Beiträge von Hajü

    In Bayern funktioniert es beim SPNV wie in Hessen, nur dass an die Stelle des RMV die Bayr. Eisenbahngesellschaft BEG tritt, die im Auftrag des Landes als Aufgabenträger agiert. Es wäre mir neu, dass die beauftragten EVU in Bayern eigenwirtschaftlich tätig würden, ich meine, sie erbingen im Regionalverkehr ausschließlich gemeinwirtschaftliche Leistungen, für die der Freistaat eintritt.

    Die Ticketeinnahmen verbleiben beim EVU (die Angebote müssen dementsprechend ausgelegt sein), in Hessen gehen die an die Verbünde. Das ist der Unterschied. Man spricht ja nun auch von Brutto- und Nettoverträgen.

    Die HLB fährt z. B. auch in Bayern (RB 58 + RB 75). Da hier aber der RMV federführend ist, denke ich dass die Fahrgeldeinnahmen keine Rolle spielen. Beim RMV trägt der Verbund das Risiko der Einnahmen aus Tickets. Wie es bei der 3-Länder-Bahn aussieht, ist mir nicht bekannt. Hier sind NRW, Rheinland-Pfalz und Hessen (aber nur ein kleiner Anteil) beteiligt.


    In anderen Bundesländern (z. B. Bayern) wird das Risiko der Fahrgeldeinnahmen an den Dienstleister weitergegeben. Das könnte auch ein Grund sein, warum Abellio am Rande des Abgrunds steht. Die fahren nun in Hessen nicht.

    Hier zu sehen; die 245 wird wohl zwischen Kassel und Gera am IC eingesetzt.

    Das hatte ich bei meinem Beitrag schon geschrieben:


    Gotha-Gera wäre da noch, das sind aber nur 5 IC-Wagen und Ausfälle gibts dort regelmässig, dort sind 245 vom Sylt-Shuttle im Einsatz.


    Bei DS Online gab es dazu schon eine Diskussion, warum man nicht auf 218 von RP (die sitzen ja in Gotha) zurückgreift und stattdessen von der Nordseeküste die 245 holt. Topographie Weimar - Göschwitz war u. a. einer der genannten Gründe und 218 hat wohl niemand bei FV in Erfurt.

    Eine 245 ist im Einsatz, eine als Reserve vorhanden. Aber es gab Zeiten, in denen beide Maschinen nicht einsatzfähig waren.


    Die neue Linie hat nur einen einzigen Halt in Ringheim, dazu kommt der Schülerverkehr (viele Schüler aus dem bayrischen Bachgau besuchen Schulen in Babenhausen). Die K54 wird wohl erhalten bleiben, da man am Linienstamm nichts ändern muß (ausser die Linienbezeichnung). Die Frage bleibt, was mit der VAB 53 wird (ob man bis Schaafheim fährt mit dortigem Anschluss oder gar auf Ringheim einkürzt). Immerhin fährt die VU in Bayern eigenwirtschaftlich.


    Und die Zukunft von Spahn & Roth ist auch eine gute Frage. Bisher haben die einen relativ guten Job abgeliefert, was die K53 und K54 anbetrifft. Die Busse immer in einwandfreiem Zustand. Vielleicht bekommen die als SUB einen Teil der Leistungen.

    Die Situation ist sehr verzwickt, auch dank des Tarifeinheitsgesetzes und einer Gewerkschaft, die jeglichen Vermittlungsversuch ausschlägt. Aber unabhängig vom morgigen Gerichtsurteil wäre ein Vermittler meiner Meinung nach der einzige Lösungsansatz, um die beiden Parteien wieder an den Verhandlungstisch zu bekommen.

    Der entstandene Schaden bei Industrie und Fahrgästen ist schon imens. Die grüne Konkurrenz und private Güter-Bahnen werden sich die Hände reiben, wenn nicht zurückgewonnene Fahrgäste nach Corona oder Industriekunden den Verkehrsträger komplett wechseln.

    Vermute aber, dass wir bald einen Dauerstreik von einer GDL mit beratungsresistentenm Vorsitzenden erleben, wenn nicht noch ein unverhofftes Wunder eintritt. Für meinen Teil habe ich meine Konsequenzen gezogen.

    Mal ein paar Eindrücke von heute:

    -RB 68 fuhr nur vereinzelt, diverse Ausfälle. Züge wurden teilweise kurzfristig gestrichen. VIAS-Zügelchen nach Darmstadt entsprechend überfüllt wie in früheren Zeiten.

    -Dietzenbach/Heusenstamm ist nur noch per Bus zu erreichen. Gleiches gilt für Kronberg. Am WE soll Frankfurt - Niedernhausen auch ausgedünnt bzw am Sonntag komplett ausfallen.

    -RE 30 und RE 50 fuhren scheinbar soweit "planmäßig".


    Für das Wochenende sind noch weitere Kürzungen geplant, u. a. soll der RE 30 komplett gestrichen werden und die RB 40/41 auch deutlich ausgedünnt werden. RB 68 fällt zwischen FFM und Darmstadt ersatzlos aus.


    Fazit: Wenn die DB morgen beim Landesarbeitsgericht auch scheitern sollte, ist der Druck so extrem, dass wohl in absehbarer Zeit nachgebessert werden muss. Die GDL wird sich von ihrem Egotripp nicht abbringen lassen. Vernunft sieht jedenfalls anders aus.

    245 mit IC gab es schon auf der Marschbahn, auch einen Testlauf Oberstdorf-Stuttgart. Dabei blieb es aber. Vermute, dass das Risiko mit ausfallenden Motoren einfach zu hoch ist. Mit einem 450 to-IC über die Geislinger Steige ist nicht vergleichbar mit 4 Dostos Ulm-Lindau (völlig flache Strecke) auf den Volllast-Anteil bezogen. Gotha-Gera wäre da noch, das sind aber nur 5 IC-Wagen und Ausfälle gibts dort regelmässig, dort sind 245 vom Sylt-Shuttle im Einsatz.

    Der heftigste Tag dürfte am Freitag sein, wenn Schüler + Berufspendler (sowas gibt es tatsächlich auch noch) und dazu die Wochenendheimfahrer sowie Urlaubsrückreisende (ich sage nur Rückkehrer vom Flughafen) sich in die wenigen fahrenden Züge quetschen. Viele dürften dann auch auf Regios der Privaten ausweichen (z. B. HLB bis Kassel und dann RRX ins Ruhrgebiet).

    Bin vorher ein kleines Stück im ICE gefahren, die Auslastung war bei 100 % + X, Gänge und Einstiegsbereiche brechend voll. Hatte selbst für die kurze Strecke noch eine Platzkarte gekauft, bin aber erst gar nicht durchgekommen.

    Wenn schon kein 3G, was ich gar nicht schlecht finde, vor allem für brechend volle Züge wo und man keinen Abstand hat, gibts für die nächsten Fahrten jedenfalls erstmal keine DB mehr. Da ist einem das Risiko zu hoch, zumal die Zahl der Maskenverweigerer wieder steigt. Wie es aussieht, bleibt die DB weiterhin auf stur und es dürfte noch lange so weitergehen bzw ich rechne mit unbefristetem Streik spätestens in 2 Wochen.

    Ein neues Angebot mit einem Betrag in Zahlen für die angebotene Coronaprämie .... dazu einen neutralen Vermittler oder Schlichter um die Streitköpfe wieder zum verhandeln zu bekommen .... sowas sollte doch eigentlich nicht so schwer sein. Dazu muss aber die GDL auch über ihren Schatten springen.

    Bekannterweise hat der Streik einen politischen Hintergrund, die GDL will mehr Macht erzwingen. Mich würde nur mal interesseieren, wie Gerichte entscheiden würden. Meiner Meinung nach ist die Streikaktion mehr als grenzwertig, da die politischen Ziele im Vordergrund stehen. Sonst hätte man sicherlich schon längst am Verhandlungstisch getroffen. Die DB wird auch wissen, dass sie sich bewegen muss und jeder Streiktag richtig Geld und Kunden kostet.

    Die Antriebsköpfe sollten ca. 8-12 Sitze weniger haben wegen dem Motor im Gegensatz zu den Dosto Steuerwägen. Aber da du ja schreibst, dass es Klappsitze im Treppenbereich gibt, sollte es sich ja ausgleichen.


    Außerdem haben die Steuerwägen ebenfalls den gesamten Tiefbereich mit Klappsitze

    Das macht schon viel aus, an beiden Enden der Steuerwagen fällt Platz weg, dazu Klappsitze ohne Ende. Das Problem am letzten WE waren unzählige Fahrradtouristen, dazu auch einige Großfamilien vermutlich auf Rückreise nach NRW (die hatten teilweise eine komplette Überlebensausrüstung dabei). Da bleiben selbst bei Wegfall der Coronaabstände nicht mehr viele Sitze. Würde man hier ausdünnen wegen Streik, ich möchte nicht wissen wie es dann aussähe. Habe schon öfter beim MSE erlebt (u. a. erst am Montag), dass es den Hinweis gab "heute keine Fahrradmitnahme möglich", weil der ganze Zug inklusive Einstiegsbereiche und selbst Gänge im unteren Bereich mit Fahrrädern zugestapelt waren. Zugbegleitpersonal hatte ich da keines gesehen. Einen richtigen Wagen für Fahrräder wie beim RE 50 / RB 51 gibt es da leider nicht.

    Es fahren auf dem RE54/55 doch 4 Wagen Dostos? In der HVZ 8 Dostos. Man hätte/könnte wegen dem Streik ja dauerhaft mit 8 Wagen verkehren.

    4 Dostos ist nicht gleich 4 Dostos beim 440. Die Antriebsköpfe haben deutlich weniger Platz. Insgesamt knapp 420 Plätze, davon nicht wenige als Klappsitze. Die fallen durch Fahrräder, Kinderwagen und sperriges Gepäck komplett weg. Teilweise sind die Klappsitze sogar mitten im Treppenbereich angeordnet.👎

    Im RE 54/55 war es am WE kaum anders. Unzählige Großfamilien und Fahrradtouris im Zug, Klappsitze und Gänge komplett dicht. Früher fuhren 5 Dostos, heute umgerechnet 3,5 (wenn man die 440er mit 2 Mittelwagen hernimmt). Ich möchte nicht wissen, welche Zustände man bei Streik und 2-Stundentakt oder noch weniger vorfinden wird. Am WE waren das wohl auch vielfach Rückreisende nach NRW, aber in anderen Bundesländern sind noch Ferien und somit starker Reiseverkehr.

    24 Stunden Vorlauf wollte Weselsky den Reisenden geben, 14 sind es (wenn man die 2 Uhr in der kommenden Nacht hernimmt). Ich will keine Prognosen abgeben, aber ich rechne in der kommenden Woche mit Streik in mindestens doppelter Länge und ab übernächster Woche unbefristet. So verhärtet wie die Fronten diesmal sind und seitens der Gewerkschaft sehe ich auch keine Zeichen, dass man an den Verhandlungstisch zurück will. Da steht nicht nur der Tarifvertrag im Raum.

    Wenn die DB ein verbessertes Angebot hätte machen wollen, es war lange genug Zeit.

    Das erinnert irgendwie an Lyst und das Gladenbacher Bündel. Die fahren ein paar Linien im LDK, im Rheinmaingebiet absolut unbekannt. Man darf sich wohl auf eine Solarienflotte einstellen. Und die Frage bleibt, ob die das durchhalten. Hatte selbst ehr auf Rack, Stroh oder auch DB Regiobus getippt, zumal man in 4,5 Monaten sich verdammt ins Zeug legen muss ohne jegliche vorhandene Infrastruktur. Fahrer und Fahrzeuge ist noch ein anderes Thema.

    Zurück zum eigentlichen Thema....Die Ausschreibung des Linienbündel LGG Flughafen Süd. Ab Dezember 2021 wird das Linienbündel von der DB Regio Bus Mitte betrieben, nachzulesen in der HAD.

    Dann dürfen wir uns hier auf MAN LCs freuen. In Weiterstadt hat die DB bekanntlich einen Betriebshof.