Warnstreiks im Frankfurter Busverkehr wahrscheinlich noch vor den Herbstferien

  • Meiner Meinung nach geht ein zu hoher Tarifabschluss deutlich zu Lasten der mittelständischen Unternehmen. Große Betriebe wie Transdev oder DB Regiobus dürften das noch ehr bewältigen, als z. B. ein Eberwein aus Karben oder ein Heuser. Bevor hier eine Pleitenwelle einsetzt, was durchaus kommen kann mit ungewissem Ausgang, sollte man hier doch etwas Rücksicht nehmen. Inwieweit bei den Verträgen Nachbesserungen möglich sind, kann ich nicht sagen.

    Es sollte aber jedem klar sein, dass neue ausländische Investorenunternehmen dann sicher zuschlagen. Wo das hinführt, haben wir ja inzwischen zur Genüge erlebt. Das Betriebsklima dort ist unterirdisch und nach den Pleiten von VM, Werner und jetzt Viabus müsste bei jedem die Alarmglocke angehen.

    Es spricht absolut nichts gegen einen vernünftigen Abschluss mit deutlichen Verbesserungen, aber die Forderungen von Verdi in vollem Umfang sind reine Illusion. Das wird auch bei der Schlichtung nicht anders sein.

  • Natürlich ist diese Gehaltserhöhung eine harte Nuss.

    Ich kenne jetzt persönlich die Geschäftsleitung von zwei mittelständigen Busunternehmen, die klipp und klar sagen, wie soll das bezahlt werden.


    Ist es nicht so, dass die Verkehrsverträge mit den Auftraggeberorganisationen (DaDiNa, traffiq usw.) Preisfortschreibungsklauseln enthalten, die den Unternehmen erlauben, ihre Vergütung entsprechend den gültigen Tarifanhebungen zu erhöhen? Es wäre ja ein Witz, wenn die Auftraggeberorganisationen einerseits Tariftreue vereinbaren, dann aber die Tariferhöhungen nicht mittragen wollen. Jedenfalls bei traffiq bin ich mir eigentlich sicher, dass solche Preisfortschreibungen möglich sind

  • Wenn es solch eine Regelung gibt, dann frage ich mich wieso nicht mit etwas weniger

    Diskussion von den Arbeitgebern unterschrieben wird....

    In god (an invention by mankind) we trust - on earth we don't


    Sincerly yours, NSA
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  • Das war mein Gedanke auch, aber der ÖPNV ist ja auch nur ein Geschäftsfeld der Busunternehmen, es gibt noch den Gelegenheitsverkehr (Klassenfahrten, Vereinsfahrten, Städtetouristik, Fernreisen). Ich würde mal annehmen, dass das in der Summe der größere Bereich ist. Vielleicht liegts daran.

  • Einigung scheint in greifbare Nähe zu rücken


    Wie Hessenschau.de berichtet, gibt es nach dpa-Informationen berechtigte Hoffnung auf eine Einigung im Tarifkonflikt zwischen Verdi und dem LHO. - Demnach soll ein Schlichtungsvorschlag vorliegen, dem beide Seiten zustimmen können.

    Weitere Details sollen, nach Abschluss der Beratungen der Tarifkommissionen beider Seiten, am Dienstag bekannt gegeben werden...


    Wenn es zur Einigung kommen sollte, wäre dass am Ende der gleiche Lösungsweg wie 2018; damals gab es im Januar einen zweiwöchigen Streik, danach eine Schlichtung und im Februar 2018 lag eine Einigung auf dem Tisch und der Konflikt, der im Herbst 2017 begann, war zu Ende; nun könnte es knapp zwei Jahre später etwas schneller gehen und noch im alten Jahr zur Einigung kommen......

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  • Hessenschau.de berichtet über eine Einigung im Tarifstreit.

    Link

    Wie ich beim LHO gesehen habe, wurde dort am gestrigen Mittwoch eine Pressemeldung veröffentlicht, die noch weitere Details enthält.


    Dort wird zur besseren Bezahlung folgendes mitgeteilt:


    > Für das Jahr 2019 erhalten alle Fahrer*innen eine Einmalzahlung von 950 €uro.

    > Die erste von vier Lohnerhöhungen erfolgt zum 01.01.2020 von 13,50 € auf 15,00 € (Steigerung um 11,11 %)

    > Die zweite Stufe gilt ab dem 01.04.2021, dann steigt der Stundenlohn auf 16,00 € (Steigerung um 6,67 %)

    > Die dritte Stufe gilt ab dem 01.07.2022, dann steigt der Stundenlohn auf 16,70 € (Steigerung um 4,38 %)

    > Die vierte und letzte Stufe des Vertragswerks, gilt ab dem 01.10.2023, dann steigt der Stundenlohn auf 17,40 € (Steigerung um 4,19 %)

    > Das Vertragswerk endet zum 31.03.2024.


    > Weiterhin wurde mitgeteilt, dass die Verwaltungs- und Werkstattmitarbeiter*innen zu den o. g. Terminen eine Lohnsteigerung von jeweils 2,9 % erhalten, darüber hinaus wurde ausgehandelt, dass die Ausbildungsvergütungen zwischen 125 und 195 €uro angehoben werden.


    > Abschließend wurde darauf hingewiesen, dass die unbezahlten, fahrplanbedingten Pausenzeiten, stärker entlohnt werden, als bisher und es gibt neue Regelungen bei der Altersvorsorge für alle Mitarbeiter*innen, die mindestens eine zweijährige Betriebszugehörigkeit haben.

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