Beiträge von weirouge

    So ist es auch: Im jetzt verfügbaren Liniennetzplan fährt die 53 neben den Buslinien 6, 64, 65 und 78 vom Münsterplatz direkt zum Hauptbahnhof West. Die 52 hält weiterhin am Hauptbahnhof.

    Sind wir doch ehrlich: Über kurz oder lang wird man den ganzen Sonntag mit den Nachtlinien fahren. Ein 30-Minuten-Takt gilt auch auf den Taglinien und mit den Nachtlinien deckt man die Bereiche auch vollständig ab.

    Das wird es wohl an einigen Stellen noch geben. Ich könnte mir vorstellen, dass man es als Eigentümer einer Villa am Rosengarten auch nicht allzu gern sieht, wenn vor der eigenen Haustür eine Straßenbahn gebaut wird und dafür auch noch Parkplätze entfallen sollen.

    Aus der Beschlussvorlage ergeben sich übrigens noch zwei Aspekte:


    • Die Trasse Am Linsenberg hoch zur Universitätsmedizin soll auch vom Lerchenberg her angeschlossen werden. Das sei betrieblich wünschenswert.
    • Dass die MVG zahlreiche Einrichtungswagen hat, findet doch Erwähnung. Aus Flexibilitätsgründen seien deswegen Wendeschleifen gegenüber Stumpfendstellen vorzuziehen.

    Die Vorzugsvariante steht fest:

    Die Straßenbahntrasse soll am Hauptbahnhof West ausfädeln und bis zur Hechtsheimer Straße dem stadtauswärtigen Verlauf der heutigen Buslinie 62 folgen. Der bestehende Ast nach Hechtsheim wird dabei An der Philippsschanze gekreuzt (und hoffentlich mit Abbiegemöglichkeit in jede Richtung verknüpft).


    Ab der Hechtsheimer Straße geht es

    • geradeaus über Am Stiftswingert - Göttelmannstraße in den Heiligkreuzweg bis zur Max-Hufschmidt-Straße, wo über eine Blockumfahrung in Weber- und Heinrich-von-Brentano-Straße gewendet werden soll, und
    • rechts bis zum Weisenauer Weg und über die Frankenhöhe (Bodenheimer Straße - Am Hewwel - Am Kühborn) bis zu einer Wendeschleife an der Straße Zur Laubenheimer Höhe.

    Den Abschlussbericht vom 12. Mai hat die MVG bereits hier veröffentlicht, die AZ berichtet in ihrer heutigen Ausgabe.


    Die Trasse war in meinen Augen für alle drei Teilabschnitte die naheliegendste und bietet für viele Bereiche Möglichkeiten zur Aufwertung. Allein die Umgestaltung des Linsenbergs und die Anbindung der Unimedizin mit einer Haltestelle direkt auf dem Vorplatz ist es wert.


    Nicht ganz verstehe ich, warum man die Äste nicht nochmal verbindet und die Trasse von der Max-Hufschmidt-Straße bis zur Hechtsheimer Straße vorzieht. Das kann ja im weiteren Planungsprozess noch weitergedacht werden.

    Jetzt geht es ganz schnell: Die Straßenbahn auf die Frankenhöhe kommt laut MVG-Projektleiter definitiv, um ganze Buslinien ersetzen zu können. Ob über die Bodenheimer Straße und den Hewwel oder außenrum und über Am Kühborn, wird sich kurzfristig entscheiden. Der Interessenbeirat legt seine Empfehlung demnächst vor, der Stadtrat soll noch vor dem Sommer entscheiden, damit es dann in die Planfeststellung gehen kann, steht morgen in der AZ.


    Mega! Dann spricht ja doch viel für zwei neue Äste mit Gabelung am Stiftswingert.

    Ich würde auch behaupten, dass wir uns noch nicht so richtig trauen, die Straßenbahn als Hauptverkehrsmittel zu sehen. Am Mühldreieck befindet sich nach wie vor die einzige direkte Umsteigestation, dabei könnte man gerade in Finthen, Drais und auf dem Lerchenberg mächtig Bus-Kilometer einsparen, wenn man die Straßenbahn als Zubringer in die Stadt auffasst.

    Im Ratsinformationssystem der Stadt findet sich aktuell eine Beschlussvorlage für den Ausschuss für Mobilität am 22. April zur Änderung des der MVG erteilten Dienstleistungsauftrags. Danach soll - Zeitpunkt unbekannt - die Linie 78 auf dem Abschnitt Hauptbahnhof - Landwehrweg dauerhaft und samstags auf ihrem gesamten Verlauf eingestellt werden. Außerdem ist von einem Tausch der Endhaltestelle mit der Linie 71 (vermutlich in Finthen) die Rede. In den Liniensteckbriefen findet sich die Änderung aber nicht.



    Ja, Herr Erlhof erzählte anlässlich einer Sonderfahrt im Sommer, dass man die Gleise eigentlich für die Binger Straße bestellt hatte, man sie aber aus welchen Gründen auch immer dort nicht verbauen konnte, wohl aber für das Überholgleis in Hechtsheim. Daher lagern sie jetzt dort.

    Die 69 wird vor allem zu Weinfesten planmäßig mit Gelenkbussen befahren. Dann kann nur die Haltestelle Nackenheim/Bahnhof nicht angefahren werden.

    Zum Fahrplanwechsel im Dezember wird die neue Straßenbahnverbindung nicht fertig sein: AZ von heute


    Die Sperrung des Münsterplatzes wird aber pünktlich nächste Woche aufgehoben, dann folgt die Weichenverbindung auf der Alicenbrücke. Laut MVG kann die Weiche aber nicht auf dem Alicenplatz eingebaut werden, sondern es muss ein neues Gleis ab Hauptbahnhof West verlegt werden. Ab den Sommerferien gibt es daher auch Schienenersatzverkehr nach Bretzenheim und zum Lerchenberg: Projektseite

    Interessant zu sehen ist, dass im Übersichtsplan die Haltestelle Lindenmühle im einspurigen Abschnitt nur noch einen Bahnsteig erhält; weitere Detailplanungen konnte ich hierzu jedoch nicht sehen. Dies ist sicherlich effizienter und kostengünstiger, vor allem da die dort verkehrenden Bahnen sowieso über Türen auf beiden Seiten verfügen.

    Lindenmühle wird auch zuerst umgebaut: Artikel aus der AZ vom 10.04.25

    Gab es nach der hier im Ausgangsbeitrag verlinkten Markterkundung und der dann im März 2024 veröffentlichten Ausschreibungeigentlich eine Vergabe? Gelesen habe ich dazu bis auf die Spekulationen zu PESA nichts.