Beiträge von Hajü

    Um nochmal aufs Thema zurückzukommen: Fernreise-Tourismus war eigentlich nicht die Grundidee des 9 Euro-Tickets, ehr Entlastung der Pendler und sonstiges Kunden der Öffis und gleichzeitig Anreize schaffen, vom Auto auf Öffis umzusteigen.

    Die Fernreise-Klientel ist aber deutlich in anderen Kreisen zu finden. Was ich aus meinem Umfeld vernehme ist eben, dass durch die überfüllten Züge viele wieder notgedrungen aufs Auto umsteigen. Das ist wie Wählerwanderung bei Bundestagswahlen. Und um hier meiner Meinung nach schlichtweg erforderliche Korrekturen zu machen, ist eine Staffel von lokal (z. B. Tarifgebiet als 365 Euro-Ticket), regional (zu definierendes Gebiet, z. B. Bundesland) und evtl komplettes Bundesgebiet unausweichlich. Je mehr Leistung, desto mehr muss es auch kosten.

    Kann mich mit diesem 90 km nicht anfreunden. Wer z. B. irgendwo in der Mitte von McPomm wohnt, hat kaum Nutzen von so einem Ticket (zumal die REs von / nach Norden an die Ostsee sowieso auch ohne Billigticket oft überfüllt sind) im Gegensatz zu z. B. Essen (da hat man das ganze Ruhrgebiet und es geht noch weit bis ins Sauerland und an den Rhein).

    Beim RMV liest man gerade von der anstehenden Preiserhöhung zum 01.07. - irgendwie passt das so gar nicht in die Zeit von 9-Euro-Ticket und möglicher Nachfolge.

    Habe heute im Ruhrpott gesehen (bin mit FV aus dem Norden zurückgefahren), was selbst unter der Woche dort abgeht. Sämtliche RRX-Linien völlig überfüllt (sogar in den Doppelstock-Bereichen der Desiro HC Kopf an Kopf). Am Startbahnhof in Köln binnen weniger Minuten ging beim RE 6 nach Minden gar nichts mehr. Der RE 7 nach Münster (2x5-Teiler Talent von NX im Normalfall) war ebenfalls gefüllt wie die 20 zum Waldstadion bei Eintracht gegen Bayern.

    In Hessen ist die Situation unter der Woche nicht ganz so heftig, dafür hängts an anderer Stelle. Zusätzlich zu den baustellenbedingten Ausfällen von RE / RB südlich von Giessen / Friedberg dank der S 6-Bauarbeiten gibts das allerletzte Aufgebot von DB Regio auf der RB 49 nach Hanau, Fahrzeuge die beim Stockheimer Lieschen momentan nicht benötigt werden (erinnert irgendwie noch an die HLB-GTWs zu früheren Zeiten).

    In der VAB ists dann krankheitsbedingt fehlendes Personal. Nach der schon bekannten Situation bei der Westfrankenbahn (da ists Dauerzustand) kommt nun die VU mit Offenbarungseid. Auf diversen Linien (u. a. auch BG2 und BG3 nach Babenhausen und VAB-50 Aschaffenburg-Kahl) gibt es nur noch sporadische Fahrten und Orte wie Großostheim (immerhin knapp 17 000 Einwohner inkl. der Ortsteile) sind nur nachmittags und abends fast komplett vom ÖPNV abgehängt. Immerhin läuft die BG1 (da fährt nur Jungermann und als Sub noch Maras) soweit planmäßig.


    Aber: Man kann eben nur das verkaufen, was man auch wirklich im Regal hat. Beim 9-Euro-Ticket hat man da schlichtweg nicht nachgedacht. Anstelle der Pendler kommen nun "Justforfun"-Touris in den Genuss von übersubventionierten Fernreisen. Aber das Thema hatten wir ja schon.

    Könnte mir langfristig EUR 365-Jahrestickets für den Nahbereich, also ein Tarifgebiet im RMV z. B. vorstellen. Für größere Räume wäre dann EUR 1000-Jahresticket (also 10 Monatskarten zu je EUR 100 mit 2 Monaten gratis wie beim RMV derzeit) eine Idee - die 9 Uhr-Variante müsste dann bei EUR 750 im Jahr liegen. Das wäre dann für ein Bundesland, wobei hier auch für Gebiete mit Ländergrenzen eine Lösung vorhanden sein muss.

    So als Zusatz noch Sondertarife für entsprechende Abo-Inhaber in fremden Verbünden wären ideal. Damit hat man Angebote für Pendler usw, aber die Langstrecken-Touris (die ja momentan die Profiteure sind) kann man so doch fernhalten und die ständig überfüllten Züge sollte man auch in den Griff bekommen.


    PS: Admins, bitte vorherigen Beitrag löschen (der ist zu schnell online gewesen....)

    Ich fahre inzwischen mit dem 50er Roller in die Firma, inzwischen ist der FV auch jenseits von allem was man als vertretbare Verspätung definieren kann. Für Frankfurt meiner Meinung nach die optimale Lösung….immer noch deutlich günstiger als ein Auto:)

    Um mal wieder zum eigentlichen Thema zurückzukommen. Habe einen Kollegen, der aus Friedrichsdorf kommt und normal mit den Öffis fährt. Seit einigen Wochen nutzt er Uber-Fahrservice (würde ich selbst vermutlich nie machen), weil mit S-Bahn, HLB & Co und den ständigen Störungen, Ausfällen und Verspätungen man absolut nicht planen kann, dazu noch das 9-Euro-Ticket-Chaos. So verprellt man Fahrgäste auf die einfache Art.

    Nicht nur die S-Bahn dürfte im Sommer ein Baustellen-Flickenteppich sein. Die A-Strecke wird auch für mehrere Wochen gesperrt, d. h. für die Alternative ab Oberursel ist spätestens in Heddernheim Schluss (wenn man die U3 nicht wieder nach Ginnheim schickt und damit fernab der eigentlichen Route, wo nur die 16 mit 10er-Takt als Anschluss bleibt). Der SEV ist da auch noch nicht in trockenen Tüchern, die entsprechende Ausschreibung wurde erst vor wenigen Tagen von der VGF herausgegeben. Da dürfte ausser Transdev nicht mehr viel bleiben, weil bekanntlich die DB in großem Umfang SEV betreiben muss.

    Hab ich irgendwie verpasst. Ist der ex Sippel? Welches Kennzeichen hat der Bus?

    Das Ding hat eine weinrot / weisse Lackierung und ist eine Überland-LE-Version (8700 LE), entstammt irgendeinem französischen Busbetetrieb. Kennzeichen ist F-MR 3654. Die Innenanschriften sind durchweg in Französisch. Keine Ahnung, wie Maras an diesen Bus gekommen ist. Der fährt aber schon seit fast einem halben Jahr auf der BG1 (im Wechsel mit dem ex HSB 46). Und zumindest auf der zweiten Schicht fährt immer der gleiche Fahrer. Ganz am Anfang war die VU auch auf der BG1 mit einem Kurs vertreten (bzw Müller aus Großostheim). Diese Leistungen gingen dann aber an Maras.

    Früher bei S & R war alles noch übersichtlicher. Die Fahrer dort waren eigentlich bis auf eine Ausnahme im letzten Jahr keine Formel 1-Fahrer. Auch waren die Busse immer einwandfrei. Da konnte man sich nicht beklagen.

    Aber sobald die Ausschreibung Einzug hält (v. a. wenn es nur über den Preis geht), und dann neue Betreiber mit neuen Fahrern kommen, ist sowas fast Normalität. Bin nur froh, dass BG2 und BG3 noch größtenteils von der VU gefahren werden. 100 km/ h auf der Landstrasse habe ich dort noch nie erlebt, zumal die Busse auch bis auf die MAN aus 2020 entsprechend begrenzt sind.

    So nebenbei bemerkt, Maras scheint noch zu fahren. Heute war der Volvo mit bekanntem Personal im Einsatz.

    Also ich habe die neuen Citaro 2 LE auch gesehen, allerdings mit DI-JH 22X.



    Wieso hoffst du, dass der Maras-Einsatz damit beendet ist?

    Ich finde die Fahrer allesamt freundlich und habe bis dato keine negativen Erfahrungen gemacht, du etwa?

    Mir geht es nicht um die Fahrer. Da gibts bei Jungermann auch ein paar, bei denen man lieber nicht mitfährt. 100 km/h zwischen Schaafheim und Babenhausen auf der Landstrasse ist da schon der Standart.

    Aber: Die Maras-Busse waren in einem Zustand, da sage ich lieber nichts zu. Wenn man bei der DADINA mitbekommen würde, was da rumfährt, dürfte es ordentlich Ärger geben. Der Volvo dürfte aus den Jahren deutlich vor 2010 stammen, der ex HSB hatte die 20 Jahre so gut wie. Die Busse haben keinen Fahrscheindrucker bzw Bordgerät, demnach keine Anzeigen und Haltestellenansagen und keine DADINA-Erfassung der Fahrten, obendrein kein Fahrscheinverkauf. Gut, momentan haben 99 % der Fahrgäste das 9 Euro-Ticket bzw Zeitkarten - aber die Zeiten ändern sich auch wieder. Man konnte immer einsteigen, ohne jeglichen Fahrschein ......

    Jungermann würde sich damit selbst ins eigene Fleisch schneiden, da bei der Ausschreibung damals recht hohe Anforderungen gemacht wurden. Und nicht ausschreibungskonforme Busse dürften ordentlich Malus bedeuten (zumal das ja 2 Schichten jeden Tag sind). Fahrerwechsel ist am frühen Nachmittag in Babenhausen (selbst einmal erlebt).

    Maras dürfte genug beim SEV zu fahren haben. Die Strecke nach Bad Vilbel ist bald ganz dicht, dazu sieht man in Aschaffenburg an den Wochenenden immer diverse bekannte Frankfurter SEV-Busse auf dem ROB-Abstellplatz (vermutlich als Verstärkung für die ständig überfüllten RE 54 / 55).

    Jetzt sind auch die neuen Busse von Jungermann endlich da, hören auf Kennzeichen DA-JH 22X. Die teilweise fast 20 Jahre alten Ersatzfahrzeuge dürften somit wieder zurückgegeben werden. Nur ein Citaro aus Fulda war heute noch zu sehen. Ansonsten neue C2 LE in weissem Lack, Boden in Holzoptik. Inzwischen scheint aber Jungermann seine Bündel komplett vermischt zu haben, da die Fahrzeuge am gleichen Tag auf BA, BG und GU-Linien auftauchen (entsprechende Leerfahrten oder Übergänge z. B. in Schaafheim). Bei den Fahrten auf BG2 und BG3 nach Aschaffenburg sind es zumindest unter der Woche stets wechselnde Fahrzeuge.

    Es bleibt auch die Hoffnung, dass der Maras-Einsatz auf der BG1 damit ein Ende hat. Hanauer Stadtbus-Feeling kann man jederzeit auch in Hanau bekommen ;)^^

    Man kann jederzeit verschiedene Gewichtungen einbauen oder besondere Forderungen einbauen. Im Landratsamt in Aschaffenburg hat man in der ersten Aussschreibung für Kahlgrund Ost den Fehler mit "Preis" gemacht, und das hat knappe 2 Jahre Viabus-Chaos beschert. Am Ende gab es eine Notvergabe und das war sicher wesentlich teurer. Jetzt fahren nach erneuter Ausschreibung, eben mit veränderten Kriterien, wieder die ursprünglichen Bekannten um KVG, Nees und Elsässer. Bei weiteren Ausschreibungen im LK Aschaffenburg blieb alles soweit unverändert.

    In der VAB wurden gerade zwei kleine Linienpakete ausgeschrieben, die beide auch bis AB mit der jeweils größten Linie hereinreichen. Da wird jeweils für 22,5 % der Leistungskilometer gefordert, dass ab 2025 klimaneutrale Fahrzeuge eingesetzt werden (also E- oder Wasserstoffantrieb). Das wieder aber bedeutet für kleine Betriebe, dass man sich für 1-2 Fahrzeuge dann eine teure Ladeinfrastruktur zulegen muss. E-Fahrzeuge gibt es bisher in der ganzen VAB nicht. Bin da wirklich gespannt, ob die VU Aschaffenburg hier nochmal eigenwirtschaftlichen Verkehr beantragt. Der VU traue ich am ehsten noch zu, hier E-Fahrzeuge zu präsentieren (zumal man von DB Regiobus einen Rahmenvertrag mit einem bekannten Hersteller geschlossen hat). Aber ansonsten lokale Unternehmen mit einem halben Dutzend Fahrzeugen denke ich, haben da doch größere Probleme.


    Was Stroh anbetrifft, so haben die Glück, dass mit Racktours noch ein gut aufgestellter Betrieb dabei ist. Auf der 58 (AB-Weiskirchen) und OF99 fahren die selbst südmainisch und auch auf den X-Linien bisher keine negativen Erfahrungen gemacht. Das überdeckt die aktuellen Probleme von Stroh dann doch etwas.

    Kann mir aber gut vorstellen, dass hier sogar vor offizieller Betriebsaufnahme zum Jahresende schon Transdev (als Sub) einsteigt, zumal Balser sicher nicht mehr bis zum Ende durchhält.

    Balser läßt auf der 551 heute seinen besten Bus fahren. Dieser hat nicht nur eine kaputte Frontscheibe jetzt hat dieser Bus auch noch eine kaputte Heckscheibe.

    Ich bin echt gespannt, wann hier die Polizei den Bus endlich aus dem Verkehr zieht. Das erinnert schon an Zustände von Viabus, wo die Festhaltestangen im Innenraum durch die Luft schaukelten.

    Bin selbst letzte Woche auf der 551 in Enkheim ein paar Haltestellen damit gefahren. Ich dachte erst, die kaputte Scheibe hätte sich der Bus erst kürzlich geholt, aber jetzt erschliesst sich einem der Zusammenhang.

    Ich hatte von Samstag bis heute eine Tour nach Hamburg gemacht, aber mit DB FV versteht sich. Dabei erlebt man natürlich auch, was das 9 Euro-Ticket so mit sich bringt.

    Hinfahrt war via Köln - Bremen (eigentlich wollte ich den IC via Siegen mal bis Münster ausprobieren, nur der fiel aus). Zwischen Mainz und der Baustelle südlich von Bonn wurde mit einteiligen Desiro ML gefahren, was für das Fahrgastaufkommenden völlig unterdimensioniert war. Auf der anderen Rheinseite die VIAS-RB 10 in Doppel, aber nördlich von Koblenz nur Einzelfahrzeuge auf der rechten Rheinseite (RE und RB). Dazu kam noch eine Oberleitungsstörung, der Verkehr kam völlig zum Erliegen. Wer kein FV-Ticket hatte, durfte sich auf einen langen Tag einstellen. Bin in Köln dann umgestiegen. Der ganze HBF glich einer reinen Völkerwanderung. Es waren aber ehr Gruppen von Jugendlichen (teilweise schon vormittags mit ordentlich Alk), Großfamilien mit komplettem Anhang und zig Koffern, Seniorentrupps. Obwohl es im Vorhinein schon angekündigt wurde, dass Fahrräder nicht mitgenommen werden sollten, sah man doch oft Fahrräder (oft auch mit großem Kinderanhänger) bei den Wartenden. In Düsseldorf dann auf dem gegenüberliegenden Bahnsteig eine Menschentraube, die zum RE 1 nach Aachen wollte. Und der kam auch schon bis unters Dach gefüllt im Stile eines Viehtransporters in den Bahnhof rein.

    In Bremen hatte ich noch eine Pause, dort war aber erstaunlicherweise der Andrang zu den Zügen nicht ganz so heftig wie im Ruhrpott und Köln.


    In Hamburg die Busse waren im Gegensatz zu früheren Besuchen auch nicht wesentlich stärker frequentiert. Dafür aber gab es beim Metronom und Hanse-Express so gut wie immer zahlreiche Fahrgäste, die das Nachsehen hatten. Beim Hanse-Express gab es auch Bahnsteigsperren. Bin gestern dann noch in Puttgarden gewesen, der Strandexpress (218 mit 4 Dostos) war bis Timmendorfer Strand gut belegt, aber nicht zu 100 %. Danach wurde es schlagartig leer. Auf dem Rückweg sah es ähnlich aus. Was aber die anderen Strecken ab Lübeck anbetrifft, hatte man bei den eingesetzten Lints (nach Kiel sah ich sogar ein Einzelfahrzeug) wohl deutlich zu wenig Kapazität.


    Heute hatte ich auf der Rückfahrt in Kassel Aufenthalt. Der RE aus Erfurt kam mit Einzel-642 und +30 rein, am Bahnsteig warteten geschätzte 500 Fahrgäste (viele mit Fahrrädern) und nahezu alle mit Koffern. Habe dann nicht mehr gesehen, wieviele überhaupt mitkamen. Es dürfte aber nur eine geringe Anzahl gewesen sein. Fahrgastlotsen bzw DB Sicherheit aber Fehlanzeige.

    In Würzburg musste ich nochmal umsteigen. Der RE nach Aschaffenburg - Frankfurt traf bereits völlig überfüllt aus Bamberg ein. Es kam auch niemand mehr rein, weit über 100 Reisende hatten Pech. Hier war DB Sicherheit gleich mit einer ganzen Mannschaft im Einsatz. Man muss dazu sagen, dass beim Main-Spessart-Express heute viele Leistungen (teilweise auch 2 nacheinander) Totalausfall wegen "Repa am Fahrzeug" hatten. In Aschaffenburg standen bei meiner Ankunft gleich ein halbes Dutzend Busse bekannter SEV-Spezis aus Frankfurt (TTT, Eyra usw) mit Reisebussen ...... In Würzburg war die halbe Flotte vom Main-Spessart-Express auf dem ganzen Bahnhofsumfeld verteilt abgestellt. Ob Defekt (vermute ich, da man bereits am Do schon einen Einzel-425 im Einsatz hatte) oder nicht, kann ich nicht sagen. Aber angesichts der zu erwartenden Reisenden hätte man hier sicher mehr Kapazität schaffen können. Die Bahnsteige sind durchweg für Doppel-445 (also 8 Wagen) ausgelegt. Nur die BEG hat für Bayern so gut wie keine Mehrleistungen bestellt, einzig München-Mühldorf (so war es bei DSO zu sehen) wurde mit 6 anstelle 5 Dostos gefahren. Da hat man aber auch die Reserven am WE.


    Ein Fazit bleibt: Das 9 Euro-Ticket ist meiner Meinung nach der klare Beweis, dass die Bundesregierung hier schlichtweg etwas ins Leben gerufen hat, was mit Realität nichts zutun hat. Mit dem heutigen Nahverkehr gibt es keine Reserven mehr. Zusammengekürzte Bahnsteige, für jede Linie ein anderer Betreiber mit anderen Fahrzeugen. Da kann man eben nicht schnell mal Fahrzeuge von einer anderen Linie umsetzen (früher war das kein großes Problem). Für die lokalen Bus-, Strassenbahn und U-Bahnen mag das Angebot noch aufgehen, sobald aber überregionaler Verkehr - dann kolabriert zwangsläufig das ganze System.


    Was man noch dazu sagen muss: Maskenpflicht wurde von den meisten nicht eingehalten, was auch beim entsprechenden Publikum nicht wirklich verwundert. Nach Fehmarn gestern war eine Gruppe von Ukrainerinnen bis Lübeck mit im Zug, durchweg ohne Maske und relativ laut am telefonieren. Aufforderungen von anderen Fahrgästen zur Maskenpflicht wurden scheinbar gar nicht wahrgenommen. Da war aber noch genug Platz, um sich wegzusetzen. Kontrolliert wurde während der ganzen Fahrt nicht.

    Bei den Zuständen mit 200 % Auslastung der Züge hilft auch die Maskenpflicht nicht mehr viel. Da muss man ehr aufpassen, dass die Fahrgäste nicht kolabrieren, wenn es dann mal 30 Grad und mehr Aussentemperatur hat.

    Ist denn schon bekannt, welchen Antrieb die beiden Güterzüge hatten?


    Technisch würde mich interessieren, ob die Bremsen einer E-Lok, welche plötzlich keinen Strom mehr bekommt, vom Tf noch so gesteuert werden können, wie es der Tf für erforderlich hält. Bei einem langen leichten Gefälle kann das auch schon mal dauern, bis die Bremsen wieder benötigt werden.

    Beide Züge mit E-TFZ, die 152 128 ist bereits bei Bender zur Zerlegung. Das andere müsste eine ÖBB-1116 gewesen sein.

    SEV

    Ich habe am Freitag vergeblich auf den SEV in Stockstadt gewartet. Ob der Bus gefahren ist, nur nicht durch Stockstadt, weiß ich leider nicht. Ärgerlich war es aber auf jeden Fall.

    Schade ist auch, dass man nun wirklich entgegen erster Informationen nicht wenigstens zwischen Aschaffenburg und Babenhausen auch einen RB75-Pendel umsetzen kann. Ein SEV auf einem Teilabschnitt ist dann doch immer noch deutlich angenehmer als komplett zwischen Darmstadt/Dieburg (ab Mittwoch) und Aschaffenburg.

    SEV fährt durch Stockstadt, nur baustellenbedingt nicht über Mainaschaff - A 3 Brücke, sondern von Aschaffenburg via B 26 und beim Rewe-Center wird abgebogen in Richtung Stockstädter Bahnhof. Nur kennt sich nicht jeder Fahrer dort richtig aus .....

    Der SEV in der bisherigen Form soll noch bis morgen bleiben, ab 25.05. soll vermutlich ein neues SEV-Konzept kommen.

    Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass die RB 75 wieder abschnittsweise fährt. Gehe ehr davon aus, dass man den SEV wie in den vergangenen Jahren in der HVZ auf 30 Minutentakt verdichtet. Ob dann auch die KVG wieder mitfährt, kann ich mir nicht vorstellen (ausser in den bayrischen Pfingstferien, wenn diverse Schulfahrten wegfallen). Gestern war in Aschaffenburg sogar ein Citaro G (erste Generation) von Roth aus Hünfelden.