Beiträge von Hajü

    Heute um 14.38 Uhr ab Frankfurt nach Wiebelsbach nur ein VT, kann mir nicht vorstellen dass man hier planmäßig nur im Einzelbetrieb fährt. Das betrifft nun auch um 13.40 Uhr ab Wiebelsbach die RB 82 via Darmstadt Nord nach Frankfurt.

    Bin in letzter Zeit öfter mit VIAS gefahren. Eigentlich keine Fahrt verlief planmäßig. Itinos mit nur einem funktionstüchtigen Motor gibts zur Genüge, bei einigen Fahrzeugen (ich meine, es sind nur welche aus der ersten Lieferung) gibt es eine Reduzierung der Vmax auf 100 km/h. Ein kleines Hinweisschild (einlaminiert) liegt bei den betroffenen Fahrzeugen in den Führerständen aus. Auffällig ist, dass bei diesen VTs man fast jede Unebenheit im Oberbau gleich dreifach spürt, so ungefähr wie wenn die Luftfederung komplett ausser Betrieb ist. Bei Doppel- oder Dreifach-Traktion ist die Chance sehr groß, dass man mit 100 km/h über die ICE-Strecke zuckelt und natürlich Verspätung aufbaut.

    Fast zum Standart ist inzwischen die Einweisung von neuen TFs (oder evtl noch Ausbildungsfahrten) geworden. Beim RB 82 sieht man das fast bei jeder 2. Fahrt, 3 oder auch mal 4 Leute im Führerstand. Man merkt auch, wenn neue TFs am Werk sind. Verspätung ist vorprogrammiert, auch wenn beide Motoren in Betrieb sind und 140 km/h erlaubt. Da wird z. B. weit vor Seligenstadt schon deutlich abgebremst, dann nochmal beschleunigt und dann bereits ab dem Bahnübergang gehts im Fast-Schritttempo bis an den Bahnsteig. Die Frauenquote scheint man jedenfalls zu erfüllen ......

    Bei den Zugbegleitern merkt man, dass einige neue dabei sind und die oft die ganze Fahrt im hinteren Führerstand verbringen, nicht selten ist das Personal relativ pampig und wirkt genervt.

    Irgendwie bekommt man das Gefühl, dass es da wohl gerade drunter und drüber geht, Personal wechselt schneller als die Fusballtrainer bei Schalke 04 oder dem HSV. Ich möchte nicht wissen, wie es in der Michelstädter Werkstatt aussieht. Das könnte auch für den hohen Schadbestand der Fahrzeuge ein Zeichen sein.

    Viabus fährt momentan mit allem was noch auf dem Betriebshof steht und fahren kann. Über den Zustand der Busse muss man nichts mehr sagen. Die LC G (ex Bonifer) fahren auch abundan auf dem X19, genauso wie die Citaro G ex Wien. Die Scanias haben scheinbar teilweise Viabus schon verlassen. Sonst sah man die regelmäßig auf X64 und X19.

    Stärken und Schwächen mag eine Teillösung sein, aber die Zahl der Fahrzeuge ist schlichtweg zu gering. Es geht hier immerhin um den Verkehr zwischen Landeshauptstadt Wiesbaden und der Metropole Frankfurt. Sollte man auf die Idee kommen und dazu KISS anschaffen, dürfte aber ein Koppeln analog Koblenz-Luxemburg/Saarbrücken nicht möglich sein (unterschiedliche Bauserien).

    Das ist mal wieder ein perfektes Beispiel, wie man ÖPNV sparen und Fahrgäste vergraulen kann.


    Meiner Meinung nach wäre sogar ein Brechen der Linie in Wiesbaden eine gute Lösung, da in Wiesbaden viele Fahrgäste umsteigen. Frankfurt-Wiesbaden mit Dosto (Lok+Wagen oder Dosto-ET). Hier braucht es keine Beschleunigungswunder, selbst die 114 mit 140 km/h-Dostos sollte die Zeiten problemlos schaffen. Nördlich von Wiesbaden mit den ständigen kurzen Halteabständen machen dann die Flirts wieder Sinn. Dann hätte man dafür wenigstens genug Fahrzeuge.

    Die Flirts sind für Frankfurt - Wiesbaden schlichtweg zu klein, selbst in Doppeltraktion reichen die Plätze in der HVZ nicht (wenn man mal Corona aussen vor lässt, das dürfte sich auch wieder etwas normalisieren). Man darf nicht vergessen, dass ein nicht geringer Prozentsatz der Plätze aus Klappsitzen besteht, die für Fahrräder (davon gibt es nun mal nicht gerade wenige) entfallen. Zwar sind Radfahrer in der HVZ nicht gerade willkommen, aber für die Verkehrswende kann man gerade diese Fahrgäste nicht verprellen. Desiro HC z. B. wäre eine vernünftige Lösung.

    Möchte nicht wissen, wie es aussieht wenn die Flirts wieder zur HU müssen.

    Die Frage bleibt auch, ob die VIAS das personalmäßig überhaupt stemmen kann. Im Odenwald sieht man ständig neues Personal in der Ausbildung bzw Einweisung (erst am WE wieder erlebt). Die Frauenquote erhöht sich derzeit sehr stark. Aber mehr Personal wird es wegen der starken Fluktuation leider nicht. Wohin die Personale abwandern, erschliesst sich mir aber nach wie vor nicht.

    Hoffen wir mal, dass die Linien in der Region bleiben und nicht wieder irgendein Fremder hier mit Billigangebot versucht, das Bündel zu ergattern.


    Hatte gestern mal das Glück, mit Lyst im Gladenbacher Bündel zu fahren. Überzeugend geht anders. Der Fahrer telefonierte die ganze Fahrt via Handy (vermutlich Freisprecheinrichtung), konnte scheinbar nur ein paar Wortfetzen der deutschen Sprache und der Fahrstil glich ehr dem eines Formel 1-Fahrers.

    Die Innenanzeige war komplett offline und die Haltestellenansagen wurden von einem Kindergartenkind eingesprochen, unverständlicher geht es nicht.

    Die S415 LE business fahren auf allen S&R-Linien. Man sieht die auch regelmäßig unter der Woche in Aschaffenburg mit K/VAB-53 und K/VAB-54. Und .... bei S&R war ein MAN LC 12 im Test in den letzten Tagen. Das spätestens ist für mich der eindeutige Hinweis.

    Wenn aber die DB nicht mehr in der Heimat fährt, dann ist das heimatnäheste ja der Anbieter, der fährt. Ob dann ein Nicht-Wechsel besser ist als ein Wechsel, muss natürlich jeder selbst wissen.


    War bei der Ausschreibung aber nicht von Übernehmen inkl. "Betriebszugehörigkeitsvorteilen" die Rede?

    Ganz ist die DB Regio noch nicht weg vom Fenster. Der RE 30 wird gerade ausgeschrieben.....

    Möchte das Thema nochmal aufgreifen. Die HLB scheint wieder personalmäßig ein größeres Problem zu haben. Hanau - Aschaffenburg wurde heute nur im 2 Stunden-Takt bedient, obwohl hier schon ein Plantag wegfällt (RB 58 endet momentan in Aschaffenburg anstelle Laufach). Dazu kam noch, dass sämtliche RE 54/55 schon in Kahl verendeten dank Bauarbeiten in Hanau. Die RB 56 fällt momentan ebenfalls baustellenbedingt aus.

    Aber auch auf der RB 75 gab es in den letzten Tagen vermehrt Ausfälle.


    Da wundert mich dann wirklich, dass man der HLB den Mittelhessen-Express zutraut. Personalmäßig dürfte das eine größere Herausforderung werden zumal von den DB Regio wohl niemand freiwillig zur HLB wechselt.

    Wurde der 551er nicht einzeln aufgeschrieben sowie die ehm. 560?

    Der 551 wurde damals als Einzellinie ausgeschrieben (wenn man die n96 vernachlässigt). Inzwischen ist aber die X97 in das "Bündel" hinzugekommen. Die Linien werden zum Dezember 2022 neu ausgeschrieben.

    Inzwischen sind Ausschreibungsgewinner von weit ausserhalb schon Standart. Die X-Linien rund um Gladenbach gewinnt ein bisher unbekanntes Unternehmen aus Unterfranken. Im Landkreis Miltenberg fährt Hauck Gute Reise aus Mittelfranken jetzt anstelle der ortsansässigen Busbetriebe um Ehrlich.

    Franke und Weber fahren u. a. im Bereich Lich und im LDK. Die Citaro LE sind damit wohl Geschichte, Franke und Weber deutet auf VDL oder MAN LC LE hin (wie auf OF99 im Einsatz).

    Es gibt seit kurzer Zeit die Amina (Aschaffenburg-Milternberger Nahverkehrsgesellschaft). Die VAB selbst ist nur ein Zusammenschluss von Verkehrsbetrieben (KVG Schöllkrippen, VU Aschaffenburg und Stadtwerke Aschaffenburg). Die Amina soll den gesamten Nahverkehr in Aschaffenburg und den beiden Landkreisen besser machen. Was das bedeutet, ist noch nicht so klar. Aber man will auf jeden Fall die Verbindungen nach Hessen verbessern.