Beiträge von MdE

    Anno 2009 während der Finanzkrise gab es ja ein Infrastrukturprogramm vom Bund, wo für Hessen bei den Schienenprojekten gerademal eine ganze Weiche am Abzw. Galluswarte enthalten war. Sehen wir hier etwa die Vollendung dieser sagenhaften Vorleistung des Bundes aus 2009?


    Wenn ich mich richtig erinnere, diente jene Weiche nur dazu, die Ausfädelung Hbf vs. Main-Neckar-Brücke vollständig zweigleisig auszubauen, und hatte mit den jetzigen Arbeiten nichts zu tun. Sie liegt fast auf Höhe der Europaallee.


    Das zweite Gleis dürfte dann wohl an dieser "Sprungschanze" anschließen:

    gallus14kw3.jpg

    Die Weiche folgt hier direkt auf die Brückenrampe von der Galluswarte aus.

    Leider nicht. "Plangenehmigung" ist der Verwaltungsakt, der ein Verfahren ohne Öffentlichkeitsbeteiligung abschließt; ergo keine offengelegten Pläne vorhanden. Aber bei der Außenstelle des EBA in Frankfurt (Untermainkai 29) könntest du die sie einsehen.

    Ok, das ist mir der Aufwand dann aber doch nicht wert ;-)


    Wahrscheinlich soll er einfach vor der Bahnstrecke in den Mühlgraben umgeleitet werden anstelle parallel zu ihm direkt in die Nidder zu fließen.

    Hätte ich jetzt auch vermutet, das wäre recht logisch.

    Das ist das Schicksal einiger solcher Bahnstrecken, dass die schon damals so betrieben wurden, wie man es heute als Straßenbahn bezeichnen würde, siehe auch die Vogelsbergbahn (das Original aka Oberwaldbahn) oder die Strecke Nidda–Schotten. Nach heutigen Maßstäben kommt man mit einer "neuen" Trasse kaum mehr in Stadtgebiete hinein, aber es kann auch nicht Sinn der Sache sein, wenn man den Bahnhof nur mit ewigem Fußmarsch erreicht. Da ist gutes Planergeschick gefordert! Ich persönlich würde deshalb auch eher zu Tram-Mischlösungen tendieren. Jedenfalls danke für die Info. Ein Teil der Trasse bin ich schonmal mit dem Fahrrad gefahren, eigentlich schade, wenn man das nicht mehr als Bahn nutzen könnte.

    Ich frage mich auch, und ein eventuelles neues Erkennungszeichen, sind die grünen Anzeigen?

    Warum geht man jetzt wieder zurück auf Grün? Die Limburger und die Kassel/Fuldaer Dostos hatten ja Bernsteinfarbene Anzeigen.

    (Ursprünglich hatten die Limburger tatsächlich grün, aber sie wurden kurz vor/während der Einführung auf Bernstein umgerüstet, da diese Displays zweizeilig, bzw. in der unteren Zeile einen Lauftext angezeigt haben

    Ursprünglich waren außen grüne BiLED-Anzeigen verbaut, also die moderne Form der klassichen schwarz-weißen FlipDot-Displays, nicht mehr komplett mit Röhre, sondern einer LED pro Element beleuchtet. Die wurden dann kurz nach der Einführung auf reine orange LED-Matrixanzeigen umgestellt. Die Innenanzeigen waren zu jeder Zeit grüne LED-Matrixanzeigen.


    dosto20tbklr.jpg


    Die Farbdarstellung hängt auch von den individuellen Einstellungen ( z.B. Blaufilter) des jeweiligen Anzeigegrätes ab.

    Dazu kommen Sensor und Software der Kamera sowie Weißabgleich ;-)


    Höchstgeschwindigkeit ist nicht alles, sondern auch Zugkraft und Beschleunigung insbesondere in Steigungen.

    Und Rückspeisefähigkeit im (stetigen) Gefälle :-)

    Warum? Mehrschienengleis ist einfacher.

    Sehe ich jetzt auch nicht als Problem, aber bloß für "ne olle Museumsbahn" wird man das von offizieller Seite wohl kaum bezahlen wollen. Aber die erwähnte länderübergreifende Machbarkeitsstudie macht mir etwas Hoffnung, dass man das Dreischienengleis vielleicht für durchgehende Regionalzüge wählt.

    Muss sie das denn (zwingend)?

    HVZ und Wochenendverkehr sind sehr unterschiedlich ausgeprägt. Das wäre das fahrplantechnische.

    Und für alles andere muss nichts Neues erfunden werden, Ideen und Lösungen gibt es massenweise. Scheuklappen ablegen und über den Gartenzaun blicken.

    Sollen die ihr Rollmaterial einfach umspuren oder wie?

    Im Falle der Niddertalbahn könnte man aber auch schon einige Verbesserungen für vergleichsweise kleines Geld realisieren. Ich denke da beispielsweise an den nichttechnisch gesicherten Bahnübergang in Gronau, bei dem auf 30 runtergebremst werden muß. Zumachen oder technische Sicherung.

    Da hast du völlig Recht. Leider ein rein ideologisches Problem: Die DB wollte den BÜ soweit ich mich erinnere vor über 10 Jahren schließen, aber da es Proteste von Landwirten gab, intervenierte die Stadt Bad Vilbel. Als eigentlich zu schließender BÜ ist die DB natürlich wiederum nicht an der Finanzierung einer BÜSA interessiert, aber die Stadt wohl auch nicht. Pendler und Anwohner freuen sich.


    Ein nächster Schritt wäre, dass man die Niddatalbahn etwas begradigt und so die Durchschnittsgeschwindigkeiten erhöht.

    Ist ja kein großer Akt, einen zweiten Büdesheimer Tunnel zu graben oder eine Schneise in den Kilianstädter Wald zu reißen. Auch bei der Einfädelung nach Bad Vilbel lässt sich was rausholen, Hassia zieht bestimmt gerne um. Wenn man einen langen Damm baut und niveaugleich nach Nidderau einfädelt, kann man da bestimmt auch schneller fahren (wird halt bloß die andere Strecke so lange blockiert).

    Womit die Strecke einen noch krasseren Wandel durchlaufen würde als die Taunusbahn. Dabei gibt es auch hier einige Stellen, wo der zweigleisige Ausbau kompliziert würde (z. B. zwischen Nidderau und Eichen, erst steiler Hang, dann NSG).

    Ob man über Bettenhausen schneller ist? Ab Papierpfabrik fährt ja schließlich bereits die Straßenbahn unter Oberleitung, und dank Autobahn ist auch eine Fortsetzung über Hessisch Lichtenau hinaus unwahrscheinlich.


    Gleiches gilt für Baunatal, die Straßenbahnstrecke liegt, soweit ich es auf dem Schirm hab, deutlich günstiger als die alte KNE.


    Auch wird sicher interessant, wie man die Aartalbahn länderübergreifend reaktivieren will, wenn Wiesbaden doch unbedingt auf Meterspur umsteigen will.

    Danke für den Link! Sehr interessant finde ich auch folgende Aussage:


    Zitat

    Im Zuge der Beantwortung der Kleinen Anfrage 20/0515 zur Niddertalbahnhatte der RMV bereits mitgeteilt, dass Seilbahnen typischerweise ihr Einsatzfeld auf kurzen Strecken mit eher gleichmäßig über den Tag verteilter Nachfrage hätten. Zum Abbau einer Spitzennachfrage in der Hauptverkehrszeit wie im Falle der Niddertalbahn erscheine dieses System weniger geeignet.

    Nachtrag: Das wäre an für sich auch kein Problem, wenn du nicht eine explizite feindliche Haltung dem MIV in der Stadt gegenüber vertreten würdest. So, stellst du dein persönliches Wohl (damit du schnellst möglich zu Hause bist, sollen alle anderen maximale Pendelzeiten ertragen) über die Lebenszeit deiner Mitbürger

    Es geht eben um weit mehr als nur den Komfort, wer womit schneller Zuhause ist, und dann geht es durchaus um das Wohl aller!

    In einem Artikel habe ich jetzt gelesen, dass kurz zuvor ein Softwareupdate eingespielt wurde. Von Jahreswechsel stand da nichts explizit drin.