Beiträge von Skitobi

    Die A66 dient doch vor allem dem regionalen Pendlerverkehr von Fulda/Kinzigtal bis Frankfurt. Am Wochenende ist dort ziemlich wenig los (eigene Erfahrung). Fernverkehr findet da normalerweise quasi nicht statt, weil die Nord-Süd und auch Ost-West-Achse eben über die A5 führt. Mit den Baustellen an der B45 müsste man eben doch ab Kreuz Hanau via Seligenstädter Dreieck beschildern.


    Da könnte man in Kombination mit der A45 und A661 (auch eine Pendlerstrecke) also am Wochenende schon einiges an Verkehr auffangen.


    Zusammen kommt dann alles am Frankfurter Kreuz, aber auch das ist mit den Überwerfungsbauwerken immerhin auf einigermaßen großen Verkehr ausgelegt. Mal im Luftbild geschaut - es müsste eigentlich möglich sein, dort durchgehend zwei Spuren für die Ost-Süd-Relation und umgekehrt zu markieren, wenn man den Aufwand für das eine Wochenende betreiben will.

    Im Innsbrucker Stadtverkehr werden seit Corona einfach gar keine Fahrscheine mehr im Fahrzeug verkauft - und das soll zum Zwecke der Fahrplanstabilität auch so bleiben. Bisher war dort der Kauf schon deutlich teurer (auch eine Möglichkeit zur Lenkung!) und wurde daher eh kaum genutzt. Dafür gibt es an (fast) allen Haltestellen kleine Fahrscheinautomaten (von der Größe eines Parkscheinautomaten), die nur Münzgeld und sonst Karten annehmen. Allerdings gibt es dort auch Mehrfartenkarten/Vorverkaufskarten und Entwerter, was es im RMV ja nicht gibt - das erlaubt die Verfügbarkeit an nicht jeder Haltestelle.


    Ein kleiner Hinweis auf das tirolweit gültige Jahresticket um 500€ sei auch erlaubt - weil das sehr Viele haben, müssen eh sehr wenige Leute Einzelkarten kaufen.


    Was an diesen Automaten allerdings nicht geht, sind tirolweite Fahrkarten - es gibt nur Tickets für den Stadtverkehr, trotz der Verfügbarkeit durchgehender Fahrkarten (online oder an großen Automaten - nur an Bahnhöfen). Das ist ein großer Vorteil im RMV-System, dass man wirklich im Bus RMV-weit bis zum Fahrtziel durchlösen kann.

    Mir wäre in Fulda noch nie aufgefallen, dass der RE nach Frankfurt auf irgendwelche Anschlüsse abgestimmt ist :D


    Der RE50 erreicht Fulda um :49. Den Stadtbusknoten um :00 am Stadtschloss erreicht man damit tatsächlich gerade so - mit 5min Wegzeit zum ZOB fährt um :54 die Linie 5 zum Stadtschloss. Das könnte aber auch ein Zufallsprodukt sein, so einen Stadtbusknoten gibt es alle 15min, wobei alle Linien nur alle 30min fahren.

    Die um :45 am Stadtschloss über ZOB abfahrenden Linien sind um :48 am ZOB und werden damit verpasst.


    Die meisten Überlandbusse fahren (stündlich) um :10 oder :40 los - beides nicht besonders ideal.


    Die Regio-Anschlüsse sind noch schlechter - nach Kassel und Gersfeld geht es um :20 und nach Gießen-Limburg um :34.


    Im Kinzigtal mag das anders aussehen, wo die Buslinien wirklich Zubringer zur Bahn sein könnten. In Fulda sind die Busse wohl eher für den lokalen Verkehr - logisch bei den Anschlusszeiten.

    Das ist allerdings durchaus wie von dir genannt sehr RMV-spezifisch.


    Im VRN hat die überwiegende Mehrheit der verkauften Zeitkarten vorbehaltlich diverser Sonderregelungen (historisch durch VRN/WVV-Fusion) eine netzweite Gültigkeit mitsamt Übergangsgebieten. Gilt für Schüler und Studenten genauso wie für alle anderen. Selbst wenn man die Schüler und Studenten rausnimmt hatten unter den Jahreskarten 2018 die "relationsbezogenen" (=räumlich begrenzten) gerade mal noch einen Anteil von 8% gegenüber 92% Jahreskarten mit netzweiter Gültigkeit.


    Räumlich begrenzte Zeitkarten werden dabei schon seit Jahren dermassen wenige verkauft, dass man mit der letzten Tarifreform Anfang diesen Jahres dann diese im Grunde auf nur noch entweder "stadtweite" oder "netzweite" Gültigkeit reduziert hat und alles dazwischen gestrichen hat.

    Ja, und wenn man mal aus dem VRN raus muss... daran wird einfach nicht gedacht und deshalb gibt es ja auch diesen Thread. Züge sind nach meiner Beobachtung oft an Verkehrsverbund-Grenzen auffällig leer, das ist sicher auch dem Tarif geschuldet.

    Im Moment bist Du nicht bereit, für eine Leistung den vollen Preis zu bezahlen, sondern Du willst ein Schnäppchen machen, Ist ja in Ordnung.


    Das wäre nicht der "volle Preis" sondern der Großteil der Strecke einfach doppelt bezahlt. Wenn das wirklich die offiziellen Vorschläge sind, braucht sich keiner wundern, wenn niemand spontan irgendwohin mit der Bahn fahren will.

    Das Tarifsystem ist irgendwie noch ein Relikt der guten alten RMV-Automaten, die noch mit Drucktasten bedient wurden. Die konnten eben nur Tickets "ab hier und jetzt". Nicht mal online kommt man im Vorverkauf an Tickets - maximal 10min vorher. Das trifft sich dann besonders gut wenn man zwischen Gemünden und Obersinn in der RB sitzt und darauf hoffen muss, irgendwie noch ein bisschen Handynetz zu bekommen für das Anschlussticket im RMV.

    Das wurde zumindest teilweise wieder verbessert seit der Basistunnel-Eröffnung. Z.B. in Lavorgo hielten davor keine Züge, da musste ich mal mit dem Bus bis Faido, um einzusteigen. Mittlerweile hält wieder der IR.

    Mir fällt auf, dass sich die Autorin viel mit Bussen entlang Bahnstrecken bewegt... Bremervörde-Zeven-Tostedt wären Bahnlinien, nur gibt es da keinen Personenverkehr. Da gibt es also Potential zur "einfachen" Verbesserung der Situation.


    Doppelmayer bietet dir das Kurvensystem an.


    http://newsroom.doppelmayr.com…tes-urbanes-seilbahnnetz/


    Ich sehe in diesem Link keine Kurven. Alles gerade Linien. Das siehst du auch auf der Karte: https://www.openstreetmap.org/…#map=15/-16.4902/-68.1882. Zwischen den Stationen (blaue Vierecke) gibt es keine Kurven. Die Strecken gehen ohne Rücksicht auf Verluste über die Wohngebiete. In La Paz funktioniert das super, in NIMBY-Frankfurt definitiv unvorstellbar.

    Dir ist aber schon klar, dass klassische Seilbahnen immer absolut gerade Strecken zwischen den Stationen haben? So eine Linienführung wäre mit aktuell verfügbarer Seilbahntechnik nicht realisierbar. Kurvenkonstruktionen an einzelnen stellen (keine durchgehenden Radien) sind sehr aufwändig, durchgehende Radien sind nur mit Schwebebahnen (vergl. Wuppertal) möglich. Das braucht aber viel mehr Stützen und eine durchgehende massive Stahlkonstruktion statt Seil.

    Seilbahn quer durch Neu-Isenburg? Ziemlich unwahrscheinlich.


    Die Kölner Rheinseilbahn ist nicht in den Verkehrsverbund eingebunden, was für mich das wichtigste Merkmal einer ÖPNV-Seilbahn ist. Auch die DB-Auskunft kennt sie nicht. Also ist es eine reine Touri-Seilbahn. Eine Einzelfahrt kostet 4,80€.
    Auch die Londoner Seilbahn kostet extra, auch wenn es einen Rabatt mit der Oyster-Card gibt. Das ist aber wohl eher dem geschuldet, dass man kein Kassenpersonal für den Ticketkauf beansprucht. Vor allem gibt es dort auch keine Relation, die mit der Seilbahn schneller wäre als außenrum mit der Tube, außer wenn man direkt an einer der Seilbahnstationen startet.

    Skitobi:


    Njein, in Mannheim hatte man anlässlich der BUGA 1975 einen Aerobus im Einsatz in der Absicht zu testen, ob dies etwas für den ÖPNV sei.


    Cooles Ding, kannte ich noch nicht! Dieses System ist aber im Gegensatz zu Seilbahnen leicht kurvengängig, was eines der größeren Probleme im städtischen Einsatz von Seilbahnen ist.
    Der Kommentar war jetzt aber mal auf aktuell bestehende Anlagen bezogen.

    ... Aber noch keine einzige echte ÖPNV-Seilbahn wurde in Mitteleuropa realisiert. Alles was es bisher in Städten gibt sind Touri/Aussichtsbahnen. Ich glaube auch nicht so recht, dass sich das so schnell ändert, weil es könnte ja jemand von oben in den Garten schauen oder eine Stütze auf Privatgrund errichten wollen. Wenn dann wirklich nur direkt über den Fluss und fertig. Dann braucht es aber auch eine ordentliche "Hinterlandanbindung"

    Vor allem würde ein Notschalter den Leuten, die in so einer Situation helfen wollen, eine Alternative bieten, die sie nicht selbst in Gefahr bringt. Der verstorbene Jugendliche wird ja von Einigen als Held gefeiert, obwohl sein Verhalten absolut nicht zum Nachahmen empfohlen werden kann. So kann man möglichst medial verbreiten, dass der Notschalter die eindeutig bessere Reaktion in solch einer Situation ist.

    Was denn nun?


    Bisher wurde argumentiert, dass der Deutschland Takt ohne Fernbahntunnel funktioniert, nun gibt es aber doch Aussagen, dass der Tunnel für einen stabilen D Takt benötigt wird. So ganz widerspruchsfrei ist die bisherige Diskussion nicht.


    So wie ich das verstehe:


    Maßnahmen aus RM+: Ermöglichung des Deutschland-Takts bei weiterhin voller Auslastung der Main-Weser-Brücke


    Fernbahntunnel: Entlastung der überlasteten Strecke


    Da sowohl D-Takt als auch die Entlastung politisch gewollte Ziele sind ( :thumbsup: ), sind beide Maßnahmen zum heutigen Stand als sinnvoll zu erachten.


    Und noch etwas: Wenn man mit der Argumentation Einiger nur Projekte planen "darf", für die schon ein komplettes deutschlandweites Fahrplankonzept vorliegt, dann wird man einen solchen Tunnel nie bauen können. Der Zeitraum von Planungsbeginn bis Fertigstellung ist einfach länger als der Zeitraum, für den die Fahrpläne (zumindest derzeit) ausführlich in die Zukunft geplant werden.

    Interessant, dass der Herr Schulz sich so freut, dass es keine Einschränkung der Infrastruktur fürs Auto gibt.
    Dafür aber massive rechtliche Einschränkungen, überhaupt mit dem (fossil betriebenen) Auto einzufahren.
    Aber wahrscheinlich wird die FDP nur Ersteres in Deutschland weiter propagieren :rolleyes: