Beiträge von B80C

    Vielleicht hätte die Stadt im Rahmen des Brückenneubaus gleich die Straßenbahn nach Griesheim über den Hbf verschwenkt und mit einer extra Brücke (für den Tram-, Rad- und Fußverkehr) auf der Westseite am Mozartturm an die Bestandsstrecke angebunden. An der Ostseite dann ein Gleisdreieck für Verbindungen in Richtung Rheinstraße, Bismarckstraße und Hbf-Wendeschleife. Die Tram-Haltestelle wäre dann in der Külpstraße ("Hbf-Süd"). Dadurch wäre Griesheim direkt an den Hbf angebunden und es gäbe mehr Fahrten mit der Tram zwischen Innenstadt und Hbf. Leider hat die Stadtplanung offenbar nicht soweit gedacht bzw. diese Variante nicht geprüft.


    DA-Hbf-bearb.jpg

    Karte: Openstreetmap

    Danke für die Vorschläge. Einen größeren Platz für die Brückenmontage mit Einhub zeitnah nach Abriss finde ich die beste Idee. Der Platz ließe sich auch auf der Rheinstraße, stadteinwärtige Fahrspuren zwischen Telekom-Allee und Kavalleriesand finden. Der IV würde nur noch über die Telekom-Allee geführt, was vom Verkehr her reichen könnte. Die Idee muss nur die Stadt auch gut finden und eine Sperrung der Eisenbahn von vielleicht sechs Wochen (Sommerferien) braucht es trotzdem.


    Ansonsten muss die Stadt den Druck auf Bund und Bahn deutlich erhöhen um innerhalb eines Jahres zwei angemessene Sperrpausen zu bekommen. SEV für ein Jahr hielte ich für noch akzeptabel.

    Genau. So war es geplant bis Anfang dieser Woche, bis die Sperrpause zum Jahreswechsel 2027/28 von Bund und Bahn gestrichen wurde. Der Zeitplan ist nun wieder offen. Unabhängig davon sind drei bis vier Jahre SEV viel zu viel.

    Der einjährige SEV bezog sich auf die Straßenbahn, nicht auf die Eisenbahn. Also bitte etwas runterfahren und nicht gleich rumpoltern.


    Für die Generalsanierung, die irgendwann kommt, wird es allerdings etwa ein halbes Jahr SEV auf der Eisenbahn geben (plus die S6).


    Beide Baustellen hätte man 2027 gut zeitlich zusammfassen können. Da die Generalsanierung auf unbekannt verschoben ist, muss es jetzt unbedingt zwei relativ nah aufeinanderfolgende Sperrpausen zum Abriss (3 Wochen) und Aufbau/Verschub der Brücke (Sternbrücke in Hamburg dauerte 6 Wochen) geben, so dass der Tram-SEV akzeptabel ist (ein Jahr).

    Ob diese RB 82 in Arheilgen dann wie "früher" vor den RE 60, Abfahrt 06:58 Uhr ab DA Hbf nach Frankfurt gelassen wird? Der kommt allerdings schon um 07:16 Uhr in F Hbf an. Oder steht der RB82 dann auf dem Verbindungsgleis von DA Nord nach Arheilgen rum? Für den RB 82 ist übrigens in F Hbf noch kein Ankunftsgleis angegeben.

    Ich wiederhole mich: Bei einer halbjährlichen Streckensperre während einer Generalsanierung sind bereits rund 180 Tage Sperre durch. Ein nur einjähriger SEV wäre auch in der Version der zweitgeplanten Brücke möglich und akzeptabel, aber mehr Jahre geht gar nicht. Dass Bund und Bahn stur ihre eigenen Interessen verfolgen ist nicht im Sinne der Menschen vor Ort. Das Land Hessen und die Städte Darmstadt und Grieshein müssten maximal dagegen halten, tun das aber offensichtlich zu wenig. Und da stellt sich wieder die Frage, wer in den entsprechenden Regierungen sitzt. Das sind nämlich alles die gleichen Parteien.

    Und genau darin bestand in Sachen ÖPNV der Charme bei der erstgeplanten Brücke: Die Straßenbahn wäre während der verschiedenen Bauphasen über die Rheinstraßenbrücke immer zweigleisig auf dem bestehenden und neuen Bauwerk verlaufen und es hätte nur wenige, temporäre Bauphasen für die Umlegung der Gleise, in denen SEV eingerichtet worden wäre, gegeben. Aber: Nach der OB-Wahl und Amtsantritt im Juni 2023 erhielt das Mobilitätsdezernat einen neuen Dezernenten und die Planung wurde neu aufgelegt...

    Was meinst Du mit "heruntergeklappter Front"? Die HEAG App meldete gerade Verkehrsunfall. Ich hoffe, die Leitstelle lässt die Bahnen am Hbf wenden und nicht planlos in die Sperrung hineinfahren. Das Wenden am Kongresszentrum wurde wohl verpasst, auf der Strecke zum Böllenfalltor, zur Lichtwiese und Lichtenbergschule sind in der Live Map 0 (in Worten: Null) Bahnen zu sehen!

    Hier ist die offizielle Stellungnahme der Stadt. In dieser wird auch das Thema Sperrpause wiederholt:

    Mit der Neuplanung ohne Brückenpfeiler im Gleisbereich ließ sich die erforderliche Sperrzeit nach Angaben der Stadt von ursprünglich 245 auf 56 Tage verringern – ein Schritt, mit dem die Stadt die Abhängigkeit von der Bahn bewusst verkleinert hat.

    Aber, die Ursprungsplanung ging vom Bau zwischen 2023 und 2026 aus, dann wurde sie auf die Zeit der Generalsanierung der Main-Neckar-Bahn 2027 verschoben. Bei einer fünfmonatigen Dauer wären damit bereits rund 150 Tage Sperre durch gewesen, bei sechs Monaten 180 usw. Vor allem wären für den Straßenbahnverkehr deutlich weniger SEV-Zeiten vorgesehen gewesen:

    Die Straßenbahn verläuft während der verschiedenen Bauphasen über die Rheinstraßenbrücke immer zweigleisig auf dem bestehenden und neuen Bauwerk. Es gibt temporäre Bauphasen für die Umlegung der Gleise, in denen ein Schienenersatzverkehr für die Straßenbahn eingerichtet wird.

    (Zitat nicht mehr im Original abrufbar, aber das FNF vergisst nicht.)


    Zum Thema SEV-Dauer einfach mal so in den Raum gefragt: Kann es sein, dass die Ursprungsplanung ein grüner OB und ein grüner Mobilitätsdezernent zu verantworten hatten und jetzt ein roter OB und ein schwarzer Mobilitätsdezernent am Werk sind, denen der ÖPNV nicht gaaanz so wichtig ist? Für mich macht jedenfalls auch die letzte PM eher einen behäbigen Eindruck, nach dem Motto "kommt Zeit kommt Rat". Vom Griesheimer Bürgermeister (auch CDU) war auch noch nichts zu hören...

    Vielleicht sollt die Stadt doch schon mal anfangen, die Tram über den Haardtring / Berliner zu verlegen 🙃

    Vielleicht sollte die Stadt mit Hilfe des Landes sofort massiv in Berlin intervenieren und parallel dazu den Rechtsweg einschalten. DB InfraGo scheint Druck zu benötigen.

    Laut Mitteilung der Stadt soll der Abriss der Brücke vom 24. Dezember 2027 bis 10. Januar 2028 erfolgen, also etwa drei Wochen dauern. Der Neubau wird sicherlich länger benötigen, obwohl die Brücke vormontiert und dann rübergeschoben werden soll (so wie ich das verstanden habe). Da die neue Brücke keine Mittelstützen hat, muss sie in einem gebaut/geschoben werden.


    Die Sternbrücke in Hamburg wurde während der Sommerferien eingeschoben. Die Sperrung der Bahnstrecke musste dabei von vier auf sechs Wochen verlängert werden.


    Eine Umleitungsstrecke für die Tram zu planen, zu genehmigen, den Bau auszuschreiben und dann zu bauen dauert in Deutschland wie lange?

    Die letzte Tram wird vermutlich am letzten Tag vor dem Fahrplanwechsel 2027/28 über die Brücke fahren.

    Bereits ab Oktober 2027 (also mit Beginn oder nach den Herbstferien) soll der Schienenersatzverkehr eingerichtet werden, nicht erst zum Fahrplanwechsel im Dezember.

    Ein Verschiebung des Abrisses um weitere 5 Jahre wäre wohl die beste Lösung.

    Der MIV wird sich "freuen" (was mir noch relativ egal wäre), aber irgendwo hab ich gelesen, dass die Tragfähigkeit regelmäßig überprüft wird und die Tram noch rüber darf. Das kann aber irgendwann enden. Von daher wäre die beste Lösung, in die Pötte zu kommen und eine angemessene Einigung zu finden. Ohne jetzt genauere Quellen zu suchen: Mit dem früheren Brückenentwurf, den der Dezernent dann verworfen hat, wäre es möglicherweise alles schneller gegangen. Und vor allem mit kürzeren Sperrpausen für die Tram.

    So sieht es heute Abend an der Haltestelle Pallaswiesenstraße aus:


    20261012-174115-KK.jpg

    Das stadteinwärtige Gleis ist neu verlegt, die Arbeiten gehen in Fahrtrichtung Rhönring weiter.


    Der SEV wird neben HEAG mobibus auch mit Bussen von Fischle und Müller Riedstadt gefahren.

    Die 2. Sperrzeit der Strecke muss nicht zwangsläufig zur Generalsanierung passen. Da muss die Stadt schleunigst darauf hinwirken, dass DB InfraGo davon Abstand nimmt. Auf geht's Wandrey und Benz. Ihr habt nun nen wirklich wichtigen Job. Nutzt Eure politischen Netzwerke in Wiesbaden und Berlin. Jedes Jahr, nein jeder Monat keine Straßenbahn zwischen Griesheim und Darmstadt ist einer zuviel.

    Vier Jahre keine Straßenbahn zwischen Griesheim und Darmstadt


    Der Neubau der Rheinstraßenbrücke in Darmstadt verzögert sich weiter. Weil die Deutsche Bahn benötigte Sperrzeiten frühestens ab 2030 einräumt, droht Fahrgästen zwischen Griesheim und Darmstadt eine jahrelange Unterbrechung.


    (Veröffentlicht am 12.10.26 um 11:10 Uhr)

    Ende 2027 soll die Brücke komplett abgerissen werden, die Fertigstellung wird derzeit für 2031 erwartet.


    Der o.g. Echo-Bericht ist hier nachlesbar (noch ohne Bezahlschranke).


    Mein Kommentar: Das ist eine Katastrophe.

    Habe mir heute Mittag mal die Stadionanfahrt angeschaut. Es gab natürlich keine Busse zum Bölle, was mir auch vom Mobildienst bestätigt wurde. Tatsächlich gab es aber Verstärker aus Griesheim sowie weitere vom Hbf. zum Stadion. Insgesamt war das mit neun ST15 auf der 9 (alle Kurse) und weiteren als Einsatzwagen gut organisiert.


    Auf Grund einer Türstörung beim 101, der daraufhin geräumt wurde, kam der Betrieb am Luisenplatz zwischenzeitlich knapp 15 Minuten zum Erliegen. Auf Grund eines sehr engen Lichtraumprofils durch einen hinter der gestörten Bahn stehenden Bus staute es sich auch in Richtung Willy-Brandt-Platz. Beim Abtransport kam 101 wieder zum Einsatz.