combino
    Muss man deiner Meinung nach wohl als "Hommage" an den deutschen Verkaufsschlager verstehen.


    Ich meinte eigentlich nur den Elektrobus (K9) die anderen sehen den deutschen Modellen schon sehr ähnlich.


    Zitat

    Original von Combino
    Wenn man in Deutschland wirkliches Interesse an Elektrobussen hätte, würde zwei Drähte gespannt und Oberleitungsbusse auf die Straße geschickt werden. Aber das will man ja nicht.


    Ich glaube viele Städte scheuen den großen Aufwand, die entsprechende Infrastruktur aufzubauen oder sind der Meinung, dass Oberleitungen das Stadtbild stören könnten.
    Elektrobusse sind da natürlich die einfachere Lösung.


    Auf jeden Fall hat man mit den Bussen von KYD eine bessere Wahl getroffen als in Offenbach. Der vom (deutschen) Hersteller Cobus hergestellte Bus ist eher alltagsuntauglich und die lange Ladezeit wird von den meisten anderen Modellen auch unterboten.
    Mitsubishi arbeitet gerade an einem elektrischen Großlinienbus der nur 10 Minuten Ladezeit haben soll. Mal sehen was in Zukunft so kommt.

    Also ich finde es etwas übertrieben hier von Plagiaten zu sprechen.
    So eine große Ähnlichkeit kann ich jedenfalls nicht erkennen.
    Für die Deutschen Hersteller ist es natürlich ein Armutszeugnis, dass sie im Jahr 2011 noch keine Serienreifen Elektrobusse im Angebot haben.
    Auch in Südkorea sind inzwischen einige Elektrobusse im Einsatz.


    Die chinesische Version ist auf jedenfall besser als die alltagsuntaugliche Lösung von Cobus. (Linie 103)