Ein Tag historischer ÖPNV in Frankfurt+Darmstadt 8.9.13

  • Am 8.9. war ich anlässlich des Tages der Verkehrsgeschichte mal wieder in Frankfurt unterwegs. An diesem Tag hatten mehrere Verein Tag der offenen Tür und Fahrbetrieb, verbunden wurden die verschiedenen Örtlichkeiten durch historische Busse und Straßenbahnen. So brachte mich auch direkt morgens der N-Wagen zum Verkehrsmuseum:


    Angekommen:

    Das Museum hatt ich mir kürzlich ja schon angesehen, deshalb gibt es jetzt hier kaum Bilder. Nur eines des Feuerwehrwagens, der damals nicht anwesend war:

    Eigentlich bin ich nämlich nur zum Museum gefahren, um dort in die historischen Busse umzusteigen. Der Büssing Präfekt von 1966 ist noch nicht auf seine Tour gestartet:

    „Mein“ Bus ist dieser ehemals Schweizer Postbus:




    Angekommen an der nächsten Station:


    In den Hallen können zahlreiche Feldbahnfahrzeuge bewundert werden:


    Und auch auf dem Freigelände ist was los:



    Mitfahren konnte man in diesem Dampfzug:

    Letzte Vorbereitungen...

    Dann kann die Fahrt starten:

    Zunächst führt die Strecke durch die Schrebergärten hindurch...

    ...bevor sie sich im Rebstockpark verzweigt:


    Um für mehr Leben auf den Gleisen zu sorgen, ist auch ein Bauzug unterwegs:

    Währenddessen hat der Personenzug seine eine Endstation erreicht und die Lok setzt um:

    Wie passend, dass dazu eine Ju 52 über den Park hinwegbrummt:

    Am anderen Streckenende an der Messe angekommen muss der Zug erneut die Fahrtrichtung wechseln:

    Wieder zurück im Feldbahnmuseum:



    Genug Material für zukünftige Projekte ;)


    Auch in der zweiten Halle können weitere Fahrzeuge besichtigt werden:



    Sogar eine eigene Stopfmaschine hat die Feldbahn:




    Per Bus geht es anschließend zur nächsten Location. Diesen Kurs fuhr ein Büssing Präsident Gelenkbus aus dem Jahr 1969:






    Am Eisernen Steg wurde erneut umgestiegen. Nach kurzem Warten fährt auch schon unter viel bing-bing die Hafenbahn ein:


    Umstieg Backe an Backe:


    Vorbei am Eisernen Steg:


    Weiter am Main entlang in den Osthafen:

    Etwas provisorische Station beim Vereinsgelände der HSF:

    Weiter führt die Strecke am Gelände vorbei hinaus nach Frankfurt Ost:


    Endstation heute am Museumsstellwerk:


    Dieses mechanische Stellwerk wird als Museum erhalten, hier darf man sich auch selbst mal als Stellerker an den Hebeln probieren:

    Gestellt werden dann diese Ausstellungsstücke:

    Spanngewichte im Keller:

    Außerdem gibt es noch einige andere Ausstellungsstücke aus vergangenen Zeiten...

    Der nächste Zug der Hafenbahn wäre erst viel später gefahren, daher habe ich die fast parallel verkehrende Straßenbahn genommen (etwas schade, dass diese Verknüpfungsmöglichkeiten in den Flyern nicht aufgeführt waren):

    Vorbei am Arbeitswagen...

    ...geht die Fahrt zurück zur HSF, die sich in dieser Halle verbirgt:

    Eine kleine Modellbahn:

    Außerdem kann man in die Werkstatt hineinschnuppern:

    Draußen sind einige Fahrzeuge ausgestellt:


    So langsam wurde es für mich Zeit, mich aus Frankfurt zu verabschieden. Denn ich hatte noch etwas in Darmstadt vor...
    Dort fuhren nämlich am gleichen Tag, allerdings anlässlich der historischen Grenzkontrolle, ganz besondere Straßenbahnen:

    Die einzige Dampfstraßenbahn Deuscthlands:

    Für die Grenzkontrolle musst jeder Fahrgast einen Pass mitführen:

    Denn auf der Strecke nach Griesheim verlief nach dem ersten Weltkrieg die Grenze der französisch besetzten Gebiete. Angekommen an der Grenze:



    Natürlich wurden alle Fahrgäste kontrolliert, hin und wieder soll es wohl auch vorgekommen sein, dass z.B. Schmuggler darunter waren ;)
    Endstation war dann an der alten Wagenhalle in Griesheim, die heute als veranstaltungshalle genutzt wird:

    Einmal volltanken, bitte:


    Der Zug wurde aus einer Mischung von geschlossenen bis ganz offenen Wagen gebildet:


    Irgendwie lustig sieht die aufgesetzt moderne Technick zum Schalten von Ampeln, Signalen und Weichen aus:

    Und schon startet die Dampfstraßenbahn zu ihrer letzten Runde:

    Doch ich bin an der Wagenhalle geblieben, wollte ich doch mit einem anderen Fahrzeug zurückfahren: Denn auch der historische Triebwagen 57 samt Beiwagen fuhr an diesem Tag:




    Damit endet für mich am Luisenplatz der Tag der historischen Fahrzeuge...

    ...und um direkt voll wieder in der Moderne anzukommen, erwische ich zufällig den Hybridbus zum Hauptbahnhof:

  • Danke für die Fotos. Ich konnte wegen eines Unfalls und den darauf folgenden Krankenhausaufenthaltes diese Jahr nicht an dem Verkehrshistorischen Tag teilnehmen. Nochmals vielen Dank.

    HHS

  • Auf dem Gelenkbus steht "Omnibis Historik, Königsstein". und darunter doetwas wie Peter F. Liebert oder so ähnlich.


    Edit: Peter F. Linhart heißt der Mann, dessen Leidenschaft offenbar Büssing ist ;)
    Nochmal edit: Übrigens ist er wohl selbst auch Vorstandsmitglied der Historischen Straßenbahn FFM

    2 Mal editiert, zuletzt von flyer ()

  • Zu welchem Betrieb gehört denn der Büssing Gelenkbus HG PL 90H ?


    In HG wird es doch wohl kaum eine Wagennummer 6952 gegeben haben?


    Edit: Peter F. Linhart heißt der Mann, dessen Leidenschaft offenbar Büssing ist


    Ich meine, es ist ein ex-Braunschweiger. Die verwenden so vierstellige Nummern: 69 Baujahr, 52 laufende Nummer.

    Vollkommen Großartiges Forum


  • Ich meine, es ist ein ex-Braunschweiger. Die verwenden so vierstellige Nummern: 69 Baujahr, 52 laufende Nummer.


    Braunschweig 6952 wäre ein Straßenbahn-Triebwagen. Das braunschweiger Nummernsystem zu den einzelnen Baujahren setzt sich so zusammen: 01 - 50 Busse, wo bei möglicherweise da auch noch eine Unterteilung von Standard- und Gelenkbussen vorgenommen wird/wurde. 51 - 70 Straßenbahn-Triebwagen und 71 - 99 (Theoretisch) Straßenbahn-Beiwagen. Im Jahre 1974, dem Jahr, wo die Flotte seinerzeit dem neuen System angepasst wurde, erhielten die Braunschweiger Triebwagen 13 - 18 (dritte Belegung) die Nummern 6951 - 6956.
    Fazit: Der Bus kann also kein Braunschweiger sein, zumindest kein Fahrzeug der Braunschweiger Verkehrs AG.
    Bonn fällt auch aus, die haben das gleiche System: 01 - 50 Busse und 51 - 99 Straßenbahnen.

    Viele Grüße aus Darmstadt - Jörg "Baertram" D.
    RMV senkt die Preise? - Eher fährt unser Tw 37 aus eigener Kraft von Wixhausen nach Leimen.
    Der Bergstraße gibt man 4 Minuten - der Heimstättensiedlung werden sie genommen. Waren das noch Zeiten, als der "H-Bus" von der (Fach-)Hochschule zur Berliner Allee nur 2 Minuten brauchte.

  • Das würde ja bedeuten, das die Betriebsnummer 6952 doch auf einmal in Braunschweig vorkommen konnten. Denn es gibt ja Buslinien Salzgitter - Braunschweig. Dazu käme ja noch eine weitere Gruppe: Kraftverkehr Braunschweig (o. s. ä.). Da hatten wohl mehrere Betriebe in einem Gebiet das Nummernsystem eingeführt.
    Ich kenne mich ja nicht aus mit den historischen Bussen, und schon gar nicht mit den Nummernsystemen reiner Busbetriebe, zu denen Salzgitter (u. a. KVBraunschweig) ja gehört. Ich hatte lediglich kommentiert, das der Bus unmöglich ein Fahrzeug der Braunschweiger Verkehrs AG sein kann, aufgrund des Nummernsystem der Straßenbahn. Und auf dieser Wellenlänge sind wir, F-ZZ , uns wohl einig. Und das nur die Zierlinien andere Farben haben, kennen wir ja auch aus dem Rhein-Neckar-Dreieck (MVG, OEG, RHB und VBL), aber auch diese lassen sich ändern (eben dort, aber auch HEAG).

    Viele Grüße aus Darmstadt - Jörg "Baertram" D.
    RMV senkt die Preise? - Eher fährt unser Tw 37 aus eigener Kraft von Wixhausen nach Leimen.
    Der Bergstraße gibt man 4 Minuten - der Heimstättensiedlung werden sie genommen. Waren das noch Zeiten, als der "H-Bus" von der (Fach-)Hochschule zur Berliner Allee nur 2 Minuten brauchte.