Traffiq soll Linienbündel A (neu) ausschreiben

  • Wie die FNP am Donnerstag berichtete (bisher nicht online!), wurde die Ausschreibung, die zunächst bis zum 18.12.2019 dauern sollte, auf den 03.01.2020 verlängert, nun soll es ein Ergebnis geben und die Zuschlagsentscheidung in den nächsten Tagen bekannt gemacht werden.


    Da es im Bericht allgemein um die E-Mobilität geht, werden die Beschaffungen von emissionsfreien Fahrzeugen thematisiert...


    Nach der Beschaffung der fünf Solaris Electric im Jahr 2018, sind für dieses Jahr, bei der ICB weitere E-Solobusse für die Linie 33 vorgesehen, außerdem die ersten Elektrogelenkbusse für die Linie 37; für die Linie M60 sind nun 12 Elektrobusse vorgesehen, der Betreiber, welcher den Zuschlag dieser Tage bekommen soll, muss im Jahr 2021 weitere 9 Elektrobusse anschaffen, diese sollen auf der Linie 52 fahren, diese Linie wandert im Dez. 2021 ins Linienbündel A.

    Zusammengerechnet sollen somit ab Ende 2021 37 E-Busse fahren (16 bei der ICB und 21 beim noch unbekannten Betreiber des Bündel A). - Weiterhin soll die ICB im Jahr 2021 22 Wasserstoffbusse bekommen, in einer früheren Bekanntmachung wurde angegeben, dass diese auf den Linien 36 + 64 eingesetzt werden sollen...

    10.02.01-10.02.20: 19 Jahre U4 zur Messe und Bockenheimer Warte ;)
    11.04.15-11.04.20: Fünfter Jahrestag U5-Wagen auf Linie U4 8)
    Seit 09.10.16: Endlich fährt der U5-Wagen auf allen Strecken (U1-U9) :thumbsup:

  • Am Ende ist es die MainMobil 🤣

  • Aber mal im ernst: Wer außer einem größeren Konzern wie Transdev, DB oder einem städtischen Unternehmen soll das den machen? Aussagen von Politikern zufolge hat bisher kein privates Busunternehmen bzw. kaum eines Elektrobusse im Angebot. Ich kann mir gut vorstellen das es wieder die Transdev macht. Man will wohl weiterhin den Wettbewerb zwischen ICB und dem Rest... interessant werden sich "Ladungen" in BB Heddernheim und der STZW gestalteten.

  • Wieso weiterhin Wettbewerb mit der ICB? ICB wird direkt beauftragt und ist raus aus dem Wettbewerb. Evtl. deutet sich aber eine andere Lösung an: die RMV-Tochter Fahma plant anscheinend die Anschaffung einer größeren Stückzahl von E- und/oder Brennstoffzellenbussen. Das ergibt sich indirekt aus einer Ausschreibungen für Ingenieurleistungen, die auf die Vorbereitung und Durchführung entsprechender Ausschreibungen für die Beschaffung dieser Fahrzeuge gerichtet ist.

  • Aus der Gerüchteküche hört man etwas mit Sippel und Bündel A. Inwiefern glaubhaft, kann ich hier schlecht beurteilen. Das soll im Zusammenhang damit stehen, dass sich Transdev aus dem Frankfurter Nahverkehr scheinbar zurückziehen und sich auf Bad Homburg / Oberursel und MTK konzentrieren will (so zumindest erzählte es ein Bekannter). Würde nun auch Sinn machen, da das bisherige Sippel-Bündel auf die ICB übertragen wird zum nächsten Fahrplanwechsel und Sippel ansonsten fast komplett weg wäre (bis auf X17 und die wenigen Linien rund um Kelsterbach / Rüsselsheim) .

  • Sippel fährt ja noch am Flughafen und für die US Army in Wiesbaden, sowie als SEV-Unternehmer für vlexx. Die haben sich gesund geschrumpft in den letzten Jahren. Einzig den Stadtverkehr Mainz hätte man gerne behalten, aber die MVG hat ja ihre Freude mit der DB...

  • Aus der Gerüchteküche hört man etwas mit Sippel und Bündel A. Inwiefern glaubhaft, kann ich hier schlecht beurteilen. Das soll im Zusammenhang damit stehen, dass sich Transdev aus dem Frankfurter Nahverkehr scheinbar zurückziehen und sich auf Bad Homburg / Oberursel und MTK konzentrieren will (so zumindest erzählte es ein Bekannter). Würde nun auch Sinn machen, da das bisherige Sippel-Bündel auf die ICB übertragen wird zum nächsten Fahrplanwechsel und Sippel ansonsten fast komplett weg wäre (bis auf X17 und die wenigen Linien rund um Kelsterbach / Rüsselsheim) .

    Mit Wettbewerb meine ich, dass die ICB (dank der FDP) über die Laufzeit der Direktvergabe mit den anderen Busunternehmen in Frankfurt verglichen wird. Was das heißt könnt ihr euch denken: Kosten. Es besteht auch die Möglichkeit, der ICB nach der Hälfte der Laufzeit die Direktvergabe wieder abzunehmen und das C-Bündel wieder auszuschreiben. Wie gesagt, FDP hat das im Römer durchgesetzt.

  • Ich kann mir aber definitiv nicht vorstellen, dass man nochmal die Rolle rückwärts macht und der Ausschreibewahn erneut Einzug hält. Bei Elektrobussen wird es bei Vergleichen Probleme geben, denn die E-Fahrzeuge sind nunmal deutlich teurer in der Anschaffung und da hat man nun in Frankfurt zudem den großen Fehler gemacht und dies einerseits bei ICB (Linie 75, dazu künftig 37 und 33) und andererseits im Bündel A plaziert. So benötigt man zwangsläufig 2 Ladeterminals bei 2 verschiendenen Betreibern (unnötige Kosten). In Hamburg z. B. hat man einen neuen Betriebshof mit spezieller Ausstattung für E-Busse geschaffen (hier werden dann alle E-Fahrzeuge konzentriert).

  • Ich kann mir aber definitiv nicht vorstellen, dass man nochmal die Rolle rückwärts macht und der Ausschreibewahn erneut Einzug hält. Bei Elektrobussen wird es bei Vergleichen Probleme geben, denn die E-Fahrzeuge sind nunmal deutlich teurer in der Anschaffung und da hat man nun in Frankfurt zudem den großen Fehler gemacht und dies einerseits bei ICB (Linie 75, dazu künftig 37 und 33) und andererseits im Bündel A plaziert. So benötigt man zwangsläufig 2 Ladeterminals bei 2 verschiendenen Betreibern (unnötige Kosten). In Hamburg z. B. hat man einen neuen Betriebshof mit spezieller Ausstattung für E-Busse geschaffen (hier werden dann alle E-Fahrzeuge konzentriert).

    Tja... das ist die Frankfurter Stadtpolitil. Diese Kritisiert das die privaten keine EBusse anschaffen wollen. Wegen dem Preis ist das auch verständlich. Aber dank FDP und CDU im Römer soll unbedingt ein "privater" her was das A-Bündel angeht.

    Wie du es schon sagst, andere Betriebe bekommen es besser hin, da wird auch mal Geld in die Hand genommen und nicht so ne Zusammenschusterei im neoliberalen Sinne wie hier in Frankfurt. Hier zählt nur eines: Kosten so gering wie möglich halten. Des Weiteren sitzen ziemlich viele Betonköpfe hier in Frankfurt an diversen Stellen. Das A-Bündel soll auch in Heddernheim und der STZW geladen werden, also die EBusse.

  • Mit Wettbewerb meine ich, dass die ICB (dank der FDP) über die Laufzeit der Direktvergabe mit den anderen Busunternehmen in Frankfurt verglichen wird.


    Das hat nichts mit der FDP zu tun, das steht im Gesetz und nennt sich "Überkompensationskontrolle". Es hat mit Transparenz zu tun und zwingt den Magistrat, die Kalkulation der ICB offenzulegen. Eigentlich hat das wettbewerbliche Verfahren Vorrang, wenn dieser Vorrang aber durch Direktvergabe ausgehebelt wurde, darf das eigene Unternehmen nicht sachgrundlos besser gestellt werden. Das heißt nichts anderes, als dass die ICB sich nicht drauf verlassen darf, die Stadt werde sie schon aushalten, egal was es kostet. Wenn die ICB zu teuer wird, wars das mit der Direktvergabe,

  • Das hat nichts mit der FDP zu tun, das steht im Gesetz und nennt sich "Überkompensationskontrolle". Es hat mit Transparenz zu tun und zwingt den Magistrat, die Kalkulation der ICB offenzulegen. Eigentlich hat das wettbewerbliche Verfahren Vorrang, wenn dieser Vorrang aber durch Direktvergabe ausgehebelt wurde, darf das eigene Unternehmen nicht sachgrundlos besser gestellt werden. Das heißt nichts anderes, als dass die ICB sich nicht drauf verlassen darf, die Stadt werde sie schon aushalten, egal was es kostet. Wenn die ICB zu teuer wird, wars das mit der Direktvergabe,

    Oh doch das hat es:


    Zitat: "Schlussendlich votierte nur die FDP gegen die Direktvergabe und damit gegen einen aus ihrer Sicht kostentreibenden "Rückschritt".

    Gleichwohl konnten die Liberalen, gemeinsam mit den Direktvergabe-Skeptikern in den Koalitionsfraktionen einen Erfolg erzielen: Zwar soll die ICB auch das Linienbündel C für zehn Jahre erhalten, aber auch das Kommunalunternehmen kommt auf den Prüfstand. Denn zur Halbzeit ist eine Revision vorgesehen. Drei Alternativen stehen dann zur Wahl: die unveränderte Weiterführung der Direktvergabe, ihre Modifikation oder aber ihr Ende."


    Quelle


    Das hat die FDP gefordert. Klar, die wollen ja auch Wettbewerb... da bekommen die ganz feuchte neoliberale Träume.

  • Ernsthaft gemeinte Frage: von wann ist dieses Gesetz; welche Regierung / welcher Minister von welcher Partei war damals verantwortlich?

    Grundsätzlich hat damals CDU und FDP unter Roland Koch alles mit den Ausschreibungen vorangetrieben. Damals total voreilig gehandelt. Hessen ist auch das einzige Bundesland welches lokale Nahverkehrsorganisationen hat (welche total sinnlos sind).

  • dortelweiler : die Studie ist von 2007 und untersuchte den Zeitraum 1995/1996 bis 2004. Inzwischen schreiben wir das Jahr 2020, d.h. die Dinge haben sich in den vergangenen 15 Jahren vermutlich fortentwickelt. Es mag ja sein, dass die Verhältnisse von damals zutreffend beurteilt wurden, aber gilt das heute noch?

  • dortelweiler : die Studie ist von 2007 und untersuchte den Zeitraum 1995/1996 bis 2004. Inzwischen schreiben wir das Jahr 2020, d.h. die Dinge haben sich in den vergangenen 15 Jahren vermutlich fortentwickelt. Es mag ja sein, dass die Verhältnisse von damals zutreffend beurteilt wurden, aber gilt das heute noch?

    Defintiv treffen die zu: Doppelstrukturen, Schwierigkeiten beim Koordinieren von Buslinien im Stadtgebeit, mangelnde Qualität. TraffIQ hat der VGF die Freiheit genommen bspw. auf Störungen adäquat zu reagieren: Sprich Busersatzverkehr. Diesen Blödsinn mit den lokalen Nahverkehrsorganisationen gibt es nur in Hessen und in Frankfurt ist es perfektioniert. Die TraffIQ mischt sich zu sehr in operative Geschäft ein und überlässt es nicht denen die damit täglich zu tun haben. Die TraffIQ bringt Vorgaben zu Papier und der Rest, wie z.B. die Vorgaben eingehalten werden sollen, interessiert sie nicht. Und da ist plötzlich wieder die VGF Schuld...

  • baeuchle : das Gesetz ist die EU VO 1370/2007 vom 23.10.2007, darin Art. 6 und Anhang zu Art. 6 Abs. 1 (siehe dazu auch die Auslegungsleitlinien der Kommission). Als VO gilt sie in den Mitgliedsstaaten unmittelbar, ohne dass es einer Umsetzung in nationales Recht durch den deutschen Gesetzgeber bedarf, Folglich hat das alles mit CDU und FDP im Hessischen Landtag nur am Rande zu tun.

    Moment: Roland Koch ist damals mit dem Land Hessen aus dem kommunalen Arbeitgeberverband ausgestiegen. Er hat maßgeblich mit der FDP und mit Hilfe der Grünen den Wettbewerb in Hessen auf den Weg gebracht. Das geschah vor der EU-Norm 1370/2007. In der Legislaturperiode von Roland Koch hat "dieser" (grob ausgedrückt) das ÖPNV-/ Personenbeförderungsgesetz des Landes Hessen angepasst. Nachdem die 1370/2007 auch die Direktvergabe stich und hiebfest und rechtlich ermöglicht hat, ist keiner Zurückgerudert, da war das Kind schon im Brunnen. Nach aktueller Rechtslage muss zwar weiterhin der Auftraggeber und Auftragnehmer getrennt sein, was ansich ja nicht verkehrt ist. Klappt ja in Mainz auch wunderbar z.B. Aber es besteht nach der aktuellen Rechtslage keine Notwendigkeit die VGF "zerschlagen zu bestehen lassen" und es wäre möglich ICB und VGF wieder zu vereinigen und die Leistungen wieder an die VGF zu geben. Die VGF kann sich ja Subs für Linien suchen usw. (Wie Linie 83). Es gibt nicht wenige Stimmen in der Stadt die genau das Fordern.

    Wie gesagt: Viele Kommunen mit Eigenbetrieben holten vieles wieder zurück.

  • Diesen Blödsinn mit den lokalen Nahverkehrsorganisationen gibt es nur in Hessen und in Frankfurt ist es perfektioniert.


    Einspruch! Es gibt eigentlich kein einziges Bundesland, in dem nicht die Aufgabenträgerschaft und die Leistungserbringung getrennt sind. Die Aufgabenträgerschaft ist allerdings unterschiedlich organisiert, in Hessen sinds die Verkehrsverbünde und die Landkreise und kreisfreien Städte, in anderen Ländern sind es Zweckverbände oder spezielle Nahverkehrsgesellschaften (siehe Liste der Aufgabenträger).