RTO light?

  • Oesterling möchte den Frankfurter Osten vom Verkehr entlasten und schlägt eine Schienenverbindung entlang der A661 von Bad Vilbel - Unfallklinik - Seckbach - Hanauer Landstraße vor. Mit Umsteigemöglichkeit zur 18, U4 und U7. Sozusagen eine RTO light.
    Außerdem fordert er mehr P&R Plätze, auch Taunusblick an der A5 hat er ins Spiel gebracht.
    Es ist aber wiederum so, dass durch den Wegfall vieler Arbeitsplätze im "Industriegebiet" gar nicht mehr von so vielen Pendlern die Hanauer Landstraße ist.
    Dies ist auch einer der Gründe, warum die 11 noch nicht in Doppeltraktion fährt.

  • Was gibt das erst für eine Entlastung, wenn die A661 und der Tunnel im Riederwald in 35 Jahren vielleicht fertig werden... ;)

    Dank Petra werde ich zum Kunstkenner. Je öfter ich das Gebrabbel höre, desto mehr verstehe ich van Gogh.

  • Gibt's das irgendwo online nachzulesen oder nur im Print?


    Ich bezweifle aber, ob eine (absolut wünschenswerte!) Nord-Süd-Schienenverbindung dem Frankfurter Osten allzu viel Entlastung bringt, wo doch der (Nord-)Ost-West-MIV die Straßen verstopft. Wäre der Bedarf auf dieser Achse so groß, führe der 551er sicher öfter als nur alle 30 Minuten. Und es gäbe wohl auch noch die einstige Bus-Direktverbindung Bad Vilbel-Bornheim. (Oder sogar die Straßenbahnverbindung Bad Vilbel-Friedberger Warte.)


    Wichtiger erscheint mir, zügig die Niddertalbahn auszubauen, was ja laut FNP beim RMV bereits in Prüfung ist.


    Ebenso muss die nordmainische S-Bahn schnell kommen. Eine bequeme Verbindung direkt in die Stadt kann die Pendler aus dem westlichen MKK sicher stärker in den SPNV locken als der Status quo. Deshalb wäre es sicher klug, die Nordmainische bis Wächtersbach, Erlensee sowie Bruchköbel und und Nidderau zu schicken.


    Als Ergänzung wäre womöglich auch die U4-Verlängerung entstaubbar. Bis Atzelberg dürfte die sich sowieso lohnen. Ob sich mit dem übergeordneten Ziel der Verkehrsentlastung des Frankfurter Ostens eine Verlängerung unter Bergen hindurch und dann nach Niederdorfelden (mit P+R-Parkplatz an der B521 und Verknüpfung mit der Niddertalbahn) lohnen würde?

  • Ich bezweifle aber, ob eine (absolut wünschenswerte!) Nord-Süd-Schienenverbindung dem Frankfurter Osten allzu viel Entlastung bringt, wo doch der (Nord-)Ost-West-MIV die Straßen verstopft.

    Mangels telepathischer Fähigkeiten kenne ich die aktuellen Gedanken von Herrn Oesterling zwar nicht und genaueres geht aus dem Posting von K-Wagen leider nicht hervor. Wenn die Rede aber schon von "entlang der A 661" ist, dann nehme ich an, dass Herr Oesterling inzwischen schon weitergehende Überlegungen angestellt hat, als er sie noch vor seinem Amtsantritt geäußert hatte oder als sie die ursprüngliche Vorplanung des Regionalverbandes vorsah. Er selbst hatte mal geäußert, dass eine Führung östlich von Bergen-Enkheim nach Niederdorfelden wegen der geringen Verkehrserschliessung und den ungünstigen topographischen Verhältnissen kaum realistisch sei. Sollte eine zentrumsnähere und ggf. verkehrsunabhängige Führung möglich sein, würde ich schon einen erheblichen Entlastungseffekt darin sehen (obwohl ich derzeit ohne Kenntnis genauerer Details nicht wüsste, wie bzw. wo eine solche Trasse möglich sein sollte - das möchten wir demnächst erfahren).


    Zitat

    Wäre der Bedarf auf dieser Achse so groß, führe der 551er sicher öfter als nur alle 30 Minuten.

    Zum einen lässt sich aus der Bustaktung kein genauer Bedarf für die Relation ableiten, denn bekanntlich können Schienenverbindungen um 30% erhöhte, bis hin zu verdoppelter Attraktivität aufweisen (was hier aufgrund höherer Fahrzeugkapazitäten im SPNV allerdings noch lange keine Taktverdopplung rechtfertigen würde). Zum anderen ist die durch die Straßenverläufe bedingte Linienführung der 551 "am Stadtrand entlang" sicher nicht gerade als Optimum an Erschließungswirkung anzusehen. Von daher wäre ich mit solchen Rückschlüssen eher vorsichtig.


    Zitat

    Und es gäbe wohl auch noch die einstige Bus-Direktverbindung Bad Vilbel-Bornheim.

    Das glaube ich kaum. Denn die resultierte ausschließlich aus der damaligen "Philosophie" des FVV, alle Linien, die im Abstand von bis zu 2 km Entfernung von einer Schienenverkehrslinie verlaufen, seien "unwirtschaftlicher Parallelverkehr". Dies diente u.a. als Begründung zur Einstellung der Straßenbahn nach Berkersheim und Rödelheim, eben aber auch dazu, die Fahrgäste aus Bad Vilbel in Bornheim zum Umsteigen auf die U4 zu zwingen, auf dass diese voll ausgelastet werde. Das war so weder vor Eröffnung der U4 der Fall, noch wäre es derzeit notwendig, weil die U4 ohnedies heute schon hochbelastet genug ist. Daher hatte man das vor 27 Jahren erfolgreich wieder rückgängig gemacht, denn Fahrgäste nehmen lieber eine 5 Minuten längere Fahrzeit für eine Direktverbindung in Kauf als einmal umzusteigen.


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    Oder sogar die Straßenbahnverbindung Bad Vilbel-Friedberger Warte.

    Auch da muss ich leider widersprechen. Denn obwohl eine solche immer wieder mal zur Diskussion gestellt wird, dürfte die kaum realisierbar sein. Es sei denn man wollte zu enormen Kosten eine Straßenbahn mit Sonderfahrzeugen (abseits des Frankfurter Standards) einrichten. Denn Frankfurter Fahrzeuge sind nicht in der Lage, das enorme Gefälle der Frankfurter Straße in Bad Vilbel zu bewältigen.