Beiträge von B80C

    Wie könnte nun eine Linienführung bei diesem Schleifenstandort aussehen? (Die Liniennummern dienen hier lediglich der Übersichtlichkeit):


    1a: Hbf - Rhein-/Neckarstr. - Marienhöhe - Eberstadt (T30, wie bisher)

    1b: Hbf - Rhein-/Neckarstr. - Marienhöhe (T30, an der Marienhöhe Übergang auf 3b)

    3a: Hbf - Luisenplatz - Lichtenbergschule - Marienhöhe - Eberstadt (T30)

    3b: Hbf - Luisenplatz - Lichtenbergschule - Marienhöhe (T30, an der Marienhöhe Übergang auf 1b)

    3c: Hbf - Luisenplatz - Lichtenbergschule (T30, im Schülerverkehr)


    Das Ludwigshöhenviertel würde dann über Direktverbindungen nach Eberstadt, Alt-Bessungen, in die Heidelberger Straße, zum Luisenplatz und Hauptbahnhof verfügen.

    HEAG mobilo:



    26.11.2020

    Fahrt mit Bussen und Straßenbahnen an allen Adventssamstagen kostenfrei

    Gemeinsame Pressemitteilung der DADINA und der HEAG mobilo


    An allen Adventssamstagen (28.11., 5.12., 12.12. und 19.12.) können Fahrgäste in den RMV-Verkehrsmitteln im gesamten Gebiet der Stadt Darmstadt und der 23 Städte und Gemeinden des Landkreises Darmstadt-Dieburg kostenfrei unterwegs sein.


    Dies umfasst Fahrten innerhalb der Tarifgebiete 39, 40 und 41. Damit ermöglicht die Nahverkehrsorganisation DADINA ein möglichst stressfreies Einkaufserlebnis. „Wir wollen einen Anreiz schaffen, an den verkehrsintensiven Wochenenden vor Weihnachten das Auto stehen zu lassen und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs zu sein. Dies ist eine gute Gelegenheit, ohne Stau und Parkplatzsuche bequem die Weihnachtseinkäufe zu erledigen, und dazu auch noch zur Luftreinhaltung beizutragen“, heißt es dazu.


    Nachdem im Dezember 2019 im DADINA-Gebiet an den vier Adventssamstagen die Gruppentageskarte zum Preis einer Einzeltageskarte angeboten wurde, möchte die Nahverkehrsorganisation in diesem Winter noch einen Schritt weitergehen und ein kostenloses Angebot offerieren. Dies vereinfacht den Zugang zum ÖPNV auch für Bürgerinnen und Bürger, die diesen sonst gar nicht oder nicht so oft benutzen.


    Auf einigen Linien werden die Kapazitäten verstärkt. In den öffentlichen Verkehrsmitteln und an den Bahnhöfen und Haltestellen ist unbedingt die Maskenpflicht einzuhalten.

    Das macht natürlich Sinn. Aber bei so wenig Bahnen dürfte die potenzielle Verzögerung Stadtauswärts nicht so hoch sein, dass sich ein extra Gleis lohnt. Eher können sich die Linie 3 und X nach Weiterstadt dann am Hbf "verständigen", wer vor fährt.

    Wieso wenig? Schau Dir bitte heute mal den Verkehr auf der Goebelstraße an: Trams, Busse und Pkws teilen sich die Fläche und entsprechend lange dauert es. Auch für die heute zeitweise verknüpften SL 2 + 3 wäre die Nutzung hilfreich.

    Das Problem mit der Schleife an der Haltestelle Marienhöhe ist doch vielmehr, dass beim Fehlen dieser Schleife kein sinnvolles Konzept für die Schwachlastzeiten möglich ist.


    Ohne Schleife muss man beispielsweise sonntags unnötige Mehrkilometer fahren (oder das Neubaugebiet abhängen). Allein der zusätzliche Energieverbrauch der Sonntage wird über die Jahre schnell den (dann ja verhinderten) Verlust an Bäumen deutlich übersteigen ...


    Die Schleife an der Lichtenbergschule genügt zwar den Anforderungen für die Hauptverkehrszeiten (insbesondere für Störungen), ist für Schwachlastzeiten aber völlig unnütz.

    Das sehe ich genauso. Montag bis Freitag tagsüber, besonders an Schultagen, macht eine Verlängerung der SL 3 nach Eberstadt Sinn. Vielleicht auch noch am Samstag. Aber Abends?

    Ich bin nicht deiner Meinung.

    Warum sollte es zwei Wendeschleifen im Abstand von ca. 1200 Metern geben? Da die neue Strecke voll an die Eberstädter Strecke angebunden werden soll, kann eine 6, 7 oder 8 dann auch mal eben zur Lichtenbergschule fahren, wenn sie wenden will oder muss. Hierfür eine zweite Schleife zu bauen, erscheint mir mehr als übertrieben.

    Die Schleife Lichtenbergschule kann man abbauen. Sie wird nicht benötigt, wenn es die an der Heidelberger Straße gibt. Schließlich soll die SL 3 durch das neue Wohnquartier fahren. Was soll den Deiner Meinung nach mit den Bahnen der SL 3 passieren, wenn sie an der Heidelberger Straße stehen und dort nicht wenden können?

    Das heißt dann aber, dass die Linie 3 zukünftig entweder immer von/nach Eberstadt verkehrt oder als Ringlinie über Heidelberger Straße/Neckarstraße geführt wird. Natürlich mit Lückenschluss zur Marienhöhe für zusätzliche Fahr- und Wendemöglichkeiten.

    Im neuen Linienkonzept, das bis Dezember 2023 umgesetzt werden soll, ist die Verlängerung bisher gar nicht vorgesehen. Die Wendeschleife macht nur an der Heidelberger Straße wirklich Sinn, weil man nur dort alle betrieblichen Vorteile hat. Für die Bäume kann es Ersatzpflanzungen an anderer Stelle geben. Das ist im Straßenbau auch üblich.

    Der Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat in seiner jüngsten Sitzung (30. September 2020) die Gründung der Stradadi GmbH durch die Wissenschaftsstadt Darmstadt, die HEAG mobilo GmbH und den Landkreis Darmstadt-Dieburg beschlossen. Gegenstand der Stradadi GmbH ist das Projektmanagement für die Erweiterung der Infrastruktur, insbesondere Planung und Bau von Straßenbahnen für den ÖPNV.

    In einem ersten Schritt soll die Verbindung von Darmstadt in den Ostkreis, die Straßenbahn nach Groß-Zimmern weiter geplant und umgesetzt werden. Auch eine Straßenbahnverbindung von Darmstadt nach Weiterstadt soll weiter untersucht werden.

    Mehr Infos gibt es hier: Wissenschaftsstadt Darmstadt

    Selbst in Kassel, mit einem recht großen Wagenpark an Zweirichtungsfahrzeugen im Vergleich zu den Linien, auf denen sie eingesetzt werden müssen (SL 7, SL 4 auf den einigen, wenigen Kursen ab/bis Oberkaufungen) gibt es keinen Fahrtrichtungswechsel oder Gegenrichtungsverkehr bei Betriebsstörungen. Das hängt einerseits auch mit den abgebauten Gleiswechseln im Netz zusammen. Andererseits fahren auf den Linien mit Wendeschleifen an beiden Enden Ein- und Zweirichter im Mischbetrieb, weshalb spontane Linienverkürzungen oder Inselbetrieb nicht planbar sind. Daher werden immer die nächst gelegenen Wendeschleifen angefahren, um den Fahrtrichtungswechsel im Netz vorzunehmen (z.B. Polizeipräsidium, Auestadion, Betriebshof Sandershäuser Straße, Rolandstraße). Den gesperrten Abschnitt übernimmt der SEV.

    Es gibt Ideen, die Tram südlich der B42 zu bauen. Da ist Gewerbe- aber kein Wohngebiet. Die Führung macht, wie in Arheilgen, Bessungen und Eberstadt, nur durch den Weiterstädter Ortskern wirklich Sinn. Also dort, wo jetzt auch die Busse fahren.

    Ich vergaß: Kranichstein, Griesheim und Seeheim-Jugenheim. Auch hier fahren die Bahnen durch die Ortsmitte. Und weil ja Kassel beispielhaft genannt wurde: In den Vororten Baunatal, Vellmar, Kaufungen, Helsa und Hessisch-Lichtenau ist das ebenfalls so. Die Tram fährt in der Ortsmitte.

    Stimmt, die Sitze sind überall die gleichen; die Aufteilung der Sitze sind allerdings unterschiedlich: in den Endwagen gibt es den Mehrzweckbereich zwischen den Türen und bis zum Gelenk, und über den Drehgestellen 16 Sitze, die so wie beim Frankfurter S-Wagen angeordnet sind (die mittleren 8 zu zwei Vierergruppen, dann vier hinterm Führerstand und vier zur Tür). Im Mittelwagen gibt es viele der Sitze in Zweiergruppen, also ohne Gegenüber; ich glaube, insgesamt vier Vierergruppen, aber da bin ich nicht sicher.

    Bei tram-kassel.de gibt es eine Zeichnung. und einen Bericht.

    Wenn man die Tram um den Ortskern Weiterstadt führt und umweltverträglich den Wohnraum entlang der neuen Trasse ausbauen kann, haben diese neuen Wohnungen eine gute attraktive Anbindung an die Stadt Darmstadt. Also erst Tram, dann nicht mehr meckernden könnende neue Anwohner.

    Es gibt Ideen, die Tram südlich der B42 zu bauen. Da ist Gewerbe- aber kein Wohngebiet. Die Führung macht, wie in Arheilgen, Bessungen und Eberstadt, nur durch den Weiterstädter Ortskern wirklich Sinn. Also dort, wo jetzt auch die Busse fahren.

    Unfall in der Rheinstraße, wie mir von Unbeteiligten mitgeteilt wurde.


    Gegen 19 Uhr des gleichen Tages habe ich einen Pulk von fünf Bahnen der Linien 6 und 7 kurz nacheinander auf der Neckarstraße Richtung Eberstadt fahren sehen. Wenn das die gleiche Störung war, die bob013 um 13:11 Uhr hier eingestellt hat, hast diese entweder länger gedauert oder die Leitstelle hat es nach Stunden nicht hinbekommen, durch vorzeitiges Wenden den Pulk aufzulösen.

    Vermutlich seit etwa 19.15 Uhr blockiert ein Gelenkbus von Müller am Willy-Brandt-Platz beide Gleise in der Frankfurter. Stadteinwärts gibt's einen netten Rückstau mehrerer Bahnen. Nach Kranichstein und Arheilgen fährt wohl jeweils ein Bus im SEV. Immerhin konnte ich so in Ruhe die neue Heinerfestbahn fotografieren.

    Wer kommt eigentlich für die Mehrkosten der HEAG für SEV-B, ggf. SEV-T und die Forderungen aus der 10-Minuten-Garantie auf? Die Fa. Müller?

    Pressemeldung von HEAG mobilo:


    29.6.2020

    Lichtwiesenbahn: Bauarbeiten für Gleisdreieck und neue Haltestelle Hochschulstadion beginnen

    Linie 9 Busse statt Bahnen


    DARMSTADT (kzd) – Mit Beginn der Sommerferien am 4. Juli startet im Bauprojekt Lichtwiesenbahn der wichtige Bauabschnitt im Kreuzungsbereich Nieder-Ramstädter Straße/Jahnstraße. Nach Abschluss der komplexen Leitungsverlegungen und ersten Gleisbauarbeiten beginnt die HEAG mobilo kommende Woche in der Nieder-Ramstädter Straße mit der Modernisierung der Haltestelle „Hochschulstadion“ und dem Bau des neuen Gleisdreiecks, mit dem eine neue Schienenverbindung von der Lichtwiese zum Böllenfalltor entsteht. Auf der Linie 9 verkehren deshalb zwischen Luisenplatz und Böllenfalltor während der gesamten Sommerferien von Samstag (4.) an bis einschließlich 16. August Ersatzbusse als Linie 9E auf einer geänderten Route. Die Bauarbeiten haben örtlich auch Auswirkungen auf den Auto- und Fahrradverkehr.


    Linie 9 verkehrt ab Luisenplatz als Ringlinie 9E

    Da die Bauarbeiten im bestehenden Gleisbereich ausgeführt werden, ist in der Nieder-Ramstädter Straße kein Straßenbahnbetrieb möglich. Aus diesem Grund verkehrt zwischen Böllenfalltor und Luisenplatz die Ersatzbuslinie 9E. Die Ersatzbusse verkehren montags bis freitags von 6 Uhr bis 9 Uhr und von 12 Uhr bis circa 19 Uhr im 7,5-Minutentakt, zwischen 9 Uhr und 12 Uhr im 15-Minuten-Takt sowie ab 19 Uhr im 30-Minuten-Takt. Am Wochenende fährt die Linie 9E tagsüber im 15-Minutentakt. Ein barrierefreier Umstieg von der Linie 9 in die Linie 9E ist an der Haltestelle Kongresszentrum möglich. Aufgrund der Einbahnstraßenregelung in der Nieder-Ramstädter Straße wird die Linie 9E als Ringlinie fahren. Stadteinwärts entfallen die Haltestellen „Merckstadion“, „Hochschulstadion“, „Herdweg“ und „Roßdörfer Straße“. Die Ersatzhaltestellen für diese Haltepunkte befinden sich in der Klappacher Straße und in der Karlstraße am Straßenrand. Zwischen Griesheim und Kongresszentrum verkehrt die Linie 9 regulär als Straßenbahn.


    Großräumige Umleitung für Autofahrer gilt bis Mitte August

    Die bereits geltende Umleitung für Autofahrer aus Richtung Mühltal über die Klappacher Straße und Karlstraße bleibt weiterhin bestehen. Die Einfahrt aus der Klappacher Straße in die Nieder-Ramstädter Straße und in den Böllenfalltorweg bleiben ebenfalls bis Ende der Sommerferien gesperrt. Aufgrund der Bauarbeiten im Kreuzungsbereich ist die Einfahrt aus der Nieder-Ramstädter Straße in die Jahnstraße während der Sommerferien voll gesperrt.

    Die Bauarbeiten finden in der Regel montags bis freitags tagsüber statt. Es kann zu Samstags- und Nachtarbeiten kommen. Die HEAG mobilo bittet alle Anwohner und Verkehrsteilnehmer um Verständnis.


    Der Fahrplan der Linie 9E steht auf der Internetseite der HEAG mobilo unter www.heagmobilo.de zum Download bereit.


    Aktuelle Informationen zum Bauprojekt „Lichtwiesenbahn“ gibt es unter www.lichtwiesenbahn.de


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    Fier mich in Summe sehr viele Linien für ein doch recht kleines Netz. Vorteil ist aber, dass viele Direktverbindungen möglich sind.


    Ein übersichtliches Netz könnte so aussehen:


    1 Hauptbahnhof - Eberstadt T30

    2 Hauptbahnhof - Luisenplatz - TU-Lichtwiese T7,5

    3 Hauptbahnhof - Bismarckstr. - Luisenplatz - Lichtenbergschule T10

    5 Hauptbahnhof - Luisenplatz - Kranichstein T7,5

    7 Arheilgen - Luisenplatz - Eberstadt T15

    8 Arheilgen - Luisenplatz - Eberstadt - Alsbach T15

    9 Griesheim - Luisenplatz - Böllenfalltor T7,5


    Nachteil: Weniger Direktverbindungen (wird bei dichtem Takt aber relativiert).

    Vorteile: Bessere Merkbarkeit, weniger Störungsanfälligkeit, Taktveränderungen bei bestimmten Anlässen einfacher umsetzbar (z.B. auf T5).

    Auf allen Achsen gibt es somit mindestens einen 10 min Takt durch sich überlagernde Linien, wobei durch zumeist drei Linien der Takt nochmal verkürzt wird. Nach Alsbach gibt es einen 15 min Takt durch Überlagerung der Linien 6 und 8, aber Eberstadt verkehren beide zusammen als 7.5 min Takt und ab Darmstadt Innenstadt als 10er Takt. Klingt für mich etwas verwirrend. Mal schauen, wie das dann im Fahrplan tatsächlich umgesetzt wird.

    Wenn ich das richtig lese, gibt es auf den Ästen nach Arheilgen, Kranichstein und Griesheim dann eine Fahrten mehr als jetzt. Derzeit wird zu diesen Zielen zweimal überlagernd im T15 gefahren (= 8 Fahrten pro Stunde), nach den Planungen dreimal im T20 (= 9 Fahrten pro Stunde). Einen stabilen Takt zu finden wird allerdings schwierig.


    Folgendes Taktschema ist vorgesehen:


    1 Eberstadt - Hauptbahnhof - Bismarckstr. - Kranichstein T20

    2 Hauptbahnhof - Luisenplatz - TU-Lichtwiese T7,5

    3 Hauptbahnhof - Bismarckstr. - Luisenplatz - Lichtenbergschule T15/7,5

    4 Griesheim Platz Bar le Duc - Luisenplatz - Kranichstein T20

    5 Kranichstein - Luisenplatz - Böllenfalltor T20

    6 Arheilgen - Luisenplatz - Eberstadt - Alsbach (Schnelllinie) T20/15/30*

    8 Arheilgen - Luisenplatz - Eberstadt - Alsbach T20/15/30*

    9 Griesheim Platz Bar le Duc - Luisenplatz - Böllenfalltor T20

    10 Griesheim Wagenhalle - Hauptbahnhof - Bismarckstr. - Arheilgen T20


    * 6 und 8: je T20 Arheilgen - Luisenplatz, je T15 Luisenplatz - Eberstadt, je T30 Eberstadt - Alsbach.

    Das Linienkonzept soll wie folgt aussehen:


    1 Eberstadt - Hauptbahnhof - Bismarckstr. - Kranichstein

    2 Hauptbahnhof - Luisenplatz - TU-Lichtwiese

    3 Hauptbahnhof - Bismarckstr. - Luisenplatz - Lichtenbergeschule

    4 Griesheim Platz Bar le Duc - Luisenplatz - Kranichstein

    5 Kranichstein - Luisenplatz - Böllenfalltor

    6 Arheilgen - Luisenplatz - Eberstadt - Alsbach (Schnelllinie)

    8 Arheilgen - Luisenplatz - Eberstadt - Alsbach

    9 Griesheim Platz Bar le Duc - Luisenplatz - Böllenfalltor

    10 Griesheim Wagenhalle - Hauptbahnhof - Bismarckstr. - Arheilgen

    Gemeinsame Pressemitteilung Stadt Darmstadt – DADINA - HEAG mobilo:


    12.6.2020

    Entwurf für neues Verkehrskonzept für die Straßenbahn vorgelegt

    10-Minutentakt, bessere Anbindung des Hauptbahnhofs und längere Bedienzeiten - Schnelle 6 fährt weiterhin



    Am Mittwoch (3.6.) hat der Vorstand der DADINA zugestimmt, in der Sitzung der Verbandsversammlung am Donnerstag (18.6.) eine Beschlussvorlage über das neue Verkehrskonzept für die Straßenbahn in der Stadt Darmstadt und im Landkreis Darmstadt-Dieburg einzubringen.


    Das neue Verkehrskonzept ist ein Entwurf der HEAG mobilo, der gemeinsam mit der Wissenschaftsstadt Darmstadt und der DADINA abgestimmt wurde. Gegenüber der im Gemeinsamen Nahverkehrsplan enthaltenen Fassung enthält er deutliche Verbesserungen. Nachdem in den letzten Jahren nur punktuelle Änderungen im Tramnetz vorgenommen wurden, erfordern steigende Einwohner- und Fahrgastzahlen sowie längere Schul- und Geschäftszeiten eine umfassende Anpassung des Liniennetzes und des Fahrplanangebots.


    Neben der Einführung eines 10-Minutentakts in der Hauptverkehrszeit sind auch eine Ausweitung der Bedienzeiten u. a. im Abendverkehr und auch neue Linienverbindungen vorgesehen. Damit wird der Darmstädter Hauptbahnhof künftig aus allen Richtungen umsteigefrei erreichbar sein. Um die Pünktlichkeit zu verbessern, sollen zudem die Fahrtzeiten der Straßenbahn angepasst werden.


    Das attraktivere und leicht einprägsame Fahrplanangebot mit einem 10-Minutentakt wird nicht nur die Bedienqualität im gesamten Netz steigern, sondern auch die Anschlusssicherheit bei Umsteigevorgängen zwischen Bus- und Straßenbahnlinien erhöhen. Oberbürgermeister Jochen Partsch, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der DADINA, stellt dazu fest: „Das neue Verkehrskonzept für die Straßenbahn ist das wichtigste und größte Projekt des gemeinsamen Nahverkehrsplanes der Stadt Darmstadt und des Landkreises. Es ist die Grundlage für die Sicherstellung der Mobilitätswende. Neben dem dichteren Taktangebot in der Innenstadt und Direktanbindung der ÖPNV-Verkehrsknotenpunkte Luisenplatz und Hauptbahnhof werden die Haltestellen Marienhöhe und Lincoln-Siedlung zukünftig zusätzlich mit der Linie 6 angedient. Somit sind die beiden neuen Siedlungen Lincoln und Ludwigshöhviertel optimal angebunden.“


    Drei Neuerungen bei der Linienführung

    Die Linie 1 soll zukünftig wie bisher von Eberstadt zum Hauptbahnhof und dann neu weiter nach Kranichstein geführt werden. Der Stadtteil Kranichstein erhält mit einer veränderten Linie 5 zudem eine Direktverbindung ans Böllenfalltor mit dem zentralen Umsteigepunkt „Schloss“. Mit der neuen Linie 10 erhalten Arheilgen und Griesheim einen direkten Anschluss an den Darmstädter Hauptbahnhof. Auf der Strecke nach Alsbach soll ein durchgehender 15-Minutentakt unter Beibehaltung der Schnelllinie 6 angeboten werden. In Darmstadt sieht das Konzept auf allen Achsen einen 10-Minutentakt vor, dies verbessert auch die Anschlussbeziehungen u. a. am Böllenfalltor gegenüber den bisherigen Planungen.


    DADINA-Vorstandsvorsitzender Robert Ahrnt meint dazu: „Durch die vorgenommene Überarbeitung der Planung konnten nochmal deutliche Verbesserungen ohne große Kostensteigerungen erzielt werden, das ist erfreulich.“


    Kostenteilung zwischen Landkreis und Stadt Darmstadt

    Den zusätzlichen jährlichen Bestellkosten ab dem Jahr 2024 in Höhe von zirka 9,15 Millionen Euro können erwartete Mehreinnahmen aus Fahrgeldern von ca rund zwei Millionen Euro gegengerechnet werden. Die verbleibenden Kosten in Höhe von etwa 7,15 Millionen Euro werden zwischen der Stadt Darmstadt und dem Landkreis geteilt. In diesen Kosten sind die Mehrbestellungen für den Betrieb der Lichtwiesenbahn und der geplanten Straßenbahnverlängerung in das Ludwigshöhviertel nicht enthalten.

    Das neue Verkehrskonzept umfasst fast 36 Prozent zusätzliche Fahrplanstunden und rund 26 Prozent zusätzliche Fahrplankilometer gegenüber dem heutigen Angebot. Dafür müssen von der HEAG mobilo zehn zusätzliche Straßenbahnen beschafft werden. Diese Anzahl berücksichtigt auch die dann erforderliche Werkstattreserve.


    Umsetzung stufenweise bis zum Dezember 2023

    Die Umsetzung kann nicht kurzfristig erfolgen, da neben den zusätzlichen Straßenbahnen außerdem mehr als 50 zusätzliche Fahrer/innen benötigt werden, deren Ausbildung ebenfalls einige Zeit in Anspruch nehmen wird. „Wir haben bereits viele positive Reaktionen zu dem von uns vorgeschlagenen neuen Verkehrskonzept erhalten“, freut sich HEAG mobilo Geschäftsführer Matthias Kalbfuss. Um möglichst zeitnah die Vorteile des neuen Verkehrskonzepts zu realisieren, hält HEAG mobilo Geschäftsführer Michael Dirmeier eine stufenweise Umsetzung für machbar: „Erste Schritte könnten bereits 2022 und 2023 erfolgen“. Das Gesamtkonzept werde aber voraussichtlich erst zum Fahrplanwechsel im Dezember 2023 in Betrieb gehen können, so Dirmeier.


    Nach den Sommerferien sollen auch die Gremien der Stadt Darmstadt und der Kreistag über die Vorlage beraten.

    Das bedeutet dann demnach: Linien 1 und 9 fahren alleine, Linien 2 mit 3, 4 mit 5 und 6 mit 7/8 sind verknüpft. Auf der 2 können keine Bw-Züge mehr fahren.