Beiträge von Ole

    Gerade das Ausdünnen in den Randbereichen ist für einen attraktiven ÖPNV kontraproduktiv. Nur durch attraktive Angebote in allen Phasen des Tages, wird einem der Umstieg auf das ÖPNV erleichtert. Damit schwächt man auch das Angebot in den anderen Tageslagen.

    Griesheim wird unabhängig vom Fernbahntunnel ausgebaut. Aktuell ist geplant die Erweiterung des Werkes bis Ende des Jahrzehnts abzuschließen. Gerade der Ausbau für die Wartung von 400m langen Zugeinheiten wird die Flexibilität weiter erhöhen. Auch nach der Betriebsaufnahme des Fernbahntunnel wird das Werk eine wichtige Rolle einnehmen. In Frankfurt werden auch in Zukunft ICE enden, ob eine direkte Anbindung des Fernbahntunnels an das Werk möglich sein wird, werden die weiteren Planungen zeigen. Es wird davon abhängen wo und wie das Tunnelportal im Westen eingebunden wird.


    Von der Lage des Tunnels wird auch abhängig sein, ob das ehm. BW 1 erhalten werden kann. Je nach Lage könnte die Fläche für den Startschacht der Tunnelvortriebsmaschinen genutzt werden. Sofern das BW 1 abgerissen würde, könnte nach Beendigung der Bauarbeiten dort neue Abstellflächen geschaffen werden.

    Man darf gespannt sein, ob an den einzelnen Vorplanungen noch Änderungen vorgenommen werden. So haben manche Pläne (z. B. Bornheim Mitte oder Wittelsbacher Allee) einen Arbeitsstand von 2013. Auch findet sich oftmals noch die Länge von 30m.

    Die Präsentation der heutigen Infoveranstaltung ist bereits online verfügbar: https://www.fernbahntunnel-fra…T_Fachvortrag-MKS-FBT.pdf


    Des Weiteren hat die FAZ einen weiteren Artikel veröffentlicht. Unter dem Titel Ein großer Wurf für Frankfurt wird die große Bedeutung des Fernbahntunnels für Frankfurt aber auch für die Bahn im allgemeinen hervorgehoben. Dabei wird auch nochmal die Bedeutung des HBF als zentralen Bahnhof in der Stadt herausgestellt.

    Die 700er Nummern gab - und gibt es doch für die P / Ptb-Wagen:).


    Außerdem vermute ich einmal, die 4-stelligen Nummern im 1000er Bereich werden - analog zu den Beiwagen der Straßenbahn - für Fahrzeuge ohne eigenen Antrieb oder Steuerstand vergeben. Die 2000er Fahrzeuge haben dann wieder eigen Antrieb und Führerstand, sind aber Arbeitsfahrzeuge.

    Zur Info: Die nun zu liefernden Mittelwagen verfügen über einen eigenen Antrieb und können somit eigenständig bewegt werden. Die Mittelwagen sind bis auf die fehlenden Führerstände zum U5-25 identisch.

    Zitat

    Der Aufgabenträger definiert dazu die Anforderungen an Umfang und Qualität des Verkehrsangebotes, dessen Umweltqualität sowie die Vorgaben für die verkehrsmittelübergreifende Integration der Verkehrsleistungen in der Regel in einem Nahverkehrsplan. Der Nahverkehrsplan hat die Belange der in ihrer Mobilität oder sensorisch eingeschränkten Menschen mit dem Ziel zu berücksichtigen, für die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs bis zum 1. Januar 2022 eine vollständige Barrierefreiheit zu erreichen. Die in Satz 3 genannte Frist gilt nicht, sofern in dem Nahverkehrsplan Ausnahmen konkret benannt und begründet werden. Im Nahverkehrsplan werden Aussagen über zeitliche Vorgaben und erforderliche Maßnahmen getroffen. Bei der Aufstellung des Nahverkehrsplans sind die vorhandenen Unternehmer frühzeitig zu beteiligen; soweit vorhanden sind Behindertenbeauftragte oder Behindertenbeiräte,

    Die vollständige Barrierefreiheit zum 01.01.22 ist in Personenbeförderungsgesetz (PBefG) sagt in §8 Abs. 3 definiert, wobei Ausnahmen möglich. Diese Ausnahmen müssten im Nahverkehrsplan beschrieben werden. Dies trifft zum Beispiel auf die Haltestellen zu, dort sind im neuen Nahverkehrsplan der Stadt Frankfurt Ausnahmen und neue Zeitrahmen beschrieben. Auch der Einsatz der 7 Pt findet sich dort, mit der Bemerkung, dass diese wegen zusätzlichem Bedarf benötigt werden.


    Rechtlich könnten die Pt also in irgendeiner Form weiterverkehren, wenn man sich mit den Verbänden etc. eignet. Allerdings dürfte dies tatsächlich nicht passieren. Man kauft neue Fahrzeuge und verkauft alte Niederflurfahrzeuge, um dann die Hochflurfahrzeugen weiterzuverwenden. Das glaube ich definitiv nicht. Das gebe bei den entsprechenden Verbänden einen Aufschrei und würde niemand verstehen.

    Einfach gesagt: Heutige Beschaffungsverträge egal ob im Busbereich oder im Schienenverkehr beinhalten immer den Lebenszyklus eines Fahrzeuges. Das heißt, entweder sichert der Hersteller die Lieferung der benötigten Ersatzteile über den gesamten Lebenszyklus zu oder er wartet die Fahrzeuge selbst. Das betrifft aber nur den zum Zeitpunkt der Beschaffung vereinbarten Fahrzeugstand.

    Vielleicht schon bemerkt, die ersten Garnituren 146 und vollständig mordinisierten Wagen sind nun im Einsatz. Dazu wurde gestern folgende Pressemitteilung veröffentlicht inkl. des Fahrplans

    Pressemitteilung Deutsche Bahn

    Züge eines Herstellers garantieren allerdings nicht, dass man eine homogene Fahrzeugflotte erhält. Zwischen S und T liegen 18 Jahre, wobei der Flexity Classic bereits Anfang der 2000er entwickelt wurde. Hätte die VGF statt den T bei Alstom den Flexitiy Classic 2 bestellt, hätte dieser auch größere Unterschiede zum S gehabt. In 18 Jahren hat sich die Technik deutlich weiterentwickelt. Von daher garantiert ein Hersteller nicht automatisch Homogenität. Das ist im Schienfahrzeugbau übrigens nicht ungewöhnlich. Der Siemens 407/408 hat technisch mit dem Siemens 412 kaum etwas gemeinsam, umgekehrt hat der 412 deutliche Schnittmengen mit der Baureihe 463 und 1462. Homogenität hängt also weniger vom gewählten Hersteller, als von der verbauten Technik ab.

    Die neuen Signale in Niederrad haben nichts mit dem Stellwerk Fa zu tun. Der Bf Niederrad ist und bleibt an die ESTW-UZ im Stadion angeschlossen, man erneuert nur die Signale und die Gleisfreimeldeanlage, weil diese in die Jahre gekommen ist, und die mit dem Ausbau hinzukommenden neuen Signale mit den alten nicht kompatibel sind (SIMIS C auf SIMIS D). Das Stellwerk Fa steuert ausschließlich die Abstellanlage im Hbf und hat keine Hauptsignale.

    Beim Ersatz der Stellwerks Fa habe ich mich tatsächlich vertan. Auf den Bauplänen sah es so aus, als würde das neue Modulgebäude das Stellwerk Fa ersetzen.


    Das neue Modulgebäude gehört allerdings zum neuen ESTW-A Niederrad, das an die UZ Goldstein angeschlossen wird. Was ich mich frage, wo befindet sich die jetzige Innenanlage des Stellwerks Niederrad?

    Da die FDP dem Koalitionsvertrag nicht zugestimmt hat und nun Nachverhandlungen fordert, wird es spannend sein, ob die Koalition überhaupt zu Stande kommt.


    Neben den Themen Schulden und Autonomen Zentren soll auch beim Verkehr nachverhandelt werden.


    Bei diesen Themen dürfte es aber bei den Grünen eher wenig Bewegung geben, sodass die Koalition eher unwahrscheinlich wird. Blieben noch ein Bündnis aus Grüne, SPD, Linke und Volt oder Grüne, CDU und SPD. Beide sind ebenfalls nicht ohne Risiko. Damit wird es noch mal spannend.

    Interessant, war aber abzusehen, dass das Verkehrsdezernat "Grün" besetzt wird: FNP:


    Wohl jemand der etwas davon versteht, was gut ist, dennoch schade für Klaus Oesterling:


    Mit Lutz Sikorski und stefan Majer hatten wir nun auch nicht soo schlechte Erfahrungen, was den SÖPNV anbelangt gemacht.

    Dann hoffen wir mal, dass Wolfgang Siefert die "Ginnheimer Kurve" asap "ins Gleis setzt" und nicht die Grüne Bedenkenträger Bremse drückt.

    Bei Stefan Majer kann man geteilter Meinung sein. Ich erinnere nur daran, dass in seiner Amtszeit der 15min Takt am Samstag bei der Straßenbahn eingeführt wurde. Daneben lag der Fokus deutlich mehr auf dem Radverkehr als auf dem ÖPNV.


    Das soll habe nicht heißen, dass ich Wolfgang Siefert ablehne. Eine Bewertung kann nur an seinen Leistungen erfolgen. Daher schauen wir, was er uns bringt. Gegenüber Majer und Österling hat er den Vorteil, dass sich die Rahmenbedingungen in den letzten Jahren zugunsten des ÖPNV geändert haben. Allerdings kam mit der Corona Pandemie ein Dämpfer, dessen Folgen noch nicht abzusehen sind.


    Viel wichtiger ist, dass die seit mehreren Jahren bekannten Projekte endlich voran kommen. In dem aktuellen Vertrag, sind wie bereits bemerkt, wenig Neuigkeiten enthalten. Aus meiner Sicht ist das auch nur konsequent, erst bestehendes umsetzen, bevor neue Ideen eingebracht werden.

    In Niederrad haben die ersten Bauarbeiten für die neue Mainbrücke und damit die Arbeiten für 2. Baustufe Knoten Stadion begonnen. Aktuell beginnt man mit den ersten Arbeiten für ein neues ESTW als Ersatz für das Stellwerk Fa. Das entsprechende Gebäude wurde bereits im Mainzer Becken aufgestellt. In den nächsten Wochen dürfte dann auch der offizielle Baubeginn erfolgen.


    Website Knoten Stadion