Beiträge von weirouge

    Nein, in der Corona-Pandemie ist eine gute Durchlüftung durch Fensteröffnung gerade angezeigt.


    Der Rest ist mir zu pauschal:


    1. Dass irgendwo noch Sonderfahrpläne hängen, ist doch nicht tragisch. Informationsmedium Nr. 1 ist das Internet, gefolgt von den DFI-Anzeigern.


    2. Sonderfahrpläne sind jetzt da. Die Disposition ist hier sicher nicht einfach wegen des Umfangs des SEV. Und: Vier Tage im Voraus ist wohl ausreichend, niemand plant seine Fahrt im Nahverkehr Wochen vorher.


    3. Die Umleitung ist mit den vorgegebenen Fahrplankilometern sicherlich nicht anders möglich. Die verschiedenen Linienwege der 66 sind gar nicht so kompliziert, die Abweichungen beschränken sich schließlich auf Zornheim (ja oder nein), Gewerbegebiet Hechtsheim (ja oder nein) und die Fortführung in die Altstadt ab Mühldreieck (ja oder nein). Ergibt sich für jeden Fahrer ganz einfach aus seinem Kursblatt.


    4. Zurückzuführen auf verkehrliche Probleme durch absurd viele Baustellen während der Sommerferien.


    5. Einfach nachfragen! :)

    Meine Nichte fuhr von Wiesbaden auf den Großberg, früher konnte sie einfach an dem Hindenburgplatz umsteigen, heute kann sie dort nur noch in die 64 Umsteigen um direkt heimzukommen

    Das ist natürlich die absolute Höhe. Wieso steigt sie nicht immer noch am Hindenburgplatz in die 76 um? Die fährt auch hin.

    Und wie das vor dem Fahrplanwechsel mit einem Umstieg am Hindenburgplatz geklappt haben soll, kann ich nicht nachvollziehen.

    Ziel des Straßenbahnausbaus ist in erster Linie, Menschen zum Umsteigen vom PKW auf den ÖPNV zu bewegen. Die Einsparung von Buslinien ist wohl sekundäres Ziel; so viele Parallelverkehre gibt es auch gar nicht mehr. Die 66 ist wohl kaum noch ein Parallelverkehr, dient sie doch einer ganz anderen Erschließung als 50 und 53 (Verbindung Hechtsheim - Hechtsheimer Straße - Altstadt).

    Woran machst du konkret fest, dass der Nahverkehr „so vernachlässigt“ wird?


    Mehr geht finanziell (bislang) nicht. Die Stadt kann selbst nichts zuschießen (sonst würde die Kommunalaufsicht den Haushalt nicht genehmigen) und ist - wie gesagt - auf die übrigen Gewinne der MSW angewiesen.


    Und dass der neue Fahrplan Mist ist, ist Käse. Ich habe die MVG schon oft kritisiert, aber der Fahrplan ist ein echter Gewinn für diese Stadt. Da Mainz aber eine Stadt notorischer Motzer ist, wird wieder besonders laut geschrien, weil es wie auch immer geartete Änderungen gibt - nur der Änderung wegen.

    Bitte mal vergegenwärtigen, dass nicht die MVG den Nahverkehr macht und nach Gutdünken Fahrpläne strickt. Das ist alles kommunale Aufgabe, verankert im LNVG RLP.


    Es wird aufwärts gehen, Nahverkehr wird immer wichtiger - das hat auch der rheinland-pfälzische Gesetzgeber erkannt. Auch deswegen wird der eigenwirtschaftliche Verkehr der ORN enden.


    Der Gewinn bei den MSW und der Verlustausgleich bei der MVG hat viel weniger miteinander zu tun, als man denkt - hier geht es in erster Linie um Beihilfe- und Steuerrecht. Dieses Konstrukt wird enden, sobald die Stadt unmittelbar Gelder in den Nahverkehr stecken muss (weil Pflichtaufgabe). Derzeit ist die Aufgabenerfüllung freiwillig und nur deswegen machbar, weil die MSW so starke Gewinne erzielen.

    Der Rest - also das, was nicht als Verlustausgleich verwendet wird - fließt in Rücklagen und als Ausschüttung an die Stadt und steht im Haushalt der Stadt für andere, wichtige Aufgaben zur Verfügung.


    Klimaanlagen sind laut NVP übrigens verpflichtend und können auch von Herrn Erlhof nicht mehr nicht bestellt werden.

    Ich denke, dass die „katastrophalen Zustände“ der Umstellung geschuldet sind und sich von allein beheben werden.
    Der neue Fahrplan wurde ja von der Stadt als Aufgabenträgerin so vorgegeben mit dem neuen Nahverkehrsplan. Auch, dass die 66 alle 15 Minuten fährt.


    Wobei es dazu noch zu sagen ist, dass hier ja auch dadurch ein 7,5-Minuten-Takt zwischen Heiligkreuzweg und Schusterstraße entsteht.


    Ansonsten ist auch vieles Gewöhnungssache.

    Ein wirklicher Fortschritt und die endgültige Abkehr vom „Stammlinienkonzept“ (60/61, 62/63 etc.).


    Die neue Anbindung von Mombach ist super. Die 61 fährt ganztägig alle 15 Minuten, hinzu kommen zur HVZ die 60 und 63, die in der SVZ am Mombacher Tor enden. Zur HVZ für Mombach somit ein 7,5-Minuten-Takt. Spitze.


    Die 69 bedient künftig den Landwehrweg, indem sie von Hechtsheim kommend am Pariser Tor stets links abbiegt. Gemeinsam mit der 78 entsteht also auch hier ein 15-Minuten-Takt. Die 69 stellt mit der 67 ein Linienpaar dar. Die 67 fungiert entlang der Geschwister-Scholl-/Rheinhessenstraße künftig als „Expresslinie“ und lässt die Haltestellen Berliner Straße, Jägerhaus und Carl-Zeiss-Straße aus. An der Oberen Zahlbacher Straße hält sie auch nicht.


    Auch eine schöne Idee ist der Fahrtweg der 76, die von der Uniklinik kommend einen Schlenker über Hauptbahnhof West fährt.


    Gut für den Verkehrsfluss ist, dass künftig kein Bus mehr von der Großen Bleiche in die Bahnhofstraße abbiegt und umgekehrt.

    Naja. Anderswo wird Nahverkehr kostenlos, bei uns attraktiv. Da würde ich auch noch mehr Geld in die Hand nehmen, so begrenzt, wie du tust, ist es nicht - Daseinsvorsorge eben. Alles politischer Wille.

    Wobei sich der Mehrwert von „Neustadt“ und „Oberstadt“ mir nicht wirklich erschließt. Dann müsste man mit Fahrtziel Brückenplatz ja „Altstadt“ anzeigen - das dürfte wohl zu Verwirrungen führen.

    Eine Neuordnung der Liniennummern wäre aber angezeigt, um das alte Schema beizubehalten. 64/67 als Linienpaar wird niemand verstehen. Ebenso wenig 63/65.
    Für die Schwachverkehrslinien sollte man wie in Trier gesonderte Liniennummern einführen.

    Schade, dass bislang noch nichts durchgesickert ist.


    Die City-Bahn wird man in die Planungen nicht einbeziehen. Die Stadt Mainz mauert hier etwas, man sei nicht euphorisch etc., was ich ehrlich gesagt verstehen kann.


    Auf Dauer denke ich aber, dass die Umgestaltung eher zu Verwirrung führen wird und das Netz gerade nicht übersichtlicher macht. Aber wir werden sehen.
    Spontan fiel mir allerdings auf, dass diverse Endpunkte dann zur auslastungsschwächeren Zeit ähnlich wie in in Trier von einem Schwachlastzeitliniennetz aufgefangen werden könnten. Dass das Defizit höher wird, wird man wohl nicht zulassen.


    Wichtig wären meiner Meinung nach auch P+R-Parkhäuser und -decks, etwa am Mühldreieck, der VRM und am Europakreisel. Auch das ist Teil eines stimmigen Nahverkehrs.

    Eine App ähnlich der BVG Fahrinfo in Berlin. Umkompliziert und super schnell. Wer braucht heute noch Vorverkaufsstellen und den Verkauf beim Fahrer? Physische Tickets sind überflüssig.

    Pro Linie dürften grob überschlagen 1-2 Busse benötigt werden, außer man verringert die Takte auf den Außenästen (z.B. Hechtsheim - Laubenheim auf der 64 nur alle 30 Minuten).

    Nicht zwangsläufig. Es wurde ausdrücklich erwähnt, dass sich im Zusammenhang mit dieser Umstellung die Linienwege ändern würden, nicht aber die Fahrtstrecken. Hört sich für mich nach dem Tausch von Linienästen an.

    Ganz einfach, Marko: Einrichtungswagen sind - und das ist in Mainz das A und O - günstiger. Im Übrigen macht die Verwendung von Mittelbahnsteigen die Fahrzeugdisposition viel zu unflexibel, soll doch die MVG den gesamten Betrieb stemmen.
    In dem Zusammenhang verstehe ich ohnehin nicht, wieso die Citybahn mit 80-m-Zügen befahren werden soll, bloß weil man die Linie 6 ersetzen will. Die 6 hat man auch mit der Mainzelbahn ersetzt - und zwar mit 30-m-Zügen.